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Deutscher Hanfverband NachrichtenWas bedeutet die jüngste Entscheidung des Verfassungsgerichts für Cannabis-Patienten?

Nach der Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Aktenzeichen: - 1 BvR 733/18 - Rn. (1-8)) im Fall eines Clusterkopfschmerz-Patienten ist die Unsicherheit unter chronischen Schmerzpatienten, die medizinisches Cannabis erhalten, groß. Das Gericht hatte Ende Juni entschieden, dass die Kosten für die Behandlung mit medizinischem Cannabis nicht mit umgehender Wirkung von der Kasse übernommen werden müssen, da es im Zusammenhang mit der Behandlung von Clusterkopfschmerzen mit Cannabis nicht genug Belege in Form klinischer Studien gäbe, die eine Kostenübernahme im Eilverfahren rechtfertigten.

Die Entscheidung der Richter ist ohne Zweifel als vorläufige Niederlage für den Patienten zu werten und könnte für Clusterkopfschmerz-Patienten langfristig negative Folgen haben. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass es sich nicht um ein Urteil, sondern einen Eilentscheid handelt. Das eigentliche Verfahren vor dem Hessischen Landessozialgericht, in dem das endgültige Urteil gefällt wird, steht also noch aus. Auch die Befürchtungen vieler Schmerz-, insbesondere von Migräne-Patienten, die Kostenübernahme könne auch bei ihnen in Gefahr sein, scheint unbegründet. Der DHV hat bei der Berliner Rechtsanwältin Nina Soest, die seit August Teil des DHV-Rechtsteams ist, nachgefragt, was die Karlsruher Entscheidung für Cannabis-Patienten bedeutet:

"Zunächst ist zu berücksichtigen, dass es sich sowohl bei der vorausgegangenen  Entscheidung vor dem LSG Hessen als auch beim BVerfG um Eilverfahren handelt, in dessen Rahmen aufgrund der Eilbedürftigkeit grundsätzlich nur eine sogenannte „summarische Prüfung“ vorzunehmen ist. Darüber hinaus geht es hier lediglich um die Indikation des Cluster-Kopfschmerzes – Indikationen wie zum Beispiel Migräne sind nicht betroffen. Das Eilverfahren ist kein Verfahren, in dem vertieft ermittelt wird, so dass im Rahmen der „summarischen Prüfung“ auch lediglich eine vorläufige Entscheidung getroffen werden kann – die eigentliche Entscheidung wird im Hauptsacheverfahren per Urteil gefällt. In den Hauptsacheverfahren besteht die Möglichkeit, den Fall noch einmal umfassender vorzutragen sowie auf die Umstände des Einzelfalls wie Art, Schwere und Dauer der Erkrankung, Begleitdiagnosen oder die bisher verabreichte Standardtherapie einzugehen.

Die Entscheidung des Landessozialgerichts Hessen hat keine bindende Wirkung für andere Gerichte. In der Praxis liegt es jedoch nahe, dass sich hessische Sozialgerichte der ersten Instanz der Entscheidung anschließen werden. Diese Entscheidung muss damit keine bundesweite Wirkung für die Entscheidungen der Sozial- und Landessozialgerichte in anderen Bundesländern haben. Diese sind weiterhin in ihrer Entscheidung frei.

Daraus folgt, dass auch zukünftig – beim Clusterkopfschmerz und auch bei anderen Indikationen – im Eilverfahren, aber eben vor allem auch im Hauptsacheverfahren („normalem“ Klageverfahren) weiterhin rechtlich gegen eine Ablehnung der Krankenkasse vorgegangen werden kann. Wegen der im Hauptsacheverfahren höheren Anforderungen an den gerichtlichen Aufklärungsgrundsatz  ist gegebenenfalls auch eine „schlechtere“ Studienlage zu berücksichtigen – das BVerfG hatte sich in seiner Entscheidung schließlich „nur“ mit einem Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz zu befassen.. Es ist den Betroffenen deshalb weiter zu raten, sowohl im Einstweiligen Rechtsschutz, aber auch im Hauptsacheverfahren ihre Rechte geltend zu machen, zumal hier eben der konkrete Einzelfall mit all seinen medizinischen Besonderheiten zu berücksichtigen ist – und sich die Studienlage zwischenzeitlich immer auch wieder ändern kann. Letzteres gilt gerade für die langwierigen sozialgerichtlichen Verfahren in der Hauptsache."

Also selbst wenn die Richter in der noch zu verhandelten Hauptsache hier gegen den Patienten entscheiden sollten, ändert sich durch das zu erwartende Urteil in dem Fall für Cannabis-Patienten wenig. An das Einklagen ihrer Rechte haben sie sich ja bereits seit 15 Jahren gewöhnt.

Sonderthemen: 

Leafly Deutschland NewsLeafly.de Patientenakte: Jörg, 59, Morbus Waldenström, Asthma, Fatigue

Jörg, selbstständig mit einer Reisemobil-/Wohnwagenwerkstatt mit Shop, aus dem schönen Schleswig-Holstein, war immer ein sehr aktiver Mensch. Vor sieben Jahren änderte sich dies jedoch abrupt. Der aktive Mann fühlte sich abgeschlagen und matt. Zunächst dachte er sich nicht viel dabei. Er dachte, das sei normal bei Männern über 50. Was niemand ahnte: Er hatte Morbus Waldenström.

Beim nächsten Arztbesuch sprach er seinen Hausarzt auf seine Symptome an. Doch der nahm Jörgs Bedenken nicht ernst, sagte, dass er gut aussieht, und schickte ihn wieder weg. Nachdem Jörg eine normale Parodontosebehandlung mit Bakterien beim Zahnarzt durchführen ließ und anschließend in den Urlaub nach Spanien fuhr, bekam er Magenprobleme und Durchfall, die nicht mehr aufhörten. Dagegen nahm er ein paar Monate lang Ibuprofen.

Darm- und Magenspiegelung mit Folgen

Seine Magen-Darm-Probleme hörten jedoch nicht auf. Im Januar 2012 ließ sich Jörg also wieder untersuchen. Bei einer anschließenden Darmspiegelung kam es zu einem Darmriss, der erst bei der vier Tage späteren Kontrolluntersuchung erkannt wurde. Die sofortige Operation heilte jedoch lange nicht ab. Im Mai 2012 hatte Jörg noch immer schwere Schmerzen. Bei einer erneuten Einweisung wurde eine Magenspiegelung bei ihm durchgeführt. Leider lief auch diese nicht gut, denn infolgedessen bekam Jörg innere Blutungen.

Erste Diagnose: Knochenkrebs

Aufgrund der inneren Blutungen wies das Krankenhaus einen Komplett-Check Up an. Die Diagnose war niederschmetternd, denn die Ärzte gingen von Knochenkrebs aus. Tumore oder Metastasen waren jedoch nicht zu finden. Er unterzog sich der angewiesenen Chemotherapie. Anschließend wurde eine neue Knochenmarkbiopsie durchgeführt.

Zweite Diagnose: Morbus Waldenström

Das Ergebnis zeigte, dass es sich nicht um Knochenkrebs, sondern um Morbus Waldenström handelte. 2013 wurden Jörg drei Jahre Immuntherapie verordnet. Diese schlug an, die Werte waren gut. Doch nach zwei Jahren ununterbrochener Therapie und den vorgehenden Belastungen fühlte Jörg sich ausgezehrt. Auch seine noch immer vorhandenen Magenprobleme und der damit verbundene Schlafmangel machten ihm zu schaffen. Er rutschte in eine Depression herein, die sich oft aus solchen Situationen heraus bildet: eine Fatigue.

Morbus Waldenström: Ein bösartiges, aber langsam wachsendes Lymphom

Morbus Waldenström (MW) oder Waldenströms Makroglobulinämie ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen (B-Lymphozyten). Die entarteten B-Zellen produzieren große Mengen des Antikörpers Immunglobulin M (IgM), dessen Nachweis einen wichtigen Faktor für die Diagnose darstellt. Obwohl diese Erkrankung als bösartige Erkrankung gilt, schreitet sie langsam voran. Mehr dazu hier.

Der Tipp mit der Cannabis-Behandlung

Zu dem Zeitpunkt besuchte ein treuer Kunde wieder Jörgs Wohnwagenwerkstatt. Nachdem sie sich über die Neuigkeiten ausgetauscht hatten, gab ihm dieser den Tipp, seine Behandlung mit Cannabis zu unterstützen. Jörg ging daraufhin zu seinem Onkologen und ließ sich Dronabinol verschreiben. Daraufhin verbesserten sich seine Werte zusehends. Es wirkte sich auch auf den Magen und den Schlaf positiv aus. Endlich konnte er auch wieder „normal“ auf die Toilette.

Umstieg von Dronabinol auf Blüten

Anfang 2017 ließ sich Jörg statt dem künstlichen Cannabinoid Dronabinol, Bedrocan-Blüten verschreiben. Diese bekam er zunächst nur mit einem Privatrezept, da die Krankenkasse plötzlich die Kostenübernahme verweigerte.

Doch die Blüten verbesserten seinen Zustand täglich. Jörg blühte zusehends auf. Die Depression verschwand, seinem Magen ging es noch besser, der Schlaf war geregelt und die Werte wurden immer besser.

Inzwischen fühlt sich Jörg wieder fit. Leider kämpft er noch immer darum, dass seine Krankenkasse die Kosten für das Bedrocan übernimmt. Derzeit hat der Medizinische Dienst der Krankenkassen einen neuen Antrag abgewiesen. Jörg hat Widerspruch eingelegt.

Anmerkung der Autorin: Ich verstehe die Krankenkassen und den MDK nicht. Wenn einem Patienten nachweislich geholfen wird, die Werte besser werden, Schmerzen gehen und die Stimmung sichtlich aufhellt, sollte man meinen, dass Krankenkassen die Kosten für die Behandlung übernehmen, oder?

Patienteninfos
Name: Jörg
Alter: 59
Wohnort/Bundesland: Schleswig-Holstein
Krankenkasse: Barmer
Diagnose: Morbus Waldenström, Asthma, Fatigue-Depression
Medikation: Tagsüber – ca.0,2g – 0,4g Penelope, Abends – ca. 0,1g Bedrocan Fachrichtung des verschreibenden Arztes: Onkologe

Das Leafly.de Patienteninterview

Leafly.de: Seit wann wendest Du Cannabis als Medizin an?
Jörg: Seit Ende 2015 Dronabinol und seit Anfang 2017 Bedrocan und Penelope.

Leafly.de: Wie bist Du denn darauf gekommen?
Jörg: Ein Bekannter von mir, er ist Professor des Maschinenbaus, besuchte mich 2015. Er erklärte mir, dass ihm eine Cannabisbehandlung geholfen hat. Daraufhin habe ich meinen Arzt gefragt und bekam Dronabinol.

Leafly.de: Wie war das erste Mal?
Jörg: Erst spannend und aufregend, aber ganz normal wie andere Medizin.

Leafly.de: In welchen Momenten wendest Du es an?
Jörg: Als Dauermedikation.

Leafly.de: War Dein Medikament einmal nicht lieferbar? Was hast Du dann gemacht?
Jörg: Da muss man bei einigen Apotheken anfragen. Das Schlimme ist, dass man auf sich alleine gestellt ist.

Leafly.de: Hattest Du Schwierigkeiten mit der Krankenkasse?
Jörg: Ja, immer noch. Ein Jahr lang, wurde alles bewilligt (Dronabinol) und dann auf einmal abgelehnt.

Leafly.de: Wie sieht es mit Deinem Job aus?
Jörg: Ich kann wieder normal arbeiten, obwohl es mir sehr schwerfällt.

Leafly.de: Bist Du glücklich?
Jörg: Sehr glücklich, ich bin froh, dass ich zufällig diese medizinische Pflanze kennenlernen durfte.

Vielen tausend Dank, lieber Jörg, dass Du den Mut hast, Deine Geschichte zu erzählen. Wir wünschen Dir, dass es weiterhin bergauf geht, viel Gesundheit und vor allem viel Spaß mit Deiner kleinen Enkeltochter.

Weitere Patientenakten auf Leafly.de

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Hanf Journal NewsPolizeiterror wegen Cannabis bei Rootsbase-Festival in Bayern

    Veranstalter beklagen massive Polizeipräsenz auf friedlichem Festival für Menschen aller Altersgruppen         Sadhu van Hemp     Wie sich das anfühlt, wenn mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, bekamen am vorletzten Wochenende rund 700 Besucher des „Rootsbase-Festival“ bei Nandlstadt in der Nähe von Freising/München zu spüren. Drei Tage lang belagerten…

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Leafly Deutschland NewsGehirn: Langfristige Folgen von Cannabiskonsum

Kürzlich haben Wissenschaftler an den akademischen Einrichtungen der Universidade de Lisboa in Portugal und der Universität Lancaster im Vereinigten Königreich eine Studie über den langfristigen Cannabiskonsum und seine potenziellen Gefahren durchgeführt. Studienautorin Ana Sebastião erklärte, dass Cannabis zunehmend legalisiert und für therapeutische Zwecke genutzt werde, weshalb man darüber nachdenken solle, welche Nachteile der Cannabiskonsum für das Gehirn haben könnte und wie man sie angehen könnte.

Gehirn: Regelmäßiger Cannabiskonsum kann das Gedächtnis beeinträchtigen

In der neuen Studie konzentrierten sich Sebastião und ihre Kollegen auf den Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten WIN 55,212-2 und beobachteten die Auswirkungen auf das Gehirn.

Dabei arbeiteten die Forscher mit einem Mausmodell und stellten fest, dass die Nagetiere nach längerer Exposition gegenüber dieser Substanz „signifikante Gedächtnisstörungen“ aufwiesen. Sie waren tatsächlich nicht in der Lage, zwischen einem Objekt, mit dem sie vertraut sein sollten, und einem neu hinzugekommenen Objekt zu unterscheiden.

Durch die Verwendung von bildgebenden Verfahren im Gehirn haben die Forscher auch festgestellt, dass diese Substanz Hirnregionen beeinflusst, die an Prozessen des Lernens, Speicherns und Zugreifens auf Erinnerungen beteiligt sind. Ein chronischer Kontakt mit dieser Substanz, erklärte Sebastião und ihr Team, wirkte sich auf das Gehirn aus und beeinträchtigte die „Kommunikation“ zwischen Hirnregionen, die das Lernen und das Gedächtnis vorantreiben.

„Unsere Arbeit zeigt deutlich, dass eine regelmäßige Cannabinoid-Aufnahme, wenn sie nicht aus medizinischen Gründen verwendet wird, negative Auswirkungen auf die Gehirnfunktion und das Gedächtnis hat. Es ist wichtig zu verstehen, dass das gleiche Arzneimittel unter bestimmten Krankheitszuständen wie bei Epilepsie oder Multipler Sklerose wieder ein Gleichgewicht herstellen kann, aber bei gesunden Personen zu starken Ungleichgewichten führen kann.“, erklärte Sebastião.

Weiter führte die Studienautorin aus, dass Cannabinoid-basierte Therapien nicht nur positive Wirkungen, sondern auch negative Nebenwirkungen haben können.

Ausgleich der negativen Auswirkungen

„Diese Ergebnisse sind sehr wichtig für die Entwicklung von pharmakologischen Strategien, die darauf abzielen, die kognitiven Nebenwirkungen der derzeit verwendeten Cannabinoid-basierten Therapien zu reduzieren, die sich bei mehreren Erkrankungen des Nervensystems als wirksam erwiesen haben“, erklärte Sebastião.

In Zukunft hoffen die Wissenschaftler, dass ein besseres Verständnis der schädlichen Wirkungen von Cannabinoid-Medikamenten zur Entwicklung von Gegenstrategien führen wird.

„Diese Arbeit bietet wertvolle neue Einblicke in die Art und Weise, wie sich langfristige Cannabinoid-Therapien auf das Gehirn auswirken. Diese Mechanismen zu verstehen, ist von zentraler Bedeutung, um zu verstehen, wie eine langfristige Cannabinoid-Exposition das Risiko der Entwicklung von psychischen Problemen und Gedächtnisproblemen erhöht; nur ihr Verständnis wird es ermöglichen, sie zu mildern“, führte Co-Autor der Studie Neil Dawson aus.

Mehr zum Thema auf Leafly.de

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Blog der Aidshilfe Deutschland„Ich möchte mich endlich von den alten Bildern von Aids verabschieden“

Insbesondere schwule Männer haben die Aids-Epidemie der 80er- und 90er-Jahre als kollektive Bedrohung erlebt und durchlebt. Heute kann man bei früher Diagnose und Behandlung gut mit HIV leben. Wirkt das Trauma der Aidskrise dennoch nach? Wir haben mit Dennis gesprochen – er wurde 1990 geboren, auf dem Höhepunkt der Aidskrise und vor Einführung der HIV-Therapien.*

Dennis ist als Netzwerker und Aktivist in der HIV-Selbsthilfe und in Aidshilfen tätig. Auch innerhalb der LGBT-Community ist er aktiv, unter anderem in der Projektleitung des CSDs Wiesbaden und als Beirat bei Warmes Wiesbaden e.V.

Dennis, wann bist du zum ersten Mal mit dem Thema HIV und Aids in Berührung gekommen?

HIV war in meinen ersten zehn Schuljahren überhaupt kein Thema. Übrigens auch in der Familie nicht, da sprach man über so etwas nicht.

Für mich war schon früh klar: Eine HIV-Infektion ist nicht „schlimmer“ als Diabetes

Nach der Mittleren Reife bin ich auf ein Biotechnologisches Gymnasium gegangen, dort hatten wir unter anderem im Fach Biotechnologie den Schwerpunkt Immunologie. Das Thema HIV lag also nahe.

Im Schullabor konnte ich damals selbst einen Western-Blot-Bestätigungstest durchführen, welcher auch heute noch bei HIV-Untersuchungen genutzt wird.

Ging es beim Unterricht auch um schwule Männer als Gruppe mit hohem Risiko?

Portrait Dennis zu Trauma der Aidskrise

Dennis

Nein, im Unterricht ging es um die wissenschaftlichen Grundlagen und die Behandlung der Infektion. HIV wurde nie auf eine Gruppe heruntergebrochen. Durch den Unterricht wusste ich also bereits, dass es hochwirksame Medikamente gibt, die das Virus in Schach halten, und wie diese wirken. Schon zu dieser Zeit war für mich klar: Eine HIV-Infektion ist nicht „schlimmer“ als Diabetes.

Safer Sex damals und heute

Wie hast du dann zum ersten Mal mitbekommen, dass HIV für dich als schwulen Mann ein besonders wichtiges Thema sein sollte?

Das passierte erst, als ich angefangen habe, schwule Datingplattformen zu nutzen. Ich bin damals auf einen Link zur Seite von ICH WEISS WAS ICH TU gelangt und habe mich dort weiter informiert.

War HIV im Gespräch mit anderen Schwulen ein Thema, zum Beispiel, wenn es um Sex ging?

Man hat da eigentlich nie darüber gesprochen. Beim Sex gehörte das Gummi mit dazu, da gab es irgendwie nichts zu bereden.

Wie erlebst du heute den Umgang mit HIV und Safer Sex?

Viele sind sehr entspannt, lassen sich regelmäßig testen, benutzen Kondome.

Mit einigen kann man auch darüber reden, unter welchen Voraussetzungen man das Kondom weglassen könnte. Andere hingegen sind da geradezu panisch.

Sex ohne Kondom? Viele reagieren schon auf die Frage panisch

Das habe ich ganz stark bei Chats auf Datingseiten festgestellt. Da spürt man die Abneigung gegenüber diesem Thema, und die Ängste zeigen sich viel stärker als im direkten Gespräch.

Allein schon, wenn das Thema auf den HIV-Status kommt und sich die Frage stellt, ob Sex mit oder ohne Kondom, brechen einige Online-Unterhaltungen sofort ab.

Durch dein Aidshilfe-Engagement hast du dich sicherlich schon früh mit dem Thema Schutz durch Therapie auseinandergesetzt, also mit der Tatsache, dass HIV bei funktionierender Therapie beim Sex nicht übertragen werden kann. Hat dies dein Verhältnis zum Sex mit HIV-Positiven verändert?

Ich wusste schon vorher, dass man sich bei HIV-Positiven unter Therapie sexuell nicht mehr anstecken kann. Mein Verhältnis zum Sex mit HIV-Positiven hat sich erst mit meinem eigenen positiven Testergebnis verändert.

Das Trauma der Aidskrise ist nicht vorbei

Erlebst du noch Panik, was Infektionsrisiken beim Sex oder beim alltäglichen Umgang mit HIV-Positiven angeht?

Solche Reaktionen gibt es tatsächlich immer noch, wobei ich hier nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten kann. Ich denke aber, das sind eher Einzelfälle.

Wir müssen etwas gegen die Aids-Panik in der Gesellschaft tun

Im Großen und Ganzen sehe ich eine gute Entwicklung hin zu einer realistischen Einschätzung, was die HIV-Infektion, die Infektionsrisiken und die Schutzmöglichkeiten angeht.

Denkst du also, dass das kollektive Trauma der schwulen Generation, die die 80er- und 90er-Jahre durchlebt hat, beendet ist?

Definitiv nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Trauma immer noch sehr tief verankert ist, selbst bei den Jüngeren.

Aber wir als schwule Community können uns hier langsam und in kleinen Schritten immer weiter herausarbeiten.

Jeder Einzelne kann da seinen kleinen Beitrag in seinem Umfeld leisten, und so auch die alten Bilder und die damit einhergehende Panik in Sachen HIV und Aids in der Gesamtgesellschaft verändern.

Wie zeigen sich diese Folgen des kollektiven Traumas deiner Ansicht nach?

Man ignoriert Fakten. Da ist zum Beispiel eine übertriebene Angst vor dem Restrisiko, das bei der PrEP oder angeblich sogar beim Schutz durch Therapie besteht.

Zugleich aber nimmt man nicht wahr, dass das Kondom auch nicht hundertprozentig vor HIV schützt.

In den 90er-Jahren wurde das Kondom als die ultimative Lösung für alles propagiert. Das hat nicht nur die damalige Generation geprägt, sondern auch die nachfolgende. Andere Formen der Prävention haben es deshalb noch immer schwer.

Langzeitpositive und jüngere Positive haben gemeinsame Interessen

Wie erlebst du das Miteinander mit Langzeitpositiven?

Ich habe gerade bei meiner Arbeit im Umfeld von Aidshilfen und in der Selbsthilfe Männer aus dieser Generation kennengelernt. Dort habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten von ihnen mit dieser für sie schweren Zeit abschließen konnten.

Wir wollen trotz der Infektion ein gutes und normales Leben führen

Diese Erlebnisse haben ihr Leben geprägt und sicher auch zu ihrem Engagement innerhalb der schwulen Community oder in der Aidshilfe geführt.

Ich habe mit ihnen eigentlich immer einen guten Kontakt und wir arbeiten gut zusammen, denn es gibt gemeinsame Ziele und Aufgaben, die uns allesamt hier und heute verbinden.

Es gibt aber offensichtlich auch andere Erfahrungen?

Eine HIV-Infektion muss schon seit etwa 20 Jahren kein Todesurteil mehr sein.

Klar war dies ein steiniger, langer und schwerer Weg, den viele, die damals infiziert wurden, nicht überlebt haben. Auch haben viele unter den massiven Nebenwirkungen der Medikamente leiden müssen.

Ich finde, die heutigen Jungpositiven sollten das immer im Hinterkopf behalten, gerade auch im Kontakt zu Langzeitpositiven.

Das bedeutet für mich nicht, dass ich ihnen gegenüber „dankbar“ sein muss, weil ich heute Medikamente ohne Nebenwirkungen bekomme. Du kannst die heutige Realität von HIV aber nur gestalten, wenn du das „alte Aids“ und die Geschichte dazu verstanden hast.

Was uns „Küken“ und „Dinos“ verbindet, ist die gute Lebensqualität, welche wir alle durch die nebenwirkungsarmen und hochwirksamen Medikamente heutzutage haben.

Ebenso nutzen wir die Pillen aus demselben Grund: Wir wollen trotz der Infektion ein gutes und normales Leben führen können!

Alte Bilder von Aids werden schon viel zu lange verbreitet

Du sagst indirekt, dass manche „Dinos“ mit dieser Phase ihres Lebens nicht abgeschlossen hätten.

Ja, ich habe einige Leute erlebt, die von der Vergangenheit einfach nicht loskommen.

Die Dinge haben sich geändert, und zwar zum Besseren

Ich habe Respekt vor dem, was sie erlebt und durchlitten haben. Aber diese Gespräche drehen sich oft nur im Kreis und bringen die Sache einfach nicht weiter.

Wir können aus diesen Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft lernen, doch dazu muss man eben auch den Schritt aus der Vergangenheit heraus machen. Das vermisse ich bei manchen einfach.

Ich möchte mich endlich von den alten Bildern von Aids und Tod verabschieden. Die Bilder der Krise wurden und werden schon viel zu lange immer wieder verbreitet und zementiert.

Wie sehen das andere deiner Generation? Interessieren sie sich für diese „Geschichten von damals“?

Ich denke schon, das ist ja nicht zuletzt auch ein wichtiger Teil unserer gemeinsamen Geschichte.

Aber es genügt eben, wenn man diese Geschichten ein- oder zweimal gehört und verstanden hat.

Bei Überlebenden der Aidskrise kann das vielleicht so ankommen, als interessieren sich die Jüngeren nicht für das Leid ihrer Generation.

Ich erinnere mich vor allem an eher trotzige Reaktionen. Ob da vielleicht auch Enttäuschung dahintersteckt, kann ich nicht beurteilten, aber ich kann es mir gut vorstellen.

Ich versuche immer möglichst offen zu sein, versuche aber auch, das Positive zu zeigen: Du hast überlebt, und einige deiner Freunde und Bekannten sicherlich auch. Die Dinge haben sich geändert, und zwar zum Besseren.

Vielen Dank für das Gespräch!

*Dieser Text ist Teil eines Dossiers zum Trauma Aids. Hier eine Übersicht über die Beiträge:

Marihuana Aktien - Informationen zu Cannabis InvestmentsAuroras Spin-Off Australis Medical Inc. bald an der CSE

Aurora Cannabis will mit seiner Tochtergesellschaft Australis Capital Inc. im September an die CSE  Kanadischen Aurora-Aktionäre sehen sich einem Tauschangebot gegenüber: Für jeweils 34 Aurora-Aktien, erhält man im Tausch jeweils eine Unit (Aktie) von Australis Capital Inc. und zudem eine einjährige Kaufoption mit Basispreis 0,25 $. Ausländische Anteilseigner werden über eine Barzahlung kompensiert, die natürlich versteuert wird. Weitere Infos hier. Das Handelssymbol an der CSE soll lauten: CSE:AUSA Die Privatplatzierung […]

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Leafly Deutschland NewsAnbau von Cannabis: Wieso ein neues Verfahren?

Die FDP-Fraktion im Bundestag hat eine Kleine Anfrage zum Anbau von Medizinalhanf gestellt. Hierbei geht es um die erneute Ausschreibung. Darin fragt sie die Regierung unter anderem:

„Aus welchen Gründen wurde die Ausschreibung zum Vergabeverfahren „Anbau, Weiterverarbeitung, Lagerung, Verpackung und Lieferung von Cannabis zu medizinischen Zwecken“ komplett aufgehoben? Welche Alternativen gab es zu dieser Entscheidung und warum wurden diese nicht weiterverfolgt?“

17 Fragen rund um den Anbau von Medizinalcannabis

Insgesamt stellen die FDP-Abgeordneten um Dr. Wieland Schinnenburg, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik, 17 Fragen zum Anbau von Medizinalcannabis. Beispielsweise wann bei der neuen Ausschreibung mit einer endgültigen Vergabe des Auftrags zu rechnen sei. Auch wann die Regierung mit dem Anbau von Cannabis in Deutschland sowie der ersten Ernte rechnet, wollen die Liberalen noch einmal wissen.

Das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) hatte bereits bekannt gegeben, dass es plant, ab 2020 Cannabis aus deutschem Anbau den Patienten zur Verfügung zu stellen. Leafly.de berichtete.

FDP fragt nach Anzahl der Cannabis-Patienten

„Welche Anzahl an Patienten werden aktuell in Deutschland mit Medizinalcannabis behandelt und wie hat sich deren Anzahl seit der Zulassung von Medizinalcannabis entwickelt?“

Konservative Schätzungen auf Grundlage von Krankenkassendaten kommen derzeit auf 12.000 bis 14.000 Cannabis-Patienten. Leafly.de berichtete. Darüber hinaus fragen die Liberalen, ob die Bundesregierung davon ausgeht, „dass die ausgeschriebene Menge von 2.600 kg Medizinalcannabis pro Jahr erhöht werden muss“.

Import von Medizinalhanf: Mengen und Kosten

Die FDP erkundigt sich nach den Importerlaubnissen für Medizinalhanf. So wollen sie wissen, wie viel Importeure aufgrund der gestiegenen Nachfrage beantragt haben, die Liefermengen zu erhöhen.

Ebenfalls interessiert sich die FDP für die Kosten, die sich durch den Import von Medizinalhanf ergeben:

„Welche Kosten entstehen der Bundesregierung und den Krankenkassen aktuell durch den Import von Medizinalcannabis pro Jahr und wie werden sich diese Kosten voraussichtlich entwickeln?“

Schafft dagegen der Anbau von Cannabis in Deutschland Einsparungen? Dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Cannabis als Medizin rasant ansteigen, hatte kürzlich erst der GKV-Spitzenverband mitgeteilt.

Ob die Kleine Anfrage der FDP neue Informationen bringen wird, bleibt abzuwarten. Wir von Leafly.de werden das Thema jedenfalls verfolgen und berichten, sobald die Antwort der Bundesregierung vorliegt.

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenEndlich GUTES Cannabis aus der Apotheke!

++Qualitätssteigerung von Pedanios++
Liebe GreenGermany-Homies, liebe Cannabis-Patienten, ich freue mich über eine deutliche Qualitätsverbesserung aus der Apotheke berichten zu können!:)
Pedanios 18/1 wird heute getestet.
Leider macht auch in diesem Fall, die Firma Pedanios nur unzureichende Angaben bezüglich Genetischen Hintergrund der Sorte.
(Nach „unbestätigten“ Angaben, soll es sich um OG#18 handeln)
Mit meiner kleinen „Review“ hoffe ich aber einen kleinen Einblick über die Sorte geben zu können
Wir wünschen viel Spaß mit der neuen Folgen & eine erfolgreiche Woche 🙏
Beste Grüße
Timm 😊
***

In dieser Sendung werden Handlungen erwähnt und/oder gezeigt, die in Deutschland für bestimmte Personen illegal sind.
Der Besitz, Handel, Erwerb, und die Produktion von Cannabis sind in Deutschland für die meisten Menschen illegal und stellen eine Straftat dar.
GreenGermany will seine Zuschauer informieren und aufklären. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die betreffenden Handlungen nicht nachgeahmt werden sollen.
***

Instagram: https://www.instagram.com/green.germany/
Facebook: https://www.facebook.com/gg.greengermany/

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Hanf Journal NewsDresdner Polizei startet Offensive im Anti-Cannabis-Krieg

    Aktueller Kriegsbericht über das Schlachtgeschehen im Elbtalkessel         Eine Glosse von Sadhu van Hemp     Dresden ist ein gefährliches Pflaster für Menschen, die anders leben, denken und aussehen, als die sächsische Volksseele erlaubt. Im „Florenz des Nordens“ herrscht ein deutsch-völkischer Geist, der das öffentliche Leben bestimmt und jedem freiheitsliebenden…

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Leafly Deutschland NewsZusatznutzen von Sativex bei MS-bedingten Spastiken

Im Deutschen Ärzteblatt wurde jetzt berichtet, dass für Patienten, die an Multiple Sklerose (MS) und damit einhergehenden mittelschweren bis schweren Spastiken und Krämpfen leiden, das Mundspray Sativex, ein Extrakt aus Cannabis, das die Cannabinoide Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) enthält, seit Mai 2011 zugelassen und wirksam ist.

MS und Spastiken – was ist das eigentlich?

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die nicht heilbar ist. Das eigene Immunsystem schädigt hierbei die Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark. Infolge dessen kann es zu Schmerzen in Armen und Beinen, Gefühlsstörungen, Krämpfen, Lähmungen, Zittern und Schwindel kommen.

Dabei verläuft die Erkrankung meist in Schüben mit beschwerdefreien Intervallen zwischen den einzelnen akuten Krankheitsphasen. Bei einigen Betroffenen sind Teile der Muskulatur oder auch ganze Körperbereiche dauerhaft gelähmt oder verkrampft. Solche, von Gehirn oder Rückenmark ausgehenden Krämpfe, werden auch als Spastiken bezeichnet.

Lange wurde in Cannabis Sativa kein Zusatznutzen gesehen

In den Jahren 2011/2012 hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) geprüft, ob Cannabis gegenüber der Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet. Damals verneinte das IQWiG dies. Im Juni 2012 sah dann aber der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Diese Entscheidung wurde auf drei Jahre befristet. Bis zum Mai dieses Jahres wurde diese Befristung dreimal verlängert.

IQWiG prüft neue Datenlage

Das IQWiG hat jetzt die Datenlage neu geprüft und kommt zu einem anderen Ergebnis als noch vor sechs Jahren. Nun ergibt die Studienlage einen Anhaltspunkt für den Zusatznutzen von Cannabis im Vergleich zu einer Standardtherapie. Für die Bewertung wurden zwei Studien mit 163 Teilnehmern herangezogen. Eine Hälfte der Teilnehmer erhielten Sativex, während die andere Hälfte ein Placebo bekam. Zusätzlich bekamen alle Teilnehmer eine Therapie mit Dantrolen, Tizanidin und Baclofen. Nach drei Monaten zeigen sich dann folgende Ergebnisse:

  • Es fanden sich Hinweise, dass Sativex Muskelkrämpfe lindern kann. So besserten sich die Spastiken bei 85 bis 93 von 100 Personen. Ohne Cannabis war das bei ungefähr 41 bis 66 von 100 Personen der Fall.
  • Die Ergebnisse deuten bei Frauen auf einen Vorteil hin. Denn Frauen, die Cannabis nutzen, hatten weiniger Schmerzen durch die Spastiken als Frauen, die keine Cannabis-Behandlung bekamen. Hingegen zeigte sich bei Männern kein Unterschied.

Im Deutschen Ärzteblatt wird zu den Ergebnissen ausgeführt:

„… Neben diesen beiden positiven Effekten in der Endpunktkategorie Morbidität – einer nur bei Frauen – zeigen die Daten laut IQWiG keine negativen Effekte für THC/CBD im Vergleich zu einer optimierten antispastischen Standardtherapie.“

Der G-BA wird über das endgültige Ausmaß des Zusatznutzens entscheiden. Hier fließen neben der Nutzenbewertung des IQWiG noch die Dossiers der Hersteller sowie eine Stellungnahme der Ärzteschaft mit ein.

Mehr zum Thema MS auf Leafly.de

Patienten finden hier hilfreiche Adressen

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenMDMA – Mein größter Fehler? – Ich zerstöre mich selbst

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Das ist ein Video für Menschen die das Thema Dr0ge.n interessant finden.

KEINE GEWÄHR, DASS ALLE INFORMATIONEN IN DIESEM VIDEO STIMMEN! DIE MEISTEN INFORMATIONEN HABE ICH AUS DEM INTERNET, DA KANN ES SEIN, DASS MAL ETWAS NICHT GANZ RICHTIGES DABEI IST.

Ich möchte hier niemanden dazu motivieren Dr0ge.n zu nehmen. Dieser Kanal ist nur eine realistische Dr0g.enaufklärung in der ich genau sage, wie es wirklich ist.
Er ist vorallem für Leute da, die sowieso schon Dr0ge.n nehmen, damit diese den Konsum weniger Risikoreich betreiben wollen.

Nehmt keine Dr0ge.n, vorallem nicht wenn Ihr noch minderjährig seid, denn für nicht ausgewachsene Hirne sind Dr0ge.n sehr viel schädlicher.

Hanf Journal NewsDer fromme Dealer

  Überlebensratgeber für Westafrika von Christof Wackernagel     Afrika, Kontinent des Elends und der Lebensfreude. Mali, das Herz Westafrikas, eines der ärmsten Länder der Welt, kulturell das reichste. Malis Hauptstadt Bamako, Ausrichter einer international beachteten Foto-Biennale, vor allem aber das Mekka der Weltmusik. Ob Bono, Ginger Baker oder Paul Mc Cartney: alle pilgern sie…

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenCannabiskongress 2018 — JETZT KOSTENLOS ANMELDEN! #038

Cannabiskongress 2018

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Vom 25.08. – 01.09.2018 findet der erste deutsche online Kongress rund um das Thema Cannabis als Medizin statt.

An 7 Tagen präsentieren 16 Speaker aus den Bereichen Medizin, Business, Politik und Industrie wertvolle Informationen rund um das Thema Cannabis.

Neben Ärzten, Rechtsanwälten und Vertretern der Medien und der Polizei, werden auch Start-Up Gründer einen Einblick in Ihr Business geben.

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Auf dem Canna Health Care Kanal gibt es erklärende und aufklärende Informationen Rund um das Thema Cannabis, im Speziellen Cannabis als Medizin und Cannabis als Rohstoff.
Mein Ziel ist es in der Gesellschaft ein objektives Verständnis zum Thema Cannabis zu schaffen und das Stigma mit dem das Thema behaftet ist aus dem Weg zu räumen, sowie den Blick über den Tellerrand hinaus frei zu machen und zu schärfen.
Außerdem möchte ich Patienten behilflich sein einen passenden Arzt und eine Apotheke zu finden, solang das Thema noch so kompliziert ist, wie es sich zur Zeit darstellt.

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Hanf Journal NewsVerpackungsmaterial von legalem Marihuana wird zum Problem

  Ein ökologisch wertvolles Naturprodukt verschmutzt die Umwelt.     Alles ist besser als die Prohibition von Cannabis. Jedoch hat sich unter den kapitalistischen Umständen in den US-Bundesstaaten, welche Marihuana zum Freizeit- oder Medizinalkonsum erlaubt haben, eine Industrie gebildet, die die Freigabe von Hanf leicht argwöhnisch betrachten lässt. Aufgrund der oft sehr aufwendig gestalteten Markenprodukte…

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Blog der Aidshilfe DeutschlandRespekt und Würde für HIV-Langzeitüberlebende

HIV-Langzeitüberlebende haben viel mitgemacht und oft auch körperliche und seelische Schäden davongetragen. Wir haben mit Tez Anderson gesprochen, Gründer der Aktivist_innengruppe „Let’s Kick ASS“.*

ASS steht für AIDS Survivor Syndrome, die traumatisierenden Erfahrungen der Aids-Überlebenden. „Kick ass“ heißt im Englischen so viel wie „super, klasse“, aber „kick in the ass“ ist auch ein „Tritt in den Hintern“ – man soll dem Syndrom also gewissermaßen in den Hintern treten.

Tez Anderson, vor fünf Jahren haben Sie in San Francisco Let’s Kick ASS ins Leben gerufen – ein Wortspiel rund um den Begriff „AIDS Survivor Syndrome“, den Sie geprägt haben. Was steckt dahinter?

Ich war der Überzeugung, dass wir als Community ein Wort dafür brauchten, was wir um uns herum gesehen und durchlebt haben.

HIV-Langzeitüberlebende haben viel durchgemacht

Was haben Sie denn durchlebt?

1986 hat man mir gesagt, dass ich noch zwei Jahre zu leben habe – da war ich 26.

Dann bekam ich wieder zwei Jahre. Und noch mal zwei.

Ich habe über Jahrzehnte hinweg mein Sterben geplant

Ich gehöre zu denen, die über Jahrzehnte hinweg ihr Sterben und nicht ihr Leben geplant haben.

Kurz bevor ich fünfzig wurde, packte mich dann eine Art Midlife-Crisis: Was, wenn ich am Ende siebzig werde? Darauf bin ich doch gar nicht vorbereitet! Ich habe keine Rentenansprüche, keine Ersparnisse…

Tez Anderson HIV-Langzeitüberlebende

Tez Anderson (Bild: privat)

Das war eine ziemlich düstere Zeit!

Viele Menschen mit HIV haben Depressionen, aber meine ging sehr tief.

Ich war verängstigt, konnte nicht schlafen und wenn doch, dann hatte ich entsetzliche Albträume.

Ich hatte das Gefühl, man habe mich betrogen, ich hätte mein Leben aufgegeben und meine Zukunftsperspektiven begraben.

Das machte mich furchtbar wütend, und damit habe ich eine Reihe Leute vor den Kopf gestoßen.

Ich verlor den Bezug zur Außenwelt, hatte Angst rauszugehen, verließ tagelang das Haus nicht.

Wegen der Depression und der Schlafstörungen wurde ich behandelt, aber die Therapeutin sah die Zusammenhänge nicht.

Und dann sah ich eines Abends eine Sendung über das Posttraumatische Stress-Syndrom bei Kriegsveteranen – und die hatten alle Symptome, die ich auch hatte.

Auch HIV-Langzeitüberlebende sind durch eine Art Krieg gegangen

Hat Sie das überrascht?

Natürlich hatte ich schon davon gehört, aber mit einem Mal machte es Klick, und ich dachte mir: Du bist auch durch eine Art Krieg gegangen.

In San Francisco ging es 1986 zu wie im Krieg. Die Leute starben wie die Fliegen.

Wir waren in ständiger Todesangst, es gab keinen Ausweg

Jedes Mal, wenn jemand starb, dachte ich, ich bin der Nächste! Wir waren in ständiger Todesangst, es gab keinen Ausweg.

In diesem Moment wurde mir klar, dass alles damit zu tun hatte, dass ich die Aids-Epidemie überlebt habe.

Es ging nicht nur um meine eigene HIV-Erkrankung, es ging um das größere Bild, die Epidemie als Ganzes.

So kam ich auf den Begriff AIDS Survivor Syndrome. Ein Begriff für uns, die wir überlebt haben.

Die als HIV-Langzeitüberlebende angefangen haben, die immer glaubten, ihre Tage seien gezählt – und dann, als wir merkten, dass unsere Tage nicht gezählt sind, ins Trudeln gerieten.

Was haben Sie mit der Erkenntnis angefangen?

Ich habe mit Freunden darüber gesprochen, mit anderen Langzeitüberlebenden. Die sagten: Das geht mir genauso!

Dann kam Ende 2012 der Aids-Aktivist Spencer Cox ins Krankenhaus und starb dort innerhalb weniger Wochen an den Folgen von Aids.

Ich fragte mich: Was muss los sein, wenn jemand wie er, der all dieses Wissen und Ressourcen zur Verfügung hat, an den Folgen von Aids stirbt?

Kurz nach seinem Tod fanden Freunde heraus, dass er seit einem halben Jahr seine Medikamente nicht genommen hatte. Und ich dachte: Das kommt dir bekannt vor!

Viele Aids-Überlebende haben ähnliche Erfahrungen

Das war der Auslöser?

Ja, auf seiner Beerdigung sprach ich mit Freunden und beschloss dann, in San Francisco ein Treffen zu veranstalten. Von meiner Invalidenrente habe ich einen Saal gemietet – und 250 Leute sind gekommen!

Von da an ging es Schlag auf Schlag. Wir trafen uns monatlich, und ich habe die Website letskickass.hiv entwickelt.

Dann bildeten sich rasch neue Gruppen in anderen Städten, Portland, Palm Springs, Austin. Gerade starten wir in Fort Lauderdale, es gibt eine nichtoffizielle Gruppe in New York und sogar eine in der Kleinstadt Bend in Oregon.

Anfragen kommen nicht nur aus den USA, sondern aus der ganzen Welt.

Warum ist es so wichtig, der Sache einen Namen zu geben? Es gibt ja auch kein Irakkrieg-Survivor-Syndrom. Irak-Veteranen leiden an PTSD.

Für mich hat etwas Selbstermächtigendes, diesen Begriff zu verwenden. HIV-Langzeitüberlebende sind durch eine historisch einzigartige Epidemie gegangen.

Außerdem betrifft das AIDS Survivor Syndrome nicht nur HIV-Positive: Es gibt auch viele Negative, die diese Jahre erlebt haben und davon traumatisiert wurden.

Auch HIV-Negative leiden am AIDS Survivor Syndrome

Das AIDS Survivor Syndrome beschränkt sich nicht auf Menschen mit HIV?

Bei unserem ersten Treffen hatten wir einen HIV-Negativen dabei, eben weil er einen so starken Bezug zum Thema hatte.

Da gibt es die Krankenschwestern und -pfleger, die Betreuer_innen, die Menschen, die fast alle ihre Freunde verloren, ihre Liebhaber beerdigt haben.

Wir entdeckten eine Stärke, von der wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten

Es geht in erster Linie darum, dass wir gemeinsam durch diese furchtbare Zeit gegangen sind.

Dazu kommt – und das ist ein wichtiger Punkt –, dass die Aids-Epidemie zu Anfang ja vor allem Menschen betraf, die man verächtlich als Schwuchteln oder Tunten bezeichnete.

Wir entdeckten eine Stärke, von der wir gar nicht wussten, dass wir sie hatten.

Wir standen füreinander ein, kümmerten uns umeinander, kämpften gemeinsam.

Die Epidemie hat uns krank und schwach gemacht und dezimiert.

Aber aus der Krise ist auch eine starke und enge Community entstanden.

Wir sind gemeinsam da durch.

Das hört man ja öfter: Die Aids-Krise hat uns sichtbarer und stärker gemacht. Ist das wirklich so?

Die traurige Seite ist: Als Aids von einem Todesurteil zu einer behandelbaren chronischen Krankheit wurde, verlor das Thema auch seine Dringlichkeit.

ACT UP und die Strukturen, die wir um uns herum errichtet hatten, begannen sich aufzulösen.

Alle machten Urlaub voneinander. Ich glaube, wir hatten nach all den Jahren des Kampfes auch ein bisschen die Schnauze voll voneinander.

Viele von uns kämpften wie ich mit der Frage: Was ist jetzt mein Sinn im Leben?

Okay, zu Anfang musste ich noch damit klarkommen, dass ich nicht sofort sterbe, aber danach?

„Du hast deine Medikamente, worüber beschwerst du dich?“

Die Schwulen machten mit der Homo-Ehe weiter und nutzten die Netzwerke und Strukturen, die wir aufgebaut hatten – Aids wurde beiseite gewischt. Du hast deine Medikamente, worüber beschwerst du dich…

Aber zu uns gehörten auch heterosexuelle Frauen, Schwarze und Weiße, Trans* Menschen, Menschen, die schon mit HIV geboren wurden.

Wir alle hatten Freund_innen verloren, die uns lieb waren, doch plötzlich war das alles kein Thema mehr, und das kam uns sehr respektlos vor.

Was bleibt?

Also geht es bei „Let’s kick ASS“ auch darum, dass wir als Community unsere „Veteranen“ schlecht behandeln? Ich erinnere mich an den Artikel „Last Men Standing“, der ja auch beschreibt, wie Langzeitüberlebende von der Welt und der Community vergessen werden.

Mir gefällt der Artikel sehr, aber bis heute wird unsere Geschichte nicht bis zum Ende erzählt. Klar gibt es das Elend, die Trauer, aber es fehlt der Rest: Die Stärke, die Weisheit und das Wissen, die wir erworben haben, das wird alles nicht erzählt.

Schreiben also die Let’s-Kick-ASS-Gruppen das letzte Kapitel dieser Geschichte selbst und geben es sozusagen an die nächste Generation weiter?

Ich sehe nicht, dass mein Lebenswerk der Nachwelt erhalten bleibt. Das AIDS Survivor Syndrome wird mit meiner Generation aussterben.

Bis dahin aber möchte ich den Überlebenden dieser Epidemie den Platz in unserer Gesellschaft geben, der ihnen gebührt.

Es wäre schön, wenn wir den Aids-Überlebenden den gleichen Respekt und die gleiche Würde zuteilwerden ließen wie Überlebenden anderer Gräuel.

Wir haben etwas erlebt, das einzigartig und tiefgreifend war – a fucking big deal!

Tez Anderson, vielen Dank für das Gespräch!

*Dieser Text ist Teil eines Dossiers zum Trauma Aids. Hier eine Übersicht über die Beiträge:

Hanf Journal NewsMortlers irreführende Argumentation

  Feuer auf Marlene Mortler     Beitrag von Hans Cousto   Zur Sommersonnenwende, den 21. Juni 2018, gab das Büro der Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) eine Pressemitteilung unter dem Titel „Neue BZgA-Daten zum Cannabiskonsum zeigen deutlichen Anstieg bei jungen Männern“ heraus. In dieser Pressemitteilung heißt es: „Zum Weltdrogentag am 26. Juni 2018 warnen die…

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Marihuana Aktien - Informationen zu Cannabis InvestmentsProvince Brands of Canada bald an der TSX-Venture

Province Brands of Canada will via Reverse Merger an die TSX-Venture Das kanadische Unternehmen „Province Brands of Canada“, das eine Reihe alkoholfreier Biere und Spirituosen mit Cannabis entwickelt hat, darunter das weltweit erste aus der Cannabispflanze gebraute Bier, hat über eine Series-A Finanzierungsrunde 10,95 Millionen US-Dollar einsammeln können. „We are honoured to have such tremendous support from our investors and we will invest the majority of the new funds into […]

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Hanf Journal NewsAusschreibungsverfahren der Cannabisagentur fast als unnütz bezeichnet

  FDP nervt Bundesregierung mit Fragen über geplanten Medizinalhanfanbau.     Da das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bei dem ersten Ausschreibungsverfahren für die geplante Produktion von medizinischem Cannabis leider nicht ganz koschere Methoden anwandte, startete ein zweites Verfahren, welches jedoch die Vergabe der Lizenzen frühestens Mitte 2019 vorsieht. Aus diesem Grund lässt sich nicht…

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Blog der Aidshilfe DeutschlandVerwundete Seelen

Ihre Freund_innen sind gestorben, sie selbst sind am Leben geblieben und kämpfen oft mit der Vergangenheit. Im kalifornischen Palm Springs will eine Selbsthilfegruppe für Aids-Langzeitüberlebende sie aus der Isolation holen.*

„Vor 32 Jahren hätte ich sterben sollen, und ich tat es einfach nicht“, sagt Neal. „Stattdessen wurde diese Wohnung zu meinem Grab, in dem ich lebe.“

Neal Beitrag Verwundete Seelen

Neal ist Langzeitüberlebender aus Palm Springs

Ich schaue mich darin um: ein paar einfache Möbel, ein Kratzbaum, auf dem sich ein Rehpinscher-Geschwister-Trio aufhält, auf dem Esstisch eine Menora aus Draht. Ein bisschen unaufgeräumt ist es in den zwei Zimmern, und ziemlich düster wegen der riesigen Grünpflanzen im Vorgarten, die alle Fenster überwuchern.

Neal ist Langzeitüberlebender. 1985 erfuhr er von seiner HIV-Infektion. Er war gerade mal Anfang zwanzig und arbeitete in einer Schwulensauna im kalifornischen San José. Er war klein und schmächtig und hatte damals das Gefühl, allein schon wegen seines Jobs „für die meisten anderen Schwulen ganz unten zu stehen“.

1987 erkrankte er und wurde von seiner Familie vor die Tür gesetzt. 1992 lernte er seinen bis heute einzigen Partner kennen. 1996 wurde die hochwirksame Kombinationstherapie gegen HIV eingeführt, und ein (Über-)Leben mit HIV und Aids war auf einmal möglich. Mit der neuen Perspektive im Gepäck zogen er und sein Partner zwei Jahre später nach Palm Springs – weil sie kaum Geld hatten und die Wohnungen in der Wüstenstadt günstig waren.

Rückzug in die Isolation

2007 entwickelte sein Partner eine HIV-assoziierte Demenz und verließ ihn kurz darauf. „Da fühlte ich mich wie ans Kreuz genagelt und auf den Hügel gestellt, damit mich alle sehen können“, sagt Neal.

„Ich wollte gar nicht mehr das Haus verlassen, wurde zum Messie“

„Ab dem Zeitpunkt lebte ich so zurückgezogen, dass es mir schwerfiel, überhaupt noch das Haus zu verlassen. Ich habe niemanden gesehen und niemanden getroffen. Ich wurde zum Messie, aber ich machte mir das überhaupt nicht klar. Den sich ausbreitenden Geruch roch ich nicht. Am Eingang stapelte sich der Müll, aber ich konnte mir einfach nicht mehr helfen.“

Vor einem Jahr lernte Neal schließlich auf einer Datingplattform einen anderen Langzeitüberlebenden kennen. Er erzählte ihm von einer Gruppe, die sich regelmäßig in Palm Springs traf und die Neals Leben verändern sollte. Ihr Name: „Let’s kick ASS“.

„Let’s kick ASS!“ – Selbsthilfegruppe für Aids-Langzeitüberlebende

ASS steht für „AIDS Survivor Syndrome“ (auf Deutsch: Aids-Überlebenden-Syndrom): ein Begriff, den der Aids-Aktivist Tez Anderson geprägt hat (LINK mehr zu ASS siehe hier Interview mit Tez Anderson). „Let’s kick ASS“ ist ein Wortspiel. Auf Englisch bedeutet der Ausruf sowohl „Lasst uns etwas Tolles machen!“ als auch „Lasst uns AIDS Survivor Syndrome besiegen!“.

Im Dezember 2014 wurde die Gruppe in Palm Springs von Jeff Taylor mitgegründet, einem lokalen Aids-Aktivisten, der durch seine Kontakte nach San Francisco von ASS gehört hatte. Er lud Tez Anderson zu einem Vortrag nach Palm Springs ein. Diesem ersten Aufruf folgten über 60 Menschen.

„Was sie jahrelang verdrängen konnten, rächt sich irgendwann“

„Nach diesem ersten Event trafen wir uns zunächst einfach so zum Kaffee“, berichtet Jeff. Allein das half vielen. „Die Leute werden älter, und was sie jahrelang verdrängen konnten, rächt sich irgendwann. Wir merkten dann schnell, dass einige der Teilnehmenden weitergehende Hilfe brauchten. Die Chefpsychologin des örtlichen LGBT-Zentrums, Jill Gover, hatte die Krisenjahre in San Francisco miterlebt und sorgte dafür, dass eine geschlossene Therapiegruppe entstand, die an „Let’s kick ASS“ anschloss – für alle, die mehr brauchten als eine Selbsthilfegruppe.“

Monatliche Treffen und private Dinner-Partys

In Palm Springs haben heute über dreihundert Menschen den Newsletter der Gruppe abonniert. Die meisten von ihnen sind HIV-positiv. Etwa zwanzig bis dreißig Leute kommen zu den monatlichen Treffen in einem Café oder einer Eisdiele, sechzig bis hundert zu den „Potlucks“ – private Dinner-Partys, die zum Beispiel in den Gemeinschaftsräumen der typisch kalifornischen Wohnanlagen stattfinden und zu denen alle etwas zu essen mitbringen. Dort schaut man dann bei Barbecue und Salaten die Oscarverleihung oder relaxt im Swimmingpool.

„Dass wir überhaupt reden, ist schon etwas Besonderes“

Neal ging zur Gruppe, ohne zu wissen, wofür ASS überhaupt steht. Er hatte sich erst mal nur vorgenommen, „es bis dorthin zu schaffen und durch die Tür zu kommen“, erzählt er. „Ich brachte Blumen mit und war sehr nervös. Ich hatte ja keine Ahnung, was mich in der fremden Wohnung erwartete. Es gab Namensschilder, und ein paar Leute sprachen mich an.“

Intimität ist wichtig in der Gruppe. Viele sprechen über Aids, über Medikamente zum Beispiel, und vergleichen Nebenwirkungen. Daneben spricht man über Politik und Klatsch. „Dass wir überhaupt reden, ist schon etwas Besonderes“, sagt Neal. „Die meisten von uns kommen doch sonst gar nicht aus dem Haus! Wir haben die Schotten dicht gemacht und gehen mit unserem Schiff unter – wie der alte Seemann im Film ‚Der Sturm‘ – und das ist unser Leben.“

Aids-Langzeitüberlebende sind vom Schweigen geprägt

Auch Jim, 52 Jahre alt, ging es so. Sein Leben ist geprägt von der Krankheit und ihren Folgen. Vor allem aber vom Schweigen darüber. Jim wurde als Jugendlicher missbraucht. Sein Lehrer infizierte ihn mit HIV, als er 15 war. In dem kleinen Ort, neunzig Autominuten nördlich von New York, ist er nicht das einzige Opfer.

Jim sagte lange Zeit nichts. „Ich erlebte das ganze typische Missbrauchsszenario: ‚Du sagst es niemandem oder ich bringe dich um‘ und ‚Ich räche mich an deiner Schwester‘.“ In der kleinen Stadt in der Nähe von Albany kennen sich alle, also hielt Jim den Mund.

„Der Mann, der mich missbraucht hat, erzählte mir von all diesen verkorksten Sachen, die er in New York machte. Dort hatte er sich auch infiziert. Daneben hatte er natürlich noch eine Frau und zwei Kinder. Er kannte meine ganze Familie, joggte in der Gegend, wo ich wohnte. Ich kannte vier andere Jungs im Ort, die auch alle von ihm infiziert wurden.“

„Ich hatte meine Depression erst nicht verstanden“

Erst seitdem Jim bei „Let’s kick ASS“ dabei ist, kann er nicht nur über sein Schicksal als Langzeitüberlebender sprechen, sondern auch über den Missbrauch, mit dem alles begann.

Der Begriff ASS war für ihn der Schlüssel: „Ich habe mich zwar immer als jemand gefühlt, der Aids überlebt hat“, sagt er, „aber mit dem Wort Syndrom dahinter bekam es einen anderen Kontext. Die psychologische wurde zu einer medizinischen Frage. Ich hatte meine Depression nicht verstanden, aber jetzt weiß ich, dass es vielen Aids-Überlebenden so geht. Allein das bewirkt, dass ich mich besser fühle. Ich begreife endlich, was mit mir vorgeht.“

Erste wissenschaftliche Erkenntnisse über das AIDS Survivor Syndrome

Und auch die Wissenschaft beginnt, das Phänomen ASS zu untersuchen. Die „Multicenter AIDS Cohort Study“ (MACS), eine empirische Langzeitstudie zum Thema Aids in den USA, befragte Teilnehmende im letzten Jahr erstmals spezifisch zu Symptomen, die mit ASS einhergehen sollen: Depressionen, Isolation oder auch wiederkehrende Wut.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten berichtete von mindestens einem der Symptome, rund ein Fünftel von mehr als dreien. Die Symptome betrafen dabei nicht nur HIV-Positive, sondern auch HIV-Negative, sofern sie die Krisenjahre vor Einführung der Medikamente miterlebt hatten. Vieles spricht also dafür, dass das Aids-Überlebenden-Syndrom tatsächlich existiert, auch wenn die Forschungen des Teams um den Mediziner Ron Stall von der Universität Pittsburgh noch vertieft werden müssen.

„Schuldgefühle, weil so viele Freunde starben“

Jim sind solche Beweise egal. Er ist sich sicher: ASS existiert. Als er auf dem Gründungstreffen der Palm-Springs-Gruppe zum ersten Mal das Wort hörte, wusste er: Das bin ich! „Ich ging durch die Liste der Symptome, und Tez Anderson sah, wie ich sie an den Fingern abzählte. Er fragte mich: ‚Wie viele?‘ Und ich sagte: ‚alle!‘ Isolation. Geheimnistuerei. Verleugnung. Schuldgefühle, weil so viele Freunde starben. Alkohol und Drogen.“

Jim sagt: „Dank der Gruppe weiß ich jetzt, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht, dass ich nicht so verrückt bin, wie ich dachte. Es brauchte ein Jahr, bis ich herausfand, wie verheerend die Isolation für mich war. Dabei hatte ich sie nicht bewusst gesucht. Ich hatte einfach so viele Freunde verloren und daher Angst, mich mit jemandem anzufreunden, denn ich wollte niemanden mehr verlieren. Und so hatte ich eine Liste von Ausflüchten, warum ich nicht ins Kino oder zum Kaffeetrinken mitgehen konnte.“

Neben der Einsamkeit spürte er auch Wut über die schwule Szene, von der er sich nicht angenommen fühlte: „Letztes Jahr bin ich hier über den Gay Pride gelaufen. Ein Pärchen guckte mich an, rümpfte die Nase und ihr Blick sagte: Warum bist du hier und erinnerst uns an all das Unangenehme?“

Neue Hoffnung

Mittlerweile fallen Jim solche Situationen leichter. Die Treffen von „Let’s kick ASS“ spielen eine große Rolle in seinem Leben. Er hat seine drei besten Freunde dort kennengelernt, mit Crystal Meth und Alkohol aufgehört. „Der klare Kopf erlaubt mir, von meinen Schuldgefühlen loszukommen. Ich hatte zuvor einfach keine Kontrolle darüber.“

„Allein die Möglichkeit, unsere Leben zu vergleichen, gefällt mir“

Auch Neal ist nach seinem ersten Besuch bei „Let’s kick ASS“ geblieben. „Alleine die Möglichkeit, unsere Leben zu vergleichen, gefällt mir. Natürlich gibt es auch immer ein bisschen Tratsch und Gerüchte in solchen Gruppen, aber damit kann ich leben.“

Vor allem spürt Neal, dass ihn die Gruppe stabilisiert, dass es wieder etwas gibt, worauf er sich freuen kann: „Die meisten meiner langjährigen Freunde sind tot, der letzte starb im August. Ich habe jetzt niemanden mehr, den ich anrufen kann. Ich war aber oft genug bei ‚Let’s kick ASS‘, damit die Leute sich an mein Gesicht erinnern. Und es ist spannend zu sehen, wer sich freut, dass ich da bin, wer sich meiner annimmt. Manche sind noch schüchterner als ich, manche haben viel Wut im Bauch. Wir alle wollen Interaktion, und es sind vielleicht keine engen Verbindungen, die entstehen werden, aber es sind welche. Meine Hoffnung ist, dass ich ein paar gute Freundschaften aufbaue. Da kommen einfach Monat für Monat wunderschöne Menschen mit verwundeten Seelen zusammen.“

*Dieser Text ist Teil eines Dossiers zum Trauma Aids. Hier eine Übersicht über die Beiträge:

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenN° 510 Cannabis World Congress and Business Expo LA | Teil 1

Heute ist Emmi für Euch in LA.
Er ist auf einer der größten Cannabis Fairs in den USA. Es war die Cannabis World Congress and Business Expo 2017 in Los Angeles. Im zweiten Teil geht es im Hollywood Hemp Museum und Netflixs Disjointed Dispensary weiter.

Viel Spaß wünscht das ExzessivTV-Team

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Deutscher Hanfverband NachrichtenSo war die Hanfparade 2018 | DHV-Video-News #175

So war die Hanfparade 2018 | DHV-News #175

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Die Hanfverband-Videonews vom 18.08.2018

Die Tonspur der Sendung steht als Audio-Podcast am Ende dieser Nachricht zum downloaden oder direkt hören zur Verfügung.

  • Videopetition an SPD gestartet
  • So war die Hanfparade
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Die Hanfverband-Videonews vom 18.08.2018

0:27 • Videopetition an SPD gestartet
2:45 • So war die Hanfparade 2018
5:21 • So wird die „Cannabis Normal!“ Konferenz
9:43 • WHO will sich im Herbst weiter mit Cannabis befassen
12:29 • Nachtrag: neue Ausschreibung für medizinischen Anbau in Deutschland
14:31 • Termine

Die Tonspur der Sendung steht hier als Audio-Podcast zum downloaden oder direkt hören zur Verfügung:
https://hanfverband.de/files/dhv_news_175_-_podcast_17_08_2018.mp3

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• Videopetition an SPD gestartet

DHV Youtube, 16.08.2018: Aufruf an SPD & Nahles: Legalisierung jetzt!
https://www.youtube.com/watch?v=CVwyvsxFITg

• So war die Hanfparade 2018

Hanfparade
https://www.hanfparade.de/

Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 11.08.2018: 6000 Teilnehmer fordern auf 22. Hanfparade die Legalisierung von Cannabis
https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/6000-teilnehmer-fordern-auf-22-hanfparade-die-legalisierung-von-cannabis

Tagesschau Youtube: tagesthemen 23:13 Uhr, 11.08.2018
https://www.youtube.com/watch?v=5lJvQuYAW20
– ab Minute 9:05

• So wird die „Cannabis Normal!“ Konferenz

„Cannabis Normal!“ Die Konferenz
https://cannabisnormal.de/

• WHO will sich im Herbst weiter mit Cannabis befassen

Hanfjournal, 15.08.2018: WHO zweifelt an der Cannabis-Prohibition
https://hanfjournal.de/2018/08/15/who-zweifelt-an-der-cannabis-prohibition/

thefreshtoast.com, 14.08.2018: UN Reviewing Marijuana’s Place With International Drug Treaties
https://thefreshtoast.com/cannabis/un-reviewing-marijuanas-place-with-international-drug-treaties/

ganjapreneur.com, 14.08.2018: UN to Review Cannabis’ Status Under International Law
https://www.ganjapreneur.com/un-to-review-cannabis-status-under-international-law/

• Nachtrag: neue Ausschreibung für medizinischen Anbau in Deutschland

DHV, 20.07.2018: Cannabis made in Germany: Ausschreibung zum kommerziellen Anbau gestartet
https://hanfverband.de/nachrichten/news/cannabis-made-in-germany-ausschreibung-zum-kommerziellen-anbau-gestartet

• Termine

http://hanfverband.de/nachrichten/termine

Online Cannabis Kongress 2018
Samstag, 25. August 2018 – 0:00 bis Samstag, 1. September 2018 – 23:59

Halle/Saale: Mahnwache „Aufklärung statt Verbote!“
Samstag, 25. August 2018 – 10:00 bis 22:00

Frankfurt: Cannabis Business Europe 2018
Montag, 27. August 2018 – 9:00 bis Dienstag, 28. August 2018 – 18:00

Frankfurt am Main: Prohibition tötet – Cannabis legalisieren
Dienstag, 28. August 2018 – 19:00 bis 21:00

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Leafly Deutschland NewsChronisch-entzündliche Darmerkrankungen und die lindernde Wirkung von Cannabis

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Neue Cannabis-Studie

Mediziner setzen bereits seit einiger Zeit Cannabis als Medizin als Therapie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) ein. Daher ist bekannt, dass Cannabisprodukte bei Bauchschmerzen, Durchfall und Appetitlosigkeit helfen können. Leafly.de berichtete. Neue Forschungsergebnisse, die kürzlich im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht wurden, erklären erstmals den molekularen Mechanismus, der dafür verantwortlich ist, dass Cannabis bei der Behandlung von CED helfen kann.

Cannabis und chronisch-entzündliche Darmerkrankung

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) ist ein Sammelbegriff, der entzündliche Zustände beschreibt, die den Magen-Darm-Trakt betreffen. Die häufigsten Vertreter sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die chronische Entzündung bei CED führt zu Symptomen wie Bauchschmerzen, blutiger Stuhl und Durchfall. Bei länger anhaltenden Schüben kann es zu Gewichtsverlust, Müdigkeit und Schwäche kommen.

Ältere Studien und Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass Menschen, die Cannabis konsumieren, einen Rückgang der Krankheitssymptome erfahren – und aufrechterhalten können. Cannabis-Konsumenten berichten, dass der Wirkstoff ihnen helfe, „Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen, Krämpfe, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Übelkeit erfolgreich zu bewältigen“.

Biologischer Mechanismus gefunden, wie Cannabis hilft

Was könnte die therapeutische Wirkung von Cannabis als Medizin erklären? Zum ersten Mal ist es Forschern gelungen, den biologischen Mechanismus zu finden, wie Cannabis bei CED die Darmentzündung lindert.

Beth A. McCormick, stellvertretende Vorsitzende und Professorin für Mikrobiologie und physiologische Systeme an der Medizinischen Fakultät der University of Massachusetts in Worcester, USA, hat das Wissenschaftler-Team geleitet.

Wie Cannabinoide die Entzündung stoppen

Wenn der Körper mit einem Krankheitserreger infiziert wird, reagiert er mit der vermehrten Produktion von Neutrophilen. Neutrophile sind Immunzellen, eine Art weißer Blutkörperchen, die zur Bekämpfung von Bakterien dienen. Wenn die Immunzellen jedoch unverhältnismäßig stark reagieren, können sie das Epithel zerstören. Das ist die Schutzschicht der Zellen, die das Innere des Darms auskleidet.

Um die Überreaktion der Immunzellen zu stoppen, werden spezielle Moleküle entsendet und durch das Epithel transportiert, um die Entzündung zu stoppen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dieser Prozess endogene Cannabinoide (Endocannabinoide) benötigt, die natürlicherweise von unseren Körpern produziert werden. Diese Endocannabinoide haben eine ähnliche Wirkung wie die Cannabinoide im Cannabis.

Experimente an Mäusen und menschlichen Zelllinien zeigten dem Forscher-Team: Wenn Endocannabinoide fehlen oder nur unzureichend vorhanden sind, kann der Körper den Entzündungsprozess nicht mehr kontrollieren. Das führt dazu, dass die Neutrophilen die schützende Darmschicht zerstören.

Die Wissenschaftler glauben, dass Cannabis die natürlichen Cannabinoide ersetzt und die gleiche entzündungshemmende Wirkung wie Endocannabinoide hervorruft.

Hoffnung auf neue Medikamente für CED

Prof. McCormick kommentiert die Ergebnisse der Studie: „Zum ersten Mal verstehen wir die Moleküle, die an dem Prozess beteiligt sind, und wie Endocannabinoide und Cannabinoide Entzündungen kontrollieren. Dies gibt klinischen Forschern ein neues Ziel in der Entwicklung von Medikamenten, um Patienten [mit CED] zu behandeln.“

Co-Autor Randy Mrsny, Professor an der Universität Bath, England, gibt zu bedenken: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass dies zwar eine plausible Erklärung dafür ist, warum Marihuana-Konsumenten ihre CED-Symptome mit Cannabis lindern können, wir haben dies aber bisher nur an Mäusen ausgewertet und nicht beim Menschen experimentell bewiesen.“ Dennoch hofft auch Prof. Mrsny, „dass diese Ergebnisse uns helfen werden, neue Wege zur Behandlung von Darmerkrankungen beim Menschen zu finden.“

Wenn diese Forschungen zu neuen Cannabis-Medikamenten für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen führen würden, wäre das ein riesiger Schritt für die Betroffenen. Da die Erkrankung mit tabuisierten Beschwerden einhergeht, stellt sie eine große Belastung für die – häufig jungen – Betroffenen dar. Bisher gibt es keine Heilung für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Eine Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und der Lebensqualität sind daher die wichtigsten Ziele der Therapie.

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Leafly Deutschland NewsKopf-Hals-Tumor und der Einsatz von Cannabis

Was ist ein Kopf-Hals-Tumor?

Ein Kopf-Hals-Tumor kann in der Mundhöhle, im Rachen, am Kehlkopf, in der Nase oder den Nasennebenhöhlen sowie am äußeren Hals, vor allem an der Schilddrüse auftreten. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Plattenepithelkarzinome, die von Oberflächenzellen ausgehen. Seltener sind hingegen Adenokarzinome, also Tumore, die aus drüsenartigem Gewebe entstehen. In Deutschland erkranken schätzungsweise 50 von 100 000 Menschen an Tumoren im Kopf-Halsbereich.

Studiendesign

Forscher der McMaster University in Hamilton Ontario (Kanada) berichteten jetzt im Rahmen einer Studie, dass Patienten mit einem neu diagnostizierten Kopf-Hals-Tumor, die einmal in der Woche Cannabis konsumierten, von weniger Schmerzen, Müdigkeit, Depressionen und Ängsten berichteten im Vergleich zu Nichtkonsumenten. Zudem verbesserten sich der Appetit und das allgemeine Wohlbefinden bei den Cannabiskonsumenten.

Michael K. Gupta, einer der Forscher, erklärte zu den Ergebnissen, dass die Literatur über Cannabis sehr unklar und begrenzt sei, insbesondere bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren. Die Ergebnisse würden aber zeigen, dass eine Cannabis-Behandlung vielversprechend sei.

Für die Studie nahmen die Forscher von 2011 bis 2015 nacheinander 148 Patienten nach der Diagnose von Kopf-Hals-Tumore im Krebszentrum auf. Die Patienten waren durchschnittlich 62 Jahre alt und die meisten waren männlich (83,5 %). Es gab keine signifikanten Unterschiede in Alter, Geschlecht, Tumorunterseite, klinischem TNM-Staging, Behandlungsmodalität oder mittleren Karnofsky-Werten (92,4 bzw. 90,8) zwischen den 74 Freizeit-Cannabis-Konsumenten und 74 Nicht-Konsumenten.

Cannabis als Medizin gegen Schmerzen, Angst und Depressionen

Weiter führte Gupta aus, dass die Ergebnisse der Studie mit denen, die bei Patienten mit posttraumatischem Stresssyndrom berichtet werden, korrelieren. Wie von einem Wilcoxon Rangsummentests bestätigt, hatten Patienten, die Cannabis konsumierten, ebenfalls berichtet, dass sich die Schmerzen, Ängste und Depressionen reduzierten. In ähnlicher Weise wurden auf dem Edmonton-Symptombewertungssystem statistisch signifikante Verbesserungen festgestellt.

Fazit der Studie

Trotz begrenzter Forschungsdaten haben der Zugang und die Akzeptanz von Cannabis als Medizin in den letzten zehn Jahren zugenommen, schrieb Guptas Gruppe und wies auf Cannabis-Studien als medikamentöse Therapie mit antiemetischen und analgetischen Wirkungen bei Patienten mit Krebs, Patienten mit posttraumatischem Stresssyndrom und als Ergänzung für neuropathische Schmerzen bei Patienten mit chronischem Schmerzsyndromen.

„Eine der großen Schwächen dieser Ergebnisse ist, dass wir nicht wissen, wie viel oder wie das Cannabis verwendet wurde. Schmerzspezialisten verwenden verschiedene Titrationen von CBD und THC. Ich denke, jedes neue Medikament muss titriert werden, um eine Wirkung zu erzielen – es ist möglich, dass erfahrene Anwender wissen, wie man das bereits tut, und neue Benutzer möglicherweise nicht“, führte Gupta aus.

Weiter erklärte Gupta, dass weitere Studien geplant seien, die Einblicke in die Wirkung von Cannabis geben sollen.

Mehr zu Tumoren im Kopf auf Leafly.de

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Hanf Journal News28 Kilogramm Gras per Postpaket versendet

  Ein Haufen Weed auf Reisen.     So, wie es sich im vergangenen Jahr in Bielefeld zutrug, so ähnlich lief es jüngst in Heilbronn. Während 2017 ein vielleicht sogar unbescholtener Mann den Empfang von 50 Kilogramm Marihuana aus den Händen von falschen DHL-Boten quittierte, fand nun ein Zollbeamter auf fünf Paketen voller Cannabis eine…

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenUpdate wieder ein Schlag ins Gesicht

Psyschater erzählt nach 2 jahren Cannabis Gesetz ADHS wäre keine Indikation für Cannabis auf Kassen Kosten ich werde nicht aufgeben hab den nächsten arzt Termin schon in der Tasche Danke Maik Z Sensmedia beste Firma der Welt

Leafly Deutschland NewsNeuseeland: Cannabis als Medizin kommt bis 2020

Neuseeland: das Land der Schafe, Hobbits und unendlich schöner Natur. Bald wird es auch hier Cannabis geben, zumindest als Medizin.

Der Weg ist frei für Cannabis als Medizin

Innerhalb eines Jahres hat sich in Neuseeland die Debatte über die Legalisierung von medizinischem Cannabis gedreht: Die Abgeordneten des neuseeländischen Parlaments unterstützen nicht länger das bisherige Verbot, sondern wollen den Weg freimachen für die Einführung von Cannabis als Medizin. Unter den Parteien gibt es dafür einen breiten Konsens. Ein neues Gesetz scheint noch innerhalb dieser Legislaturperiode zu kommen — also bis 2020. Leafly.de berichtete im Vorfeld der Wahlen im Herbst letzten Jahres.

Zurzeit ist Cannabis in Neuseeland komplett verboten. Die einzige Ausnahme ist das Medikament Sativex, das entsprechend seiner Zulassung von bestimmten Ärzten verschrieben werden darf, allerdings nicht von den Krankenassen bezahlt wird. Mehr dazu hier.

Wie es scheint, wollen die neuseeländischen Politiker aber nicht weiter gehen, als Cannabis als Medizin einzuführen. Dem Vorbild Kanadas, Uruguays und einiger US-Staaten, die Cannabis komplett legalisiert haben, wollen sie nicht folgen.

Wechsel in der politischen Landschaft

Vor den Wahlen im letzten Jahr äußerte die führende National Party kein Interesse, den Status quo zu ändern. Seit den Wahlen im Herbst 2017 wird Neuseeland von einer Koalition aus Labour Party und New Zealand First regiert, die durch die Green Party gestützt wird. Mit der Bildung der Labour-geführten Regierungskoalition kehrte die Marihuana-Reform auf die politische Agenda zurück.

Die Green Party hatte in ihrem Wahlkampf ein Referendum zum Thema Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum versprochen. Dieses Referendum soll voraussichtlich noch vor Ende 2020 abgehalten werden.

Innerhalb der neuseeländischen Gesellschaft gibt es eine breite öffentliche Unterstützung für die Anwendung von Cannabisprodukten aus medizinischen Gründen, beispielsweise gegen Schmerzen. Die Legalisierung zu Genusszwecken findet ebenfalls viele Unterstützer. Auch in Neuseeland ist Marihuana die am häufigsten konsumierte illegale Droge.

Gefahren für die Gesundheit

Professor Joseph Boden von der University of Otago betont die gesundheitlichen Gefahren, die vom Cannabiskonsum ausgehen: Sucht sei ein wichtiges Thema, wenn Neuseeland Cannabis legalisiere. Dr. Boden betont, dass viele Forschungen auf den Zusammenhang von Cannabiskonsum und psychischen Problemen hinweisen.

Cannabisabhängigkeit sei „nicht wirklich anerkannt“, so Professor Boden. „Es ist eine definierte Störung, aber es ist nicht gut erkannt, weil viele Leute es nicht melden.“

Was könnte eine Legalisierung für Neuseeland bewirken?

Abe Gray ist der Kurator des Whakamana Cannabis Museums in Dunedin und Mitglied der Opportunities Party. Seiner Ansicht nach läuft Neuseeland Gefahr „vollständig zurückgelassen“ zu werden, wenn es weiterhin Cannabis verbiete.

Gray erklärt, Neuseeland könnte von einem jährlichen medizinischen Cannabis-Markt von einer Milliarde Dollar und einem jährlichen Freizeit-Markt von fünf Milliarden Dollar profitieren, wenn Cannabis legalisiert wird. Neuseeland „verliert bereits jetzt den Anschluss bei dieser wichtigen landwirtschaftlichen Ware.“

Die Vorteile für die Umwelt und die Wirtschaft in Neuseeland seien „unermesslich“, so Gray. Neuseeland müsse nicht länger die Prohibition finanzieren und würde von den Einnahmen aus den Verkäufen profitieren. Darüber hinaus könnte eine umweltfreundliche Agrarindustrie Neuseelands Abhängigkeit von der Milchindustrie ausgleichen.

Wie Cannabis regulieren in Neuseeland?

Professor Boden betont, dass die Regierung bei der Cannabis-Legalisierung vorsichtig sein solle, auch in Bezug auf das Alter der Konsumenten:

„Wir würden nicht wollen, dass das gesetzliche Alter 18 ist. Ich denke, es muss mindestens 21 sein.“

Neuseeland müsse bei der Regulierung des Cannabis-Angebotes verantwortungsvoll handeln:

„Ich denke, der Staat muss das Angebot kontrollieren, also kein Marketing oder Werbung, denn wenn sich die Privatwirtschaft daran beteiligt, haben wir einen Markt wie Alkohol und haben die gleichen Probleme wie beim Alkohol.“

Auch Abe Gray spricht sich für eine verantwortungsvolle Regulierung aus. So könnte „die erste Steuer von 50 Millionen Dollar für psychische Gesundheit und Suchthilfe eingesetzt werden, ähnlich wie die Legalisierung in Colorado genutzt wird, das Gesundheitssystem zu finanzieren.“

Wir von Leafly.de sind gespannt, wie sich das Thema Cannabis-Legalisierung in Neuseeland entwickeln wird.

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Deutscher Hanfverband NachrichtenAufruf an SPD & Nahles: Legalisierung jetzt! (Video)

Aufruf an SPD & Nahles: Legalisierung jetzt!

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Videopetition des Deutschen Hanfverbands an die SPD-Fraktion im Bundestag zur Legalisierung von Cannabis

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich entscheiden, ob endlich wesentliche Schritte zur Reform der Cannabispolitik gegangen werden, oder ob die Großen Koalition weitere vier Jahre den Stillstand verwalten und für hunderttausende Strafverfahren gegen einfache Cannabiskonsumenten verantwortlich sein wird.

Nachdem im Juni zwei Anhörungen im Bundestag stattgefunden haben, stehen jetzt Entscheidungen an über drei Oppositionsanträge und die stärkste Petition des Jahres 2017 für die Legalisierung von Cannabis:

- Grüne: Cannabiskontrollgesetz, vollständige Regulierung des Marktes inklusive Fachgeschäfte und Eigenanbau

- FDP: Rechtliche Klarstellung und Ermöglichung kommunaler wissenschaftlicher Modellprojekte zur Cannabisabgabe

- Linke: Entkriminalisierung der Konsumenten

Fachpolitiker der SPD haben sich im Bundestag bereits für Modellprojekte ausgesprochen. Es gibt aber noch keinen Fraktionsbeschluss zu dem Thema. Doch nur durch die Initiative der SPD besteht die Chance, dass die Große Koalition endlich Reformen einleitet. Deshalb bitten wir führende Persönlichkeiten der SPD, nicht nur für eine klare Position der SPD zu sorgen, sondern sich auch gegenüber CDU und CSU massiv für eine Abkehr von der repressiven Cannabispolitik einzusetzen.

Wenn uns die SPD jetzt enttäuscht, wird es wahrscheinlich für mehrere Jahre - bis zur nächsten Wahl - keinen Fortschritt in der Cannabispolitik geben!

Bei 10.000 Views werden wir die angesprochenen Politiker über die Videopetition informieren. Je mehr Menschen dieses Video sehen, liken und teilen, desto mehr Eindruck wird es auf die Parteispitze machen.

Helft uns jetzt durch massive Verbreitung dieses Videos! Hier der direkte Youtube-Link zum Video für soziale Netzwerke etc:

https://youtu.be/CVwyvsxFITg

Sound FX Footsteps: A SoundEffectsFactory Original Recording.

Pressefotos @Susie Knoll

Du willst die Arbeit des Deutschen Hanfverbands unterstützen? Jetzt Fördermitglied werden!


Aktualisierung 17.08.2018, 14:17 Uhr

Folgende E-Mail wurde eben verschickt:

Videopetition SPD & Cannabis: Jetzt positionieren!

Sehr geehrte Frau Nahles!

Sehr geehrte Frau Högl, sehr geehrter Herr Lauterbach!

Gestern haben wir vom Deutschen Hanfverband eine „Videopetition“ auf Youtube veröffentlicht, in der ich mich konkret an Sie persönlich wende in der Hoffnung, dass die SPD-Fraktion endlich Fortschritte in der Cannabispolitik durchsetzt. Es stehen zur Zeit wichtige Entscheidungen in dieser Frage an.

Aufruf an SPD & Nahles: Legalisierung jetzt!

https://www.youtube.com/watch?v=CVwyvsxFITg

Sehr geehrte Frau Barley, sehr geehrte Frau Kohnen, sehr geehrter Herr Schäfer-Gümbel, sehr geehrter Herr Heil!

Da ich auch Sie in dem Video erwähne als SPD-Spitzenpolitiker, die sich schon zu dem Thema geäußert haben, möchte ich auch Sie über das Video informieren und bitten, sich an der anstehenden Meinungsbildung der Fraktion zu beteiligen und an den daran anschließenden Verhandlungen mit den Koalitionspartnern.

Anfang des Jahres haben Grüne, Linke und FDP Anträge zu Cannabis in den Bundestag eingebracht; von der Entkriminalisierung der Konsumenten über kommunale Cannabis-Modellprojekte bis hin zur vollständigen Regulierung des Marktes. Eine Anhörung hat stattgefunden, die Entscheidung über die Anträge steht jetzt an. Bei den Reden zur Einbringung der Anträge haben sich die SPD-Fachpolitiker Dittmar und Heidenblut sehr aufgeschlossen gezeigt für neue Wege in der Cannabispolitik.

Nun ist es an der Zeit, dass sich die SPD-Fraktion dazu offiziell positioniert.

Das gleiche gilt für die SPD-Fraktion im Petitionsausschuss, der mich im Juni angehört hat als Vertreter der erfolgreichsten Petition des Jahres 2017 – für die Legalisierung von Cannabis. Es wäre eine massive Enttäuschung für viele, wenn die SPD alle diese Anstöße und insbesondere unsere Petition einfach ablehnen würde.

Es geht aber nicht nur um eine Positionierung der SPD-Fraktion, sondern auch darum, dass die SPD das Thema ernsthaft in der Regierungskoalition zur Sprache bringt und wesentliche Schritte weg von der Cannabis-Prohibition und der massenhaften Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten durchsetzt.

Das Video ist gestern um 16.20 online gegangen und ich hatte mir vorgenommen, Sie zu informieren, sobald 10.000 Views erreicht sind. Mittlerweile sind es aber schon 18.000 Views in ca. 20 Stunden. Für ein Video mit rein politischem Inhalt ist das beachtlich. Wenn Sie nicht so recht wissen, inwieweit Sie diese Video-Petition ernst nehmen sollen, vergleichen Sie diese Zahl doch einfach mal mit den Aufruf-Zahlen der Kanäle politischer Parteien, zum Beispiel der SPD:

https://www.youtube.com/user/SPDvision/videos

Oder binden Sie Ihre Social-Media-Abteilung ein und schauen Sie sich die Like-Quote und die Like/Dislike-Quote des Videos an.

Bisher haben wir bei solchen Gelegenheiten eher die Email-Postfächer der Adressaten geflutet. Insofern ist dieses neue Format der Video-Petition ein Ansatz, eine freundlich gemeinte Aufforderung auch freundlich zu übermitteln. Umso mehr hoffe ich, dass Sie verstehen, dass sich sehr viele Menschen eine Reform der Cannabispolitik wünschen. Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland müssen ständig mit staatlicher Verfolgung in Form von Strafverfahren rechnen. Diese Menschen wissen, dass es jetzt auf die SPD ankommt! Eine konsequente Regulierung des Marktes ist mit CDU/CSU vermutlich kaum zu machen. Aber ich hoffe, dass ein Weiter-so-wie-bisher eben mit der SPD nicht zu machen ist! Wenn am Ende dieses Prozesses eine Große Koalition auf Betreiben der SPD kommunale Modellprojekte zur Cannabisabgabe ermöglicht und den jährlich neuen Rekorden bei der Strafverfolgung der Konsumenten ein Ende setzt, wäre das nicht nur ein Erfolg für die Sache, sondern auch für die SPD!

Für Nachfragen und Austausch stehe ich gern zur Verfügung.

Diese E-Mail werde ich im Zusammenhang mit dem Petitionsvideo veröffentlichen, alle weitere Kommunikation nur in Absprache mit Ihnen.

In der Hoffnung auf eine starke SPD für mehr Gerechtigkeit verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Georg Wurth

Sonderthemen: 

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenWogegen Cannabis NICHT hilft.

Heute geht es mal wieder um medizinisches Cannabis und wogegen es alles NICHT hilft. Der Glaube Cannabis sei eine Wundermedizin die gegen alles hilft ist ja durchaus weit verbreitet in der Szene. Manche gehen sogar so weit deswegen klassische Therapien abzulehnen. Das ist #kreuzgefährlich und deswegen gebe ich heute meinen Senf dazu. #Extremcouching

Quellen:
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/pharmazie/medizinalhanf-neue-indikation-thc-cbd-cannabis-bei-migraene/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26749285

https://www.michigandaily.com/section/news/new-university-marijuana-study-shows-drug%E2%80%99s-effect-user%E2%80%99s-brain

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/70166/Schizophrenie-Cannabis-Konsumenten-erleiden-haeufiger-Rezidive

https://zahnmedizinaktuell.com/medikamente/der-regelmaessige-genuss-von-cannabis-erhoeht-das-risiko-vor-zahnfleischproblemen

***
In dieser Sendung werden Handlungen erwähnt und/oder gezeigt, die in Deutschland für bestimmte Personen illegal sind.
Der Besitz, Handel, Erwerb, und die Produktion von Cannabis sind in Deutschland für die meisten Menschen illegal und stellen eine Straftat dar.
DerMicha will seine Zuschauer informieren und aufklären. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die betreffenden Handlungen nicht nachgeahmt werden sollen.
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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenAufruf an SPD & Nahles: Legalisierung jetzt!

Videopetition des Deutschen Hanfverbands an die SPD-Fraktion im Bundestag zur Legalisierung von Cannabis

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich entscheiden, ob endlich wesentliche Schritte zur Reform der Cannabispolitik gegangen werden, oder ob die Großen Koalition weitere vier Jahre den Stillstand verwalten und für hunderttausende Strafverfahren gegen einfache Cannabiskonsumenten verantwortlich sein wird.

Nachdem im Juni zwei Anhörungen im Bundestag stattgefunden haben, stehen jetzt Entscheidungen an über drei Oppositionsanträge und die stärkste Petition des Jahres 2017 für die Legalisierung von Cannabis:

– Grüne: Cannabiskontrollgesetz, vollständige Regulierung des Marktes inklusive Fachgeschäfte und Eigenanbau
– FDP: Rechtliche Klarstellung und Ermöglichung kommunaler wissenschaftlicher Modellprojekte zur Cannabisabgabe
– Linke: Entkriminalisierung der Konsumenten

Fachpolitiker der SPD haben sich im Bundestag bereits für Modellprojekte ausgesprochen. Es gibt aber noch keinen Fraktionsbeschluss zu dem Thema. Doch nur durch die Initiative der SPD besteht die Chance, dass die Große Koalition endlich Reformen einleitet. Deshalb bitten wir führende Persönlichkeiten der SPD, nicht nur für eine klare Position der SPD zu sorgen, sondern sich auch gegenüber CDU und CSU massiv für eine Abkehr von der repressiven Cannabispolitik einzusetzen.

Wenn uns die SPD jetzt enttäuscht, wird es wahrscheinlich für mehrere Jahre – bis zur nächsten Wahl – keinen Fortschritt in der Cannabispolitik geben!

Bei 10.000 views werden wir die angesprochenen Politiker über die Videopetition informieren. Je mehr Menschen dieses Video sehen, liken und teilen, desto mehr Eindruck wird es auf die Parteispitze machen.

Helft uns jetzt durch massive Verbreitung dieses Videos!

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http://hanfverband.de/dhv/unterstuetzen

Sound FX Footsteps: A SoundEffectsFactory Original Recording.
Pressefotos @Susie Knoll

Leafly Deutschland NewsStraßenverkehr Testgerät für Kanada aus Deutschland

Schnelltest von Cannabis im Straßenverkehr

Der Abschluss der Cannabis-Legalisierung steht in Kanada kurz bevor. Als erstes führendes Industrieland der Welt hatte Kanada im Juni den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Leafly.de berichtete. Daher hat das Land jetzt die ersten Testgeräte genehmigt, die Cannabis im Straßenverkehr testen sollen. Außerdem wurden zahlreiche Änderungen an den Fahrgesetzen vorgenommen.

Die speziellen Drogenmessgeräte ermöglichen es der Polizei, Speichelproben aus dem Mund einer Person abzutupfen. So können die Beamten THC sowie andere Drogen (Amphetamine, Kokain, Opiate und weitere) schnell erkenn, denn das Gerät wertet die Speichelproben sofort automatisch aus. Die Polizei kann nach diesem Schnelltest weitere Untersuchungen, beispielsweise Bluttests, einfordern.

Testgerät stammt vom deutschen Hersteller Dräger

Der Schnelltest, der zukünftig in Kanada zum Einsatz kommen wird, stammt aus Deutschland. Das Familienunternehmen Dräger, ein Produzent für Medizin- und Sicherheitstechnik aus Lübeck, stellt das Testgerät mit dem Namen Dräger DrugTest® 5000 her.

Der Pressereferent von Dräger erklärte gegenüber Leafly.de: „Dräger hat mehr als sechs Jahrzehnte Erfahrung mit dem Nachweis von Alkohol und Drogen. Weltweit vertrauen Kunden auf unser Know-how und unsere Technologie. Wir sind stolz darauf, mit dem DrugTest® 5000 ein zuverlässiges Produkt anbieten zu können, das den Ansprüchen der kanadischen Behörden genügt und mit dem wir an dem Auswahlprozess teilnehmen. Wir freuen uns, wenn wir damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten können.“

Die kanadische Generalstaatsanwältin Jody Wilson-Raybould hat das Instrument von Dräger genehmigt. Jetzt muss nur noch eine 30-tägige Einspruchsfrist abgewartet werden. Das Drogenmessgerät wird bereits von Polizisten in Deutschland und im gesamten Vereinigten Königreich verwendet. Eventuell wird Kanada den Apparat jedoch anders konfigurieren, um ihn den dortigen Standards anzupassen, erklärte ein Sprecher des kanadischen Justizministeriums.

Testgeräte müssen extremen Temperaturen trotzen

Eine besondere Herausforderung für jedes Drogenmessgerät sind die kanadischen Extremtemperaturen. Kanadische Experten befürchteten, dass die Verwendbarkeit und Zuverlässigkeit der Test-Ergebnisse durch starke Kälte beeinflusst werden könnten. Daher testete Kanada in einem Pilotprojekt zwei verschiedene Instrumente. Um die Nutzbarkeit in den harten kanadischen Wintern zu überprüfen, wurde das Pilotprojekt in Saskatchewan und den Nordwest-Territorien durchgeführt. Das Klima in Saskatchewan ist vorwiegend kaltgemäßigt, das in den Nordwest-Territorien subpolar bis arktisch.

Die Beamten fanden heraus, dass „es einige temperaturbedingte Probleme gab, die auftraten, wenn die Geräte bei extremer Kälte verwendet wurden“. Sie schlugen jedoch vor, dass diese Probleme gemildert werden könnten, indem die Polizisten die Tests in ihren Fahrzeugen durchführen, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.

Das Unternehmen Dräger selbst erklärt, dass der Einsatz seines Gerätes bei Temperaturen zwischen 4 °C und 40 °C möglich ist.

81 Millionen Dollar für Polizeiausbildung und Testgeräte

Die kanadische Regierung hat erklärt, dass den Provinzen und Territorien in den nächsten fünf Jahren bundesweit 81 Millionen Dollar zur Verfügung stehen werden. Von dem Geld sollen die erforderlichen Schulungen der Polizisten durchgeführt und die Testgeräte gekauft werden.

Darüber hinaus hat die kanadische Regierung in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 62,5 Millionen Dollar für eine öffentliche Bildungsstrategie bereitgestellt. Diese wird unter anderem Werbekampagnen zur Legalisierung von Cannabis beinhalten.

Das neue Gesetz zur Cannabis-Legalisierung hat auch Änderungen für Alkoholtests im Straßenverkehr zur Folge. Die Polizei hat nun das Recht, Fahrer ohne jeglichen Verdacht auf Alkoholkonsum zu testen. Diese Änderung hat Kritiker veranlasst, das neue Gesetz als verfassungswidrig zu betrachten.

Die Änderung gilt jedoch nicht für Drogentests: Hier müssen die Beamten weiterhin Grund zu der Annahme haben, dass ein Fahrer durch Drogen beeinträchtigt ist, um einen Straßentest zu verlangen. Der Gesetzentwurf hat auch Grenzwerte für Drogen im Blut eingeführt, die es der Polizei erlauben, Strafanzeigen auf der Grundlage des THC-Gehalts im Blut zu verhängen. Und zwar, ohne dass ein Schaden entstanden sein muss.

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Hanf Journal NewsConstellation Brands braut bald mit Cannabis

  Canopy Growth wächst weiter in die Höhe.     Wie schon November 2016 vom Boss des Corona-Bier brauenden Konzerns vorausgesagt, lässt sich die Legalisierung von Cannabis nicht länger aufhalten und neue Geschäftsmodelle werden seitens der Alkohollobby gezwungenermaßen ausprobiert werden müssen. Wie recht Rob Sands mit seiner Aussage hatte, zeigt sich nun knapp zwei Jahre…

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Blog der Aidshilfe DeutschlandWenn HIV traumatisch wird

Eine Diagnose, schwere Krankheit oder der Verlust geliebter Menschen kann die Psyche schwer belasten. Dirk Ludigs sprach mit dem Psychotherapeuten Stefan Cremer über das Aids-Trauma und Psychotherapie sowie weitere Traumata im Zusammenhang mit HIV.*

Zur Person: Der Berliner Diplom-Psychologe Stefan Cremer hat seit 25 Jahren mit den Themen HIV und Aids zu tun. Von 1990 bis 2003 arbeitete er bei dem Spezialpflegedienst HIV e.V. und wechselte dann ans Zentrum für Infektiologie und HIV im Berliner Auguste-Viktoria-Klinikum. Seit 2008 arbeitet Cremer freiberuflich als Psychotherapeut.

Herr Cremer, es ist ein bisschen Mode geworden, alle erdenklichen Probleme im Leben als „traumatisch“ zu bezeichnen. Was ist eigentlich ein Trauma?

Anhand der frühen oder kindlichen Traumatisierung lässt sich das am besten erklären: Dabei geht die Traumatisierung meist von einer Bezugsperson aus. Das kann eine emotionale Verwahrlosung sein, oft aber ist es Gewalt. In der Folge kommt es bei dem Kind zu einer Art Erstarrung. Wenn es im Laufe des Erwachsenenlebens eine traumatische Situation gibt, einen Verkehrsunfall zum Beispiel oder eine Geiselnahme, geht der Schockzustand in der Regel in eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung über.

„Die allermeisten Menschen können ein akutes Trauma gut verarbeiten“

Wie macht sich ein Trauma bemerkbar?

Ein Trauma geht nach dem analytischen Modell mit Symptomen wie Todesangst, Lähmung und dem Gefühl der Perspektivlosigkeit einher. Die allermeisten Menschen können so ein Trauma im Laufe des ersten Jahres oder sogar der ersten sechs Monate nach dem Ereignis verarbeiten, oft mithilfe einer Psychotherapie.

Aber nicht alle?

Meine Erfahrung ist – und das zeigt auch die Traumaforschung –, dass bei denjenigen Menschen, denen die Verarbeitung eines akuten Traumas nicht innerhalb des ersten Jahres gelingt, die aktuelle Traumatisierung fast immer eine Retraumatisierung ist. Meist gab es in der Kindheit, in der Zeit bis zum 13. Lebensjahr, eine heftige Erfahrung. Liegt so etwas vor, ist es relativ egal, ob die akute Traumatisierung ein Verkehrsunfall oder eine HIV-Diagnose ist.

Ist Ihnen in der Zeit bis 1996, also vor der hochwirksamen Kombinationstherapie, ein Trauma im klassischen Sinne bei HIV-Patient_innen begegnet?

 Natürlich hatten viele durch HIV ein Trauma. Aber wer damals schwerstkrank war, der ist meist auch gestorben. Langfristig traumatisiert waren zum Teil diejenigen, die zum Beispiel mit dem Sterben und Tod vieler Freunde oder Angehöriger konfrontiert waren oder den Partner verloren haben. Doch solch ein Trauma kann in der Regel verarbeitet werden. Etwas anderes ist es, wenn es schon eine frühere Traumatisierung gab. Dann merkt man: Dieser Mensch kommt mit der akuten oder zum Teil auch länger andauernden Situation schlechter klar als andere.

Wie war es denn bei denjenigen, die diesen berühmten „Lazarus-Moment“ erlebt hatten, die quasi vom Totenbett wieder auferstanden sind.

So ein Erlebnis wird immer ein Stück weit bleiben und sich in bestimmten Situationen wieder bemerkbar machen. Die Betroffenen müssen wissen, dass es passieren kann, und brauchen eine Möglichkeit, damit umzugehen und es als Folge des Traumas zu erkennen. Bei Langzeitüberlebenden kommt es vor allem zu Depressionen mit allen bekannten Symptomen. Bei denen, die damals wirklich schwer krank waren, ist teilweise einiges schiefgelaufen, was es in der Folge für die Betroffenen heute schwerer macht. Manches konnte man nicht wissen, anderes hätte man besser wissen können.

„Ihnen ging die Lebensperspektive verloren“

Was ist schiefgelaufen?

Lange dachte man, diese Menschen hätten eine geringere Lebenserwartung, weil sie zum Beispiel schon Toxoplasmose und andere schwere Erkrankungen durchgemacht haben. Heute sagt man hingegen, dass diese Langzeitüberlebenden mehr oder weniger dieselbe Lebenserwartung haben, wenn sie sich gut erholt haben und mit der Therapie gut zurechtkommen.

Viele jedoch wurden früh berentet, weil sie schwer erkrankt waren. Es wurde ihnen auch dazu geraten, in Rente zu gehen. Ich war immer dagegen, auch wenn einige natürlich länger brauchten, um wieder belastbarer zu sein. Dadurch ging ihnen die Lebensperspektive verloren. Das sind die Menschen, die heute Unterstützung, zum Beispiel durch Psychotherapie, benötigen. Sie haben ihr Studium abgebrochen, ihr Berufsleben und ihre Karriere waren verständlicherweise dahin. Danach war es für sie schwierig, wieder Fuß zu fassen. Vielen wird das auch nicht mehr gelingen.

Und dafür ist dann auch eine frühere Traumatisierung die Ursache?

Da bin ich dann trotz meines analytischen Hintergrunds Pragmatiker und sage, was Huhn und was Ei ist, ist zwanzig Jahre später relativ egal. Die Vergangenheit kann man in solchen Fällen zum besseren Verstehen hinzunehmen, aber immer mit dem Fokus auf heute und die Zukunft.

Bei schwerer Traumatisierten gibt es meist eine Bindungsstörung, und Psychotherapie alleine hilft da nicht. Da muss man zusätzlich die Frage stellen, wie ein Mensch wieder Fuß fassen kann, wenn er komplett sozial isoliert ist oder Probleme in aktuellen Beziehungen hat. Das traumatische Erlebnis einer schweren Erkrankung, an der man fast gestorben ist, wird vielleicht nie ganz aufhören, aber das muss es auch nicht. Entscheidender ist zu schauen, ob sich das Erlebte so einbinden lässt, dass jemand damit umgehen kann.

„Das Trauma wird vielleicht nie ganz aufhören, aber das muss es auch nicht“

Wie hoch ist da die Erfolgsquote?

Bei akuten Traumatisierungen gibt es mittlerweile sehr erfolgreiche Therapieformen wie das EMDR, Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Man geht heute davon aus, dass es in bestimmten Arealen des Gehirns Bilder gibt, die sich dort quasi festgesetzt haben und zu Flashbacks führen. Beim EMDR zum Beispiel wird versucht, solche eingeprägten Traumabilder aufzulockern und so der Verarbeitung zugänglich zu machen. Das funktioniert gut.

 Sind das Bilder, die durch „Trigger“, also durch bestimmte Auslöser hochkommen?

 Genau. Trigger kommen von außen und können solche Bilder oder Flashbacks auslösen. Bei einigen meiner Patienten, die wirklich schwer krank waren und fast an Aids gestorben sind, kommen diese Bilder wieder hoch, wenn sie jetzt zum Beispiel in eine Tagesklinik gehen. Ich hatte einen Patienten, der aufgrund eines Lymphoms sehr lange isoliert behandelt wurde. Um das zu überstehen, hat er die Realität ein Stück weit ausgeschaltet. In Flashbacks kamen dann plötzlich Situationen hoch, an die er sich gar nicht mehr erinnerte. Oder ihm fiel wieder ein, wie er verwirrt versucht hatte, aus der Schleuse auszubrechen. All das kam zu ihm zurück.

Wenn es einzelne Vorfälle sind, lässt sich das recht gut bearbeiten. Bei Menschen mit sehr frühen Traumatisierungen gibt es auch Trigger, die ihnen überhaupt nicht bewusst und erschließbar sind, weil in sehr jungem Alter kein Erinnerungsvermögen vorhanden ist. Die Erinnerung kann dann auch im Körper sitzen, dann kommt es zum Beispiel zu psychosomatischen Beschwerden oder vegetativen Symptomen mit Panikattacken.

„Die Erinnerung kann auch im Körper sitzen“

Ist HIV bei schwulen Männern nach Ihrer Erfahrung häufig bereits eine Retraumatisierung? Und haben schwule Männer mit frühen Trauma-Erfahrungen ein höheres Risiko, sich mit HIV zu infizieren?

Bei vielen HIV-Positiven, die bei mir in Behandlung waren, ist HIV tatsächlich eine Form der Retraumatisierung. Im Einzelfall mag es auch sein, dass sich Menschen mit einer Traumatisierung leichter infizieren, aber das lässt sich keinesfalls verallgemeinern.

Gerade bei schwulen Jugendlichen ist eine Form der Pubertätsdepression sehr häufig. Das Wissen darum, anders zu sein, führt zu einem Rückzug, der dann wiederum Mobbingerfahrungen auslösen kann. Der Wunsch, zu einer Gruppe dazuzugehören, kann auch in Einzelfällen dazu führen, HIV-positiv werden zu wollen. Das ist aber selten. Häufiger dagegen kommt es vor, dass Menschen aufgrund eines depressiven Grundgefühls in Zusammenhang mit Alkohol oder anderen Substanzen ihre eigenen Regeln brechen und sich infizieren. Aber da muss man wirklich auf die Einzelfälle gucken, als Psychotherapeut würde ich nicht verallgemeinern.

Ist denn eine HIV-Infektion heute leichter wegzustecken?

 Grundsätzlich kann man sagen, dass eine größere Zahl von Patienten, die schon länger infiziert sind, aufgrund der modernen HIV-Therapien gut mit der Infektion zurechtkommen. Waren sie allerdings schon schwer erkrankt, kommt es häufiger zu einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer Anpassungsstörung.

Diejenigen, die gerade erst mit HIV diagnostiziert wurden und noch nicht erkrankt waren, aber dennoch schwerste Krisen durchmachten und deshalb zu mir kamen, hatten alle eine frühe Traumatisierung, zum Beispiel durch Gewalt und/oder Heimunterbringung. Oder sie kamen aus einem anderen Kulturkreis, wo sie in puncto Homosexualität sowieso schon einer ganz anderen Dynamik ausgesetzt waren. Sie haben Gewalt erlebt oder aufgrund ihres Glaubens heftige Probleme. Das sind dann Leute, die über lange Zeit Todesangst haben, obwohl sie verstehen, dass sie nicht in der Gefahr sind zu sterben. Und das geht bis hin zu Suizidwünschen. Im Grunde gibt es immer einen persönlichen und nachvollziehbaren Hintergrund, der die manchmal heftige und einschränkende Symptomatik erklärt.

„Je ‚banaler‘ der Auslöser, umso heftiger der Hintergrund“

Also könnte man sagen, HIV ist psychisch überwindbar, wenn nicht schon eine frühere Traumatisierung stattgefunden hat?

Ja. Und auch mit einer frühen Traumatisierung kann HIV verarbeitet werden, es benötigt nur manchmal mehr Zeit. Bei allen meinen Patienten ist das so. Es macht auch keinen Unterschied, ob eine HIV-Diagnose der Auslöser ist, der alles ins Rutschen bringt, oder ein Arbeitsplatzverlust. Wobei die Faustregel gilt: Je „banaler“ der Auslöser, umso heftiger der Hintergrund. Nun ist HIV natürlich nicht banal. Dass man dadurch erst mal ins Schleudern kommt, ist nachvollziehbar. Und natürlich bricht auch nicht jeder oder jede mit einer frühen Traumatisierung irgendwann zusammen.

Viele schwule HIV-Positive berichten, dass sie die Zeit rund um ihr Testergebnis ähnlich erlebt haben wie ihren Coming-out-Prozess inklusive Schuldgefühlen und Selbsthass. Ist denn das Coming-out auch schon eine Art Vortraumatisierung?

Nicht alles, was schwierig ist, ist gleich traumatisch – zum Glück. Das Gefühl von Ausweglosigkeit und Todesangst gehören zu der Definition von Trauma dazu. Das kann allerdings auch bei Coming-out-Erfahrungen der Fall sein. Häufiger ist es aber eher eine depressive Geschichte. Das Selbstwertgefühl kann einbrechen, das kann sich beim HIV-Coming-out wiederholen. Die Frage ist: Wie reagiert die Umgebung? Fühlt man sich schon als schwuler Mann in dem Umfeld aufgehoben? Bei Menschen aus anderen Kulturkreisen ist das oft schwieriger, da gibt es mehr Angst davor, dass die Diagnose oder das Schwulsein bekannt werden, was zur Ächtung oder sogar zu Gewalt führen kann.

Gibt es auch Belastungen durch HIV und Aids bei schwulen Männern, die selbst gar nicht HIV-positiv sind? Sei es, dass das massive Sterben um sie herum sie belastet hat oder auch die jahre- oder jahrzehntelange Angst, sich zu infizieren?

Selbstverständlich gibt es das, da muss ich gar nicht weit gucken. Als ich bei HIV e. V. gearbeitet habe, waren vor allem die Anfangsjahre sehr schwierig, weil man die Patienten oft recht gut kannte oder auch Kollegen erkrankten und starben. Das war eine enorme Belastung.

„Verdrängung ist etwas Gesundes. Es sei denn, sie steht einem im Weg“

 Bleibt da langfristig etwas hängen?

Traumatisiert ist man wahrscheinlich nicht, aber natürlich bleibt das in gewisser Weise. Ich weiß noch, als ich nach den Jahren bei HIV e.V. in der Klink anfing und dort wieder junge Menschen sterben sah und dazu noch wusste, …

… die müssten gar nicht?

Aus psychotherapeutischer Sicht ist Verdrängung etwas Gesundes, die Abwehr einer traumatischen Erfahrung hat ja erst mal etwas Positives. Es ist nur dann ein Problem, wenn diese Erfahrung einem im Weg steht oder gefährlich wird. Bei HIV war Verdrängung damals etwas Tödliches, und sie ist es zum Teil auch heute noch.

Müssen solche Erfahrungen denn immer negativ sein?

Ich habe durch die Arbeit damals gelernt, dass man leider nicht immer alle „retten“ kann. Und heute merke ich, dass ich vielleicht dadurch relativ unerschrocken bin in dem Sinn, dass ich mir auch schwierige oder langwierige Behandlungsverläufe zutraue. Es kann zu einer größeren Gelassenheit führen, wenn man weiß, dass man auch aussichtslos erscheinende Situationen meistern kann.

Vielen Dank für das Gespräch.

*Dieser Text ist Teil eines Dossiers zum Trauma Aids. Hier eine Übersicht über die Beiträge:

  • Dirk Ludigs: „Ich bin ein HIV-negativer Langzeitüberlebender“ (15. August 2018)
  • Wenn HIV traumatisch wird: Interview mit dem Psychotherapeuten Stefan Cremer (16. August 2018) 
  • Aids-Trauma: Verwundete Seelen – die Selbsthilfegruppe „Let’s kick ASS“ für Aids-Langzeitüberlebende (18. August 2018)
  • Respekt und Würde für HIV-Langzeitüberlebende: Interview mit Tez Anderson, Gründer der Selbsthilfegruppe „Let’s kick ASS“ (19. August 2018)
  • „Ich möchte mich endlich von den alten Bildern von Aids verabschieden“: Interview mit dem Aktivisten Dennis, Jahrgang 1990 (21. August 2018)
  • „Wir können Sex nicht mehr ohne Gesundheit denken“: Interview mit Dr. Martin Dannecker (22. August 2018)

Leafly Deutschland NewsMiris Herzensgeschichten: Griechenland und Cannabis

Auch diesen Sommer verbringe ich in Griechenland auf einer Insel. Die heiße und trockene Mittagszeit überdauere ich in meiner schattigen Hängematte auf der Terrasse und spiele mit der optischen Täuschung zwischen Meer und Himmel, da das Ägäische Blau sanft fließend von Element zu Element wie Wasserfarbe verschwimmt. Immer wenn ich hier bin, habe ich das Gefühl eine kleine Zeitreise zu begehen und lasse meine Gedanken gern in die Richtung der alten Götter und Philosophen schweifen.

Ich schaue weiter auf das fruchtbare Land mit seinen endlosen Hügel, Olivenbäume und die vielfältigen mediterranen Kräuter. Und mir kommt automatisch die Frage nach medizinischem Cannabis in Griechenland in den Sinn. Wie war das in der Antike? Wurde es angebaut und genutzt und wenn ja, wie?

Cannabis als Medizin im antiken Griechenland

Als Heilpraktikerin fühle ich mich natürlich angezogen von den Mythen griechischer Heilkunst, die die Naturheilkunde und auch die klassische Medizin so sehr geprägt haben.

Meine Frage stieß sprichwörtlich auf fruchtbaren Boden, denn mein Freund und Nachbar Jorgos ließ mich sofort wissen, dass es keine bessere Erde und kein geeigneteres Klima für das gute Gedeihen von Cannabis, gäbe als die hiesige! Und Elena, eine ausgemachte Expertin für Permakultur und nachhaltige Landwirtschaft verweist auf die einzigartige Tradition von Hanfanbau im alten Griechenland. Ich bin neugierig und fange an zu forschen.

Zuerst stolpere ich über das große Buch der Heilpflanzen MATERIA MEDICA was 70 n. Chr. von einem griechischen Arzt namens Dioskurides geschrieben wurde. Insgesamt dokumentierte er 600 Griechische Heilpflanzen darunter auch Cannabis Sativa (abgeleitet vom Griechischen Kanabes).

In seinem Werk beschreibt er, wie nützlich es für die Herstellung von Seilen ist und das die Säfte der Samen für die Linderung von Ohrenschmerzen, Entzündungen, Bandwürmer und der Verringerung des sexuellen Verlangens verwendet werden kann. Sein Buch war sehr erfolgreich und für die nächsten 1500 Jahre ein wichtiges Schlüsselwerk der Medizin.

Auch kann ich mich gut an meine Heilpraktiker Ausbildung erinnern, an meine sehr versierte Dozentin für Pflanzenheilkunde, die davon sprach, dass es in der griechischen Literatur Hinweise gäbe, die bis zu 400 v. Chr. zurückreichen und die u. a. die Verwendung von Cannabis bei Rückenschmerzen empfehlen.

Altes Wissen um eine alte Pflanze, überliefert von einer Generation zur nächsten

Mein Nachbar Jorgos wiederum weiß zu berichten, dass Cannabis schon seit 1890 in Griechenland nicht mehr angebaut oder verkauft werden darf. Trotzdem gäbe es immer noch ein paar wenige Dörfer in den Bergregionen, die bis heute dem Gesetz trotzen.

Es soll sogar noch ein paar Aufzeichnungen des Französischen Autor und Abenteurer Henry Monfried geben, der die Haschisch-Erzeugung der peloponnesischen Bauern gegen 1915 mit grosser Sorgfalt recherchierte. Nach seinen Darstellungen hatte jeder Bauernhof seinen eigenen Stempel und Jahrgang und genauso wie beim Wein gab es auch gute und schlechte Jahre.

Das Griechische Cannabis war damals sehr beliebt und von bester Qualität, es hatte einen exzellenten Ruf, berichtet Jorgos mit leuchtenden Augen.

Und wie steht es um Medizinalhanf in Griechenland jetzt?

Zurück in der Gegenwart scheint der Hanf-Mythos des antiken Griechenland’s aber wieder schnell zu verblassen. Oder etwa nicht? Die immer gleichen Schlagzeilen über Griechenland: Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und Flüchtlingskrise beherrschen das Bild in den Medien.

Da scheint es nur eine Randnotiz zu sein, dass Premierminister Alexis Tsipras bereits im Sommer 2017 die medizinische Nutzung von Cannabis legalisiert und als notwendige Modernisierungsmaßnahme öffentlich eingestuft hat. Leafly.de berichtete.

Laut Vize und Landschaftsminister Gianni Tsironis soll es eine Expertengruppe geben, die den Grundstein legen soll, um die Tür für den Cannabis-Anbau wieder zu öffnen. Das alles könnte zwar eine ganze Weile dauern, signalisiert aber zumindest einen sehr positiven Schritt in die richtige Richtung.

Und während mein Blick wieder über das fruchtbare, gesunde und weite Tal meiner Lieblingsinsel schweift, wird mir auf einmal bewusst, welch enormes Potenzial hier brach liegt. Ich bin jedenfalls optimistisch und könnte mir vorstellen, dass der Anbau von medizinischem Cannabis ein interessanter Wachstumsmotor für mein geliebtes Griechenland sein könnte, so wie schon vor 1000 Jahren.

Sonnengrüsse aus Paros

Miri

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenWohin zur psychonautischen Praxis? | Drug Education Agency (147)

Ihr wollt wissen, wohin der praktizierende Psychonaut geht, um sich in Kursen, Seminaren und Workshops ausbilden zu lassen, um die inneren Welten zu erforschen und um Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen. Gastgeber Markus Berger gibt euch deshalb einführende Tipps, welche Seminarhäuser es sich lohnt anzusehen. Wer Kurse und Seminare zur psychonautischen Praxis, Lebensbegleitung und inneren Arbeit sowie zu Schamanismus, Räucherungen und vielem mehr sucht, der wird in dieser DEA-Ausgabe sicherlich einige Inspirationen erfahren.

LINKS:
http://www.ekstatische-trance.de (Nana Nauwald)
http://www.kudra.net (KUDRA, Svenja Zuther)
http://www.labdanum.de (Lab.Danum, Christine Fuchs)

http://psychedelicsalon.de (Psychedelische Salons)
http://www.nachtschatten.ch (Bücher von Ralph Metzner und mehr)

Die DEA wird möglich gemacht von Near Dark Smoking Paraphernalia: http://www.neardark.de

DEA-Merchandise gibt es bei Black Leaf: http://www.blackleaf.de

Marihuana Aktien - Informationen zu Cannabis InvestmentsTurbo für den Markt?

Ist das die lang ersehnte Trendwende? Gestern war die Stimmung hier im Forum an einem neuen Tiefpunkt angekommen – ich schrieb deshalb: „Wenn alle am weinen sind könnte dies ein guter Nährboden für eine Trendwende sein.“ Vielleicht sehen wir bereits heute eben diese! Nach dem blutroten Tag egstern hellt sich heute der Horizont massiv auf: Constellation Brands investiert eine unglaubliche Summe in Canopy und wird somit mit 38%zum Hauptanteilseigner mit […]

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