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Leafly Deutschland NewsBeautytrend: Hanf-Kosmetik erorbert Asien

Hanf- und CBD-infundierte Schönheitsprodukte sind der neue Beautytrend. Die Angebote reichen von Hanfmasken, über Hanf-Gesichtsserum bis hin zum Hanf-Gesichtsöl. Es gibt hierzulande oder in den USA kaum etwas, was man sich aufs Gesicht auftragen kann, was nicht Hanf oder CBD enthält.

Beautytrend: CBD

Das Potenzial des CBD-Schönheitsmarktes ist enorm, da viele Produkte ohne Rezept über die Theke verkauft werden können. Beauty-Produkte mit Hanf haben sich als lukrativer neuer Sektor innerhalb der Hautpflege- und Kosmetikindustrie entwickelt. Laut Experten wird der globale Wert dieses Marktes in den nächsten 10 Jahren auf 25 Milliarden US-Dollar steigen und somit 15 Prozent des gesamten globalen Schönheitsmarktes ausmachen.

Von 2018 bis Anfang dieses Jahres haben große Kosmetikhersteller dieses Marktpotenzial erkannt und ihre Entwicklung im aufstrebenden Markt begonnen. Darunter Sephora, im Besitz des Luxusgüterkonzerns LVMH Must Hennessy oder Louis Vuitton SE, die eine speziell zusammengestellte Abteilung für CBD-Produkte in ihren Geschäften eingeführt haben.

Der Beauty- und Wellnessbereich wird der Haupttreiber für das Wachstum des CBD-Marktes sein,“ so ein Wall-Street Analyst.

Beautytrend geht nach Asien

In den USA haben einige asiatisch-amerikanische Unternehmer diesen potenziell lukrativen Trend bereits aufgegriffen.

Amanda Huh, eine koreanisch-amerikanische Kosmetikerin aus Los Angeles, sagte, sie könne die Wirksamkeit von CBD-Produkten bestätigen.

„Die Sache ist, weil es ein Trend ist, wollen die Leute wissen, wie effektiv CBD wirklich ist. Deshalb teste ich alle“, sagte sie. Weiter fügte sie hinzu. „Hanf wird seit Tausenden von Jahren verwendet und kommt von Mutter Natur. Es ist immer toll, mit natürlichen Produkten zu kombinieren, die gut für dich sind.“

Jenelle Kim ist eine koreanisch-amerikanische Ärztin für traditionelle chinesische Medizin und Gründerin von JBK Wellness Labs, das sich auf CBD-Schönheitsprodukte spezialisiert hat, sagt:

„Vor 15 Jahren, als der CBD-Markt zu entstehen begann, wurde mir klar, dass die Menschen dies im Westen brauchen. Ich hatte definitiv gehört, dass Asien ein großer Markt für CBD werden wird. Es begann in den USA und jetzt kommt es [zurück] nach Asien.“

Rechtliche Situation von CBD und Hanf in Asien

Obwohl Cannabis in ganz Asien weitgehend illegal bleibt, stehen asiatische Schönheitsbewegungen wie K-beauty (Produkte aus Korea) und J-beauty (Produkte aus Japan) an der Spitze der globalen Hautpflege. Da Japan und Korea führend für die globalen Schönheitsstandards stehen, sagen Experten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie – und China – den CBD-Trend annehmen werden.

CBD-Produkte aus China

China ist derzeit der weltweit größte Produzent von industriellen Hanf, der Cannabissorten umfasst, die weniger als 0,3 Prozent THC – der globalen Norm für die meisten legalen CBD-Produkte – enthalten. Bis 2024 würde der CBD-Markt allein in China ein Volumen von etwa 15 Milliarden US-Dollar erreichen.

CannAcubed, ein in Singapur ansässiger Cannabiszüchter, betreibt eine Plantage in der südchinesischen Provinz Yunnan, nachdem er als eine der ersten Firmen eine Anbauerlaubnis der Regierung erhalten hat. Der CEO Glenn Davies erwartet, dass er in diesem Jahr rund 20 Tonnen CBD-Öl aus den 1.000 Hektar Hanf gewinnen wird. Nach seinen Schätzungen ist ein Kilogramm reines CBD je nach Qualität zwischen 4.000 und 8.000 US-Dollar wert, wobei sein Ertrag zwischen 80 und 160 Millionen US-Dollar liegt.

„Wir bauen eine der größten CBD-Produktions-, Extraktions- und Verarbeitungsanlagen in der südlichen Hemisphäre“, sagte Davies. „Viele Kunden und potenzielle Investoren fragen uns schon seit Langem – wo bekommen wir Vorräte?“ Die globale Nachfrage nach CBD überstieg das Angebot, fügte Davies hinzu.

„Der größte Schwung hier wäre, wenn China den Konsum von CBD-Produkten zulassen würde, was meiner Meinung nach durchaus möglich ist und schneller erfolgen wird, als die Menschen denken“, sagte er.

CBD-Produkte sind in China legal, sofern sie von der Regierung zugelassen sind. In Japan sind CBD-Produkte völlig legal und in Südkorea und Thailand für den medizinischen Gebrauch zugelassen. Leafly.de berichtete.

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Leafly Deutschland NewsLeafly.de Patientenakte: Karl-Heinz, 37, Hyperkyphose, Bayern

Karl-Heinz arbeitet als gelernter Landschaftsgärtner Vollzeit auf Baustellen. Die schwere körperliche Arbeit bringt den 37-Jährigen inzwischen an seine körperlichen Grenzen, denn Karl-Heinz leidet seit seiner Jugend an einer verkrümmten Wirbelsäule im Brustwirbelbereich. Inzwischen kann er seinen Rücken nicht mehr aufrichten: Er hat einen Buckel. Ärzte sprechen bei dieser Fehlbildung von Hyperkyphose. Diese Verkrümmung der Wirbelsäule entstand bei Karl-Heinz durch die Scheuermann Erkrankung, auch Morbus Scheuermann genannt.

Starke Schmerzen im Rücken und den Knien

Aufgrund der verkrümmten Wirbelsäule leidet Karl-Heinz unter chronischen Rückenschmerzen. Er hatte bereits mehrfach einen Bandscheibenvorfall und seine Bandscheiben im Lendenwirbelbereich sind stark degeneriert. Außerdem hat er ausgeprägte Knochenmarksödeme.

Aber nicht nur im Rücken plagen den Mann aus der Oberpfalz starke chronische Schmerzen, sondern auch in den Knien, die beide einen Knorpelschaden vorweisen. Vor 20 Jahren wurde Karl-Heinz operativ Knorpel aus dem Knie entfernt. Darüber hinaus hat er Probleme mit seiner Schulter: Die Rotatorenmanschette und das Labrum in der linken Schulter sind kaputt. Sein rechtes Handgelenk wurde bereits erfolglos operiert und das linke schmerzt, ohne dass dafür eine Ursache gefunden werden kann.

Krankenkasse lehnt Therapie mit Cannabinoiden ab

Karl-Heinz hat eine behandelnde Ärztin, die die Therapie mit Cannabisblüten in seinem Fall unterstützt. Im Oktober 2018 erhält er ein Privatrezept für Cannabisblüten und stellt gleichzeitig den Antrag auf Kostenübernahme bei seiner Krankenkasse. Zusätzlich macht er dauerhaft Physiotherapie und diese Kombination hilft ihm, die Schmerzen zu lindern und seine Lebensqualität zu verbessern.

Dennoch lehnt die Krankenkasse die Cannabis-Behandlung von Karl-Heinz Ende 2018 ab. Der junge Mann legt direkt Widerspruch ein. Danach hört er lange nichts mehr von seiner Krankenkasse. Er hakt mehrmals telefonisch nach, was aber zu keinem Ergebnis führt.

Als Karl-Heinz eine Untätigkeitsklage androht, kommt es zu einem Mediationsverfahren durch seine Rechtsschutzversicherung. Leider lässt sich die verfahrene Situation auch so nicht lösen – das Mediationsverfahren scheitert.

Sozialgericht lehnt Untätigkeitsklage ab

Die Rechtsschutzversicherung rät Karl-Heinz, eine Untätigkeitsklage gegen seine Krankenkasse einzureichen. Im Juni weist das Sozialgericht Regensburg die Klage und ein Eilverfahren ohne mündliche Verhandlung ab.

“Das Gericht folgt in seiner Begründung ausschließlich den Ausführungen des MDK, ohne die Situation selbst abzuwägen. Es sei nicht klar, ob ich schwer chronisch krank bin, obwohl mir das eine hoch angesehene Wirbelsäulenspezialistin so attestiert hat. Und die Bilder des MRT zeigen klar, dass meine Lebensqualität durch die Schmerzen stark eingeschränkt ist. Des Weiteren sei ich nicht austherapiert, was mit meinen Diagnosen überhaupt nicht möglich ist. Da gäbe es noch Therapieoption bis zum Ende meines Lebens”, empört sich Karl-Heinz. “Ich bin verzweifelt und echt wütend im Moment. Leider fehlt mir gerade die Kraft, sofort etwas zu unternehmen.”

Inzwischen steht für Karl-Heinz aber fest: Er wird weiter klagen. Besonders ärgert ihn, dass das Gericht sich nur an dem Gutachten des MDK (Medizinische Dienst der Krankenversicherung) orientiert hat. Seine Ärzte wurden nicht angehört oder nach einer Stellungnahme gefragt.

Zurzeit muss der Landschaftsgärtner sein Medizinalcannabis aus eigenen Tasche zahlen. Die Kosten für sein Medikament verschlingen mehr als die Hälfte seines monatlichen Nettogehalts. Das ist eine enorme finanzielle Belastung, die sich der Mann aus Bayern nicht dauerhaft leisten kann. Und so gibt es Zeiten, in denen er auf sein Cannabis-Medikament verzichten muss.

Verliert Karl-Heinz seinen Führerschein?

Die Schwierigkeiten mit der Krankenkasse und die Niederlage vor dem Sozialgericht sind allerdings nicht die einzigen Probleme, die Karl-Heinz belasten. Der Mann aus Bayern bangt auch um seinen Führerschein.

Nachdem er die Therapie mit Cannabinoiden im Herbst 2018 startete, bewegte er für die ersten zwei Wochen kein Fahrzeug. Gerade zu Beginn einer Therapie, wenn Arzt und Patient die richtige Dosierung finden müssen, kann es zu einer eingeschränkten Fahrtüchtigkeit kommen. Daher sollten Cannabispatienten in dieser Phase vorsichtig sein und auf das Autofahren verzichten.

Am 26.10.2018 kommt Karl-Heinz in eine Fahrzeugkontrolle. Der Drogenschnelltest reagiert positiv auf THC. Der Polizist fotografiert das Cannabis-Rezept und den Schnelltest und lässt Karl-Heinz mit den Worten „alles ok, keine Ausfallerscheinungen“ weiterfahren.

Im Januar meldet sich dann die Führerscheinstelle bei dem Cannabispatienten. Um eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) abzuwenden, schreibt Karl-Heinz eine Stellungnahme und lässt sich von einem Anwalt beraten. Außerdem reicht er alle geforderten Dokumente – wie Atteste, Diagnosen und so weiter – fristgerecht ein.

Dennoch erhält er im Mai 2019 eine Aufforderung, eine MPU abzulegen. Bereits zu diesem Zeitpunkt haben wir von Leafly.de Kontakt zu Karl-Heinz. Die Situation wühlt ihn emotional auf:

“Ich bin entsetzt und körperlich und psychisch ziemlich am Ende. Ich werde keine MPU machen, wie jeder x-beliebige Kiffer, der kontrolliert wird. In der Akte der Führerscheinstelle ist sogar vermerkt, dass der Polizist keine Ausfallerscheinungen feststellen konnte. Ich kam gerade von der Arbeit. Ich soll unterschreiben, dass triftige Tatsachen vorliegen, die erwarten lassen, dass ich nicht fahrtüchtig bin. Das werde ich nicht tun! Ich habe jetzt ein persönliches Schreiben an den Landrat verfasst.”

Karl-Heinz kämpft für seine Rechte und seinen Führerschein

Der Mann aus Bayern setzt sich persönlich ein, nimmt Kontakt zum Landrat und zum Leiter der Führerscheinstelle auf. Inzwischen liegt die Angelegenheit beim Innenministerium in Bayern zur Entscheidung. “Bis dahin ruhen alle Fristen”, so Karl-Heinz.

 

Patienteninfos

Name: Karl-Heinz

Alter: 37

Wohnort: Bayern

Krankenkasse: DAK Gesundheit

Diagnose/n: Hyperkyphose, Bandscheibenvorfall

Medikation: Red No. 4 und Penelope

Fachrichtung des verschreibenden Arztes: Allgemeinärztin

Das Leafly.de Patienteninterview

Leafly: Seit wann wendest Du Cannabis als Medizin an?

Karl-Heinz: Seit Oktober 2018.

Leafly: Wie bist Du denn darauf gekommen?

Karl-Heinz: Durch andere Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern.

Leafly: Wie war das erste Mal?

Karl-Heinz: Stärker als erwartet. Ich hatte damals das Red No. 4 und dachte erst, das ist falsch für mich.

Leafly: In welchen Momenten wendest Du es an?

Karl-Heinz: Morgens nach dem Aufstehen und nach der Arbeit – da sind die Schmerzen am größten.

Leafly: Hattest Du Schwierigkeiten mit der Krankenkasse?

Karl-Heinz: Habe ich leider noch immer.

Leafly: Hast Du Angst vor einer Abhängigkeit?

Karl-Heinz: Nein, ich bin eine gefestigte Persönlichkeit. Körperliche Abhängigkeit ist sowieso kein Problem. Und schlimmer als bei den anderen Medikamenten, die ich eingenommen habe, ist die Abhängigkeitsgefahr sicherlich nicht.

Leafly: War Dein Medikament einmal nicht lieferbar? Was hast Du dann gemacht?

Karl-Heinz: Es ist leider meistens nicht lieferbar und es wirken einfach nicht alle Cannabissorten gleich gut für meine Probleme. Ich wende Medizinalcannabis hauptsächlich zur Muskelentspannung für meinen Rücken an. Und da wirken Sativa-Sorten nicht so gut. Außerdem spielen die Terpene eine enorm wichtige Rolle. Ich bin auf ähnliche Indica-lastige Sorten umgestiegen, sofern verfügbar.

Leafly: Geht es Dir gut? Bist Du jetzt glücklich?

Karl-Heinz: Es ist leider so, dass die Gesetzesänderung in der Realität noch einige Stolpersteine zu überwinden hat: Da ist die unterschiedliche Behandlung in Führerscheinsachen von Bundesland zu Bundesland, teilweise von Landkreis zu Landkreis. Dann die unverschämten Preise in der Apotheke, unter denen die Patienten mit Privatrezept leiden. Die Behandlung durch Krankenkassen und MDK ist teilweise menschenunwürdig.

Aber mein Medikament – sofern ich gerade Geld habe und eine passende Sorte verfügbar ist – hilft mir sehr gut. In Verbindung mit dauerhafter Physio und eigener Achtsamkeit im Alltag sorgt es definitiv für eine Verbesserung meiner Lebensqualität.

 

Lieber Karl-Heinz, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute und viel Erfolg vor Gericht. Wir werden gerne darüber berichten, wie es mit Deinem Führerschein weitergeht.

Weitere interessante Artikel zum Thema auf Leafly.de:

https://www.leafly.de/der-kommissar-cannabis-und-auto-fahren/

https://www.leafly.de/rechtssicherheit-fuer-cannabispatienten/

https://www.leafly.de/rueckenschmerzen-und-cannabis/

https://www.leafly.de/leafly-de-patientenakte-heike-wirbelgleiten-fibromyalgie-rheinland-pfalz/

 

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Blog der Aidshilfe DeutschlandWas muss passieren, damit es Menschen, die Drogen gebrauchen, viel besser geht?

Am 21. Juli erinnern Menschen weltweit an verstorbene Drogengebraucher_innen und fordern eine Drogenpolitik, die ein menschenwürdiges Leben mit Drogen ermöglicht. Dr. Albrecht Ulmer, Allgemeinmediziner und Substitutionsarzt aus Stuttgart, ist Schirmherr des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher_innen 2019 und sagt, was wir dafür brauchen: Schulung, Begleitung, Akzeptanz, angemessene Strukturen und die Besinnung auf die Würde jedes Menschen.

Prohibition, also das Verbot von Drogen, schadet viel mehr als sie nützt.

Solange wir mit ihr weitermachen, werden wir Drogen gebrauchenden Menschen nicht wirklich aus ihrer Misere helfen, und der Gedenktag für Menschen, die unnötig sterben mussten, wird nie an Aktualität verlieren.

Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen als Anlass für umfassende Besinnung nehmen

Was ist die Alternative? Schulung, Begleitung, Akzeptanz, angemessene Strukturen. Besinnung auf die Würde jedes Menschen.

Lassen Sie uns den diesjährigen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21. Juli zum Anlass für eine umfassende Besinnung nehmen.

Viel gefährlicher als die Drogen ist das Verbot der Drogen, die Prohibition

Dieser Tag hat vor allem zwei Funktionen:

  1. Menschen wenigstens ein bisschen von der Würde zurückzugeben, die ihnen während ihres zu kurzen Lebens versagt wurde.
    Darin brauchen Eltern, Angehörige, aber auch alle Freunde der Verstorbenen unsere umfassende Solidarität.
    Denken wir darüber nach: Das ist leichter geschrieben und gelesen als gelebt. Ernst genommen, führt es uns immer wieder zur Frage: Wie viel tragen wir selbst dazu bei, dass es anderen durch Abgrenzungs-Diskriminierung richtig schlecht geht?
    Zwangsläufig mündet es in die zweite Bedeutung des 21. Juli:
  2. Veränderungen anzustoßen, damit es Drogen gebrauchenden Menschen besser geht. Wir haben uns über Jahrzehnte daran gewöhnt, dass sich immer nur ein bisschen ändert, aber viel zu viel bleibt, wie es halt ist. Es wird weiter so bleiben, wenn wir nicht grundsätzlicher werden.

Viel gefährlicher als die Drogen ist das Verbot der Drogen, die Prohibition! Ich kenne viele Patienten, die mit Drogen ein gelingendes, würdiges Leben leben oder die es leben konnten, solange sie nicht verfolgt wurden – Zerstörung und Entwürdigung begannen erst mit der Verfolgung und Bestrafung.

Auch die Mehrzahl derer, deren Tod wir am Gedenktag beklagen, ist nicht eigentlich an den Drogen, sondern an den Umständen des Drogengebrauchs gestorben.

Würde! Seit 35 Jahren opioidabhängig, 30 Jahre Substitution, 5 x Gefängnis, mehr als 3 Jahre, immer nur wegen der Prohibition, 7 stationäre Entgiftungen, 8 eine „Therapie“ angetreten. Ein hoffnungsloser Fall? Im Gegenteil! Eine wunderbare Entwicklung genommen, heute ein sehr inspirierender, ausgeglichener Erwachsener. Übt jeden Tag eine Stunde klassische Gitarre, drückt darin auch all das Tiefe aus, das in ihm steckt.

Drogennot- und Drogentodesfälle sind nach wie vor an der Tagesordnung

Ich habe über 100 von meinen ursprünglich heroinabhängigen Patienten gefragt, ob sie schon mal eine Reanimation (Wiederbelebung) oder einen Fast-Todesfall bei sich erlebt haben. Bei immerhin 60 Prozent war das der Fall, durchschnittlich 2,4 Mal!

Die Qualität von Drogen wird nicht kontrolliert, und aus Angst vor der Polizei ruft man keine Hilfe

Eine Reanimation oder einen Todesfall in ihrer unmittelbaren Umgebung hatten schon 85 Prozent erlebt, durchschnittlich 5,3 Mal!

Auf die Frage, ob sie sich erklären könnten, wie es dazu kam, kamen zwei Antworten immer wieder:

  1. Du weißt nie, was du kaufst.“ Die Qualität ist überhaupt nicht kontrolliert und unterliegt lebensgefährlichen Schwankungen. Klare Prohibitionsfolge!
  2. Aus Furcht vor der Polizei ruft man keine Hilfe.“ Sonst käme die Polizei oft vor dem Notarzt und ermittle auch gegen die, die Hilfe gerufen haben. Klare Prohibitionsfolge!

Also: Prohibition entwürdigt und tötet, wahrscheinlich mehr als die Drogen selbst.

Es gibt keine drogenfreie Gesellschaft

Wir müssen uns besinnen und handeln. Schauen wir zuerst in die Geschichte und auf die weltweite Dimension.

Bewusstseinsverändernde Substanzen gehören zur Menschheit seit Adam und Eva. Schon die – sagt die Geschichte – mussten ein Verbot und dass sie trotzdem nach der Frucht griffen teuer bezahlen.

Der Irrweg Prohibition ist erst 100 Jahre alt

Die Menschheit hat immer Wege gefunden, den Gebrauch bewusstseinsverändernder oder abhängig machender Substanzen in die Kultur zu integrieren oder anderweitig in den Griff zu bekommen, letztlich mit ihm zu leben.

Den Irrweg eines systematischen Verbotsversuchs gibt es erst seit gut 100 Jahren.

Von 1919 bis 1933 hat man es in den USA mit dem Alkohol versucht. Tatsächlich gingen die Leberzirrhosen und die alkoholbedingten Todesfälle zunächst zurück. Aber es gab mehr als 10.000 Todesfälle durch Vergiftungen, teils durch unkontrollierte Streckmittel.

Prohibition sichert der Drogenkriminalität höchst gewinnbringende Geschäfte

Aus ehrbaren Weinhändlern wurden plötzlich Kriminelle. Man wich auf Hochprozentiges aus und ging in die Heimlichkeit. Im Nu bildete sich ein kriminelles Milieu und es entwickelten sich bewaffnete Banden, die riesige Umsätze machten.

Es dauerte 14 Jahre, bis man erkannte: Der Weg ist falsch. Er war grandios gescheitert. Vieles war viel schlechter und kaum etwas besser geworden.

Die Prohibition ist grandios gescheitert

Warum hat man aus dieser Erfahrung nicht die notwendigen generellen Lehren gezogen?

Vielleicht mussten die Verbotsbefürworter ihr Gesicht wahren und die Gesellschaft darin vereinen, dass man doch wenigstens die „Drogen“ verbieten muss. Auf jeden Fall waren die mittlerweile gut organisierten Gangs an einem weiteren Verbot interessiert, denn es sicherte unglaubliche Geschäfte.

Die Profite der sogenannten Drogenmafia zählen heute weltweit zu den größten Gewinnen. Man hat inzwischen über 100 statt nur 14 Jahre Zeit gehabt. Aus Gangs sind Kartelle geworden, die sich regelrechte Kriege leisten, Regierungen unterwandern und Systeme von Korruption oder Terror über weite Teile der Welt verbreiten.

Der „Krieg gegen Drogen“ ist ein Krieg gegen Menschen

Dem mexikanischen „Drogenkrieg“ zum Beispiel sind über 200.000 Menschen zum Opfer gefallen. In den Philippinen missbraucht der Herrscher den „Krieg gegen Drogen“, um zu beseitigen, wen immer er loshaben will. Auch hier gab es schon über 10.000 Tote.

Warum ist der Westen an Afghanistan so interessiert? Als die amerikanischen Soldaten in Vietnam waren, wurden viele von ihnen heroinabhängig. Aber sehen wir eine offene Diskussion darüber, dass sich amerikanische Soldaten jetzt dauerhaft im Hauptanbauland für Opium, dem Rohstoff für Heroin, aufhalten?

Wenn die Amerikaner doch die Prohibition so stark forcieren und überall international durchsetzen – wie kommt es, dass sich die Opiumproduktion Afghanistans seit dem US-Einmarsch im Jahr 2001 vervielfacht hat? Milliarden für die Taliban – ist das nicht eigentlich eine terroristische Vereinigung? Was ist dran an den nicht endenden Gerüchten, dass die CIA selbst zentral in den Opiumhandel involviert ist?

Wie auch immer, der ganze „War on drugs“, wie ihn erstmals Präsident Nixon nannte, steckt voller Lug und Trug, mit unvorstellbaren Gewinnen in den falschen Händen, mit Waffen, schwersten Menschenrechtsverletzungen und durch und durch subversiven Grundhaltungen.

Würde! Opioidabhängigkeit mit vielen Ereignissen und Details, Substitution seit über 10 Jahren. Es gab viele Diskussionen und amtliche Zweifel, ob so jemand ein Kind aufziehen darf. Wir erleben sie als Mutter, die ihrer Tochter unersetzlich zeigt: Du bist geliebt – wie es ihr niemand sonst zeigen könnte. Und die Tochter strahlt das auch aus.

Auch das Betäubungsmittelgesetz bedeutet mehr Schaden als Nutzen

Unser Hebel der Prohibition ist das Betäubungsmittelgesetz. Auch hier stelle ich die Hypothese in den Raum, dass es mehr schadet als nützt.

Es ist ein Gesetz voller Härte und abschreckender Regelungen. Ärzte brauchen eine spezielle Lizenz zur Behandlung sogenannter Drogenabhängiger. Die Folge: Abhängige finden keine Ärzte, haben kaum eine Auswahl und weite Wege.

Ärzt_innen werden zu Misstrauen, Kontrollen und Strafen gezwungen

Schon allein das erschwert eine Lebensnormalisierung. Hinzu kommt die untherapeutische Konzentrierung Betroffener an den wenigen Behandlungszentren. So haben viele keine Chance! Nicht, weil sie nicht wollten oder die Drogen sie so kaputt machen würden, sondern weil wir ihnen unter der Überschrift der Prohibition keine angemessene Chance geben!

Unser ärztliches Verhältnis zu den Patienten ist unter den Maßgaben des Betäubungsmittelgesetzes untherapeutisch. Denn das Gesetz verlangt, zu misstrauen, strikt zu kontrollieren und zu bestrafen – alles das Gegenteil eines guten therapeutischen Ansatzes!

Auch ein Arzt aus meiner Region wurde erst in den letzten Jahren inhaftiert, weil er letztlich nicht genug bestraft hatte. Was für Dimensionen, wenn man das alles gegeneinanderhält!

Blockiert wird so die Entwicklung einer wirklich guten Behandlung, wo es eigentlich besonders einfühlsame Hilfe bräuchte.

Unbedingt erforderlich wären Rahmenbedingungen, die die Entwicklung von Vertrauen begünstigen. So aber gibt es keine Entwicklung der bestmöglichen Behandlung, der bestmöglichen Dosis, ihrer Verteilung über den Tag, der bestmöglichen Substanzen oder ihrer Kombinationen und auch nicht der bestmöglichen Behandlungsbedingungen. In alledem sind Suchtkranke viel mehr entrechtet als andere Patienten.

Eine menschliche Versorgung von Drogengebraucher_innen ist möglich

Wie leicht und wie wichtig wäre es, alle Ärzte fit für die Behandlung Suchtkranker zu machen! Angemessene menschlich-medizinische Versorgung hieße, dass jeder Suchtkranke kompetent von seinem Hausarzt behandelt werden kann – wie jeder Diabetiker auch.

Auch die Entwicklung der bestmöglichen Behandlung für Alkoholabhängige stagniert, stärker als bei fast allen anderen vergleichbar schweren und verbreiteten chronischen Krankheiten. Längst haben wir dokumentiert, dass auch hier Opioide eine hervorragende therapeutische Rolle spielen können. Aber es gibt keine Entwicklung – wegen der Härte und Kompliziertheit des Betäubungsmittelgesetzes. Wie häufig wird Suchtkranken das Menschenrecht auf die bestmögliche Behandlung verwehrt!

Vielleicht mag man einwenden: Aber das Verbot ist doch pädagogisch wichtig. Es hält viele davon ab, süchtig zu werden. Ein wichtiger Einwand. Aber der Preis ist zu hoch, die Mittel sind falsch. Wir spielen der Korruption, der Bewaffnung mit böser Intention von vielen bösen Dingen in die Hände.

„Ich glaube, dass Drogen viele Leben zerstört haben, aber falsche Regierungspolitik hat viel mehr Leben zerstört.“ (Kofi Annan)

In der Summe ist das alles furchtbar. Deutlich ist, dass die Prohibition viel, viel mehr schadet als nützt und damit ein Verbrechen ist.

Auch der 2018 verstorbene Friedensnobelpreisträger Kofi Annan, von 1997 bis 2006 der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen, fasste 2016 in einem Beitrag für den SPIEGEL zusammen: „Globally, the ‚war on drugs‘ has not succeeded. … I believe that drugs have destroyed many lives, but wrong government policies have destroyed many more.” Auf Deutsch etwa: „Global gesehen ist der ‚Krieg gegen Drogen‘ nicht erfolgreich. Ich glaube, dass Drogen viele Leben zerstört haben, aber falsche Regierungspolitik hat viel mehr Leben zerstört.“

Das alles sehen wir längst. Warum gibt es dann nicht ein normales Fehlermanagement wie sonst doch fast überall? Vielleicht wegen der unvorstellbar hohen Profite mit den Schwarzmärkten? Oder der allgegenwärtigen, damit verbundenen Korruption?

Die überwiegende Mehrheit der Menschen wünscht sich eine bessere Welt mit mehr

– Solidarität

– vertrauenswürdiger Liebe

– Gerechtigkeit und

– Vertrauen.

Verlieren wir nie aus den Augen, dass wir für- und nicht gegeneinander auf dieser Welt sind. Ein viel besserer und zugleich professionellerer Umgang mit unseren Suchtkranken kann dazu ein Anfang sein.

UlmerDer Allgemeinmediziner Dr. Albrecht Ulmer war bis 2018 über 40 Jahre lang ärztlich tätig und setzt sich auch weiterhin für Belange von Patient_innen und Weiterentwicklungen ein, zum Beispiel im Rahmen von Studien. „Das Lernen von Patienten ist die Basis in meinem Beruf“, schrieb er 2018. „Das Interesse am Menschen hinter der Krankheit und ein genaues Zuhören verhelfen immer wieder zu neuen Sichtweisen. Erstaunlicherweise entstehen daraus auch wichtige medizinische Ansätze und letztendlich eine Medizin, die sich in besonderer Beziehung zum Menschen entfaltet.“ Ulmer beschreibt das besonders bei Patienten mit HIV und Suchterkrankungen, seinen Spezialgebieten. Seine Erfahrungen hat er im Buch „Lernen von Patienten“ veröffentlicht, das im Mabuse-Verlag erschienen ist; eine Leseprobe kann auf den Seiten des Verlags angesehen werden (136 Seiten, 15,00 Euro, als PDF-Datei 12,99)

Veranstaltungen zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

In vielen Städten in ganz Deutschland finden rund um den 21. Juli Veranstaltungen zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen statt. Hier eine Auswahl:

  • Augsburg, Freitag, 19.7., 13 Uhr, Königsplatz
  • Berlin, 21.7., 13 Uhr, Kottbusser Tor
  • Düsseldorf, Sonntag, 21.7., Gedenkgottesdienst St.-Elisabeth-Kirche
  • Frankfurt a. M., Freitag, 19.7., mehrere Termine
  • Halle/Saale, Sonntag, 21.7., 13–19 Uhr, Würfelwiese (neben AOK)
  • Köln, Samstag, 20.7., 12–16 Uhr, Bühne auf dem Rudolfplatz
  • München, Montag, 22.7., 11–14 Uhr, Marienplatz
  • Osnabrück, Montag, 22.7., 17 Uhr Gottesdienst Gertrudenkirche
  • Peine, Montag, 22.7., Fußgängerzone
  • Wuppertal, Samstag, 20.7., Gedenkgottesdienst Citykirche

Weitere Veranstaltungen in NRW finden sich in der Zusammenstellung der Aidshilfe NRW.

 

Weitere Beiträge zum Thema (Auswahl)

„Ich kenne keinen anderen Menschen, der sich so nach dem Leben sehnte“

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„Die Leere steht mitten im Zimmer und wartet auf mich“

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Weitere Beiträge zum Thema Drogen, Prävention und Drogenpolitik auf magazin.hiv finden sich unter https://magazin.hiv/?s=Drogen.

http://supportdontpunish.org/: „Unterstützen statt betrafen“: Webseite einer internationalen Initiative für eine menschliche Drogenpolitik

Die Polizei löst keine Drogenprobleme: Deutsche AIDS-Hilfe zum Bericht „Rauschgiftkriminalität 2017“ (aidshilfe.de, 23.05.2018)

Link zur Broschüre „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“ der Deutschen AIDS-Hilfe

Vision e.V. für innovative DrogenselbsthilfeArtikel in Junge Welt

Verfehlte Drogenpolitik Tödliche Bilanz Drogenpolitik der Bundesregierung gefährdet Menschenleben, warnen Experten. Internationaler Gedenktag für verstorbene Konsumenten am Sonntag

Von Markus Bernhardt

Seit Jahren fordern Suchtmediziner, Angehörige von Drogengebrauchern und Betroffene ein Umdenken in der herrschenden Drogenpolitik. Warum die nötig wäre, zeigen aktuelle Zahlen: Alleine im letzten Jahr starben in der Bundesrepublik 1.276 Menschen an den …

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Hanf Journal News10-Gramm-Gras-Regel gilt auch bei Minderjährigen

Jugendliche in der Schweiz machen sich mit dem Besitz einer geringen Menge Cannabis nicht strafbar In der Schweiz gilt die Regel, dass man mit 10 Gramm Cannabis nicht strafrechtlichen Sanktionen ausgeliefert ist, wird man von der Staatsmacht mit dieser geringen Menge erwischt. Nur Bußgeldzahlungen werden fällig, sollte sich der Besitz innerhalb dieser Gewichtsklasse befinden. Nachdem…

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Der Artikel 10-Gramm-Gras-Regel gilt auch bei Minderjährigen erschien zuerst auf Hanfjournal.

Leafly Deutschland NewsNovel Food Verordnung: Einschränkungen CBD-Produkte

Die FDP will mehr über die Auswirkungen der Novel Food Verordnung auf den Handel mit CBD wissen. Daher stellen Dr. Wieland Schinnenburg und andere Abgeordnete der Liberalen eine Kleine Anfrage zu dem Thema an die Bundesregierung.

Novel Food Verordnung – was ist das?

Im Januar 2019 hat die Europäischen Kommission entschieden, Cannabinoide in die Novel Food Verordnung aufzunehmen. Diese Regelung schreibt vor, dass für neuartige Lebensmittel, für die keine Geschichte eines wesentlichen Verzehrs in der Europäischen Union vor 1997 nachgewiesen werden kann, eine spezielle Marktauthorisation erforderlich ist, die die Sicherheit des Produktes belegt.

Wirtschaftliche Schäden für Unternehmen

Produkte, die Cannabidiol (CBD) aus Hanf enthalten, werden dadurch als neuartiges Lebensmittel (Novel Food) eingestuft. Die Liberalen machen darauf aufmerksam, dass Produkte aus Hanf, die schon immer CBD enthielten, seit Jahrhunderten in Europa frei verkäuflich gewesen seien. Mit der neuen Regelung der EU dürften sie allerdings nicht mehr vertrieben werden. Die Folgen sind Razzien von Betrieben, die CBD-Produkte vertreiben und damit einhergehende wirtschaftliche Schäden für Unternehmen.

FDP: Wie steht die Regierung zur Novel Food Verordnung?

Die FDP fragt die Bundesregierung jetzt, warum die EU die Einträge zu Cannabinoiden geändert hat und wie sich die Bundesrepublik dazu verhält. Außerdem interessiert die Liberalen, welche wissenschaftliche Basis für die Entscheidung besteht.

Des Weiteren fragen die Liberalen, welche Maßnahmen aktuell unternommen werden, um die neue Rechtslage zu verbreiten. Und plant die Bundesregierung eventuell Maßnahmen, um den Handel mit CBD in Deutschland zu schützen?

Einheitliche und klare Rechtslage in Europa nötig

Auch Kai-Friedrich Niermann, Rechtsanwalt und Cannabisexperte, hat bereits bei Leafly.de über die Schwierigkeiten mit CBD im Zuge der Novel Food Verordnung berichtet: „Im Moment nutzen mehrere Mitgliedsländer der Europäischen Union die Novel Food Verordnung, um insbesondere den beliebten CBD-Produkten Einhalt zu gebieten.“

Der Rechtsanwalt kritisiert, dass es zurzeit keinen einheitlichen Rechtsrahmen beim Thema CBD-Produkte in Europa gibt:

„Nicht zuletzt deshalb, weil die Cannabispflanze nach wie vor stigmatisiert wird und das Aufkommen dieser zahlreichen Produkte, insbesondere den Staaten ungeheuer ist, wo Cannabis traditionell eher restriktiv gehandhabt wird. So gibt es in Spanien, Portugal, Frankreich und zuletzt Österreich gar keinen CBD-Markt. Italien steht womöglich vor einer ähnlichen Entwicklung. Der Sinn einer europäischen Verordnung kann aber nicht sein, dass jedes Land die Anwendung in seinem Sinne auslegt. Vielmehr ist ein einheitlicher und harmonisierter Rechtsrahmen für die gesamte EU zu schaffen.“

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Blog der Aidshilfe DeutschlandWas muss passieren, damit es Menschen, die Drogen gebrauchen, viel besser geht?

Am 21. Juli erinnern Menschen weltweit an verstorbene Drogengebraucher_innen und fordern eine Drogenpolitik, die ein menschenwürdiges Leben mit Drogen ermöglicht. Dr. Albrecht Ulmer, Allgemeinmediziner und Substitutionsarzt aus Stuttgart, ist Schirmherr des Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher_innen 2019 und sagt, was wir dafür brauchen: Schulung, Begleitung, Akzeptanz, angemessene Strukturen und die Besinnung auf die Würde jedes Menschen.

Prohibition, also das Verbot von Drogen, schadet viel mehr als sie nützt.

Solange wir mit ihr weitermachen, werden wir Drogen gebrauchenden Menschen nicht wirklich aus ihrer Misere helfen, und der Gedenktag für Menschen, die unnötig sterben mussten, wird nie an Aktualität verlieren.

Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen als Anlass für umfassende Besinnung nehmen

Was ist die Alternative? Schulung, Begleitung, Akzeptanz, angemessene Strukturen. Besinnung auf die Würde jedes Menschen.

Lassen Sie uns den diesjährigen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21. Juli zum Anlass für eine umfassende Besinnung nehmen.

Viel gefährlicher als die Drogen ist das Verbot der Drogen, die Prohibition

Dieser Tag hat vor allem zwei Funktionen:

  1. Menschen wenigstens ein bisschen von der Würde zurückzugeben, die ihnen während ihres zu kurzen Lebens versagt wurde.
    Darin brauchen Eltern, Angehörige, aber auch alle Freunde der Verstorbenen unsere umfassende Solidarität.
    Denken wir darüber nach: Das ist leichter geschrieben und gelesen als gelebt. Ernst genommen, führt es uns immer wieder zur Frage: Wie viel tragen wir selbst dazu bei, dass es anderen durch Abgrenzungs-Diskriminierung richtig schlecht geht?
    Zwangsläufig mündet es in die zweite Bedeutung des 21. Juli:
  2. Veränderungen anzustoßen, damit es Drogen gebrauchenden Menschen besser geht. Wir haben uns über Jahrzehnte daran gewöhnt, dass sich immer nur ein bisschen ändert, aber viel zu viel bleibt, wie es halt ist. Es wird weiter so bleiben, wenn wir nicht grundsätzlicher werden.

Viel gefährlicher als die Drogen ist das Verbot der Drogen, die Prohibition! Ich kenne viele Patienten, die mit Drogen ein gelingendes, würdiges Leben leben oder die es leben konnten, solange sie nicht verfolgt wurden – Zerstörung und Entwürdigung begannen erst mit der Verfolgung und Bestrafung.

Auch die Mehrzahl derer, deren Tod wir am Gedenktag beklagen, ist nicht eigentlich an den Drogen, sondern an den Umständen des Drogengebrauchs gestorben.

Würde! Seit 35 Jahren opioidabhängig, 30 Jahre Substitution, 5 x Gefängnis, mehr als 3 Jahre, immer nur wegen der Prohibition, 7 stationäre Entgiftungen, 8 eine „Therapie“ angetreten. Ein hoffnungsloser Fall? Im Gegenteil! Eine wunderbare Entwicklung genommen, heute ein sehr inspirierender, ausgeglichener Erwachsener. Übt jeden Tag eine Stunde klassische Gitarre, drückt darin auch all das Tiefe aus, das in ihm steckt.

Drogennot- und Drogentodesfälle sind nach wie vor an der Tagesordnung

Ich habe über 100 von meinen ursprünglich heroinabhängigen Patienten gefragt, ob sie schon mal eine Reanimation (Wiederbelebung) oder einen Fast-Todesfall bei sich erlebt haben. Bei immerhin 60 Prozent war das der Fall, durchschnittlich 2,4 Mal!

Die Qualität von Drogen wird nicht kontrolliert, und aus Angst vor der Polizei ruft man keine Hilfe

Eine Reanimation oder einen Todesfall in ihrer unmittelbaren Umgebung hatten schon 85 Prozent erlebt, durchschnittlich 5,3 Mal!

Auf die Frage, ob sie sich erklären könnten, wie es dazu kam, kamen zwei Antworten immer wieder:

  1. Du weißt nie, was du kaufst.“ Die Qualität ist überhaupt nicht kontrolliert und unterliegt lebensgefährlichen Schwankungen. Klare Prohibitionsfolge!
  2. Aus Furcht vor der Polizei ruft man keine Hilfe.“ Sonst käme die Polizei oft vor dem Notarzt und ermittle auch gegen die, die Hilfe gerufen haben. Klare Prohibitionsfolge!

Also: Prohibition entwürdigt und tötet, wahrscheinlich mehr als die Drogen selbst.

Es gibt keine drogenfreie Gesellschaft

Wir müssen uns besinnen und handeln. Schauen wir zuerst in die Geschichte und auf die weltweite Dimension.

Bewusstseinsverändernde Substanzen gehören zur Menschheit seit Adam und Eva. Schon die – sagt die Geschichte – mussten ein Verbot und dass sie trotzdem nach der Frucht griffen teuer bezahlen.

Der Irrweg Prohibition ist erst 100 Jahre alt

Die Menschheit hat immer Wege gefunden, den Gebrauch bewusstseinsverändernder oder abhängig machender Substanzen in die Kultur zu integrieren oder anderweitig in den Griff zu bekommen, letztlich mit ihm zu leben.

Den Irrweg eines systematischen Verbotsversuchs gibt es erst seit gut 100 Jahren.

Von 1919 bis 1933 hat man es in den USA mit dem Alkohol versucht. Tatsächlich gingen die Leberzirrhosen und die alkoholbedingten Todesfälle zunächst zurück. Aber es gab mehr als 10.000 Todesfälle durch Vergiftungen, teils durch unkontrollierte Streckmittel.

Prohibition sichert der Drogenkriminalität höchst gewinnbringende Geschäfte

Aus ehrbaren Weinhändlern wurden plötzlich Kriminelle. Man wich auf Hochprozentiges aus und ging in die Heimlichkeit. Im Nu bildete sich ein kriminelles Milieu und es entwickelten sich bewaffnete Banden, die riesige Umsätze machten.

Es dauerte 14 Jahre, bis man erkannte: Der Weg ist falsch. Er war grandios gescheitert. Vieles war viel schlechter und kaum etwas besser geworden.

Die Prohibition ist grandios gescheitert

Warum hat man aus dieser Erfahrung nicht die notwendigen generellen Lehren gezogen?

Vielleicht mussten die Verbotsbefürworter ihr Gesicht wahren und die Gesellschaft darin vereinen, dass man doch wenigstens die „Drogen“ verbieten muss. Auf jeden Fall waren die mittlerweile gut organisierten Gangs an einem weiteren Verbot interessiert, denn es sicherte unglaubliche Geschäfte.

Die Profite der sogenannten Drogenmafia zählen heute weltweit zu den größten Gewinnen. Man hat inzwischen über 100 statt nur 14 Jahre Zeit gehabt. Aus Gangs sind Kartelle geworden, die sich regelrechte Kriege leisten, Regierungen unterwandern und Systeme von Korruption oder Terror über weite Teile der Welt verbreiten.

Der „Krieg gegen Drogen“ ist ein Krieg gegen Menschen

Dem mexikanischen „Drogenkrieg“ zum Beispiel sind über 200.000 Menschen zum Opfer gefallen. In den Philippinen missbraucht der Herrscher den „Krieg gegen Drogen“, um zu beseitigen, wen immer er loshaben will. Auch hier gab es schon über 10.000 Tote.

Warum ist der Westen an Afghanistan so interessiert? Als die amerikanischen Soldaten in Vietnam waren, wurden viele von ihnen heroinabhängig. Aber sehen wir eine offene Diskussion darüber, dass sich amerikanische Soldaten jetzt dauerhaft im Hauptanbauland für Opium, dem Rohstoff für Heroin, aufhalten?

Wenn die Amerikaner doch die Prohibition so stark forcieren und überall international durchsetzen – wie kommt es, dass sich die Opiumproduktion Afghanistans seit dem US-Einmarsch im Jahr 2001 vervielfacht hat? Milliarden für die Taliban – ist das nicht eigentlich eine terroristische Vereinigung? Was ist dran an den nicht endenden Gerüchten, dass die CIA selbst zentral in den Opiumhandel involviert ist?

Wie auch immer, der ganze „War on drugs“, wie ihn erstmals Präsident Nixon nannte, steckt voller Lug und Trug, mit unvorstellbaren Gewinnen in den falschen Händen, mit Waffen, schwersten Menschenrechtsverletzungen und durch und durch subversiven Grundhaltungen.

Würde! Opioidabhängigkeit mit vielen Ereignissen und Details, Substitution seit über 10 Jahren. Es gab viele Diskussionen und amtliche Zweifel, ob so jemand ein Kind aufziehen darf. Wir erleben sie als Mutter, die ihrer Tochter unersetzlich zeigt: Du bist geliebt – wie es ihr niemand sonst zeigen könnte. Und die Tochter strahlt das auch aus.

Auch das Betäubungsmittelgesetz bedeutet mehr Schaden als Nutzen

Unser Hebel der Prohibition ist das Betäubungsmittelgesetz. Auch hier stelle ich die Hypothese in den Raum, dass es mehr schadet als nützt.

Es ist ein Gesetz voller Härte und abschreckender Regelungen. Ärzte brauchen eine spezielle Lizenz zur Behandlung sogenannter Drogenabhängiger. Die Folge: Abhängige finden keine Ärzte, haben kaum eine Auswahl und weite Wege.

Ärzt_innen werden zu Misstrauen, Kontrollen und Strafen gezwungen

Schon allein das erschwert eine Lebensnormalisierung. Hinzu kommt die untherapeutische Konzentrierung Betroffener an den wenigen Behandlungszentren. So haben viele keine Chance! Nicht, weil sie nicht wollten oder die Drogen sie so kaputt machen würden, sondern weil wir ihnen unter der Überschrift der Prohibition keine angemessene Chance geben!

Unser ärztliches Verhältnis zu den Patienten ist unter den Maßgaben des Betäubungsmittelgesetzes untherapeutisch. Denn das Gesetz verlangt, zu misstrauen, strikt zu kontrollieren und zu bestrafen – alles das Gegenteil eines guten therapeutischen Ansatzes!

Auch ein Arzt aus meiner Region wurde erst in den letzten Jahren inhaftiert, weil er letztlich nicht genug bestraft hatte. Was für Dimensionen, wenn man das alles gegeneinanderhält!

Blockiert wird so die Entwicklung einer wirklich guten Behandlung, wo es eigentlich besonders einfühlsame Hilfe bräuchte.

Unbedingt erforderlich wären Rahmenbedingungen, die die Entwicklung von Vertrauen begünstigen. So aber gibt es keine Entwicklung der bestmöglichen Behandlung, der bestmöglichen Dosis, ihrer Verteilung über den Tag, der bestmöglichen Substanzen oder ihrer Kombinationen und auch nicht der bestmöglichen Behandlungsbedingungen. In alledem sind Suchtkranke viel mehr entrechtet als andere Patienten.

Eine menschliche Versorgung von Drogengebraucher_innen ist möglich

Wie leicht und wie wichtig wäre es, alle Ärzte fit für die Behandlung Suchtkranker zu machen! Angemessene menschlich-medizinische Versorgung hieße, dass jeder Suchtkranke kompetent von seinem Hausarzt behandelt werden kann – wie jeder Diabetiker auch.

Auch die Entwicklung der bestmöglichen Behandlung für Alkoholabhängige stagniert, stärker als bei fast allen anderen vergleichbar schweren und verbreiteten chronischen Krankheiten. Längst haben wir dokumentiert, dass auch hier Opioide eine hervorragende therapeutische Rolle spielen können. Aber es gibt keine Entwicklung – wegen der Härte und Kompliziertheit des Betäubungsmittelgesetzes. Wie häufig wird Suchtkranken das Menschenrecht auf die bestmögliche Behandlung verwehrt!

Vielleicht mag man einwenden: Aber das Verbot ist doch pädagogisch wichtig. Es hält viele davon ab, süchtig zu werden. Ein wichtiger Einwand. Aber der Preis ist zu hoch, die Mittel sind falsch. Wir spielen der Korruption, der Bewaffnung mit böser Intention von vielen bösen Dingen in die Hände.

„Ich glaube, dass Drogen viele Leben zerstört haben, aber falsche Regierungspolitik hat viel mehr Leben zerstört.“ (Kofi Annan)

In der Summe ist das alles furchtbar. Deutlich ist, dass die Prohibition viel, viel mehr schadet als nützt und damit ein Verbrechen ist.

Auch der 2018 verstorbene Friedensnobelpreisträger Kofi Annan, von 1997 bis 2006 der siebte Generalsekretär der Vereinten Nationen, fasste 2016 in einem Beitrag für den SPIEGEL zusammen: „Globally, the ‚war on drugs‘ has not succeeded. … I believe that drugs have destroyed many lives, but wrong government policies have destroyed many more.” Auf Deutsch etwa: „Global gesehen ist der ‚Krieg gegen Drogen‘ nicht erfolgreich. Ich glaube, dass Drogen viele Leben zerstört haben, aber falsche Regierungspolitik hat viel mehr Leben zerstört.“

Das alles sehen wir längst. Warum gibt es dann nicht ein normales Fehlermanagement wie sonst doch fast überall? Vielleicht wegen der unvorstellbar hohen Profite mit den Schwarzmärkten? Oder der allgegenwärtigen, damit verbundenen Korruption?

Die überwiegende Mehrheit der Menschen wünscht sich eine bessere Welt mit mehr

–           Solidarität

–           vertrauenswürdiger Liebe

–           Gerechtigkeit und

–           Vertrauen.

Verlieren wir nie aus den Augen, dass wir für- und nicht gegeneinander auf dieser Welt sind. Ein viel besserer und zugleich professionellerer Umgang mit unseren Suchtkranken kann dazu ein Anfang sein.

UlmerDer Allgemeinmediziner Dr. Albrecht Ulmer war bis 2018 über 40 Jahre lang ärztlich tätig und setzt sich auch weiterhin für Belange von Patient_innen und Weiterentwicklungen ein, zum Beispiel im Rahmen von Studien. „Das Lernen von Patienten ist die Basis in meinem Beruf“, schrieb er 2018. „Das Interesse am Menschen hinter der Krankheit und ein genaues Zuhören verhelfen immer wieder zu neuen Sichtweisen. Erstaunlicherweise entstehen daraus auch wichtige medizinische Ansätze und letztendlich eine Medizin, die sich in besonderer Beziehung zum Menschen entfaltet.“ Ulmer beschreibt das besonders bei Patienten mit HIV und Suchterkrankungen, seinen Spezialgebieten. Seine Erfahrungen hat er im Buch „Lernen von Patienten“ veröffentlicht, das im Mabuse-Verlag erschienen ist; eine Leseprobe kann auf den Seiten des Verlags angesehen werden (136 Seiten, 15,00 Euro, als PDF-Datei 12,99)

Veranstaltungen zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen

In vielen Städten in ganz Deutschland finden rund um den 21. Juli Veranstaltungen zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher_innen statt. Hier eine Auswahl:

  • Augsburg, Freitag, 19.7., 13 Uhr, Königsplatz
  • Berlin, 21.7., 13 Uhr, Kottbusser Tor
  • Düsseldorf, Sonntag, 21.7., Gedenkgottesdienst St.-Elisabeth-Kirche
  • Frankfurt a. M., Freitag, 19.7., mehrere Termine
  • Halle/Saale, Sonntag, 21.7., 13–19 Uhr, Würfelwiese (neben AOK)
  • Köln, Samstag, 20.7., 12–16 Uhr, Bühne auf dem Rudolfplatz
  • München, Montag, 22.7., 11–14 Uhr, Marienplatz
  • Osnabrück, Montag, 22.7., 17 Uhr Gottesdienst Gertrudenkirche
  • Peine, Montag, 22.7., Fußgängerzone
  • Wuppertal, Samstag, 20.7., Gedenkgottesdienst Citykirche

Weitere Veranstaltungen in NRW finden sich in der Zusammenstellung der Aidshilfe NRW.

 

Weitere Beiträge zum Thema (Auswahl)

„Ich kenne keinen anderen Menschen, der sich so nach dem Leben sehnte“

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„Die Leere steht mitten im Zimmer und wartet auf mich“

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Eine Kerze für die Freundin ohne Namen

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„Der Krieg gegen Drogen ist ein Krieg gegen Menschen“

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Weitere Beiträge zum Thema Drogen, Prävention und Drogenpolitik auf magazin.hiv finden sich unter https://magazin.hiv/?s=Drogen.

http://supportdontpunish.org/: „Unterstützen statt betrafen“: Webseite einer internationalen Initiative für eine menschliche Drogenpolitik

Die Polizei löst keine Drogenprobleme: Deutsche AIDS-Hilfe zum Bericht „Rauschgiftkriminalität 2017“ (aidshilfe.de, 23.05.2018)

Link zur Broschüre „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“ der Deutschen AIDS-Hilfe

Hanfparade, jedes Jahr in BerlinHanfparade zum Schwul-Lesbischen Stadtfest 2019

Dieses Jahr sind wir wieder mit dabei am Motzstraßenfest, auch besser bekannt als Schwul-Lesbischen Stadtfest im Rahmen des Christopher Street Days. Besucht uns in der Nähe der FrauenLesbenTrans*-Bühne am 20. und 21. Juni!

Gemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018
Gemeinsamer Infostand der Hanfparade, des Hanf Museums und des DHV am Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin 2018

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Leafly Deutschland NewsWirkung von THC im Gehirn. Neue Studie aus Kanada

Warum die Wirkung von THC für von manchen Cannabiskonsumenten als angenehm und entspannend empfunden wird, während andere unter Paranoia, Unbehagen und negativen Gefühlen leiden, konnte bisher nicht herausgefunden werden.

Die kanadischen Wissenschaftler Prof. Steven Laviolette und sein Postdoktorand Dr. Christopher Norris von der Schulich School of Medicine & Dentistry der Western University haben allerdings herausgefunden, wo diese unterschiedlichen Erfahrungen im Gehirn auftreten.

Studie zu Wirkung von THC

In einer Studie an Ratten, die in Scientific Reports veröffentlicht wurde, stellten die Forscher fest, dass sowohl die angenehmen als auch die schlechten Wirkungen von THC aus derselben Hirnregion stammen: dem Nucleus accumbens.

Was ist der Nucleus accumbens?

Der Nucleus accumbens besteht aus Kern- und Schalenregion und ist ein wichtiger Teil des Belohnungssystems des Gehirns. Dieser ist mitverantwortlich für die Entstehung von Sucht. Hier befinden sich, eine Vielzahl von Dopamin-Rezeptoren vom Typ D2. Werden diese stimuliert, lösen sie ein Glücksgefühl aus.

Viele Drogen wie Amphetamine, Kokain, THC oder Opiate wirken auf diese synaptische Übertragung und so auf den Nucleus accumbens. Daher ist dieser von großem Interesse bei der Erforschung von Suchtentstehung aber auch bei der klassischen Konditionierung.

Aus der Schalenregion des Nucleus accumbens ziehen Nervenfasern in das limbische System und den Hypothalamus. Dort werden die eingehenden Reize kognitiv-psychisch verarbeitet und die vegetative Antwort auf das Glücksgefühl hervorgerufen.

THC Wirkung und Effekte

Laut der Studie treten die angenehmen Effekte auf, wenn THC von der Vorderseite des Nucleus accumbens verarbeitet wird. Im hinteren Teil der Region verursache dasselbe THC nachteilige Wirkungen. Diese schließt negative Gefühle, Emotionen und Muster der Neuronenaktivität, ähnlich denen, die bei Schizophrenie beobachtet wurden, ein.

Die unterschiedlichen Erfahrungen mit Cannabis entstünden also daraus, dass die verschiedenen Bereiche des Nucleus accumbens verschieden reagieren. Der Teil, der gegenüber THC am empfindlichsten sei, bestimme die Wirkungsweise.

In einer Pressemitteilung sagten die Forscher: „Diese Ergebnisse enthüllen wichtige neue Erkenntnisse darüber, wie Cannabis bei verschiedenen Individuen so unterschiedliche psychologische Wirkungen hervorrufen kann.“

Auch sei der spezifische Bereich des Nucleus accumbens, der gegenüber THC empfindlicher ist, ein kritischer Indikator dafür, ob positive oder negative Nebenwirkungen durch den Cannabiskonsum erfahren würden.

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Vision e.V. für innovative DrogenselbsthilfeDonnerstag früher geschlossen

Am Donnerstag, den 18.07.2019 schliessen wir unseren Kontaktladen in Kalk bereits um 14:30 Uhr, da wir mit Vorbereitungen für den Gedenktag beschäftigt sind.

Leafly Deutschland NewsLondon Cannabis Film Festival

Im Juni dieses Jahres gab es bereits zahlreiche Events rund um das Thema Cannabis in ganz Europa. Darunter die Mary Jane in Berlin oder die European Cannabis Week in London. Dabei reichte das Spektrum der Veranstaltungen von Fachkonferenzen wie The Cannabis Society in Berlin bis zur Cannabis Europa in London (Leafly.de berichtete). Nun startet am 28. Juli das London Cannabis Film Festival (The LCFF).

London Cannabis Film Festival: Die Entstehung

Das London Cannabis Film Festival ist ein wesentliches kulturelles Ereignis, dass diesen Juli 2019 erstmalig in London stattfinden wird. Das Festival ist für jeden gedacht, der sich für Cannabis und seine vielfältigen Einsatzformen interessiert. Neben einer Reihe von Premieren, preisgekrönten Features und Kultklassikern bietet das Festival auch eine kuratierte Auswahl an Veranstaltungen, Kunst, Musik, Workshops und Diskussionen mit weltweit führenden Persönlichkeiten aus den Bereichen Medizin und Wirtschaft.

Nach eigenen Aussagen wurde das London Cannabis Film Festival aus Leidenschaft zur Sache von Conor Prentice, Francis Hall und Mark George im Jahr 2018 gegründet. Bereits Veranstaltungen wie die ‚Anti Prohibition RoadShow‘ in Großbritannien genauso wie die Premiere von „Weed the People“ im Februar 2019 zählen zu den Leistungen des Trios.

Die wichtigste Mission der Veranstalter sei es mit dem Stigma über Cannabis aufzuräumen und zur Aufklärung und Stärkung des verantwortungsbewussten Cannabiskonsums beizutragen:

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass der Film ein wichtiges Medium ist, um zu helfen, über die vielen Vorteile von Cannabis und Hanf aufzuklären. Und wir sind begeistert, einige erstaunlichen Arbeiten sehr talentierter Filmemacher zu präsentieren“, erklärte Francis Hall in einem Medienbericht.

Das Programm

Der 28. Juli wird also ganz unter dem Thema Cannabis stehen.

Zu den Programmhighlights des Tages zählen unter anderem die Filmvorführungen:

  •  „Cannapop“ um 11 Uhr
  •  Kurzfilme um 14 Uhr
  • „The drugs don’t work. Cannabis and the opioid crisis um 15:35UHr
  • “Women in weed” um 18 Uhr
  • “Hemp Heroes” um 20 Uhr

Hier findet ihr die Ticketpreise und Informationen zum detaillierten Programm.

 

 

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Hanf Journal NewsZeit für etwas CBD-Aufklärung

Sind Produkte mit CBD nun legal oder nicht? Seit einiger Zeit liegen Produkte mit dem Hanfinhaltsstoff CBD groß im Trend. Viele verschiedene Hersteller und Anbieter haben sich seitdem auf den Verkauf an Endkunden spezialisiert und sind sich sicher, dass sie innerhalb der geltenden Gesetzeslage operieren. Leider bestehen hier nun jedoch einige Zweifel, auf die sich…

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Leafly Deutschland NewsCannabis Social Club in Halle gegründet

Sachsen-Anhalt hat seit zwei Tagen einen eigenen Cannabis Social Club. Dies ist der Webseite des Deutschen Hanfverbands für den Halle-Saalekreis zu entnehmen. Unerwartet und dennoch notwendig. Die Patienten in Halle und Umgebung dürfte dies freuen. Im Rest des Bundeslandes wird bisher fast vergeblich versucht, etwas für Patienten und Mediziner zu tun, obwohl der Bedarf groß ist. Leafly.de berichtete.

Erster Cannabis Social Club in Sachsen-Anhalt gegründet

Am 15. Juli 2019 gründete sich im Böllberger Weg in Halle (Saale) der „Cannabis Social Club Halle-Saalekreis“, in Form eines eingetragenen Vereins. Ziel ist die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Der CSC Halle-Saalekreis wirbt auf der Webseite mit dem Motto: „Wir müssen aufstehen, um uns widersetzen zu können!“.

Was ist ein Cannabis Social Club?

Das Modell des Cannabis Social Clubs ist aus Katalonien (Spanien) bekannt. In Barcelona funktionieren die CSCs seit vielen Jahren. Entstanden sind diese auf der Rechtsgrundlage,  dass Cannabispflanzen für den Eigenanbau angebaut werden dürfen. Infolge dessen wurden Vereine gegründet, um gemeinschaftlich Cannabis anzubauen. Mitglieder der Vereine konnten zudem Cannabis und Cannabis-Produkte kaufen.

Wofür setzt sich der Verein ein?

Da der Anbau von Medizinalcannabis für den Eigenbedarf in Deutschland verboten ist, kann das spanische Modell so in Halle nicht umgesetzt werden.

Daher bestehen die Aufgaben des Vereins zunächst darin, sich als Interessengemeinschaften einzusetzen für:

  • die Änderung der Drogengesetzgebung in Deutschland
  • eine akzeptierende und regulierende Drogenpolitik in Halle-Saalekreis
  • Jugend- und Verbraucherschutz, Aufklärung und Prävention
  • Unterstützung Hilfe suchender Betroffenen

Vorbild CSC München?

Der CSC Halle-Saalekreis ist nicht der Erste seiner Art in Deutschland. Bereits im Mai 2018 gründete die Ortsgruppe München des Deutschen Hanfverbandes (DHV) den dortigen CSC. Ziel ist sich für den legalen Anbau von Medizinalcannabis in Deutschland einzusetzen. Grund hierfür sind die anhaltenden Lieferengpässe bei den Importeuren von Medizinalcannabisblüten und die dadurch schlechte Versorgungslage vieler Cannabispatienten.

Wer steht hinter dem CSC Halle-Saalekreis?

Gewählt wurde ein zunächst dreiköpfiger Vorstand. Diesem gehören Angelika Saidi (Vorsitz), Feliks Reppin (Stellv. Vorsitz) und Andreas Knop (Schatzmeisterei) an. Maik Patzak ist als Kassenprüfer gewählt. Der CSC Halle-Saalekreis besteht aus Anbaugemeinschaften von Cannabisnutzern, die ihren Eigenbedarfsanbau gemeinschaftlich organisieren wollen.

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Hanfparade, jedes Jahr in BerlinDVO & Checan

DVO lebt und fühlt HipHop bis in die letzte Pore seines Körpers. Irgendwann reichte es ihm nicht mehr nur Zuhörer zu sein – er brachte sein Leben auf Papier, um aus dem Sumpf von Gewalt, Schulproblemen und Drogen herauszukommen. Um seinem Leben eine positive Wende zu geben, ging DVO vorübergehend zur Bundeswehr – er meldete sich freiwillig, um in den Kosovo zu gehen: Sechs Monate noch mehr Dreck, Gewalt und Elend. Um diese unglaublichen und einschneidenden Erfahrungen zu verarbeiten und nicht verrückt zu werden, schreibt er seitdem ununterbrochen seine Texte. Nachdem er zurück in seiner Heimatstadt Berlin war, fiel die Entscheidung: HipHop & Rap sind DVO’s Lebenselexier – und zwar täglich zu 100%!

Mehr auf DVO’s Facebooksite

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Leafly Deutschland NewsInvestor gründet eigene Firma: Farmako vor dem Aus

Der tiefe Fall von Farmako war absehbar. Zu offensichtlich waren die Schwierigkeiten, die das Startup aus Frankfurt von Anfang an hatte. Nachdem Leafly.de im Mai diesen Jahres einen umfangreichen Hintergrundartikel veröffentlicht hatte, sprangen viele andere Medien auf das Thema an. Weitere Missetaten und Unzulänglichkeiten kamen zu Tage. Zuerst verließen Mitarbeiter der Führungsebene innerhalb einer Woche die Firma, dann stiegen Mitgründer aus. Am Ende wurde der agierende CEO gefeuert und nun gründet der größte externe Investor ein eigenes Biosynthese-Unternehmen.

Heartbeat Labs zerschlägt Farmako

Investor Heartbeat Labs gab die Kündigung des Geschäftsführers von Farmako per Pressemeldung bekannt. Ein ungewohnter Schachzug für einen Geldgeber, aber notwendig um zu retten, was zu retten war. Zum Wochenanfang teilte Heartbeat Labs nun mit, dass das Biosynthese-Geschäft von Farmako in ein neues Unternehmen überführt wird. Laut Wirtschaftswoche Gründer war der Investor nach eigenen Angaben mit einem Anteil von 13 Prozent größter Gesellschafter bei Farmako neben den Gründern.

Farmako verliert mit der Herauslösung des Forschungsgeschäfts nicht nur einen Großteil seiner Mitarbeiter, sondern auch das wichtigste Geschäftsmodell. Die Herstellung von synthetischen Cannabinoiden sollte der Firma Millionen einbringen und das noch in 2019. Damit ist jetzt Schluss. Dafür hat der Investor gesorgt.

Investor gründet Biosynthese-Unternehmen

Die Berliner Gesundheits-Plattform Heartbeat Labs erweitert ihr Portfolio mit der Gründung eines Biotechnologie-Unternehmens. Das Unternehmen wird von dem Molekularbiologen Patrick Schmitt und dem Betriebswirt Andreas Jägle als Gründerteam geführt. Forschung und Entwicklung rund um die Zukunftstechnologien Genetic Engineering und Biotech stehen hierbei im Fokus.

Schmitt war zuvor Chief Scientific Officer der Farmako GmbH. Im Zuge der Neugründung wird das Cannabinoid-Biosynthese-Patent und das gesamte Forschungs- und Entwicklungsteam der Farmako GmbH übernommen. Andreas Jägle wechselt von Heartbeat Labs dauerhaft in das neue Unternehmen. Die Gesellschafter der neuen Einheit sind neben dem Gründerteam und Hauptinvestor Heartbeat Labs auch Internetunternehmer Nikita Fahrenholz, der zuletzt als Investor bei Farmako an Bord kam.

An den Start geht das neue Unternehmen mit einem 33-köpfigen, interdisziplinär besetzten Wissenschaftlerteam aus den Bereichen Molekularbiologie, Bioinformatik, Biophysik, Biotechnologie, Biochemie, Bio- und Chemieingenieurswesen und Verfahrenstechnik.

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Leafly Deutschland NewsOregon: Wohin mit dem Cannabis-Überschuss?

In Oregon gibt es derzeit eine Überproduktion von Cannabis (Leafly.de berichtete). Da der zwischenstaatliche Export nicht erlaubt ist, musste der Bundesstaat jetzt eine Lösung finden. Laut einem Medienbericht haben die Gesetzgeber in Oregon jetzt zwei Gesetze unterzeichnet. Ein Gesetz zielt darauf ab, die Überproduktion einzudämmen. Das andere darauf, neue Märkte zu erschließen, auf denen das ungenutzt Cannabis eingeschleust werden kann.

Oregon: Erteilung neuer Lizenzen

Der Gesetzesentwurf 218 verleiht der Oregon Liquor Control Commission mehr Befugnisse zur Erteilung neuer Lizenzen auf der Grundlage einer Bewertung der Angebots- und Nachfragebedingungen. Dies soll dafür sorgen, dass der übersättigte Cannabismarkt des Staates letztendlich umgeleitet wird, indem dem Gouverneur grünes Licht gegeben wird, um Cannabis auch in andere Bundesstaaten zu exportieren.

Aktuell ist es illegal, Cannabis in andere Staaten zu exportieren. Die Exportgesetzgebung hängt jedoch von dem US-Justizministerium in Washington ab. Dieses müsste das Bundesgesetz ändern oder eine Richtlinie erlassen, die zwischenstaatliche Transfers zulässt oder toleriert.

Adam J. Smith, Gründer und Direktor der Craft Cannabis Alliance mit Sitz in Oregon, die dazu beigetragen hat, das Exportgesetz durchzusetzen, ist optimistisch, dass ein Wechsel auf Bundesebene unmittelbar bevorsteht. Vor allem dann, wenn ein Demokrat Präsident Trump im Wahlkampf 2020 besiegt.

Exporte in andere US-Bundesstaaten

Weiter führte Smith aus, dass es einfach nicht sinnvoll sei, dass Staaten, die Unkraut legalisieren, gezwungen seien, ihre eigene eigenständige Industrie zu gründen.

„In der Wüste von Nevada bauen Menschen mit Wasser mittelmäßiges Cannabis an. Und in Florida müssen sie riesige Räume entfeuchten und dabei doppelt so viel Energie verbrauchen. Oregon hätte kein Überangebotsproblem, wenn wir Zugang zu solchen legalen Märkten hätten“, so Smith.

Cannabis ist aktuell in 11 US-Bundesstaaten legal. Medizinalcannabis in 33 Bundesstaaten. Smith und andere Befürworter prüfen nun die Idee, einen ähnlichen Gesetzesentwurf durch die kalifornische Gesetzgebung voranzutreiben, der den Beamten die Befugnis gibt, mit anderen Staaten Cannabis-Handelsabkommen abzuschließen. Das Endziel ist es, Cannabis bis 2021 zwischen den Staaten bewegen zu können.

Keine Einschränkung der Lizenzen

Im Gegensatz zu anderen Staaten, die Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert haben, darunter Kalifornien, Washington und Colorado, hat Oregon die Anzahl der Cannabis-Lizenzen nicht streng beschränkt.

Oregon erkannte, dass die Cannabiskultur seit Generationen ein Teil seiner Struktur ist, und entschied sich, den Schwarzmarktzüchtern den Zugang zum legalen Markt zu ermöglichen. Das erklärte Andrew Livingston, Direktor für Wirtschaft und Forschung bei Vicente Sederberg, einer in Denver ansässigen Anwaltskanzlei, die legale Produkte anbietet und politische Dienstleistungen für Cannabisunternehmen.

„Sie haben Werbung gemacht und eine „Go Legal“-Kampagne durchgeführt, um die Cannabisanbauer in Oregon für den legalen Markt zu gewinnen, und es hat funktioniert. Die Leute sind an Bord gesprungen. Sie wollten es so einfach wie möglich machen, diese Unternehmen zu lizenzieren“, erklärte Livingston.

Laut einem Bericht der Oregon Liquor Control Commission aus dem Jahr 2019 betrug das Ergebnis im Januar etwa 2.100 Lizenznehmer für Landwirte und es würde schätzungsweise sechseinhalb Jahre dauern, bis alle Produkte in Oregon ohne weitere Produktion verkauft würden.

Wenn dies der Fall wäre, würde ein Großteil des Angebots tatsächlich abgestanden sein. Versiegelt und lichtgeschützt hat Cannabis eine Haltbarkeit von vier bis acht Monaten. Infolgedessen verwandeln viele Produzenten ihre Cannabisvorräte in extrahiertes Öl, das etwas länger hält. Ungefähr ein Jahr lang.

Oregon: Cannabispreise sinken

Der Medianpreis für Cannabis in Oregon fiel über zwei Jahre hinweg stetig von über 10 USD pro Gramm im Oktober 2016 auf unter 5 USD im Dezember 2018. Weil der Markt überflutet war, wuchsen die Pflanzen im vergangenen Jahr nur auf der Hälfte ihrer 40.000 Quadratmeter großen Fläche. Gleichzeitig ist der Preis für Cannabis drastisch gesunken.

Laut Livingston ist es ein praktischer Schritt des Staates, der Kommission mehr Spielraum für die Eindämmung der Lizenzvergabe zu geben. Das Gesetz dürfte jedoch nur begrenzte Auswirkungen haben. Denn der Staat hat bereits vor einem Jahr ein Moratorium für die Bearbeitung neuer Lizenzen verhängt. Eine Januar-Prüfung des Oregoner Außenministers ergab, dass die Regulierungssysteme in Oregon schwach waren und es an angemessenen Inspektionen mangelte.

Kalifornien kämpft ebenfalls mit Überangebot

Oregon und Kalifornien waren historisch gesehen die beiden führenden Cannabisproduzenten des Landes. So hat Kalifornien ebenso mit einem Überangebot an Cannabis zu kämpfen. Obwohl Oregon 1973 der erste Staat war, der den Besitz von Cannabis entkriminalisierte, schuf der Staat erst 1998, zwei Jahre nach Kalifornien, ein medizinisches Cannabis- Programm.

Vessel Logistics, ein in San Francisco ansässiges Cannabisvertriebsunternehmen, erklärte dass sich die Cannabisindustrie in Kalifornien zu stark auf den Schwarzmarkt und außerstaatliche Verkäufe verlassen habe. Dies habe Produzenten dazu veranlasst, die tatsächliche Nachfrage des Staates zu überschätzen.

Ungefähr 75 Prozent der kalifornischen Gemeinden erlauben keinen Einzelhandelsverkauf. Es gibt jedoch eine Vielzahl an illegalen Verkäufern. Das kalifornische Büro für Cannabiskontrolle hat seit Januar 2018 rund 3.500 Einstellungsaufträge an illegale Einzelhändler gesendet.

Kaliforniens Überschuss wird durch die Tatsache verschlechtert, dass der Staat nur über begrenzte lizenzierte Einzelhandelsgeschäfte verfügt. Und die Menschen kaufen Cannabis nicht bei lizenzierten Einzelhändlern.

Eine Lösung dieser Problematiken kann jedoch letztlich nur von der Bundesebene kommen.

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Vision e.V. für innovative DrogenselbsthilfeGedenktag-Ankündigung auf KVB-Infoscreens

Videospot zur Ankündigung der Veranstaltung auf dem Rudolfplatz am 20.7.2019 in Köln anlässlich des Internationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher*innen. Das Video ist 10 Sekunden lang und wird zu den folgenden Zeiten auf den Infoscreens der KVB zu sehen sein:

– Mittwoch, 17.7.2019 zwischen 15 und 18 Uhr – Samstag, 20.7.2019 zwischen 9 und 12 Uhr

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Hanf Journal NewsThe Emperor Wears No Clothes 10th Anniversary auf Indiegogo

Jack Herers Kurzdokumentation braucht finanzielle Unterstützung Vor knapp zehn Jahren zeigte man in Deutschland erstmals die Kooperationsarbeit von Jack Herer und Melissa Balin während der Berlinale im Hanf Museum am Mühlendamm. Mittlerweile ist der Vater der Legalisierungsbewegung leider nicht mehr auf unserem Planeten am Leben, dafür wachsen jedoch dessen Früchte bereits an vielen legal wachsenden…

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Leafly Deutschland NewsMedizinalcannabis-Bedarf übertrifft Erwartungen

Welche Menge Medizinalcannabis wurde im ersten Halbjahr 2019 nach Deutschland importiert? Diese Frage hat Dr. Kirsten Kappert-Gonther, drogenpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss, dem Bundesgesundheitsministerium gestellt. Die Antwort liegt Leafly.de vor. Daraus geht hervor, dass die Medizinalcannabis-Importe des ersten Halbjahrs 2019 inzwischen die Größenordnung der geplanten Anbaumenge eines ganzen Jahres erreicht haben. Der Medizinalcannabis-Bedarf scheint höher, als von der Bundesregierung erwartet.

Geplante jährliche Anbaumengen entsprechen Importen nach 6 Monaten

„Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 2.498 kg Medizinalcannabisblüten zur direkten Patientenversorgung nach Deutschland importiert.“ Das erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss in ihrem Antwortschreiben an die Grünen.

Das BfArM hat im Frühjahr die Lose für den Cannabis-Anbau in Deutschland verteilt. Die Ausschreibung umfasst 2.600 Kilogramm Cannabis pro Jahr. Das ist kaum mehr als die Menge an Medizinalcannabis, die bereits nach einem halben Jahr importiert werden musste. (Leafly.de berichtete.)

Kirsten Kappert-Gonther wollte ebenfalls wissen, wie die Bundesregierung plant, die Differenz des Bedarfs an Medizinalcannabis zu decken. Dazu erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin, dass die Bundesregierung weiterhin davon ausgeht, den Bedarf an Medizinalcannabisblüten in Deutschland durch den Anbau im Inland sowie über Importe decken zu können.

Medizinalcannabis-Bedarf: „Die Bundesregierung hat sich verkalkuliert“

Die drogenpolitische Sprecherin der Grünen sieht das anders. Gegenüber Leafly.de erklärt sie, dass die Anbaumengen zu knapp geplant sind:

„Die Bundesregierung hat sich verkalkuliert. Der Bedarf nach medizinischem Cannabis ist etwa doppelt so hoch wie die geplante Anbaumenge. Jetzt muss die Bundesregierung den Anbau schnellstens nach oben korrigieren, damit eine gute Versorgung für die Patientinnen und Patienten zukünftig sichergestellt werden kann. Auch die regionale Wirtschaft sollte Cannabis anbauen dürfen.“

Kritik an Anbaumengen bei Medizinalcannabis-Bedarf nicht neu

Bereits nachdem das BfArM die Anbaumengen gekannt gegeben hatte, kritisierten die Oppositionsparteien Die Linke, die Grünen wie auch die FDP die Mengen als zu gering. Die Liberalen bemängelten, dass der fehlende Cannabis-Anbau in Deutschland und die dadurch verursachte Abhängigkeit von Importen die Versorgung der deutschen Cannabispatienten gefährde.

Niema Movassat von den Linken kritisierte bereits Anfang des Jahres, dass die ausgeschriebenen Mengen an Medizinalcannabis nur einen Bruchteil des tatsächlichen Cannabis-Bedarfs der Patienten abdecken würden.

Und auch die Grünen hatten Ende letzten Jahres die niedrig angesetzte Menge an Medizinalcannabis in der Ausschreibung bemängelt. Kappert-Gonther hatte bereits damals befürchtet, dass die Versorgung der Cannabispatienten nicht gewährleistet sei. Außerdem fragte sie, ob die Bundesregierung kein Interesse daran habe, die Versorgung sicherzustellen.

Verordnungen von Medizinalcannabis legen weiter zu

Besonders vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage nach Cannabis als Medizin wächst, stellt sich die Frage, wie die ausgeschriebenen 2.600 Kilogramm Medizinalcannabis den zukünftigen Cannabis-Bedarf der Patientinnen und Patienten decken sollen. Die jüngsten Zahlen der GKV zeigen, dass die ärztlichen Verschreibungen für Cannabisblüten und cannabishaltige Arzneimittel weiterhin stark ansteigen. (Leafly.de berichtete.)

Insgesamt wurden von Januar bis März 2019 rund 60.000 Verordnungen für Cannabis als Medizin ausgestellt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur rund 35.000 Verschreibungen gewesen. Das bedeutet eine Steigerung von 66 Prozent.

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Leafly Deutschland NewsNutzhanf: Keine Erleichterungen geplant

Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, Erleichterungen für den Anbau des Agrarrohstoffs Nutzhanf zu schaffen. Die Fraktion Die Linke hatte in einer Kleinen Anfrage wissen wollen, ob die Bundesregierung sich dafür einsetzen wird, Nutzhanf aus dem BtMG (Betäubungsmittelgesetz) zu streichen, um den Anbau und Vertrieb zu erleichtern. In ihrer Antwort erklärt die Regierung jetzt, dass Nutzhanf bereits vom allgemeinen Verkehrsverbot ausgenommen sei.

Nutzhanf mit weniger als 0,2 Prozent THC darf bereits angebaut werden

„Seit der Reintegration von Nutzhanf im Jahr 1996 ist der Anbau von Hanfsorten nach dem Katalog der Bundesanstalt für Landwirtschaft auf landwirtschaftlichen Flächen erlaubt.“ Das schreibt die Linke in ihrer Kleinen Anfrage und führt weiter aus:

„Der in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Tetrahydrocannabinol-Gehalt (THC) dieser Pflanzen muss unter 0,2 Prozent liegen. In anderen europäischen Staaten gelten teilweise höhere Grenzwerte (z. B. Italien: 0,6 Prozent). Es dürfen europaweit auch nur 63 explizit zugelassene Nutzhanfsorten angebaut werden. Für spezielle Anforderungen gezüchtete andere Sorten sind in Deutschland unabhängig von den THC-Grenzwerten verboten.“

Nach Meinung der Bundesregierung steht daher fest: THC-armer Nutzhanf kann als landwirtschaftliche Nutzpflanze eingesetzt werden. Somit wird dem Marktpotenzial des Rohstoffs Hanf Rechnung getragen. Zugleich werde ein angemessener sowie notwendiger Schutz der Gesundheit der Bevölkerung gewährleistet.

Das wirtschaftliche Potenzial von Hanf nicht verpassen

Die Linke dagegen sieht das wirtschaftliche Potenzial von Nutzhanf „bei weitem noch nicht erschlossen“. Das erklärt die Fraktion in ihrer Anfrage. Neben dem bereits jetzt existierenden Einsatz „in der Automobilindustrie als Verbundstoff, als Bau- und Dämmmaterial und als Lebensmittel, werden in den nächsten Jahren weitere sinnvolle Anwendungen bzw. Produktionsprozesse entwickelt“ werden, wie beispielsweise in der Textilindustrie und der Papier- und Kartonageproduktion sowie beim Plastik-Ersatz.

Damit Deutschland hier wettbewerbsfähig bleibt und den internationalen Anschluss bei Hanfanbau und Hanfverarbeitung nicht verpasst, muss sich der rechtliche Rahmen ändern, so die Linke. Dann würde nicht nur die Wirtschaft profitieren, „sondern auch der ländliche Räume, der Klimaschutz und die biologische Vielfalt“.

Auch bei Getränken, Lifestyle-Produkten und in der Kosmetik kommt Hanf zum Einsatz, wie Leafly.de bereits mehrfach berichtete.

Nutzhanf nur „Nischenprodukt“

Die Bundesregierung sieht das Potenzial von Nutzhanf kritischer: „Bislang sind die Produktionskosten für Nutzhanf in Deutschland höher als die Kosten für vergleichbare Agrarrohstoffe, die mit Hanf im Wettbewerb stehen.“ Allerdings räumt die Regierung auch ein, dass der Kostennachteil sich in der jüngeren Vergangenheit verringert hat und sich weiter verringern wird.

Die Bundesregierung zieht in ihrer Antwort das Fazit, dass „der Hanfanbau derzeit eine Nischenkultur ist, die wirtschaftlich vor allem für den ökologischen Landbau attraktiv ist. Aufgrund des geringen Marktvolumens werden etwaige Förderprogramme nicht für sinnvoll gehalten.“

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Leafly Deutschland NewsEx-Boxer Tyson baut Luxus-Resort mit Cannabisthema

Letzte Woche berichteten wir über Rapper Jay-Z, der kürzlich in das Cannabis-Business eingestiegen ist. Ein Prominenter, der schon längere Zeit aktiv ist, ist Boxlegende Mike Tyson.

2016 gründete er seine eigene Firma Tyson Holistic Holdings mit der er Hanf – und Cannabisprodukte in Kalifornien vertreibt. Nun plant er den Bau eines Luxus-Cannabis-Resorts. Die exklusive Tyson Ranch profitiert hierbei vom legalen Freizeit-Cannabis-Konsum in Kalifornien.

Tyson Ranch

Im Mittelpunkt seines Unternehmens Tyson Ranch steht laut eigenen Aussagen Beständigkeit und Qualität mit der Mission, Cannabis allgemein verständlich und zugänglich zu machen. Durch ausgewählte Partnerschaften mit lokalen Bauern unterstützt Tyson Ranch die Branche und das sogenannte „Better Cannabis“ ist in jedem einzelnen Produkt enthalten.

Was bisher nur eine Firma war, wird nun Realität. Östlich von Los Angeles, in der Nähe von Palm Springs, entsteht derzeit die „Tyson Ranch“. Das 1,7 Quadratkilometer große Luxus-Resort soll neben einem Luxushotel, einen Platz für Musikfestivals auch eine hauseigene Universität haben.

Der Ex-Boxer bezeichnet sein Projekt als das „Lollapalooza des Cannabis“, in Anlehnung an das weltweit bekannte Musikfestival. Was die Festivalmacher von der Idee halten, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen. Sicher ist, dass er sich schon mal die harten Bandagen, und eventuell auch die Boxhandschuhe anlegen kann, da es hier sicher zu einem Namensstreit kommen wird.

Auf dem gesamten Gelände sollen die Gäste nicht nur Cannabis konsumieren dürfen, sondern auch exklusive Produkte erwerben können. Bereits seit 2017 wird an dem außergewöhnlichen Projekt gebaut, das Tyson zusammen mit seinem Businesspartner Rob Hickman gestartet hat.

Mehr als nur ein Luxus-Resort

Besonderes Augenmerk legt der frühere Boxchampion auf die hauseigene Universität und die Forschung. An seiner Hochschule sollen einmal Menschen ausgebildet werden, um die Öffentlichkeit über die „heilsame“ Wirkung von Cannabis zu informieren, so Tysons Vision:

„Ich dachte darüber nach, wie viel Gutes ich tun könnte, indem ich Menschen mit Cannabis helfe. Seit über 20 Jahren kämpfe ich, und mein Körper hat eine Menge Verschleiß. Ich hatte zwei Operationen und benutzte Cannabis, um meine Nerven zu beruhigen und um die Schmerzen zu lindern.“

Medizinalcannabis ist in Kalifornien seit 20 Jahren legalisiert und Tyson’s Ranch führt Forschungen durch, um den klinischen Nutzen weiter zu entwickeln.

Tyson’s Geschäftspartner Hickman sagte: „Er baut ein ganzheitliches Zentrum für Gesundheit und Wellness. Es wird Tests an der Universität geben. Es geht darum, die Menschen über die heilenden Vorteile aufzuklären, wie man wächst und wie man im richtigen Geschäft ist.“

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Leafly Deutschland NewsVerordnungen von Medizinalcannabis legen weiter zu

66 Prozent mehr Verordnungen als im Vorjahr

Wie der GKV-Spitzenverband kürzlich in seinem GAmSi Bericht bekannt gab, sind die Verordnungen für cannabinoidhaltige Arzneimittel auch im ersten Quartal dieses Jahres, also von Januar bis März 2019, stark angestiegen. Der GKV-Spitzenverband ist die Vertretung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

Insgesamt wurden 59.234 Verordnungen für cannabinoidhaltige Fertigarzneimittel und Zubereitungen ausgestellt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur rund 35.000 Verordnungen gewesen. Das bedeutet eine Steigerung von 66 Prozent.

Cannabisblüten weiterhin am beliebtesten

Bereits im letzten Jahr zeigten die Zahlen der Krankenkassen, dass Ärzte am häufigsten Cannabisblüten verschreiben. (Leafly.de berichtete.) Unverarbeitete Blüten machen weiterhin das Gros der Cannabis-Verordnungen aus (23.158). Allerdings liegen die cannabishaltigen Zubereitungen nur knapp dahinter mit gut 22.000 Verordnungen.

Das Cannabis-Fertigarzneimittel Sativex® dagegen bringt es lediglich auf rund 12.000 Verordnungen.

Canemes® und cannabishaltige Fertigarzneimittel ohne Pharmazentralnummer (PZN) verordnen Ärzte nur sehr selten. Sie spielen in der Statistik kaum eine Rolle.

Ausgaben für Medizinalcannabis steigen

Entsprechend den Verordnungszahlen wachsen auch die Umsätze von Medizinalcannabis. Von Januar bis März 2019 lagen sie im Bundesgebiet bei knapp 25 Millionen Euro. Somit haben auch die gesetzlichen Krankenkassen immer höhere Ausgaben für Cannabis-Medikamente und Cannabisblüten.

Lagen die Umsätze im Mai 2017, kurz nach der Freigabe von Cannabis als Medizin in Deutschland, noch bei unter zwei Millionen, waren sie im Mai 2018 bereits bei mehr als 5,5 Millionen angekommen. Die neuesten Zahlen vom März 2019 zeigen inzwischen ein Verordnungs-Volumen von mehr als 8,5 Millionen Euro.

Verordnungen des Fertigarzneimittels Sativex® stagnieren

Bei den Verordnungszahlen zeigt sich allerdings auch deutlich, dass nicht alle Cannabis-Produkte im gleichen Maße ansteigen. Cannabisblüten wie auch cannabishaltige Zubereitungen wachsen stetig. Das heißt, sie werden immer häufiger von Ärzten per Rezept verschrieben.

Die Verordnungen des Arzneimittels Sativex® jedoch bleiben konstant auf dem gleichen Niveau. Ihr Anteil liegt, leicht schwankend, bei etwas über einer Millionen. Cannabisblüten und Zubereitungen machen jedoch inzwischen den weit größeren Anteil am Gesamtumsatz aus.

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Hanf Journal NewsCannabis-Influencerin gebustet

Berliner Polizei stoppt Internethandel mit Cannabis       Die Idee einer Berlinerin, sich als „Cannabis-Influencerin“ auf Instagram zu präsentieren und via Livestream Cannabis statt Kosmetik zum Kauf anzubieten, war keine gute, dafür aber mal richtig bescheuert. Denn nicht nur potenzielle Kunden zeigten reges Interesse für die Offerte der 29-Jährigen, sondern auch die Polizei –…

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Leafly Deutschland NewsDer Kommissar: Mythos Eigenanbau

Vor Kurzem berichtete Leafly.de über den Schmerzpatienten Günter Weiglein, der den Eigenanbau von Medizinalhanf erneut beantragt hat.

Die aktuelle Gesetzeslage

Um vorab die Frage zu klären, ob der Anbau von Cannabis allgemein erlaubt ist, bedarf es eines Blickes in das Gesetz, im hiesigen Fall das Betäubungsmittelgesetz, kurz BtMG. Dort ist Folgendes verankert

§ 29 Straftaten

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

  1. Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, […].

Das bedeutet grundsätzlich, dass Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstiges Inverkehrbringen, Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen des Cannabis nach §§ 29 ff. BtMG strafbar sind. Es sei denn: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilt eine Ausnahmegenehmigung.

Solch eine Ausnahmegenehmigung kann vom BfArM erteilt werden, wenn wissenschaftliche oder andere im öffentlichen Interesse liegende Zwecke gegeben sind.

Ausnahmegenehmigung für medizinisches Cannabis

Wie verhält sich das Ganze nun mit dem Eigenanbau für Medizinalhanf? Das zu beantworten, ist gar nicht so leicht, weshalb es eines kleinen Exkurses bedarf.

Im Jahre 2007 wurde die bis dahin erste Ausnahmegenehmigung zum medizinischen Gebrauch von Cannabis für eine Patientin erteilt, die an Multipler Sklerose erkrankte. Vorausgegangen war hierbei die Legitimation durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes im Jahr 2005, das in dieser Sicherstellung der notwendigen medizinischen Versorgung der Bevölkerung einen im öffentlichen Interesse liegenden Zweck im Sinne des § 3 Abs. 2 BtMG sah. Allerdings bezog sich die Genehmigung nur auf den Konsum, nicht den Anbau. Das Medizinalcannabis wurde über eine Apotheke aus den Niederlanden bezogen.

Erst am 11. Januar 2011 entschied das Verwaltungsgericht in Köln, dass die Versagung der Genehmigung zum Eigenanbau bei einem Patienten mit Multipler Sklerose nicht statthaft war. Damit war die Sachlage jedoch immer noch nicht eindeutig entschieden: Die beklagte Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte legte Berufung am Oberverwaltungsgericht ein, was diese allerdings zurückwies. Schließlich landete die Klage beim Bundesverwaltungsgericht.

Am 06. April 2016 entschied das Bundesverwaltungsgericht nach jahrelangem Rechtsstreit nun zugunsten des an MS erkrankten Patienten und verpflichtete damit zum ersten Mal das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, eine Ausnahmeerlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis zu erteilen. Da das Betäubungsmittel für die medizinische Versorgung notwendig sei und keine gleich wirksame und erschwingliche Therapiealternative zur Verfügung stehe.

Die ersten Genehmigungen erfolgten dann im September 2016. Doch die Phase des erlaubten Eigenanbaus vom medizinischen Cannabis war nur von kurzer Dauer.

Verbot des Eigenanbaus – Die Novellierung des BtMG

Wie wohl ein Großteil der Leserinnen und Leser von Leafly.de wissen, verabschiedete der Bundestag am 19. Januar 2017  einen Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Seit dem 10. März 2017 können bedürftige Schwerkranke kontrolliert angebautes Cannabis auf Rezept beziehen, wobei die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden können.

Dieser grundsätzlich wichtige Vorstoß bedeutete zugleich jedoch auch das frühzeitige Aus des Eigenanbaus von Medizinalhanf. Denn im Gesetzentwurf wurde Folgendes festgelegt:

„Ein Eigenanbau von Cannabis durch Patientinnen und Patienten zur medizinischen Selbsttherapie birgt die Gefahr von mangelnden Qualitäts- und Sicherheitskontrollmöglichkeiten und ist aus gesundheitlicher und ordnungspolitischer Sicht nicht zielführend.“ (Drucksache 18/8965)

Damit wurde der Eigenanbau zum 10. März 2017 offiziell wieder verboten!

Die Ausnahme vom Verbot?

Trotz des Verbots besteht – zumindest  theoretisch – die Möglichkeit, Cannabis zu medizinischen Zwecken selbst anzubauen. Für den Fall, dass die Krankenkasse die Kostenübernahme einer medizinischen Cannabistherapie ablehnt, ist es in Korrespondenz mit dem behandelnden Arzt, der die Therapie begleitet, möglich, Cannabisblüten verschrieben zu bekommen, die man wiederum aus der Apotheke bezieht. Doch auch in diesem Beispiel muss wieder eine Ausnahmegenehmigung beim BfArM beantragt werden.

Für den Antrag, Hanf als Medikament anbauen zu dürfen, müssen zusammengefasst folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Ärztlicher Bericht über die Diagnose und Symptome
  • Eine Dokumentation über bislang erfolglose Therapieversuche
  • Die Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Ärztliche Begleitung während der gesamten Therapie
  • Antragsformular des BfArM zum Eigenanbau
  • Nachweis über den Schutz vor Diebstahl des Medizinalhanfs

Nach meinem bisherigen Kenntnisstand wurde allerdings seit der Gesetzesnovellierung im März 2017 seitens des BfArM tatsächlich noch kein Antrag zum Eigenanbau von Medizinalhanf genehmigt.

Was passiert, wenn ich ohne Genehmigung anbaue?

Obgleich der Bemühungen der Bundesregierung, flächendeckend die Versorgung der Apotheken mit medizinischem Cannabis zu gewährleisten, kommt es immer wieder zu Engpässen. Gerade für die Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen ist dies mit weiten Anfahrtswegen und hohem Aufwand verbunden. Doch gerade das ist konträr zur gesundheitlichen Konstitution vieler Betroffenen.

In solch einer Situation befand sich auch ein Patient aus dem Bayreuther Raum, der deshalb beschloss, ohne die erforderliche Genehmigung durch das BfArM in seinem Gewächshaus mehrere Hanfpflanzen zur therapeutischen Behandlung seiner Fibromyalgie und Borreliose anzubauen.

Dies blieb jedoch nicht folgenlos: Der Anbau flog auf und die Staatsanwaltschaft ermittelte. Im Februar dieses Jahres erhielt der Beklagte dann den Bescheid, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Die Begründung lag unter anderem darin, dass es ihm aufgrund seiner schlechten Gesundheit nicht möglich war, anderweitig die therapeutische Behandlung aufrechtzuerhalten . Ebenso war es durch die geringe Menge an Pflanzen eindeutig, dass es sich hierbei um den Anbau zum Zwecke des Eigenbedarfs handelte. Dadurch stand das Verfahren nicht im Interesse der Öffentlichkeit und der Anbau blieb somit straffrei.

Dieses Beispiel ist allerdings kein Freibrief zum Eigenanbau! Jede Situation ist wie immer unter individuellen Gesichtspunkten zu betrachten. Darüber hinaus liegt es im Ermessen der Staatsanwaltschaft, Verfahren einzustellen.

Gerade in Großstädten wie Hamburg, München oder Berlin ist die Infrastruktur zur medizinischen Versorgung von Cannabis deutlich ausgeweiteter, weshalb vorerst nicht damit zu rechnen ist, dass es dort zu ähnlichen Rechtsprechungen käme.

Wie wird die Polizei aufmerksam?

Wie im obigen Fall geschildert, entdeckte die Polizei die Cannabisplantage des Patienten. Wodurch das geschah, kann unterschiedliche Gründe haben. Allgemein gesprochen gibt es meiner beruflichen Erfahrung nach allerdings immer wieder ähnliche Anhaltspunkte:

  • Informationen durch Strom- bzw. Wasserversorger bei auffällig hohem Verbrauch
  • Nachbarn, die z.B. einen merkwürdigen Geruch im Wohnhaus oder allgemein „verdächtiges Verhalten“ (beisp. verlassen nur nachts die Wohnung) wahrnahmen
  • Ankauf von für den Anbau benötigtem Zubehör in großen Mengen
  • Zufallsfund

Einer von vielen Erfahrungsberichten

Gerade zum Thema Zufallsfund möchte ich eine kleine Posse aus meinem persönlichen Berufsalltag mit euch teilen.

In einem Mehrfamilienhaus wurde ein Einbruchsversuch gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass gleich mehrere Wohnungen betroffen waren, wobei in einer Wohnung der Mieter jedoch nicht angetroffen werden konnte. In solch einem Fall kümmert sich die Polizei um die Sicherung der Wohnung. Dabei ist es so, dass die Räumlichkeiten der betroffenen Wohnung nach Wohnungsfremden – zum Beispiel den Einbrechern – abgesucht werden. Und genau bei dieser Absuche sind wir dann auf eine „Indoor-Plantage“ mit ca. einhundert Cannabispflanzen gestoßen, inklusive Zeitschaltuhr, Bewässerungssystem, Temperaturregler, Belüftungsanlage und so weiter. Meine Aufgabe bestand dann darin, sämtliche Pflanzen „abzuernten“, zu verpacken und zu asservieren.

Noch während meine KollegInnen und ich vor Ort mit diesen Maßnahmen beschäftigt waren, erschien der Mieter, dem dann eröffnet werden musste, dass er Beschuldigter bzgl. des illegalen Cannabisanbaus und zugleich Opfer eines Einbruchs sei. Ich kann euch sagen, dass das auf beiden Seiten für eine recht unbehagliche Atmosphäre sorgte.

Er hatte jedoch Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt der Beschlagnahme waren die Pflanzen noch so jung, dass sie keine Blüten trugen. Daher musste er sich nur für den Anbau zum Eigenbedarf und nicht für den Handel verantworten.

Ein paar Abschlussworte

Zum Ende meiner Kolumne möchte ich meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema mit euch teilen. Als einzelne Person und nicht repräsentativ für meinen Berufsstand. Ich vertrete die Auffassung, dass schwerkranken Menschen und erst recht Patientinnen und Patienten im palliativen Bereich der Zugang zu therapeutischen Mitteln, die ihrer Genesung zuträglich sind oder zumindest eine Linderung verschaffen, weiter erleichtert werden sollte. Es kann nicht im öffentlichen Interesse sein, Menschen strafrechtlich zu verfolgen, die von der medizinischen Versorgung abgeschnitten sind und sich daher mit dem Anbau zum Eigenbedarf aus ihrer Not heraus selbst zu helfen versuchen. Daher sehe ich hier dringenden Nachbesserungsbedarf auf gesetzlicher Ebene. Wie wahrscheinlich dies in naher Zukunft sein mag, könnt ihr hier nachlesen (Leafly.de).

So, damit komme ich zum Abschluss des heutigen Themas.

Ich hoffe, euch ein paar nützliche Infos mit auf den Weg gegeben zu haben. Falls ihr mehr Interesse an Geschichten und Berichten aus meinem Berufsalltag hegt bzw. erfahren möchtet, wie die Polizei anderer Länder mit dem Thema Eigenanbau verfährt, so schreibt es gern in die Kommentare.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und stets einen grünen Daumen!

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Leafly Deutschland NewsTrinidad & Tobago: Entkriminalisierung geplant

In Trinidad & Tobago galt Cannabis bisher als illegal. Die Regierung kündigte an, die Entkriminalisierung von Cannabis bis Mitte des Jahres durchbringen zu wollen. Jüngsten Schritte regionaler Gebiete wie Jamaika, Antigua und Barbuda (Leafly.de berichtete) sowie der Karibikgemeinschaft (CARICOM) soll die Regierung von Trinidad & Tobago beeinflusst haben.

Durch die Gesetzesreform erhofft sich die Regierung von Trinidad und Tobago

  1. den Drogenhandel zu reduzieren,
  2. die Belastung der Justiz zu verringern,
  3. die religiöse Einbindung zu gewährleisten (Rastafaris) und die lokale Wirtschaft anzukurbeln.

Trinidad & Tobago aktuelle Gesetzeslage

Viele Bürger werden regelmäßig wegen Cannabis-Besitzes in Trinidad und Tobago verhaftet. Während Verhaftungen nicht immer zu einer Inhaftierung führen, gehen sie in der Regel mit einem Gerichtsurteil einher.

Nach den geltenden Rechtsvorschriften des Landes unterliegt der Besitz von Cannabis einer Geldstrafe von TT $25.000 (ca. $3.690 USD) und einer fünfjährigen Freiheitsstrafe. Basierend auf der Menge des gefundenen Cannabis, kann diese Strafe auch verdoppelt werden. Ebenso wenn bereits eine Vorstrafe vorliegt.

Drogenhandel in Trinidad & Tobago

Die Anwohner der Karibikinsel spüren ständig die Auswirkungen des Drogenhandels. Ein wesentlicher Grund für die neue Gesetzgebung sind die erwarteten Auswirkungen auf die lokale Strafverfolgung und die Justiz. Durch die Unterscheidung zwischen Cannabiskonsum und Drogenhandel des neuen Gesetzes würden Fälle von persönlichem Konsum nicht verfolgt werden. Dafür könnte sich die Behörden verstärkt auf die Verfolgung von Drogenhändler und Schmuggler konzentrieren, da mehr  Zeit, Geld und Ressourcen zur Verfügung stünden.

Darius Figuera, ein lokaler Kriminologe, stellte ebenfalls fest, dass die Entkriminalisierung die Häufigkeit von Verbrechen im Zusammenhang mit Cannabis drastisch verändern würde. Hierzu äußerte er sich wie folgt:

„Die Realität ist, dass das Verbot die Nachfrage nicht gedämpft hat. Tatsächlich übertrifft die Nachfrage 2019 die Nachfrage in den 90er Jahren. Die Nachfrage ist gestiegen, weil wir jetzt eine ganze digitale Generation haben, die verdeutlicht, dass sie dieses Verbotsgespräch abgelehnt und darauf bestanden hat, dass Ganja für ihr Wohlbefinden notwendig ist.“

Wirtschaftliche Faktoren – Medizinalcannabis

Viele Experten sind der Meinung, dass die Entkriminalisierung von Cannabis in Trinidad & Tobago einen großen Einfluss auf die Wirtschaft haben könnte. Ein aktueller CARICOM-Bericht schloss sich dieser Einschätzung an.

Insbesondere in Bezug auf die medizinische Cannabisindustrie. Westliche Länder, die einen hohen Bedarf an medizinische Cannabis haben, investieren in Länder in denen Cannabis durch das tropische Klima natürlicher wachsen kann. Beispielsweise können jamaikanische Cannabisbauern ihre Produkte in Länder wie Kanada und bestimmte US-Bundesstaaten exportieren, wo eine hohe Nachfrage nach medizinischem Cannabis besteht.

Entkriminalisierung ist jedoch keine Legalisierung

Selbst wenn die neue Gesetzgebung in Trinidad & Tobago verabschiedet werden sollte, wird Cannabis weiterhin illegal sein. In seiner ersten Pressekonferenz zu diesem Thema betonte Premierminister Rowley, dass sich seine Regierung im Moment nur auf die Entkriminalisierung konzentriere.

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Hanf Journal NewsJugendlicher bietet Polizisten Fake-Cannabis an

Sechzehnjähriger Cannabis-Dealer will Polizeibeamten außer Dienst mit Buchsbaumblättern ablinken     Ein Kommentar von Sadhu van Hemp     Unerquickliches gibt es aus Köln zu berichten. Das Presseportal der Polizei Nordrhein-Westfalen veröffentlichte gestern die Meldung: „Polizist bekommt Buchsbaumblätter zum Kauf angeboten“. Das klingt bekloppt und lädt zum Lesen ein: „Am Donnerstagabend (11. Juli) hat ein…

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Leafly Deutschland NewsHawaii entkriminalisiert Cannabis

Das Cannabis-Entkriminalisierungsgesetz ist am vergangenen Dienstag auf dem US-Inselstaat Hawaii in Kraft getreten. Gouverneur David Ige hatte versäumt, die Gesetzesänderung innerhalb der staatlich festgelegten Frist zu unterzeichnen oder abzulehnen.

Hawaii ist 26. US-Bundestaat der Cannabis entkriminalisiert

Haiwaii ist somit der 26. US-Bundestaat, der den Privatgebrauch von Cannabis erlaubt. Gefängnisaufenthalte drohen allerdings nicht mehr für den Besitz von bis zu drei Gramm Cannabis – die kleinste Besitzgrenze bisher in den entkriminalisierten US-Staaten. Auch Einträge im Strafregister für diejenigen, die zuvor wegen drei Gramm oder weniger strafrechtlich verfolgt wurden, werden nun gelöscht.

Während einfacher Besitz nicht mehr als Verbrechen angesehen wird, unterscheidet sich die Entkriminalisierung von der Legalisierung. Der Besitz von mehr als drei Gramm oder der Verkauf von Cannabis aus nicht-medizinischen Gründen gilt nach wie vor als kriminelle Aktivität und unterliegt daher der Verhaftung und möglichen Strafverfolgung. Das neue Gesetz enthält daher weiter eine Geldstrafe von $130.

Pro und Kontra

Gegen die Entkriminalisierungsmaßnahme im Staatshaus in Honolulu, der Hauptstadt von Hawaii, gab es einige Widerstände. Die zuständige Repräsentantin Sharon Har sagte, dass die Gesetzesverordnung „ein grundlegendes Missverständnis der Droge demonstriert.“ Sie äußerte auch Bedenken, dass die Entkriminalisierungsmaßnahme keinen Schutz von Minderjährigen zur Teilnahme an Drogenrehabilitationsprogrammen enthalte und dass  die unterschiedlichen THC-Werte in den verschiedenen Cannabissorten nicht berücksichtigt würden.

Verfechter der Entkriminalisierung in Hawaii zeigen auf, wie die aktuellen Gesetze über Cannabisbesitz weitreichende und negative Auswirkungen haben können.

„In Hawaii geben wir ungefähr $146 pro Tag aus, um Menschen einzusperren, oft wegen Drogenmissbrauchs“, sagte State Rep. Chris Lee, der bei der Einführung des Gesetzes half. Weiter fügte er hinzu:„Schickt Menschen weiter in die Armut und weg von Arbeitsplätzen und einer produktiven Zukunft – für etwas, das eindeutig weniger schädlich ist als Alkohol oder eine Reihe anderer Dinge, die bereits legal sind“.

Einige Legalisierungsbefürworter halten es für problematisch, dass die Entkriminalisierung den Verkauf von Cannabis für Erwachsene weiter als illegal ansieht. Ohne die Möglichkeit, Cannabis legal zu kaufen, gedeihe der illegale Markt und die damit verbundenen Gefahren – wie die der organisierten Kriminalität – weiter.

Doch obwohl Cannabis in Kalifornien völlig legal ist (Leafly.de berichtete), wächst der illegale Markt dort weiterhin.

Folgt die Legalisierung auf Hawaii?

Die komplette Cannabis-Legalisierung findet bei den Gesetzeshütern von Hawaii keine große Unterstützung. Während die Regierung Hawaiis derzeit nicht daran interessiert zu sein scheint, Cannabis zu legalisieren, hat sie die Entkriminalisierung bisher akzeptiert.

Rep. Lee glaubt, dass die Legalisierung von Cannabis überall in den USA unvermeidlich ist.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, sowohl auf Bundesebene als auch mit den Staaten“, sagte er. „Also denke ich, dass das hier auf Hawaii genauso gilt wie in jedem anderen Staat.“

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenKatzenminze, ein entspanntes High | Katzenminze Substanzinfo

Ja, auch die Katzenminze zählt zu den psychoaktiven Pflanzen und wirkt nicht nur auf Katzen anziehend und besrauschend.
Doch was für eine Wirkung die Katzenminze bei uns Menschen hat und wie man sie diese, legale in Deutschland wachsenden, psychoaktive Pflanze konsumieren kann, erfahrt ihr in diesem Video…

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Hanf Journal NewsGanz Berlin ist eine Cannabis-Wolke

Es riecht gut in Deutschlands Hauptstadt Vor mehr als fünfzig Jahren verbreitete die Studentenbewegung in der freien Stadt Westberlin Angst und Schrecken im bürgerlich-konservativen Milieu. Es wurde rebelliert, demonstriert und experimentiert – auch mit psychoaktiven Substanzen. Schon damals zeichnete sich ab, dass die Preußenstadt im Drogensumpf versinken wird und keine Macht der Welt dies verhindern…

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Hanf Journal NewsBewegung in der Sache

Die Stimmung bei manchen Kiffern kippt Trotz Sonnenschein scheint in Deutschland eine düstere Wolkendecke über vielen Befürwortern der Cannabislegalisierung zu hängen. Während in anderen Teilen der Welt mit der Freigabe des natürlichen Rauschmittels eine ganze Bevölkerungsschicht aus den Fängen der Strafverfolgung befreit worden ist, werden hierzulande die Konsumenten und Produzenten von Marihuana noch immer mit…

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenCanna Swiss Cup – Awardshow feat. Cali P. ¦ Analyse der Gewinner

Wir waren für euch auf der Cannatrade 2019 in Zürich, wobei wir nicht nur die Messe für euch eingefangen haben, sondern auch die Awardshow des Canna Swiss Cup 2019 bei der die besten CBD Sorten gekürt wurden.
Die Gewinner der Kategorien Outdoor, Greenhouse, Indoor werden euch vom Schweizer Reggae Künstler Cali P. präsentiert.
Und als wenn das nicht schon genug wäre nimmt Mario für euch die Gewinner der einzelnen Kategorien noch einmal genauer unter die Lupe.

Hanf Journal NewsMortlers Wirkung auf den Drogenhandel und Konsum

Keine große Leistung … im Gegenteil! Die ehemalige Drogenbeauftragte der Bundesregierung – Marlene Mortler – wurde von der Cannabis-Community geschätzt wie ein Kropf am Hals. Weder nahm Marlene Mortler seit dem Beginn ihrer Karriere am 14.01.2014 die stattfindenden Veränderungen im Umgang mit Cannabis auf der gesamten Welt richtig wahr, noch informierte sie sich fachgerecht über…

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Marihuana Aktien - Informationen zu Cannabis InvestmentsSell-Off

Canopy kickt ihren CEO und CannTrust macht mit dubiosen Anbaumethoden auf sich aufmerksam – diese Negativnachrichten wirken die Tage wie Gift und verunsichern den technisch angeschlagenen Markt immens. Dieser beschreitet konsequent seinen seit März eingeschlagenen Weg weiter, heute allerdings mit einer dramatischen Zunahme der Abwärtsdynamik. Mit dem heutigen Abverkauf erreicht der HMMJ sein seinerzeit dargestelltes Max TP H&S -der RSI taucht ab in den Übertrieben-Bereich. Weed ist seit dem Bruch […]

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Deutscher Hanfverband NachrichtenNutzhanf: Bundesregierung zementiert rückständiges Verständnis

Kürzlich wollte die Bundestagsfraktion DIE LINKE von der Bundesregierung wissen, wie sie zum Potential zu Hanf als Agrarstoff steht und fragte daher nach Möglichkeiten zur Erleichterung des Anbaus, konkret durch die Streichung von Nutzhanf mit einem THC-Anteil von unter 0,2% THC aus dem BtMG. Die Bundesregierung offenbart, dass sie keinerlei Erleichterungen für Nutzhanfbauern hinsichtlich des Abbaus von bürokratischen und ordnungsrechtlichen Hürden plant und damit im Begriff ist, die Rückständigkeit zu zementieren und eine weitere Zukunftsbranche zu verschlafen - und das obwohl Teile der Antwort zeigen, dass sie sich des enormen Potentials der Hanfpflanze durchaus bewusst zu sein scheint.

Seit 1996 ist der Anbau von Nutzhanfsorten nach dem Katalog der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zu landwirtschaftlichen Zwecken zwar erlaubt, dennoch unterliegen deutsche Hanfbauern diversen Hindernissen: So wird der rechtliche Rahmen für den Handel mit unverarbeiteten Pflanzenteilen im BtMG geregelt, was für Produzenten und Verarbeitungsbetriebe ein riesiges Handelshemmnis darstellt und ihnen sogar eine Klage wegen des illegalen Handels mit Rauschgift einbringen kann. Nachdem immer mehr Länder, allen voran die USA, Kanada und China, den Nutzhanfanbau legalisiert und die europäischen Nachbarländer ihre Hanfbauern schon längst von Einschränkungen wie in Deutschland befreit haben, leiden deutsche Hanfbauern und verarbeitende Betriebe u.a. durch die Begrenzung auf Sorten aus dem Nutzhanf-Sortenkatalog weiter unter einem massiven Wettbewerbsnachteil.

Trotz des hohen Potentials der Hanfpflanze als umwelt- und klimafreundlichen Rohstoff bleiben Investitionen in die Forschung aufgrund fehlender Planungssicherheit aus, es mangelt in Deutschland an Fachwissen, so DIE LINKE in ihrer Kleinen Anfrage. 

Um eine wettbewerbsfähige Hanfproduktion zu gewährleisten, muss der Nutzhanf nach Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller aus dem BtMG gestrichen bzw. Grenzwerte und Sortenauswahl sinnvoll und praxisbezogen geregelt werden. Gelingt das nicht, werden internationale Akteure aus den USA, Kanada oder China in diese Lücke stoßen und einheimische Betriebe den Hanfanbau bzw. die Hanfverarbeitung aufgeben

,so die Forderung der LINKE.

Und die Bundesregierung?
Sie sieht zur Streichung von Nutzhanf aus dem Betäubungsmittelgesetz "derzeit keinen Anlass" und verweist dann wie bereits gewohnt auf die vom BtMG-Verkehrsverbot ausgenommenen Pflanzenteile und den EU-Sortenkatalog:

Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen sind bei Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen unter lit. b) zur Position Cannabis der Anlage I zu § 1 Absatz 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) bereits von dem allgemeinen Verkehrsverbot des BtMG ausgenommen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen, die im gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten aufgeführt sind, oder ihr Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) 0,2 Prozent nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen (ausgenommen der Anbau) ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen. Diese Zwecke müssen nicht nur beim Verkäufer, sondern vor allem bei dem Endnutzer vorliegen.

Trotz der real bestehenden bürokratischen und rechtlichen Hürden beim Nutzhanfanbau geht die Bundesregierung davon aus, dass mit den geltenden Gesetzen 

dem Marktpotential des Rohstoffs Hanf [...] insofern Rechnung getragen [wird]. Zugleich wird ein angemessener, aber auch notwendiger Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und des Einzelnen vor den von dem (missbräuchlichen) Konsum des Betäubungsmittels THC grundsätzlich ausgehenden Gesundheitsgefahren gewahrt

,so die Antwort weiter.

Um die Kleingeistigkeit dieser Antworten am besten zu beschreiben, lohnt ein Blick auf die Antwort zur Frage 3 ("Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung für eine klare Unterscheidung zwischen medizinischem und bewusstseinserweiterndem Cannabis sowie Nutzhanf?"). Nach der Differenzierung bei Medizin in § 19 Absatz 2a BtMG und des Einheitsabkommens von 1961 betreibt die Bundesregierung hier begriffliche Haarspalterei:

Der von den Fragestellern verwendete Begriff „bewusstseinserweiterndes Cannabis“ ist kein Begriff des BtMG und nicht von allgemeinem Verständnisinhalt, weshalb der Bundesregierung hierzu keine Antwort möglich
ist.

Nichts neues auch beim Thema CBD: Nach dem Verweis auf die Verordnung (EU) 2015/2283 ist die Bundesregierung weiterhin der Auffassung, dass 

für alle anderen Erzeugnisse der Hanfpflanze, z. B. für mit Cannabidiol (CBD) angereicherte Hanfextrakte, [...]bislang keine Belege für einen entsprechenden nennenswerten Verzehr vor dem 15. Mai 1997 erbracht worden [sind]. Damit handelt es sich bei den betreffenden Erzeugnissen – sofern sie keine Betäubungsmittel oder Arzneimittel sind – um zulassungspflichtige neuartige Lebensmittel. Eine entsprechende Zulassung ist bisher nicht erfolgt.

Daran anschließend präsentiert die Bundesregierung eine sehr eigenwillige Einschätzung zum Marktpotential von CBD:

Neben der Nachfrage nach Hanfsamen steigt in den letzten Jahren ebenfalls die Nachfrage nach dem Inhaltsstoff CBD durch die Pharmaindustrie sowie der (Heimtier)futtermittelhersteller. Ursache hierfür ist, dass dem CBD eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Das CBD wird aus den Blüten und Blättern des Industriehanfes gewonnen, so dass sich hieraus eine weitere Verwertungslinie ergibt. Da es sich hierbei jedoch nach wie vor um einen äußerst kleinen Nischenmarkt handelt, wurde diese Verwertungsrichtung nicht hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit betrachtet. Stattdessen konzentriert sich die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf die reine Hanfsamenproduktion sowie die gekoppelte Samen- und Strohproduktion.

Allerdings scheint die Bundesregierung zumindest das wirtschaftliche Potential von Nutzhanf erkannt zu haben, wie sich aus den dezidierten Antworten zur Frage 7 der Kleinen Anfrage entnehmen lässt. Ein Blick ins europäische Ausland aber zeigt, dass in vielen Ländern der Hanfanbau schon wesentlich großflächiger als in Deutschland betrieben wird. Warum die deutsche Bundesregierung aber an ihrer anachronistischen Haltung beim Nutzhanf festhält, ist auch für die agrarpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, absolut nicht nachvollziehbar:

Obwohl die Bundesregierung die Potenziale des THC-armen Nutzhanfanbaus erkannt hat, blockiert sie weiter seine Streichung aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und zementiert damit völlig unnötig hohe Risiken für die Anbaubetriebe. [...] Das ist völlig unnötig, denn die Verarbeitung und Nutzung der europaweit zugelassenen, praktisch THC-freien Hanfsorten und ihrer Produkte hat rein gar nichts mit medizinischen
Nutzungsmöglichkeiten oder der Nutzung als Droge aus anderen Hanf-Züchtungen zu tun. Trotzdem bleibt die Bundesregierung dabei, dass Nutzhanf die Tür dafür öffnen würde und bleibt bei der Regulierung als Betäubungsmittel.

Auch der Deutsche Hanfverband ist enttäuscht angesichts des rückständigen Denkens der Regierung, die selbst bei rauschfreien Nutzhanfprodukten die Begründung der von THC ausgehenden Gesundheitsgefahren als Begründung für die Regulierungen anführt. Und dass die Bundesregierung anscheinend der Auffassung ist, dass es sich bei CBD um "einen äußerst kleinen Nischenmarkt handelt", geht komplett an der Realität und der ganzen Debatte um CBD-Blüten und der Beschlagnahmung von Waren im Wert von mehreren hunderttausenden Euro vorbei.

 

Sonderthemen: 

Leafly Deutschland NewsHerz-Kreislauf-System und die Wirkungen von THC und CBD

Herz-Kreislauf-System und seine Funktionalität

Das Herz-Kreislauf-System besteht aus dem Herz und den Blutgefäßen. Diese beiden Bausteine beeinflussen vielfältige Funktionen im Körper. Der Herzmuskel stößt das Blut aus und durch die Blutgefäße wird es im ganzen Körper verteilt. So werden alle Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte der Zellen über die Venen abtransportiert.

Das Herz

Ein gesundes Herz wiegt etwa 300 g und schlägt in Ruhe etwa 60 bis 90 Mal pro Minute. Dabei pumpt es ca. fünf bis sechs Liter Blut durch das Gefäßsystem. Bei körperlicher Belastung erhöhen sich Herzfrequenz und die Menge an Blut, die pro Herzschlag in die Arterien gepumpt wird (Schlagvolumen). Bis zu 20 Liter Blut pro Minute können dann durch den Körper fließen. Bei Ausdauersportlern ist die Herzfrequenz in Ruhe (<<60) niedriger und das Schlagvolumen (bis zu 35 l/Min) höher.

Blutdruck

Der Blutdruck ist der Druck, mit dem das Blut in einem Blutgefäß gegen die Gefäßwände drückt. Dieser ist abhängig von dem Volumen, das pro Minute vom Herzen gepumpt wird, und dem Widerstand, mit dem die Blutgefäße den Blutfluss “bremsen” (Gefäßwiderstand). Je kleiner der Durchmesser der Gefäße, desto größer ist der Widerstand.

Damit wird klar, warum Verkalkungen in den Arterien (Atherosklerose) den Blutdruck erhöhen: Der Widerstand, den Blut auf seinem Weg durch die Gefäße überwinden muss, ist dann größer.

Normal ist ein Blutdruck von 120/80 mmHg. Ein erhöhter Blutdruck ab Werten von 140/90 mmHg gilt als Risikofaktor für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Weitere Faktoren, die das Risiko erhöhen sind:

  1. Übergewicht,
  2. Bewegungsmangel,
  3. Stress,
  4. Rauchen,
  5. ungesunde Ernährung und Alkoholkonsum.

Primärer Blutdruck

Bei den meisten Betroffenen liegt ein sogenannter primärer Bluthochdruck vor. Das heißt eine Blutdruckerhöhung, für die keine organische Ursache festgestellt werden kann.

Sekundärer Blutdruck

Nur bei einer geringen Anzahl an Patienten ist der Bluthochdruck sekundär. Also eine Folge einer anderen Erkrankung, z.B. einer Nierenerkrankung, Erkrankungen der Schilddrüse, Gefäßerkrankungen.

Im Falle des sekundären Bluthochdrucks kann der Blutdruck häufig gesenkt werden, wenn die Grunderkrankung behandelt wird. Da Bluthochdruck ein Risikofaktor für die Entstehung weiterer Krankheiten ist, sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.

Medizinalcannabis für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In der länger zurückliegenden Vergangenheit wurde Medizinalcannabis für eine Vielzahl von Leiden eingenommen. Darunter Atherosklerose, Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck.

Die meisten Untersuchungen, die seit den 1970er Jahren durchgeführt wurden, befassten sich mit den Effekten von THC oder Rauchen von Cannabis. Nur relativ wenige mit anderen Cannabinoiden.

Die Wirkungen von THC auf das Herz-Kreislauf-System

Grundsätzlich wurde festgestellt, dass THC und THC Analoga wie Nabilon oder Dronabinol sowie das Rauchen von Cannabis die Herzfrequenz erhöht. Der Effekt verringert sich bei chronischer Anwendung.

Die Effekte auf den Blutdruck sind nicht so eindeutig. Manche Studien fanden keine Änderung des arteriellen Blutdrucks, andere eine Senkung des Blutdrucks, wieder andere eine Erhöhung.

Weitere Untersuchungen beobachteten, dass sich zwar der diastolische, nicht aber der systolische Blutdruck änderte. Dagegen stellten andere Untersuchungen fest, dass Nabilone und Dronabinol selektiv den Blutdruck senken würden.

Manche Anwender beobachten nach der Einnahme von THC oder Cannabis, dass ihnen im Stehen schwindlig wird. Das könnte durch das Absinken des diastolischen Blutdrucks verursacht sein. Ungewiss ist, warum der Körper den systolischen Druck nicht durch das Verstellen der Gefäßweite “nachreguliert”, wie er das bei anderen Blutdruckschwankungen automatisch tut.

Einhergehend mit dem Schwindel und dem Abfall des Blutdrucks bei einigen Patienten ist eine Verringerung der Geschwindigkeit, mit der das Blut das Gehirn durchströmt. Die Einnahme eine CB1-Rezeptor Antagonisten kann, vor der Einnahme von Cannabis, offenbar den Blutdruckabfall verringern. Auch die regelmäßige Einnahme von THC, wie sie im Rahmen einer medizinischen Behandlung typisch ist, verringert die Wirkungen auf den Blutdruck.

Erhöht wird durch die Einnahme von THC oder THC-Analoga die Hirndurchblutung. Bis zu zwei Stunden nach der Einnahme werden vor allem der frontale, cinguläre und insuläre Kortex stärker durchblutet.

Bekannt ist auch, dass THC oder analoge Substanzen den Augeninnendruck verringern, weswegen sie als Therapie bei einer Glaukomerkrankung mitunter eingesetzt werden. Neueste Studien fanden heraus, dass CBD hingegen den Augeninnendruck erhöhen, und damit ein Glaukom verschlechtern kann.

Die Effekte des THC kommen offenbar durch Änderungen in der Aktivität des autonomen Nervensystems zustande und wird durch den CB1-Rezeptor vermittelt. In der Folge verengen oder erweitern sich die Blutgefäße.

Herz-Kreislauf-System und die Wirkungen von CBD

Für CBD werden zahlreiche therapeutische Effekte vermutet:

  • Diabetes,
  • Magen-Darm-Erkrankungen,
  • Krebs,
  • oxidativem Stress,
  • Entzündungsvorgängen,
  • bei unterschiedlichen neurologischen und psychologischen Krankheiten
  • bei kardiovaskulären Erkrankungen.

Von in vitro (im Laborversuch) Experimenten weiß man, dass CBD zahlreiche kardiovaskuläre Effekte hat. Doch wie die Situation in vivo, also im lebenden Organismus, aussieht, war lange Zeit unklar.

Da CBD in Form des Medikaments Epidiolex inzwischen häufiger verordnet und eingenommen wird (z.B. bei bestimmten Formen der Epilepsie), ist es von Bedeutung, auch die Auswirkungen von CBD auf das Herz-Kreislauf-System genauer zu kennen.

Ein systematischer Review hat untersucht, was auch Studien dazu bekannt ist. Kurz zusammengefasst zeigen die bisherigen Analysen, dass CBD weder bei einer akuten (einmaligen) Einnahme, noch bei einer dauerhaften Behandlung unter Kontrollbedingungen einen Effekt auf den Blutdruck oder die Herzfrequenz hat.

Erfolgt die Einnahme hingegen bei Individuen, die unter Stress stehen, untersucht wurde das u.a. an Tiermodellen für Stress, sinkt durch CBD der Blutdruck und die Herzfrequenz und die Durchblutung des Gehirns verbessert sich.

Fazit

Die Wirkungen anderer Cannabinoide sind bislang nur unzureichend untersucht und lassen keine zuverlässigen Aussagen über die Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zu. Problematisch an vielen bisherigen Untersuchungen zu THC und CBD ist, dass sie im Tiermodell (z. B. an Mäusen, Ratten oder Hunden) durchgeführt wurden.

Obwohl es auch Säugetiere sind, sind die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System deutlich unterschiedlich. Bei Tieren sinkt durch die Gabe von THC beispielsweise die Herzfrequenz, während sie beim Menschen ansteigt.

Auch die Ergebnisse aus in vitro-Analysen lassen nicht immer Rückschlüsse auf die in vivo Situation zu. Aus diesem Grund sind weitere Untersuchungen am Menschen nötig, um die Effekte, positive und negative, besser einschätzen zu können.

Wie die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aussehen und welche Effekte die Kombination auf das Herz-Kreislauf-System hat, ist unklar. Daher  sollte eine Einnahme von Medizinalcannabis (besonders THC), cannabisbasierten Arzneimitteln und in besonderem Maße auch CBD immer nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

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Leafly Deutschland NewsFibromyalgie – unsere Leafly.de Patientenakten

Das Fibromyalgie-Syndrom

„Fibromyalgie“ bedeutet wörtlich übersetzt „Faser-Muskel-Schmerz“. Menschen, die an Fibromyalgie (FMS) erkrankt sind, haben chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen – oft dem Rücken, Armen und Beinen. Darüber hinaus leiden sie meist an Schlafstörungen und einem nicht erholsamen Schlaf. Das führt dazu, dass die Betroffenen tagsüber müde und erschöpft sind und sich nicht konzentrieren können. Dazu kann ein Gefühl der Steifheit oder der Schwellung von Händen, Füßen oder dem Gesicht kommen.

Ärzte stellen die Diagnose “Fibromyalgie-Syndrom” erst, denn die Symptome über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten vorliegen. Früher wurde die erhöhte Schmerzempfindlichkeit über Druckpunkte – die sogenannten Tender Points – festgestellt. Heute sind diese Schmerzpunkte für die Diagnosestellung nicht mehr zwingend erforderlich. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko, an FMS zu erkranken. Darüber hinaus sind Frauen weit häufiger betroffen als Männer.

Ursachen der Fibromyalgie

Bis heute sind die Ursachen des Fibromyalgie-Syndroms unklar. Was jedoch feststeht: Obwohl die Schmerzen in den Muskeln empfunden werden, ist Fibromyalgie keine Erkrankung der Muskeln und Gelenke. Es handelt sich auch nicht um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung.

Weder in den üblichen Laboruntersuchungen noch im Röntgenbild zeigen FMS-Erkrankte besondere Auffälligkeiten. Daher sprechen Mediziner bei Fibromyalgie auch von einem „Syndrom“: Es liegen zwar typische Beschwerden vor, es gibt aber kein eindeutig definiertes Krankheitsbild.

Als Ursache wird heute unter anderem eine funktionelle Störung der Schmerzverarbeitung im Gehirn vermutet. Das bedeutet, dass die Schmerzhemmung vermindert ist. Die Betroffenen leiden an einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit und reagieren verstärkt auf Reize.

Psychische Symptome

Das Fibromyalgie-Syndrom geht häufig mit seelischen Beschwerden einher. Besonders häufig sind Nervosität, innere Unruhe, Niedergeschlagenheit und Antriebsarmut. Rund 30 Prozent der Fibromyalgie-Patienten erkranken an einer Depression, andere entwickeln eine Angststörung.

Leafly.de Patientenakten – wenn der Schmerz das Leben bestimmt

Wir von Leafly.de haben inzwischen mit neun verschiedenen Fibromyalgie-Patienten Interviews geführt und über sie berichtet. Das sind neun ganz unterschiedliche Geschichten und Biografien. Was aber alle Betroffenen eint, ist, dass über Jahre hinweg die starken chronischen Schmerzen ihr Leben bestimmt haben.

Unsere Fibromyalgie-Patienten haben im Verlauf ihrer Erkrankung stärkste Schmerzmittel und Opiate eingenommen. Diese haben aber auch viele unangenehme Nebenwirkungen hervorgerufen. Frank beispielsweise litt aufgrund der Einnahme von Opioiden an schwersten Nebenwirkungen wie Panikattacken. Dennoch waren Gliederschmerzen, Schmerzen in Schulter, Knie, Fuß, Brust und Gesicht zu dieser Zeit seine permanenten Begleiter.

Einige unserer Patienten berichten, dass selbst Opiate die starken Schmerzen im Körper nicht ausreichend bekämpfen. Auch Susanne hatte trotz Schmerztherapie und Opiaten weiterhin Schmerzen. Auf der Schmerzskala von 1 bis 10 lagen sie noch bei 5.

Schmerz lässt sich nicht objektiv messen. Mediziner arbeiten mit einem Fragebogen, auf dem die Patienten die Stärke der Schmerzen auf einer Skala von 0 bis 10 selber angeben.

Susanne litt ebenfalls an Schlafstörungen, die wiederum dazu führten, dass sie tagsüber müde und erschöpft war. So hatte die Mutter von Zwillingen Mühe, sich um die einfachsten Alltagsaufgaben zu kümmern.

Stephan lebte ebenfalls viele Jahre mit dauerhaften Schmerzen in fast allen Bereichen seines Körpers. Er war permanent müde, da er kaum schlafen konnte. Auf Schmerzmittel wie Tilidin und Tramal reagierte sein Körper sehr schnell mit starken Nebenwirkungen, sodass er die Medikamente nach kurzer Zeit absetzen musst.

Arbeiten ist häufig nicht mehr möglich

Durch die starken Schmerzen sehen sich viele Fibromyalgie-Patienten nicht mehr in der Lage, ihrem Beruf nachzugehen.

Patrick Emmler hatte über viele Jahre so starke Schmerzen, dass er kaum noch arbeiten konnte und seine Existenz bedroht sah. Der junge Mann machte sich selbstständig. So konnte er sich seine Arbeitszeit besser einteilen und auf seinen körperlichen Zustand abstimmen. Dennoch konnte er an manchen Tagen nur noch zwei bis drei Stunden effektiv arbeiten.

Bei Pascal linderten auch starke Medikamente seine Schmerzen nur zu 25 Prozent. Nach der Diagnosestellung wurde er arbeitsunfähig geschrieben – wie sehr viele unserer Fibromyalgie-Patienten.

Seelische Beschwerden

Fibromyalgie-Patienten haben oft mit psychischen Symptomen wie Depressionen oder Angstzuständen zu kämpfen. Die psychischen Probleme sind teilweise erst eine Folge der Fibromyalgie. Jedoch kann die Psyche die körperlichen Beschwerden auch verstärken, wie auch die starken Schmerzen die seelischen Beschwerden verstärken können. Unser Leafly.de Patient Matthias erzählt in seiner Patientenakte:

“Wahrscheinlich können sich das viele Menschen nicht vorstellen, wie der Schmerz das Leben beherrschen kann. Man will vorankommen, doch der Körper spielt nicht mit. Das macht einen täglich traurig. So taucht man Tag für Tag tiefer in eine Depression, was den Zustand nur verschlimmert.”

Auch die Fibromyalgie-Patientin Birgit wurde immer depressiver. Obwohl sie eine multimodale Schmerztherapie begann, die auch eine Verhaltens- und Psychotherapie beinhaltete. Außerdem trieb sie der Krankheit angemessen Sport.

Cannabis als Medizin und Fibromyalgie

Die neun Fibromyalgie-Patienten, über die wir bisher berichteten, haben alle gute Erfahrungen mit Cannabis als Medizin gemacht. Ihre Schmerzen haben die Betroffenen so viel besser im Griff. Stephan beispielsweise berichtete, dass er sich mit Medizinalcannabis “wie ein neuer Mensch” fühlt.

“Ich konnte schlafen und hatte kaum Schmerzen. Großartig”, so Stephan.

Pascal konnte mit Cannabis als Medizin sogar 22 seiner 23 Medikamente absetzen, die er vorher einnehmen musste. Und Patrick Emmler berichtete, dass er mit Medizinalcannabis “den kompletten Tag fast schmerzfrei arbeiten” kann.

Heike nimmt Dronabinol als Dauermedikation ein. Allerdings hat sie noch immer Schmerzspitzen, die sie mit Morphin abfängt. Früher hatte sie Schmerzen von 8 bis 10 auf der Schmerzskala, heute liegt sie bei 4 bis 5.

Auffällig ist, dass die Patienten berichten, dass sie durch Cannabis als Medizin entspannen können und das Gefühl haben, endlich einmal zur Ruhe zu kommen. So schlafen sie auch besser und können teilweise sogar durchschlafen.

Cannabis als Medizin hilft also gegen die starken chronischen Schmerzen. Aber auch die psychischen Symptome der Erkrankung können dadurch verbessert werden. Birgit erzählt, wie sich ihr Leben durch ihr cannabisbasiertes Arzneimittel verändert hat:

“Ich bin aus meinem passiven, zurückgezogenen Leben herausgekommen. Ich bin kommunikativer, aktiver, gehe wieder raus.”

Birgit gehört zu den zwei der neun Fibromyalgie-Patienten, die keine Cannabisblüten einnehmen. Zu Beginn der Therapie hat sie Sativex ausprobiert, inzwischen ist sie aber auf ein Vollspektrum Cannabisextrakt umgestiegen. Den großen Vorteil dieses neuen Cannabis-Medikaments sieht Birgit in seiner verbesserten Wirkung auf ihre psychischen Symptome:

“Mit dem Vollspektrum-Extrakt wird die psychische Komponente meiner Erkrankung besser bedient als bei Sativex. Ich bin gelassener und fühle mich mehr im Reinen mit mir selbst. Früher bedeuteten kleine Probleme häufig eine Katastrophe mich. Inzwischen ist meine Toleranz höher geworden.”

 

Unsere bisherigen Fibromyalgie Patientenakten:

https://www.leafly.de/leafly-de-patientenakte-patrick-emmler-fibromyalgie-baden-wuerttemberg/

https://www.leafly.de/leafly-de-patientenakte-heike-wirbelgleiten-fibromyalgie-rheinland-pfalz/

https://www.leafly.de/frank-fibromyalgie-patientenakte/

https://www.leafly.de/leafly-de-patientenakte-pascal-fibromyalgie-depressionen-angstzustaende/

https://www.leafly.de/patientenakte-birgit-fibromyalgie/

https://www.leafly.de/patientenakte-stephan-fibromyalgie/

https://www.leafly.de/patientenakte-patrick-34-fibromyalgie/

https://www.leafly.de/patientenakte-matthias-fibromyalgie/

 

Hilfe bekommen Patienten auch hier:

https://www.fibromyalgie-fms.de/startseite

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Leafly Deutschland NewsCBD-Zäpfchen bei Regelschmerzen

CBD-Produkte sind vor allem in den USA zur Zeit heiß diskutiert (Leafly.de berichtete). Das kalifornisches Start-up-Unternehmen, Foria Wellness, hat jetzt ein CBD-Zäpfchen auf den US-Markt gebracht und dieses verspricht Menstruationsbeschwerden zu lindern. Eine THC-haltige Version gibt es auch. Allerdings ist diese ausschließlich in Kalifornien oder Colorado zu kaufen.

CBD-Zäpfchen und wie sie wirken

Bei dem CBD-Produkt handelt es sich um ein Vaginalzäpfchen. Das CBD-Zäpfchen ist etwa einen Zentimeter lang und besteht aus biologischer Kakaobutter, das jeweils mit 100 mg Cannabinoiden (CBD) angereichert ist.

Es soll während der Periode eingeführt werden. Sobald sich die Kakaobutter aufgelöst hat, wird das CBD an die Schleimhäute im Uterus abgegeben. Der Hersteller verspricht eine schmerzstillende und entkrampfende Wirkung nach 15 bis 30 Minuten.

Man weiß bereits aus zahlreichen Erfahrungsberichten aus den USA, dass Frauen, die Cannabis-Tampons mit THC benutzen, eine sehr gute Schmerzlinderung erfahren.

Studien zu CBD-Zäpfchen

Bisher gibt es noch keine aussagekräftigen Studien, ob CBD-Zäpfchen wirklich bei Regelschmerzen helfen. Foria möchte dies ändern und investiert deshalb Geld in die Forschung auf diesem Gebiet.

Geplant ist eine  Studie gemeinsam mit Harvard Professorin Dr. Staci Gruber. Die Forschungsstudie, an der mehrere Hunderte Frauen in den USA teilnehmen, soll Aufschluss über Wirkungsweise der CBD-Zäpfchen von Foria geben.

Ziel der Studie ist es, das Bewusstsein für den Einsatz von cannabinoidbasierten Therapien bei Menstruationsschmerzen zu schärfen. Die Studie soll noch im Sommer 2019 durchgeführt werden. Nach Angaben des Unternehmens seien die ersten Ergebnisse bereits im Winter 2019 zu erwarten.

Studie aus Israel

Israelische Forscher gaben kürzlich bekannt, dass sie den Einsatz von medizinischem Cannabis bei Endometriose untersuchen. Endometriose ist eine schmerzhafte gynäkologische Erkrankung, von der weltweit Millionen Frauen betroffen sind (Leafly.de berichtete).

Auch bei der Studie in Israel bekommen die Studienteilnehmerinnen teilweise CBD-Zäpfchen. Das Produkt wird von Gynica hergestellt und dient zur Behandlung der Symptome. Die Ergebnisse der Studie seien nach eigenen Aussagen für 2020 zu erwarten.

Frauen weltweit dürfen also hoffen, dass es bald aussagekräftige Evidenz zur Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Regelschmerzen gibt. Vielleicht ergibt sich hieraus eine Chance, dass auch in Deutschland in absehbarer Zeit diese Zäpfchen zum Einsatz kommen.

Cannabis- oder CBD-Zäpfchen bald in Deutschland?

In Deutschland sind Cannabis-Zäpfchen mit THC-Gehalt bisher nicht zugelassen. Aufgrund der geringen Evidenz zur Wirkungsweise bedarf es noch etwas Zeit, bis diese auch hier erhältlich sind. Das CBD-Zäpfchen von Foria könnte eine gute Alternative zu den THC-haltigen Zäpfchen sein.

 

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol.
Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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Hanf Journal NewsGewichtige Anhörung mit US-Gesetzgebern über Cannabis

Demokraten und Republikaner sind sich einig: Der derzeitige Widerspruch ist eine Katastrophe In den USA ist weiterhin eine Gesetzgebung aktiv, die der gängigen Praxis im Land widerspricht. Während einzelne Bundesstaaten oft durch Volksabstimmungen Cannabis zu Genusszwecken legalisieren konnten, sagt das Landesgesetz weiterhin, dass die zu Rauschzwecken einzusetzenden Produkte der Pflanze verboten seien. Da sich in…

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taz Drogerie BlogMortlers Wirken im Lichte der Kriminalstatistik

Am 14. Januar 2014 wurde Marlene Mortler zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt. Zum 2. Juli übernahm Frau Mortler ein Abgeordnetenmandat im Europaparlament in Brüssel. Deshalb hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Drogenbeauftragte der Bundesregierung aus ihrem Amt verabschiedet. In einer Pressemitteilung zu diesem Anlass erklärte Spahn: „Mit Marlene Mortler verliert die Bundesregierung eine engagierte Kämpferin gegen Drogen. Frau Mortler hat es verstanden, besonders in der Prävention wichtige Akzente zu setzen.

Die Akzente, die Mortler in der Prävention setzte, hatten oft nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. So stiegt der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, in den letzten Jahren stark an und sank nicht, wie Mortler erhoffte. Auch die Verfügbarkeit und die Wirkstoffkonzentration bei Kokain hat massiv zugenommen bei stabilen bis sinkenden Preisen. Die Wirkstoffmengen in Ecstasytabletten haben auch massiv zugenommen und die Verfügbarkeit wurde nicht gemindert. Die Verfügbarkeit von Cannabis als Medizin in Apotheken lässt jedoch vielerorts zu wünschen übrig. Patienten müssen nicht selten nach wie vor ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt erwerben oder selbst anbauen.

Extrem starke Zunahme der Repression

Bevor Marlene Mortler Drogenbeauftragte wurde – im Jahr 2013 – wurden in Deutschland 253.525 BtM-Delikte registriert, im Jahr 2018 waren es 350.662, dies entspricht ein Zunahme um mehr als 38 Prozent. Bei den allgemeinen Verstößen (konsumnahe Delikte) lag die Zunahme noch höher und erreichte 44,8 Prozent. Offensichtlich hat die zunehmende Repression ihr Ziel verfehlt; die Verfügbarkeit und der Konsum sind dadurch nicht eingedämmt worden.

Die Grafik zeigt die jährliche Anzahl an Verstößen gegen das BtMG in Deutschland (blau) und die konsumnahen allgemeinen Verstöße (rot) als Zeitreihe von 1984 bis 2018. Die Zahlen bis 1990 beinhalten die Delikte der alten Bundesländer einschließlich West-Berlin, die Zahlen der Jahre 1991 und 1992 beinhalten die Delikte der alten Bundesländer einschließlich Gesamt-Berlin, in den Zahlen ab 1993 sind die Delikte aller Bundesländer enthalten. Diese Angaben sind auch bei allen folgenden Abbildungen zu berücksichtigen. Datenquelle: BKA Wiesbaden. Es gilt die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.

Der Anteil der allgemeinen Verstöße stieg während der Amtszeit von Mortler von 74,9 Prozent auf 78,4 Prozent um 3,5 Prozentpunkte – die Änderung im ersten Halbjahr 2019 noch nicht eingerechnet. Konsumenten werden nach wie vor von der Polizei verfolgt und kontrolliert.

Die Grafik zeigt den Anteil der allgemeinen Verstöße in Prozent von allen Verstößen gegen das BtMG als Zeitreihe von 1971 bis 2018. Datenquelle: BKA

Etwa 60 Prozent aller BtM-Delikte betreffen Cannabis. Die Zahl der erfassten BtM-Delikte insgesamt und die Zahl der erfassten Cannabisdelikte zeigen, dass die Repression bei Cannabis genauso zugenommen hat wie die gesamte Drogenrepression.

Die Grafik zeigt die jährliche Anzahl an Verstößen gegen das BtMG in Deutschland (blau) und die Verstöße betreffend Cannabis (rot) als Zeitreihe von 1982 bis 2018. Datenquelle: BKA

Im Jahr 1992 lag der Anteil der Cannabis betreffende Delikte unter 40 Prozent. In den letzten Jahren lag dieser stets bei 60 Prozent und darüber.

Die Grafik zeigt den Anteil der Cannabisdelikte in Prozent von allen Verstößen gegen das BtMG als Zeitreihe von 1982 bis 2018. Datenquelle: BKA

Als Repressionskoeffizient bezeichnet man in drogenpolitischen Kreisen die Anzahl der erfassten Delikte pro 100.000 Einwohner in einem bestimmten Gebiet (auch Häufigkeitszahl genannt). Die Zunahme des Repressionskoeffizienten bezeichnet man als Repressionsexpansionskoeffizienten. Seit Mortlers Amtsantritt bis Ende 2018 stieg der Repressioskoeffizient für Kiffer um 48,8 Prozent, derjenige für Händler und Schmuggler jedoch nur um 13,5 Prozent.

Die Grafik zeigt die Repressionskoeffizienten für diverse Delikte mit Bezug zu Cannabis als Zeitreihe von 1987 bis 2018. Datenquelle: BKA

Tatverdächtige im Zeitvergleich

Bis 1966 lag die Zahl der jährlich erfassten Tatverdächtigen wegen Verstoßes gegen das Opiumgesetz in der Bundesrepublik Deutschland (einschließlich West-Berlin) deutlich unter Eintausend. Erst 1967, dem Jahr in dem die Studentenrevolte sich bundesweit auszubreiten begann und der Student Benno Ohnesorg bei einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien von der Polizei erschossen wurde, registrierten die Behörden über 1.000 Tatverdächtige. Vier Jahre später registrierten die Behörden bereits über 20.000 Tatverdächtige.

Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeitraum mehrere Fälle der gleichen Straftat in einem Bundesland festgestellt wurden, wird nur einmal gezählt. Vor 1983 waren Personen, gegen die im Berichtsjahr mehrfach ermittelt wurde, immer wieder erneut gezählt worden. Wegen Ablösung dieser Mehrfachzählung, die zu stark überhöhten und strukturell verzerrten Tatverdächtigenzahlen führte, durch die jetzige „echte“ Zählung, ist ein Vergleich zu früheren Jahren nur eingeschränkt möglich.

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verdoppelte sich die Zahl der Tatverdächtigen und erreichte in der Folge im Jahr 2004 mit 232.502 einen absoluten Spitzenwert. Danach sank die Zahl kontinuierlich bis 2010 und danach stieg sie wieder kontinuierlich an und überflügelte 2016 erstmals die Anzahl von 2004 und nahm in den folgenden Jahren weiter massiv zu.

Die Grafik zeigt die Zeitreihe der Tatverdächtigen wegen Verstoßes gegen das BtMG von 1960 bis 2018. Wegen Änderung der Zählweise gibt es für 1983 keine Daten. Wegen der Änderung des staatlichen Bereiches sind die Daten seit 1991 mit denen der Vorjahre nur bedingt vergleichbar. Datenquelle: BKA

Zur Situation in den Bundesländern

In Hamburg hat die Repression in Sachen Drogen 2018 stärker zugenommen als in allen anderen Bundesländern. Der Repressionskoeffizient stieg in Hamburg innert Jahresfrist um 25 Prozent. In Bremen sank dieser hingegen um 7,5 Prozent. Auch im Saarland und in Hessen konnte eine Abnahme registriert werden.

Die Grafik zeigt die Zu- und Abnahme der erfassten Btm-Delikte in den Bundesländern von 2017 bis 2018 in Prozent Datenquelle: BKA

Hamburg ist auch das Bundesland mit dem höchsten Repressionskoeffizienten, hat also die höchste Anzahl an erfassten BtM-Delikte pro 100.000Einwohner. Über 700 BtM-Delikte pro 100.000 Einwohner wurden dort registriert. In Sachsen waren es nicht mal halb so viele. Handeln die Kiffer in Sachsen intelligenter respektive geschickter als in Hamburg und lassen sich seltener erwischen?

Die Grafik zeigt die Repressionskoeffizienten der Bundesländer im Jahr 2018. Datenquelle: BKA

 

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