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Leafly Deutschland NewsMary Jane Berlin 2019 mit Leafly.de

MARY JANE Berlin 2019 – Alles zum Thema Hanf in drei Hallen

Die Mary Jane Berlin ist Europas schnellstwachsende Hanfmesse mit über 250 internationalen Ausstellern, 25.000 Besuchern und 30.000 Produkten zum Testen & Kaufen. Mitten in Berlin, in der Arena Berlin, direkt an der Spree erwartet die Besucher an drei Tagen Deutschlands größte Hanfmesse.

Über 250 nationale & internationale Aussteller aus den unterschiedlichsten Bereichen präsentieren die vielfältigen Anwendungsgebiete der grünen Power-Pflanze. 2019 ist das Trendprodukt CBD natürlich vielfältig vertreten – von CBD Öl, CBD Liquids, CBD Creme, CBD Gummibärchen und CBD Hundefutter ist alles dabei. Und: Als weltweit einzige Hanfmesse bietet die Mary Jane Berlin einen Strandbereich mit Pool für die heißen Messetage!

Einen Eindruck von der Mary Jane 2018 erhaltet ihr im Video.

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Mary Jane Berlin – mehr als nur eine Cannabis-Messe

Doch die Mary Jane Berlin ist nicht nur eine Messe, sondern auch ein Festival. In Verbindung mit Ausstellern, Food-Ständen, Live-Konzerten und Vorträge über therapeutische Eigenschaften von Cannabis wird auch ein umfangreiches Kultur- und Unterhaltungsprogramm geboten. Hinzu kommt eine eigene Fachkonferenz mit verschiedenen Schwerpunktthemen. Und hier ist Leafly.de dabei, um vor Ort über den verantwortungsvollen Umgang und Einsatz von Medizinalcannabis und Cannabinoiden Arzneimitteln zu sprechen.

Mary Jane Fachkonferenz

Bei der Fachkonferenz informieren Experten dann über Cannabis im Alltag, in der Medizin und in der Politik. Die Zielgruppe ist klar der Mainstream, also die breite Bevölkerung mit durchschnittlich wenig Hintergrundwissen zum Thema. Der medizinische Teil findet am Freitag statt. Große Namen wie Dr. med. Eva Mils, Dr. med. Franjo Grotenhermen, Prof. Dr. Gundula Barsch und Dr. med. Knud Gastmeier werden hier über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Medizinalcannabis sprechen.

Leafly.de auf der Mary Jane Berlin 2019

Das Team Leafly.de ist dann am Samstag dran. Von 15:45 – 17:00 Uhr nehmen wir das Cannabisgesetz unter die Lupe. Im Realitätscheck stellen wir die Ergebnisse der Leafly.de Patientenbefragung vor. Insgesamt 130 Patientendaten wurden dafür ausgewertet. Spannende Einblicke in den Alltag von Cannabispatienten erwarten dann die Besucher. Der Vortrag findet im Kongressraum statt und wird von unserer Chefredakteurin Sandrina Koemm-Benson und der Leafly.de Patientenbeauftragten Gesa Riedewald durchgeführt.

Im letzten Jahr war unsere Brand-ambassador Elena vor Ort. Dieses Jahr haltet ihr Ausschau nach unserer Debo. Sie verteilt an allen Tagen unsere hochwertigen Patientenbroschüren auf der Messe.

Mehr zur Mary Jane Berlin

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Leafly Deutschland NewsGeistig behinderte Kinder und CBD – neue Studie

Pilotstudie: geistig behinderte Kinder und CBD

In Australien läuft derzeit eine Pilotstudie, die die Wirksamkeit von Medizinalcannabis als Therapie schwerer Verhaltensprobleme bei geistig behinderten Kindern untersucht. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Forschungsarbeit schließlich in größere klinische Studien übergehen wird. Es liegen bereits Berichte von Betroffenen vor, dass medizinisches Cannabis Aggression und auto-aggressives Verhalten reduzieren kann. Das berichtet das Online Magazin New Atlas.

Die Studie wird vom Kinderarzt Dr. Daryl Efron vom Murdoch Children’s Research Institute in Melbourne geleitet. Zunächst nehmen nur 10 Kinder im Alter zwischen acht und 16 Jahren teil. Diese Vorstudie soll die praktischen Aspekte und die Machbarkeit der Behandlung im Vorfeld einer größeren Studie bewerten.

„Die am häufigsten verschriebenen Medikamente für diese Kinder sind Stimulanzien, Antidepressiva und Antipsychotika, die alle das Risiko schwerer Nebenwirkungen bergen“, so Dr. Efron. „Es gibt wenig Forschung über neue Medikamente, um diesen Kindern zu helfen, aber medizinisches Cannabis hat sich als wirksam erwiesen, um andere Krankheiten zu behandeln. Einschließlich einiger schwerer Epilepsien bei Kindern, Chemotherapie-Nebenwirkungen und Multiple Sklerose bei Erwachsenen.“

Gute Wirkung von CBD bei körperlicher Aggression

Die australische Studie konzentriert sich zunächst auf den Cannabis-Wirkstoff Cannabidiol (CBD). Erst im vergangenen Jahr hat die FDA in den USA das CBD-haltige Medikament Epidiolex zugelassen. Epidiolex ist zur Linderung von Anfällen beim Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen.

Eine wachsende Anzahl von Patienten-Berichten deuten darauf hin, dass CBD die Häufigkeit von Selbstverletzungen und körperlicher Aggression bei Kindern mit geistigen Behinderungen, einschließlich Autismus, reduzieren kann. Die Anzahl dieser Berichte ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, da sich die Legalisierung von Cannabis über ganz Nordamerika ausgebreitet hat. Derzeit fehlt es aber noch an qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Studien in diesem Bereich.

Es laufen mehrere Untersuchungen zu CBD als Therapie für die Symptome von Autismus. Wie Leafly.de berichtete, gibt es beispielsweise eine Studie, die gezeigt hat, dass Cannabisöl die Lebensqualität von Kindern mit Autismus signifikant verbessern kann.

Wissenschaftliche Studien zu CBD und geistig behinderte Kinder nötig

Die australische Pilotstudie bezieht sich jedoch nicht nur auf Autismus. Sie umfasst eine größere Vielfalt an geistigen Behinderungen, die mit schwerem aggressivem Verhalten verbunden sind. Es ist noch unklar, wie wirksam oder sicher die Behandlungen mit Cannabis ist, insbesondere bei jüngeren Kindern. Dr. Efron bekräftigt aber, wie wichtig es sei, hier mehr wissenschaftliche Erkenntnisse zu erhalten.

„Als Kinderarzt fragen mich Eltern oft, ob medizinisches Cannabis ihren Kindern helfen würde“, erklärt Dr. Efron. „Aber ich kann nicht über die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis für Kinder mit schweren Verhaltensproblemen beraten, da es keine Forschung auf diesem Gebiet gibt. Wir hoffen, diese Lücke mit qualitativ hochwertiger Forschung zu füllen.“

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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Hanf Journal NewsUniversität Hohenheim konzentriert sich auf Marihuana

Wissenslücken in der Cannabisforschung sollen geschlossen werden Dass es in Deutschland bezüglich Hanf und dessen Eigenschaften noch große Lücken gibt, wird spätestens beim Belauschen von Gesprächen offensichtlich, in die die derzeit noch im Amt sitzende Drogenbeauftragte verwickelt ist. Doch auch Politiker ohne diesen speziellen Titel beweisen in trauriger Regelmäßigkeit, dass moderne Forschungsergebnisse und aktuelle Erkenntnisse…

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Leafly Deutschland NewsKolumne Recht: Ein Blick in die Zukunft

Nahezu alle Staaten auf der Welt sind Mitglieder der UN-Einheitsabkommen über Betäubungsmittel, einem internationalen Vertragswerk mit dem Ziel, die Verfügbarkeit einiger Drogen, unter anderem Cannabis, einzuschränken. Cannabis ist nach diesem völkerrechtlichen Vertrag bezüglich seiner Gefährlichkeit auf einer Stufe mit Heroin. Als Folge der Mitgliedschaft in diesem Abkommen wurde in Deutschland das Betäubungsmittelgesetz mit seinen Anlagen eingeführt. Dieses besitzt bis heute Geltung, und stellt den Besitz, den Handel, den Anbau und die Einfuhr von Cannabis unter Strafe. Das muss sich in Zukunft ändern.

Die Folgen der Prohibition sind bekannt: 500-800 t Cannabisblüten und Haschisch, die ausschließlich im Schwarzmarkt gehandelt werden, ohne jegliche Qualitätskontrolle und Zugangsbeschränkungen für Jugendliche. Hunderttausende von Strafverfahren werden geführt, die nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1994 in der Regel eingestellt werden müssen. Dies bindet erhebliche Ressourcen in Polizei und Justiz.

Cannabis ist kein Neuland

Dem geneigten Leser werden diese Tatsachen bereits bekannt sein. Genauso wie den Grünen, der FDP und den Linken, die sich ausdrücklich für eine modernere Drogenpolitik einsetzen. Die Grünen haben bereits 2017 das sogenannte Cannabiskontrollgesetz im Bundestag eingebracht, das den Handel mit Cannabis basierend auf einem freien Marktmodell sozial verantwortungsvoll legalisiert und die Nutzer entkriminalisiert. Sozialkonzepte, Prävention und Aufklärung haben in diesem Gesetzentwurf oberste Priorität. Selbstverständlich ist dieses Gesetz damals noch an den Stimmen der Großen Koalition gescheitert.

„Die Welt wacht auf. Cannabis ist doch nichts Neues. Regierungen haben die Wahl. Sie können es ignorieren, dann kümmern sich Kriminelle darum. Oder sie regulieren es, verdienen Geld damit und klären die Gesellschaft auf“, so Bruce Linton, der CEO von Canopy, einem der größten Cannabisunternehmen der Welt, kürzlich in einem Interview.

Es bleibt zu hoffen, dass die verbleibenden konservativen und sozialdemokratischen Zweifler ihre drogenpolitische Position in diesem Sinne überdenken, um den dringend benötigten gesellschaftlichen Fortschritt in der Drogenpolitik für die Zukunft einzuleiten.

Ein Blick in die Zukunft: Kommt die Legalisierung, und wenn ja, wann?

Wohlmöglich kommt die Legalisierung aber schneller, als wir alle vermuten. Die Verwerfungen in der großen Koalition führen vermutlich schneller zu Neuwahlen, als bisher trotz aller Stabilitätsbeschwörungen angenommen. Wagen wir einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.

Die drei folgenden Szenarien mit den entsprechenden Wahrscheinlichkeiten waren vor den Europawahlen denkbar:

Szenario 1: Dezember 2019 Legalisierung, Wahrscheinlichkeit – gering (10 %)

Die Europawahl im Mai endet für die Große Koalition in einem Desaster und führt zur Kündigung und Neuwahlen im September 2019. Die Grünen werden Mitglied der neuen Bundesregierung und es erfolgt die Verabschiedung des Cannabiskontrollgesetzes der Grünen im Dezember 2019.

Szenario 2: Dezember 2021 Legalisierung, Wahrscheinlichkeit – hoch (80 %)

Die Große Koalition regiert bis September 2021 bis zu den nächsten Bundestagswahlen. Zu diesem Zeitpunkt wurde Cannabis von der UN neu bewertet. Und alle Parteien, inklusive vieler konservativer Abgeordneter, einigen sich im Dezember 2021 auf die Legalisierung mit dem Cannabiskontrollgesetz als Vorbild.

Szenario 3: Keine Veränderung bis 2025 , Wahrscheinlichkeit – gering (10 %)

Die Große Koalition regiert bis September 2021 bis zu den nächsten Bundestagswahlen. Alle Parteien, die für die nächste Regierungskoalition verhandeln, sind gegen eine grundsätzliche Veränderung der Drogenpolitik im Bereich Cannabis. Keine Veränderung bis zu den nächsten Wahlen 2025.

Sollte es also zu vorgezogenen Neuwahlen kommen, und eine progressive Koalition aus Grünen (wohlmöglich mit grünem Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin), Sozialdemokraten und Linken entstehen, ist es nur schwer vorstellbar, dass ein Cannabiskontrollgesetz nicht verabschiedet wird, mögen auch Details sich noch ändern oder umstritten bleiben.

Innovationsbedarf bei Medizinalcannabis in Zukunft nötig

Eine Cannabisindustrie, selbst eine medizinische, ist derzeit von der Regierung nicht erwünscht. Die ausgeschriebenen Anbaumengen für die heimische Produktion sind denkbar gering. Sie werden kaum den immer weiter steigenden Bedarf der Patienten decken können. Die Anbaufirmen, die den Zuschlag erhalten haben, dürften mit diesen Mengen und der großen Anzahl an zu erfüllenden Auflagen ebenfalls kaum profitabel wirtschaften können.

Dabei ist absehbar, dass alle europäischen Staaten ein medizinisches Cannabisprogramm auflegen werden. Der Bedarf an verlässlichen und hochqualitativen medizinischen Cannabisprodukten wird stetig steigen. Eine europäische Harmonisierung der einzelnen medizinischen Cannabisprogramme wäre deshalb, nebenbei gesagt, äußerst wünschenswert, damit sich Forschung und Handel in Europa besser entwickeln können. Stattdessen lässt das BfArM aber auf Nachfrage mitteilen, überschüssig provozierten Bedarf lieber zu vernichten, als über eine Exportstrategie nachzudenken.

Ein kleiner Lichtblick ist dabei die auf Initiative der Universität Hohenheim erst kürzlich erfolgte Einrichtung eines deutsch-kanadischen Forschungsnetzwerkes (Leafly.de berichtete). Die Förderung erfolgt durch das Bundeswirtschaftsministerium (allerdings nur geschuldet dem Druck der Unternehmen). Das Netzwerk besteht zurzeit aus vier kanadischen und sieben deutschen Partnern und soll den Anbau vom pharmazeutischen Cannabis in Deutschland optimieren. Der Forschungsschwerpunkt soll auf der Genetik sowie der Erntetechnik liegen.

Regulierungen schaden mehr als dass sie nutzen

Auch der Nutzhanfanbau in Deutschland ist immer noch strikt reguliert. Das BfArM genehmigt nur zögerlich und selten wissenschaftliche Forschungsprojekte zu Cannabis. Es ist schließlich nur zu gut verständlich, dass die Beamten, die jahrzehntelang damit beauftragt waren, die Prohibition durchzusetzen, sich nunmehr damit schwertun, Veränderungen einzuleiten.

Deshalb werden hier leichtfertig Chancen für eine heimische medizinische Cannabisindustrie, für Forschung und Innovation, und insbesondere viele neue Jobs, vertan. Auch insoweit wird man wolmöglich zunächst einen Regierungswechsel abwarten müssen, damit sich an der Spitze von Bundesgesundheitsministerium, Drogenbeauftragter, BfArM und BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) etwas verändert.

Vorschriften und Gesetze von vorgestern

Denn auch die bereits legalen Cannabis bzw. Hanfprodukte unterliegen Vorschriften aus dem letzten Jahrhundert. Dem Jahrhundert der Prohibition. So müssen Hersteller von Hanflebensmitteln um die Einhaltung extrem geringer Grenzwerte kämpfen, die vom BfR bereits vor dem Jahr 2000 festgelegt wurden. Nach Auffassung des Nova Institutes widersprechen diese strikten Grenzwerte aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und müssen dringend angepasst werden, um Wettbewerbsnachteile der deutschen und europäischen Hanfindustrie zu vermeiden. Würde man diese Grenzwerte für Alkohol anwenden, wäre Brot oder Orangensaft nicht länger marktfähig, so das Nova Institut.

Novel Food – und nun?

Aber nicht nur für die medizinischen Cannabisprogramme und die THC-Grenzwerte der einzelnen Mitgliedstaaten sind zu harmonisieren. Insbesondere ist auch eine europaweit einheitliche Anwendung der Novell Food Verordnung sicherzustellen. Im Moment nutzen mehrere Mitgliedsländer der Europäischen Union die Novel Food Verordnung, um insbesondere den beliebten CBD-Produkten Einhalt zu gebieten.

Nicht zuletzt deshalb, weil die Cannabispflanze nach wie vor stigmatisiert wird und das Aufkommen dieser zahlreichen Produkte, insbesondere den Staaten ungeheuer ist, wo Cannabis traditionell eher restriktiv gehandhabt wird. So gibt es in Spanien, Portugal, Frankreich und zuletzt Österreich gar keinen CBD-Markt. Italien steht womöglich vor einer ähnlichen Entwicklung. Der Sinn einer europäischen Verordnung kann aber nicht sein, dass jedes Land die Anwendung in seinem Sinne auslegt. Vielmehr ist ein einheitlicher und harmonisierter Rechtsrahmen für die gesamte EU zu schaffen.

CBD in Kosmetik

Ebenso absurd ist die Rechtslage bei CBD in Kosmetik. Art. 14 der europäischen Kosmetikverordnung, der auf das oben genannte Einheitsabkommen verweist, untersagt im Ergebnis den Einsatz von CBD-Extrakten in Kosmetika. Erlaubt aber den Einsatz von synthetischem CBD. Unternehmen sind somit daran gehindert, natürlich extrahiertes Cannabidiol zu verwenden und müssen stattdessen auf eine synthetische Variante ausweichen. Auch das ist eine obsolete Konsequenz des Überkommenen War on Cannabis, die in Zukunft geändert werden sollte. (Mehr hierzu auch in der letzten Kolumne.)

Viele Aufgaben für eine neue deutsche Bundesregierung, aber auch für das neue europäische Spitzenpersonal, das sich nach der Europawahl formieren wird.

Autoreninfo:

Kai-Friedrich Niermann ist seit 2003 Rechtsanwalt und berät Unternehmen und Organisationen in allen Fragen des Wirtschafts- und Vertragsrechts. Schon während seines Studiums an der Philipps Universität in Marburg beschäftigte er sich mit der Prohibition, da 1994 ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofes zum Eigenbedarf ergangen ist. Nachdem medizinisches Cannabis 2017 legalisiert wurde, startete er einen Blog zu rechtlichen Aspekten rund um das Thema Cannabis (canna-biz.legal) und den Vertrieb neuer Cannabisprodukte. Kai spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen zum deutschen und europäischen Rechtsrahmen für Cannabisprodukte, als nächstes auf dem First Asia Hemp Summit in Hong Kong.

Zuletzt sprach er auf der ICBC Berlin und CNBS in Dortmund zum Thema CBD. Außerdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf den online Plattformen Prohibition Partners, Cannabis Law Report und wird von der kanadischen Globe and Mail zitiert. Heute berät Kai nationale und internationale medizinische Cannabisproduzenten und CBD Hersteller. Kai ist Mitglied des Deutschen Hanfverbandes, der European Industrial Hemp Association und der International Cannabis Bar Association, einer internationalen Vereinigung von Anwälten, die im Bereich Cannabis beraten.

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taz Drogerie Blog(Psychedelische) Erfahrungen des Göttlichen verbessern die psychische Gesundheit

In vielen bekannten Kulturen weltweit berichteten Menschen über die Jahrtausende hinweg immer wieder von tiefgreifenden religiösen Erfahrungen, die ein weitreichendes Transformationspotential auf individueller und gesellschaftlicher Ebene zur Folge hatten.

Religiös-mystische Erfahrungen als Grundlage von kulturellem Bewusstsein

Manche solch spiritueller Erfahrungen eines nicht-dualen Bewusstseins der Einheit mit dem Kosmos oder mystischer Gottes-Erlebnisse formten die menschliche Geschichte, ihre kulturellen Werte und Verhaltensweisen dabei gar nachhaltig. Denn einige von ihnen, wie die des Moses am brennenden Dornen-Busch oder des Buddha unter dem Bodhi-Baum, beeinflussten nicht nur das Leben Einzelner, sondern auch umfassendere Gesellschaftsformen und prägten somit deren spezifische Vorstellungswelten, Normen und Institutionen.

Diese historischen und weit verbreiteten anekdotischen Berichte über den Einfluss und den potentiellen Nutzen spiritueller Erfahrungen inspirierten die jüngsten Bemühungen eines Forscherteams der Johns Hopkins Universität, den therapeutischen Wert sowie die möglichen Probleme solch phänomenaler Gottesbegegnungen zu untersuchen.

„Über Erfahrungen, die Menschen als Begegnungen mit Gott oder als Vertreter Gottes bezeichnen, wird seit Tausenden von Jahren berichtet, und sie bilden wahrscheinlich die Grundlage vieler Weltreligionen“ – Roland Griffiths, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften

Es gibt aktuell jedoch noch viele offene Fragen dahingehend, wie häufig solche Erlebnisse auftreten, was sie auslöst, welche Menschen sie am wahrscheinlichsten erleben und welche Umstände die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erfahrung begünstigen.

Mystische Erlebnisse und ihre Authentizität – Psychedelisch vs. Non-Psychedelisch

Mystische Erlebnisse können sowohl spontan auftreten, als auch durch eine spirituelle Praxis oder den Einfluss psychedelischer Substanzen wie Psilocybin-haltigen Pilzen, LSD oder Ayahuasca ausgelöst werden.

Aktivitäten wie Gebete, Meditation, Singen, Fasten und Tanzen werden, neben dem Konsum psychedelischer Substanzen, seit jeher kulturübergreifend verwendet, um derartige Erfahrungen herbeizuführen. Solch zumeist durch ritualisierte Praktiken verursachte Erlebnisse, die als persönliche Begegnungen mit Gott interpretiert wurden, sind allgemein gut beschrieben.

Ein systematischer wissenschaftlicher Vergleich blieb jedoch bislang aus. Dennoch lösten die unterschiedlichen Ursachen sowie deren potentieller Einfluss auf Inhalt, Struktur und Authentizität spiritueller Begegnungen in der Vergangenheit bereits lebhafte wissenschaftliche Debatten aus.

Das innovative Design dieser neuen Studie der Johns Hopkins Universität ist nun das weltweit erste, das systematisch Berichte über spontane Gotteserfahrungen mit denen vergleicht, die durch psychedelische Substanzen verursacht oder katalysiert werden.

Im Rahmen einer Umfrage unter Tausenden von Menschen, die angaben, persönliche Begegnungen mit Gott erlebt zu haben, analysierten die Forscher der Johns Hopkins-Universität, bei mehr als zwei Drittel der sich selbst zuvor als Atheisten identifizierenden Personen ein Ablegen dieses „Labels“ nach ihrer mystischen Begegnung – unabhängig davon, ob das Erlebnis spontan oder durch die Einnahme eines Psychedelikums auftrat.

Darüber hinaus erkannten die Forscher bei der Mehrheit der Befragten auf Basis von Selbstberichten dauerhafte positive Veränderungen der psychischen Gesundheit, die teilweise auch noch Jahrzehnte nach den mystischen Erfahrungen anhielten.

Spiritualität hält Einzug in klinische Praxis

Psychedelika haben demnach das Potential „Göttliches“ erfahrbar zu machen und so zu einem weitreichenden ontologischen Wandel, im Sinne eines sich verändernden Weltbildes, welches weniger materialistisch und stärker spirituell geprägt ist, beizutragen. Dieser Wandel wiederum impliziert ein weitreichendes therapeutisches Potential für diverse psychopathologische Phänomene.

Die therapeutische Kraft von Psychedelika liegt so vermutlich, neben den komplexen pharmakologischen und neurologischen Korrelaten, aus psychologischer Sicht vor allem auch in der Offenbarung und erfolgreichen Adaption neuer Perspektiven begründet. Die Entstehung letzterer scheint durch das phänomenale Erleben bisher unbekannter, spirituell-mystischer Inhalte, Narrative und ontologischer Konzeptualisierungen begünstigt.

„Obwohl die moderne westliche Medizin‘ spirituelle ’oder‘ religiöse ’Erfahrungen normalerweise nicht als eines der Instrumente im Kampf gegen Krankheiten ansieht, legen unsere Ergebnisse nahe, dass diese Begegnungen häufig zu einer Verbesserung der psychischen Gesundheit führen.“  – Prof. Roland Griffiths

Doch das Wagnis einer tiefergehenden Spekulation über die genaueren kausalen oder korrelativen Hintergründe dieser spirituellen Wirkmechanismen gehen die Wissenschaftler in dieser Studie nicht ein.

So könnte doch annehmbar sein, dass eine „spirituell-mystische“ Erfahrungsdimension es erlaubt, psychologische Prozesse in einer umfassenderen, höheren Ordnung zu integrieren und folglich das Wesen der Welt und des eigenen Selbst sowie in weiterer Konsequenz auch, mit diesen abstrakten, übergeordneten Ideen assoziierte, konkretere Fragestellungen, Problematiken und Handlungsweisen zu restrukturieren und so aktualisierte, nachhaltigere und gesündere Weltbeziehungen zu konstruieren.

Ähnlichkeiten überwiegen Unterschiede

Die Studie analysierte Aussagen von insgesamt 4.285 Personen weltweit auf Basis je einer von zwei etwa 50-minütigen Online-Fragebögen (Psychedelika vs. Non-Psychedelika) zu deren mystischen Erfahrungen. Die Umfrage zielte dabei auf die Beschreibung spezifischer Inhalte und Narrative der spirituellen Erlebnisse sowie deren terminologischer Benennung ab. Es wurde zudem danach gefragt, wie sich diese Erfahrungen anfühlten und ob diese einen erkennbaren nachhaltigen Einfluss auf das Leben der jeweiligen Personen ausübten.

Während die Nicht-Psychedelika-Gruppe den Begriff „Gott“ für ihre Erlebnisse als den besten Deskriptor wählte, beschrieben die Teilnehmer der Psychedelika-Gruppen ihre Erfahrungen zumeist als „Ultimative Realität“. Obwohl es noch einige weitere Differenzen zwischen der nicht-medikamentösen und der kombinierten psychedelischen Gruppe sowie zwischen den vier psychedelischen Gruppen (LSD, Psilocybin, Ayahuasca, DMT) gab, waren die Ähnlichkeiten zwischen allen Vergleichsgruppen im Allgemeinen deutlich auffälliger als die Unterschiede.

So berichteten die meisten Teilnehmer von lebhaften und detaillierten Erinnerungen an ihre spirituelle Begegnung, bei der es häufig um die Kommunikation mit einer Entität ging, die bewusst, wohlwollend, intelligent, heilig, ewig und allwissend war.

Viele Personen beschrieben diese Ereignisse zudem als eine ihrer persönlich wie spirituell bedeutsamsten Lebenserfahrungen und attestierten dieser moderate bis starke sowie zumeist anhaltende positive Auswirkungen auf eine erhöhte Klarheit hinsichtlich eines Sinn des Lebens und der eigenen Ziele sowie auf diverse weitere Faktoren, die zu einem generellen Wohlgefühl beitrugen und persönliches wie spirituelles Wachstum begünstigten.

Zur Wichtigkeit des Rituals und einer künftigen Suche nach prädisponierenden Faktoren

Unter den vier Psychedelika-Gruppen waren sich die Psilocybin- und die LSD-Gruppe am ähnlichsten. Die Ayahuasca-Gruppe wies tendenziell die höchsten positiven Merkmale und intensivsten dauerhaft wirksamen therapeutischen Folgen der Erfahrung auf.

Ob dies nun möglicherweise daran liegt, dass Ayahuasca im Gegensatz zu anderen Psychedelika, wie LSD und Psilocybin, auch in westlichen Gesellschaften vergleichsweise oft in einem (neo-) schamanischen, rituellen Kontext konsumiert wird, bleibt in dieser Studie unbeantwortet.

Set und Setting haben gemeinhin jedoch einen weitreichenden Einfluss auf das phänomenale Erleben von psychedelischen Substanzen. Denn das therapeutische Potential von Psychedelika ist auf entscheidende Weise, neben der akuten Substanzerfahrung selbst, auch von einer erfolgreichen Integration der zunächst häufig unverständlichen und wesensfremden psychedelischen Bewusstseinsphänomene abhängig.

Während der Gebrauch von Psychedelika in vielen indigenen Traditionen weltweit bereits seit Jahrhunderten umfassend sozial und kulturell integriert ist, sind die psychedelischen Zustände und assoziierten rituellen Praktiken einem westlich-modernen Selbst-, Welt- und Rationalitätsverständnis jedoch grundsätzlich fremd. Angemessene kulturelle Rahmenbedingungen und psychosoziale Unterstützung werden bisher weitgehend vermisst.

Für zukünftige Studien wäre es laut Prof. Griffiths entsprechend interessant zu erforschen, welche kontextuellen Faktoren solch eine unvergessliche, lebensverändernde und häufig therapeutisch gewinnbringende Begegnung begünstigen und was während einer solchen Erfahrung neurologisch im Gehirn passiert.

Die künftige Erforschung prädisponierender Faktoren solcher Erlebnisse, so Griffiths weiter, verspreche darüber hinaus potentiell auch neue Einblicke in religiöse und spirituelle Überzeugungen, die seit jeher für die Gestaltung der menschlichen Kulturen von wesentlicher Bedeutung sind.

Psychedelika – mit begründeter Hoffnung in eine gesündere Zukunft

Klinische Experimente zahlreicher wissenschaftlicher Studien legen jedoch bereits heute nahe, dass Psychedelika eine tiefgreifende und therapeutisch wertvolle mystische Erfahrung induzieren können.

Roland Griffiths und sein Team hoffen daher, dass Psilocybin und andere Psychedelika eines Tages unter der kontrollierten medizinischen Aufsicht eines spezifisch ausgebildeten Leiters als Medikament für diverse therapeutische Anwendungen eingesetzt werden können.

Hanf Journal NewsVielfältige Gesamtschau des 2. Weltkriegs

Vor 80 Jahren begann der 2. Weltkrieg – Ein britischer Historiker arbeitet die ganze Geschichte des globalen Weltenbrands gekonnt für Geschichts- und Militärinteressierte auf Im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung ist es erstaunlich still um die Ereignisse des 2. Weltkriegs geworden. Das war von den maßgeblichen Siegermächten – Sowjetunion, Vereinigte Staaten von Amerika, Großbritannien und Frankreich…

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Leafly Deutschland NewsCannabismarkt: Colorado veröffentlicht Zahlen

Bereits im Jahr 2014 hatte der Bundesstaat Cannabis vollständig legalisiert. Einem Bericht zufolge hat Colorado aus dem legalen Cannabismarkt über 6,5 Milliarden US-Dollar Staatseinnahmen generiert. Dabei besteht der Cannabismarkt in Colorado aus 2 917 lizenzierten Cannabisunternehmen sowie 41 076 Personen, die für diese Branche arbeiten.

Cannabismarkt in Colorado boomt

Die Monate April und Mai 2019 sollen dem Bericht zufolge die stärksten Monate seit der Legalisierung gewesen sein. So betrugen die Steuereinnahmen allein im April rund 24 Millionen US-Dollar.

Darüber hinaus heißt es in dem Bericht, dass die monatlichen Steuer- und Abgabenaufkommen aus den Verkäufen seit Juli 2017 nicht unter 20 Millionen US-Dollar gefallen sind. Zum Vergleich heißt es, dass die Staatseinnahmen im Februar 2014 lediglich bei 3,5 Millionen US-Dollar lagen.

Der Gouverneur von Colorado Jared Polis erklärte bei einer Veranstaltung in Denver Anfang Mai diesen Jahres:

„Es läuft sehr gut. Der Cannabismarkt schafft Zehntausende von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen für den Staat, reduziert Leerstand in Gebäuden und reduziert die Kriminalität“.

Cannabis-Legalisierung: Wirtschaftsaufschwung in US-Bundesstaaten?

Erst vor kurzem hat der Illinois als elfter US-Bundesstaat Cannabis für Freizeitzwecke legalisiert (Leafly.de berichtete). Damit verspricht sich der in einer Finanzkrise steckende Bundesstaat natürlich auch Steuereinnahmen. Dennoch ist der Cannabismarkt kein „Allheilmittel“, heißt es in dem oben genannten Bericht. Obwohl beispielsweise Kalifornien im Jahr 2016 Cannabis legalisiert hat, muss der Bundesstaat noch einige Herausforderungen annehmen, insbesondere in Bezug auf den noch immer boomenden illegalen Cannabismarkt. Infolge dessen rechnet Kalifornien für dieses Jahr mit 223 Millionen US-Dollar weniger Steuereinnahmen.

Dass der globale Cannabismarkt jedoch großes Potenzial besitzt, zeigt auch eine Analyse dreier Wall-Street-Investmentunternehmen. Einem Bericht zufolge prognostizierte die Investmentbank Jefferies einen weltweiten Umsatz in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar Umsatz bis zum Jahr 2029. Das Spitzenpotenzial (ohne Zeitangabe) läge sogar bei 130 Milliarden US-Dollar. Mit 166 Milliarden US-Dollar schätzt die Bank of America das Potenzial noch höher ein. Und die Cowen Group geht bis zum Jahr 2030 von einem weltweiten Umsatz von 75 Milliarden US-Dollar aus.

 

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Deutscher Hanfverband NachrichtenDHV fordert Abstimmung über Cannabispetition 2017

Cannabispetition 2017: Georg Wurth im Bundestag

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Die erfolgreichste Petition des Jahres 2017 wurde vom DHV organisiert, sie fordert die Legalisierung von Cannabis. Vor einem Jahr wurde DHV-Geschäftsführer Georg Wurth in einer Anhörung als Petent angehört, siehe Video oben. Seitdem herrscht völliger GroKo-mäßiger Stillstand. Jetzt fordert Georg Wurth die Mitglieder des Petitionsausschusses auf, endlich eine Abstimmung über die Petition herbeizuführen.

Hier dokumentieren wir die E-Mail, die heute verschickt wurde:

Zeit für eine Entscheidung zu Cannabis! - Petition 73900

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Petitionsausschusses!

Die Anhörung zur erfolgreichsten Petition des Jahres 2017 zur Legalisierung von Cannabis fand am 11. Juni 2018 statt, vor über einem Jahr. Seitdem herrscht völliger GroKo-mäßiger Stillstand. Das Einzige, was ich seitdem als Petent über das Verfahren gehört habe, ist die nachgereichte Information des BMG an die Ausschussmitglieder über die Kosten, die durch Cannabiskonsum entstehen und die Information, dass an Alkohol pro Jahr 74.000 Menschen sterben, an Tabak 121.000 Menschen und niemand an Cannabis.

Seitdem sind 500 Strafverfahren wegen konsumbezogener Cannabisdelikte (ohne Handel) eröffnet worden - JEDEN TAG!
(2018 gab es laut PKS insgesamt 189.000 solche Verfahren gegen einfache Cannnabiskonsumenten.)

Der Stillstand des Verfahrens hängt offenbar nicht mit weiterer Informationsbeschaffung zusammen.

Deshalb fordere ich Sie hiermit auf, eine Entscheidung über die Petition herbeizuführen und sich für die Regulierung des Cannabismarktes auszusprechen, zum Wohle der Cannabiskonsumenten und der gesamten Gesellschaft! Die Gründ dafür habe ich Ihnen vor einem Jahr ausführlich dargelegt.

Doch auch eine Ablehnung hätte einen klärenden Effekt. Dann wissen Hanffreunde wenigstens, welche Parteien dafür verantwortlich sind, dass weiterhin 500 Strafverfahren eingeleitet werden gegen einfache Cannabiskonsumenten. Jeden Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Wurth

Link zur Petition 73900
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2017/_09/_25/Petiti...

Die Anhörung zur Petition hat allein auf dem Youtube-Kanal des DHV fast 60.000 Aufrufe:
https://www.youtube.com/watch?v=HQ0heEu2Rvo

Deutscher Hanfverband NachrichtenPolizei Northeim erklärt Konsum zur Straftat

CC BY-SA 2.0 | metropolico.org

In einer Pressemitteilung der Polizei Northeim vom 9. Juni heißt es, dass gegen eine 31-jährige aus dem Ort Einbeck in Niedersachsen ein Strafverfahren aufgrund des Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet worden sei, ohne dass bei ihr zuvor illegale Substanzen gefunden wurden. Die Begründung: "Da der Genuss auch den Besitz voraussetzt, wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet", so die Pressestelle.

Auf Nachfrage bestätigte die zuständige Pressestelle der Polizei Northeim den Vorfall und begründete die Strafanzeige gegen die 31-jährige Frau, die nach Angaben des Pressesprechers im Rahmen eines Einsatzes aufgrund häuslicher Gewalt gestellt wurde.

"[...].  Im Rahmen der polizeilichen Sachverhaltsaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine Drogenbeeinflussung, die durch einen entsprechenden Test gleich für mehrere Drogen bestätigt wurden. BTM-Konsumenten machen sich jedoch trotz der Straflosigkeit des Konsums regelmäßig wegen dem vorausgehenden Besitz, ggf. auch wegen Anbau, Einfuhr pp. strafbar. Juristisch ist ein Konsum ohne Besitz zwar durchaus denkbar, in der Praxis aber eher selten anzutreffen. Der Wortlaut der Pressemitteilung ist daher unglücklich, spiegelt aber die überwiegende Rechtsmeinung [sic!]. Da dem Konsum in der Regel der Besitz voraus geht, ergab sich für die Beamten der Anfangsverdacht einer Straftat. Ähnlich sah es in der Vergangenheit auch das OLG Hamburg, siehe 1 Ss 129/07 (2-41/07 (REV)). Im Sinne des Legalitätsprinzips wurden daher Ermittlungen aufgenommen und gegen die nunmehr Beschuldigte ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Besitzes von Betäubungsmitteln eingeleitet."

 

Die Polizei irrt

Doch so klar, wie es die Polizei in Northeim sieht, ist die Rechtslage nicht - im Gegenteil. Denn es gibt in Deutschland noch keinen einzigen Fall, bei dem eine Person verurteilt wurde, wenn, so wie in diesem Falle, überhaupt keine Betäubungsmittel aufgefunden wurden. Bei dem in der Stellungnahme erwähnten Urteil des OLG Hamburg handelte es sich um einen Mann, bei dem 2007 eine sehr Geringe Menge Crack gefunden wurde, die eindeutig zum Eigenkonsum dienen sollte. Damals stellte das Oberlandesgericht Hamburg fest, dass selbst der Besitz sehr Geringer Mengen strafbar sei. Doch im aktuellen Fall gab es gar kein Corpus Delicti. Bleiben Konsum und Rausch übrig - doch das sind definitiv keine Straftaten. Anders herum gibt es sehr wohl zahlreiche Urteile und Kommentare zum Betäubungsmittelgesetz, die glasklar eine Straffreiheit des Konsums illegaler Substanzen feststellen.

Ähnliches hatte die Polizei in Viersen schon einmal versucht - und war kläglich gescheitert. Damals hatte man versucht, Coffeeshop-Kunden, die ohne Gras oder Hasch zurück nach Deutschland kamen, alleine aufgrund des Besuchs eines niederländischen Coffeeshops zu kriminalisieren. Von 2009-2014 hagelte es reihenweise schlussendlich folgenlose Anzeigen gegen heimkehrende Kiffer auf dem legendären Coffeeshoppfad. 

Auch wenn das Verfahren gegen die 31-jährige aller Wahrscheinlichkeit nach eingestellt wird, scheint die Rechtsauffassung der Northeimer Polizei wenig erfolgversprechend und zudem schlecht mit dem Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland vereinbar.

Sonderthemen: 

Leafly Deutschland NewsNeue CBD-Studie in Planung

PTBS-Patienten können sich in 26 von 33 US-Bundesstaaten für ein medizinisches Cannabisprogramm qualifizieren. Die American Legion, eine Veteranenorganisation, unterstützt sogar Veteranen dabei, Zugang zu Medizinalhanf zu bekommen. Das Kriegsveteranenministerium (Veterans Affairs) erlaubt jedoch Veteranen in seiner Obhut nicht, medizinisches Cannabis zu verwenden. Vor zwei Jahren blockierten die Führer des Kongresses Reformen, die es Veteranen ermöglicht hätten, sich für medizinische Cannabisprogramme einzuschreiben.

Ende November 2018 haben US-Forscher des Scottsdale Research Institute in Phoenix bekannt gegeben, dass sie eine Studie zur Wirksamkeit von Cannabis bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) durchführen wollen (Leafly.de berichtete). Auch in Australien planen Forscher laut einem Medienbericht aktuell die Durchführung einer Studie.

Allerdings wollen die australischen Forscher die Wirksamkeit von CBD als Behandlung für Veteranen untersuchen, die unter einer PTBS leiden. Dabei erfolgt die Durchführung der Studie in Abstimmung mit den Cannabis Access Clinics und dem Gesundheits- und Wellnessunternehmen BOD Australia.

PTBS: 300 Veteranen für Studie gesucht

Laut dem oben genannten Bericht haben allein seit dem vergangenen Jahr 8,3 Prozent der Soldaten aus der australischen Verteidigungstruppe mit den Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung, wie beispielsweise Ängste, Depressionen, Flashbacks und Schlafproblemen, zu kämpfen.

Die Forscher hoffen, 300 Veteranen für die Studie zu gewinnen. Der leitende Forscher Dr. Sharron Davis erklärte, dass traditionelle Behandlungen bei einer PTBS nicht immer funktionieren. Deshalb sollen an der Studie nur Betroffene teilnehmen, bei denen die Schulmedizin versagt hat.

Jo Patterson, Sprecher von BOD Australia, gab an, dass die Teilnehmer mit einer Dosis von 5 Millilitern CBD über fünf Wochen beginnen könnten. Weiter erklärte er, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Die Teilnehmer sollen „den Nutzen“ des CBDs bewerten.

Mehr zu dem Thema posttraumatische Belastungsstörung und Medizinalhanf.

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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Hanf Journal News16 Cannabis-Plantagen in Schleswig-Holstein gebustet

Gewerbebetrieb für Gewächshaustechnik in Flensburg im Fokus der Ermittlungen – Polizei beschlagnahmt Kundenkartei     Die gestrige Polizeimeldung über einen generalstabsmäßig geplanten und durchgeführten Generalangriff auf die Growerszene in den Landkreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg lässt nichts Gutes erahnen. Laut Presseportal der Polizei ist der Ausgangspunkt der Ermittlungen ein „Gewerbebetrieb für Gärtnereibedarf, in dem Ausrüstungsgegenstände für…

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Leafly Deutschland NewsAnglikanische Kirche investiert in Cannabis

Einem Medienbericht zufolge erklärte jetzt die anglikanische Kirche, in Cannabis zu investieren, sofern es um medizinisch genutztes Cannabis geht. Edward Manson, Leiter der Abteilung für verantwortungsvolle Investitionen, führte aus, dass es einen Unterschied zwischen dem Freizeitkonsum und dem medizinischen Nutzen von Cannabis gebe.

„Wir sind mit dem Einsatz für medizinische Zwecke einverstanden“, führte Manson aus. Dieser verwaltet mit seiner Abteilung ein Vermögen von rund 9 Milliarden Euro.

In Großbritannien ist die Nutzung von pharmazeutischem Cannabis seit November letzten Jahres legal (Leafly.de berichtete).

Anglikanische Kirche ändert ethische Leitlinien

Die anglikanische Kirche hatte bisher in ihren ethischen Leitlinien keine Investitionen in Cannabis vorgesehen. Zudem verbietet dieser Leitfaden auch Investitionen in Unternehmen, die über zehn Prozent ihres Umsatzes aus Glücksspiel, Tabak, Waffen sowie Kohlenutzung zur Stromerzeugung generieren. Dem Medienbericht zufolge hat die anglikanische Kirche jetzt aber Cannabis als Medizin hiervon ausgenommen.

Dennoch soll es einige Einschränkungen geben, trotz der gelockerten Leitlinien. So will die anglikanische Kirche lediglich in lizenzierte Unternehmen investieren, die sich auf Medizinalhanf spezialisiert haben. Zudem sollen keine Gelder in Unternehmen fließen, die mehr als zehn Prozent ihrer Einnahmen aus dem Cannabisgeschäft gewinnen.

Cannabis erlebt Investitionsboom

Sowohl medizinisches Cannabis als auch Cannabis für Freizeitzwecke erlebt aktuell einen Investitionsboom, denn immer mehr Länder legalisieren den Gebrauch. In den USA hat erst kürzlich Illinois als elfter Staat Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert (Leafly.de berichtete). In Kanada ist Cannabis seit vergangenem Jahr legal.

Im Jahr 2018 besaß der Markt für legales Cannabis ein globales Volumen von fast 11 Milliarden US-Dollar. Laut einer Untersuchung der Jefferies Financial Group soll der Cannabismarkt voraussichtlich bis zum Jahr 2029 ein Volumen von mindestens 50 Milliarden US-Dollar erreichen.

Hari Guliani, der Chief Operating Officer der britischen Firma Grow Biotech für medizinisches Cannabis, erklärte laut einem Medienbericht, dass die Ankündigung der anglikanischen Kirche bezeichnend dafür sei, dass sich die Wahrnehmung von medizinischem Cannabis auf breiter Front ändert.

„Es werden weltweit zahlreiche Forschungsarbeiten zu medizinischem Cannabis durchgeführt, die zum besseren Verständnis aller beitragen. Es scheint jedoch, dass die Unterscheidung zwischen medizinischem Cannabis und Freizeit-Cannabis für einige Menschen unklar bleibt. Wenn Gruppen wie die anglikanische Kirche über Investitionen in medizinisches Cannabis nachdenken, können wir damit rechnen, dass sich die Wahrnehmung weiter ändert“, so Guliani.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Leafly Deutschland NewsMedizinisches Cannabis-Experiment in Frankreich

Im Januar 2018 kündigte Frankreichs Regierung einen Gesetzesentwurf für die Freigabe von Medizinalhanf an (Leafly.de berichtete). Der französische Senat hatte nun im Mai diesen Jahres grünes Licht für die Verwendung von pharmazeutischem Cannabis gegeben. Allerdings soll es zunächst ein Cannabis-Experiment über zwei Jahre geben, bis das Gesundheitsministerium seine Zustimmung erteilt hat.

In Kürze könnte Medizinalhanf in Frankreich möglicherweise für Hunderttausende von Patienten legal verfügbar sein, die an schweren, krankheitsbedingten Schmerzen leiden. Je nach Patientengruppe könnten zwischen 300 000 und 1 Million Patienten für die Verwendung in Frage kommen.

„Es wird ungefähr zwei Jahre dauern, bis Versuche mit therapeutischem Cannabis beginnen, sobald das Gesundheitsministerium grünes Licht gibt“, erklärte Professor Nicolas Authier, Leiter der Pharmakologie an der Schmerzklinik des Universitätsklinikums Clermont-Ferrand, gegenüber der Presse.

Zweijähriges Cannabis-Experiment startet in Kürze

Das Cannabis-Experiment soll in den kommenden Wochen starten. Das erklärte Jean-Baptiste Moreau, Abgeordneter von LREM (The Republic on the move), der die Legalisierung von Medizinalhanf unterstützt.

„Die Herausforderung besteht darin, eine französische Lieferkette für die Herstellung [dieser pharmazeutischen Produkte] zu gewährleisten“, so Moreau.

Er hofft, dass sein Distrikt La Creuse, in dem gewählte Amtsträger versuchen, die lokale Wirtschaft anzukurbeln, und 2018 die Genehmigung der Regierung für den Anbau und die Produktion von medizinischem Cannabis einholen wird.

Cannabis-Experiment soll streng kontrolliert werden

Lukrative Geschäftsmöglichkeiten könnten noch in weiter Ferne liegen, heißt es in dem Bericht.

„Derzeit ist die medizinische Cannabisproduktion in Frankreich nicht zugelassen. Die Pflanzen werden auf umzäunten Feldern oder in Gewächshäusern angebaut und erfordern erhebliche Investitionen. Wir müssen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und das Licht. Es ist keine konventionelle Landwirtschaft“, führte Authier aus.

Das Cannabis-Experiment könnte bis Mitte 2021 dauern.

„Bis dahin müssen wir wahrscheinlich pharmazeutische Produkte [aus Ländern, in denen medizinisches Cannabis legal ist] importieren, bis eine französische Lieferkette eingerichtet ist“, führte Authier weiter aus.

Die französischen Erzeuger müssen nicht nur lernen, Cannabis anzubauen, sondern auch die europäischen Regeln für die Herstellung von Arzneimitteln mit gleichbleibender Qualität einhalten.

Strenge Regulierung für Medizinalhanf

Der Gebrauch von medizinischem Cannabis wird streng kontrolliert. Ärzte dürfen es nur als „letzte Möglichkeit“ verschreiben, nachdem sie andere therapeutische Behandlungen ausprobiert haben. Im Dezember 2018 identifizierte die Nationale Agentur für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten mögliche Anwendungen für medizinisches Cannabis. Hierzu gehören Krebs, bestimmte Arten von Epilepsie, Multiple Sklerose, Palliativmedizin und Schmerzen, die nicht auf die üblichen Behandlungen ansprechen.

Keine Legalisierung für den Freizeitgebrauch

Senatoren der Républicains-Partei befürchten, dass medizinisches Cannabis ein „trojanisches Pferd“ ist, das für die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch dient. Authier teilt diese Bedenken jedoch nicht.

„Es besteht nur ein geringes Risiko, dass medizinisches Cannabis zu Erholungszwecken missbraucht wird. […] Es hat verschiedene Benutzer mit unterschiedlichen Zielen. Diejenigen, die gegen Schmerzen Codein einnehmen, und diejenigen, die Opium rauchen, nehmen die gleiche Substanz, haben aber nicht den gleichen Zweck. In ähnlicher Weise wird medizinisches Cannabis diejenigen, die nach psychoaktiven Wirkungen suchen, nicht befriedigen“, so Authier.

So wird es in medizinischem Cannabis weniger THC geben als in Cannabis, das laut der französischen Beobachtungsstelle für Drogen regelmäßig von 11 Prozent der Franzosen im Alter von 18 bis 64 Jahren geraucht wird.

„Therapeutisches Cannabis ist keine Droge, es ist ein Medikament. Die Frage der Legalisierung wird nicht vor 2021 und erst nach diesem Cannabis-Experiment auftauchen“, führte Authier weiter aus.

Der Abgeordnete Moreau ist jedoch offen für die Idee der Legalisierung. Hierzu erklärte er auch, dass man irgendwann auch Cannabisprodukte [Öle und Nahrungsergänzungsmittel mit sehr niedrigem THC-Gehalt] in Betracht ziehen müsse.

 

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Hanf Journal NewsRussische Polizei schiebt Menschenrechtlern Cannabis unter

Das Cannabis-Verbot hilft gegen alles – auch gegen Regimekritiker und Dissidenten     Sadhu an Hemp   Die Masche der russischen Polizei ist immer die gleiche: Wer den vaterländischen „Frieden“ stört, bekommt von Vater Staat eins übergebraten – und das mit der Prohibitionskeule. Letztes Jahr traf es den Menschenrechtler Ojub Titijew, den es mundtot zu…

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Leafly Deutschland NewsTexas legalisiert Hanfprodukte

Ohne eine Unterzeichnungszeremonie oder eines öffentlichen Statements legalisierte Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, jetzt einem Medienbericht zufolge Industriehanf und daraus gewonnene Produkte. Damit hat der Gouverneur die vielen CBD-Läden in Dallas aus der Grauzone befreit. Die dort erhältlichen CBD-Produkte werden aus Industriehanf hergestellt und enthalten weniger als 0,03 Prozent THC.

Befürworter von Hanf, wie der Verfasser des Gesetzes, Charles Perry, Republikaner im Texas House, und Sid Miller, der für Landwirtschaft zuständige Kommissar von Texas, drängten den Gesetzgeber, die Hanferzeugung zu legalisieren, damit die texanischen Landwirte gleiche Wettbewerbsbedingungen für Staaten haben, in denen Hanf bereits legal ist.

„Die Hanfindustrie wächst rasant und wir müssen sicherstellen, dass unsere Landwirte in der Lage sind, daran teilzunehmen. Wir hoffen, dass diese landwirtschaftliche Ware dazu beiträgt, die ländlichen Gemeinden zu stärken, da es für unsere Landwirte eine neue rentable Erntemöglichkeit gibt“, erklärte Perry.

Texas: Regulierung des Marktes

Nach dem neuen Gesetz ist das Landwirtschaftsministerium von Texas für die Überwachung und Erteilung von Lizenzen für landwirtschaftliche Betriebe zuständig, die Hanf anbauen möchten. Alle für den menschlichen Verzehr hergestellten Produkte werden von der Texas Health and Human Services reguliert.

Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes existierten CBD-Produkte nur in einer Grauzone (ähnlich wie in Deutschland). Im vergangenen Frühjahr hat das Gesundheitsministerium von Texas zunächst Richtlinien herausgegeben, die den Verkauf vieler CBD-Produkte illegal gemacht hätten, da sie keine entsprechende Lebensmittelkennzeichnung aufweisen.

Heather Fazio, die Direktorin von Texans für Responsible Marijuana Policy, lobte die Gesetzesvorlage.

„Die texanische Gesetzgebung hat in dieser Sitzung mindestens eines richtig gemacht, als sie Hanf legalisiert hat. Schließlich sind die texanischen Landwirte nicht länger von diesem lukrativen Agrarmarkt ausgeschlossen. Außerdem können Texaner CBD jetzt kostenlos nutzen“, führte Fazio aus.

CBD-Produkte als wichtiger Wachstumsmarkt in den USA

In den USA gelten CBD-Produkte als wichtiger Wachstumsmarkt. Viele Einzelhändler haben CBD-Produkte in ihrem Sortiment. Laut einem Medienbericht hat jetzt auch die Einzelhandelskette Kroger Co angekündigt, in seinen Filialen in 17 US-Bundesstaaten CBD-Produkte anzubieten. Damit folgt das Unternehmen auch der CBS Health Corp. Das Unternehmen hatte bereits im März diesen Jahres ihr Sortiment um CBD-Produkte erweitert.

Laut einer Studie der BDS Analytics und Arcview Market Research soll der Markt für CBD-Produkte in den USA im Jahr 2024 ein Volumen von über 20 Mrd. US-Dollar erreichen. Der Großteil der Produkte soll dabei im Einzelhandel über die Verkaufstheke gehen und nicht über Cannabis-Verkaufsstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hanf Journal NewsKushy Vibes mit Knut

Der Budler besucht einen Gärtner Vor einiger Weile begab ich mich mal wieder auf den Weg in Richtung schöne Gärten. Was manchmal gar nicht so einfach ist, da die Prohibition die Gärtner und deren Hobbys zunehmend ins Verborgene treibt. Daher gestaltet sich das Auffinden solcher Ortschaften ziemlich schwierig. Doch mit etwas Glück bekommt man ab…

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Hanf Journal NewsGras im Gefängnis in Kalifornien fortan erlaubt

Besitz von weniger als einer Unze Cannabis ist kein weiteres Verbrechen – Konsum bleibt aber untersagt Obwohl Gefängnisse einen abgegrenzten Raum darstellen, auf dem sich die Insassen nicht unbedingt mit Waren eindecken können, die außerhalb ihrer Hanfanstalten zu erwerben sind, findet natürlich auch Marihuana den Weg hinter die hohen Mauern von Zuchthäusern. Selbst Geschäfte werden…

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Hanf Journal NewsHemp Expo Luxemburg 2019

Promotion – Eine Fachmesse vor der vollständigen Legalisierung von Hanf zu Rauschzwecken lädt ein In Deutschlands Nachbarland Luxemburg wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Da sich auch in dem etwas über 600000 Einwohner zählenden Großherzogtum Marihuanakonsum nicht durch eine strenge Gesetzeslage verhindern lässt und meist die falschen Personen vom Verbot durch Schwarzmarkthandel profitieren, ändert man in…

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Hanf Journal NewsRechts geht’s in die Sackgasse

von Sadhu van Hemp Der „Trend nach rechts“ ist ungebrochen – weltweit. Und damit sinken die Chancen auf eine Cannabis-Legalisierung. Schließlich ist die Prohibition ein Evergreen rechter und konservativer Demagogen, die bis heute ihrem geistigen Übervater Harry Anslinger folgen, der als Chef des US-amerikanischen Federal Bureau of Narcotics in den 1930er Jahre die Weichen für…

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenHEUTE LIVE AUS ENSCHEDE – MIT SKYLINETV

Heute geht es gemeinsam mit Adam von SkylineTV durch einer meiner Lieblingsstätte Enschede, die ich Ihn und natürlich auch euch gerne zeige. „Mehr Anzeigen“

Also schaltet gerne ein – Start gegen 16 Uhr
Webseite – https://skylinetv.live/
Stream – https://www.youtube.com/c/SkylineTV/live

Folgt mir gerne auch auf
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Übrigens an die jenigen da draußen, wenn euer Konsum aus dem Ruder läuft, holt euch Unterstützung 🙂 hilfestattstrafe

http://www.dhs.de/einrichtungssuche

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenWas gibt es neues? Dampfen & Testen

Wir haben für euch auf dem Canna Markt geschaut, was es so Neues gibt und ein paar coole Sachen möchten wir euch in dieser Folge vorstellen. Hast du eine gute Lösung um zu testen ob Du THC positiv bist ? Weisst Du, dass man CBD auch durch eine Art Vaporizer Pen konsumieren kann? Hast Du schon mal was von Murano Filtern gehört oder sie probiert? In dieser Sendung bekommst Du die Antworten.

Breathe Organics:
https://www.breathe-organics.com/

DopeCheck
https://dope-check.com/

Phenopen
https://phenopen.com/

420 Murano Glass
https://www.420muranoglass.com/en/

Deutscher Hanfverband NachrichtenCannabis im Briefkasten der Bundespolizei | DHV-Video-News #209

Cannabis im Briefkasten der Bundespolizei | DHV-News #209

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Die Hanfverband-Videonews vom 14.06.2019

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Leafly Deutschland NewsEvas Erfahrungen: Jetzt Stammzellspender werden!

Es gibt Momente, an die man sich sein Leben lang erinnert: Den Heiratsantrag, die Geburt der Kinder und derlei schöne Dinge. Allerdings bietet das Leben für die meisten von uns eben nicht nur diese wundervollen Augenblicke.

Unter die schönen Erinnerungen mischen sich auch Momente mit tragischen Nachrichten über Krankheit und/oder Tod, die sich auf ewig in unser Gedächtnis einbrennen ohne, dass wir etwas dagegen tun können. Und dann gibt es noch diese magischen Momente, bei denen man das Gefühl nicht los wird, eine höhere Kraft habe da ihre Finger im Spiel.

Ein besonderer Moment in meinem Leben

Ein solcher Moment ereignete sich für mich am 11.3.2017. Ich saß am Schreibtisch und schrieb eine E-Mail an die DKMS, eine Organisation, die viele kennen werden und die dem Blutkrebs den Kampf angesagt hat.

Schon länger hatte ich das Gefühl, mich mehr ehrenamtlich engagieren zu wollen. Kaum hatte ich die E-Mai mit der Frage, ob sie mich irgendwie als „Mithelferin“ gebrauchen könnten abgesendet, erhielt ich eine Mail von Ines Gillmeister. Und zwar nur wenige Sekunden später! Ich traute meinen Augen kaum: kann das Zufall sein?

Ines schrieb mir, dass sie mir schon länger bei Instagram folge und wendete sich mit folgendem Anliegen an mich:

„Mein Mann, der Vater meiner Kinder, hat ein Multiples Myelom. Das ist eine Art von Blutkrebs… Könntest Du Dir vorstellen uns zu helfen, unsere Schirmherrin zu sein?“

Ich zögerte natürlich keine Sekunde! Ines stellte eine einmalige Stammzellspendersuchaktion auf die Beine und mich ehrt es nach wie vor, dass ich sie unterstützen durfte. Mein Mann Peter und ich haben vor allem über Social Media versucht, Leute zu mobilisieren und zu motivieren, sich bei der DKMS als Stammzellspender registrieren zu lassen.

Außerdem waren wir bei der Aktion für Ines’ Mann Simon in Berlin selbst vor Ort mit dabei. Das kollektive Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft von mehr als 1200 Menschen, die wir gemeinsam zu einer Registrierung bewegen konnten, berührt mich bis heute tief!

Dank dieser Spenderaktion konnten bisher 11 (!!) Menschen das Leben gerettet bzw. verlängert werden. Das ist außergewöhnlich viel, denn die Suche nach einem Spender ist ungefähr vergleichbar mit der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Man sucht sozusagen nach einem „genetischen Zwilling“ und der ist logischerweise extrem schwierig zu finden.

Kein Stammzellspender für Simon

Tragischerweise konnte für Simon kein Stammzellspender gefunden werden. Er verstarb im Juli vergangenen Jahres. Umso bewundernswerter finde ich, dass Ines mit ihren zwei Kindern seitdem weiterkämpft und sich nach wie vor einsetzt im Kampf gegen den Blutkrebs. Auf Instagram @weginsleben2.0 lässt sie uns teilhaben, am Leben und Leiden nach Simons Tod. Und sie hat sogar einen Bestseller geschrieben!

Mit „Rock den Himmel mein Held“ gibt sie vielen Betroffenen und Angehörigen Mut, sich nicht niederstrecken zu lassen von der fucking K* Krankheit!!!

Und was hat das mit Cannabis als Medizin zu tun?

Sehr viel! Denn gerade bei Patienten wie Simon kann Cannabis als Medizin das Leiden erleichtern bzw. wieder für ein gewisses Maß an Lebensqualität sorgen.

Gute Erfahrungen gibt es mit Medizinalhanf begleitend zur Chemotherapie, da dadurch Übelkeit und Appetitlosigkeit verringert werden können.

Und noch was Persönliches: Seit meiner Tätigkeit für die DKMS und für Leafly bin ich emphatischer, durchlässiger und feinsinniger geworden. Gerade in unserer heutigen Gesellschaft, die mir nach wie vor zu sehr von Egoismus und Ellbogenmentalität geprägt ist, kann es für das eigene Befinden etwas sehr Heilsames haben, wenn man sich sozial engagiert.

Vielleicht haben SIE auch Lust dazu?! Probieren Sie es doch mal aus! Am besten direkt mit einer Registrierung bei der DKMS – oder einer Spende.
Alle Infos dazu auf www.dkms.de

Alles Liebe!!

Eure Eva Imhof

 

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenCannabis im Briefkasten der Bundespolizei | DHV-News #209

Die Hanfverband-Videonews vom 14.06.2019

0:45 • DHV-Shop wieder am Start
5:20 • Niederlande: Modellprojekt auf der Kippe?
8:06 • Einbeck: Hier gibt es noch Strafverfahren wegen Cannabiskonsum
10:27 • Unbekannte werfen Cannabis in Briefkasten der Bundespolizei
10:59 • China: Kiffer vor 2.500 Jahren
12:43 • Termine

Die Tonspur der Sendung steht hier als Audio-Podcast zum downloaden oder direkt hören zur Verfügung:
https://hanfverband.de/file/dhvnews209-podcast14062019mp3
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• DHV-Shop wieder am Start

DHV, 13.06.2019: DHV-Webshop wieder geöffnet!
https://hanfverband.de/nachrichten/blog/dhv-webshop-wieder-geoeffnet

zum DHV online shop:
http://hanfverband-shop.de/

• Niederlande: Modellprojekt auf der Kippe?

dutchnews, 11.06.2019: Big Dutch cities, coffee shops say no to regulated marijuana trials
https://www.dutchnews.nl/news/2019/06/big-dutch-cities-coffee-shops-say-no-to-regulated-marijuana-trials/

Marijuana.com, 11.06.2019: Niederlande: Coffeeshop-Modellprojekt vor dem Aus
https://www.marijuana.com/de/news/2019/06/niederlande-coffeeshop-modellprojekt-vor-dem-aus/

• Einbeck: Hier gibt es noch Strafverfahren wegen Cannabiskonsum

Polizeiinspektion Northeim, 09.06.2019: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/57929/4292604

• Unbekannte werfen Cannabis in Briefkasten der Bundespolizei

ntv, 12.06.2019: Unbekannte werfen Drogen in Briefkasten der Bundespolizei
https://www.n-tv.de/regionales/thueringen/Unbekannte-werfen-Drogen-in-Briefkasten-der-Bundespolizei-article21081565.html

• China: Kiffer vor 2.500 Jahren

MPG, 12.06.2019: Die Anfänge des Cannabis-Rauchens – Funde belegen Nutzung des Rauschmittels vor 2500 Jahren im westchinesischen Pamirgebirge
https://www.mpg.de/13558387/anfaenge-des-cannabisrauchens

• Termine

http://hanfverband.de/nachrichten/termine

Dortmund: Infostand der DHV-Ortsgruppe Dortmund in Gründung
Samstag, 15. Juni 2019 – 12:00 bis 20:00

Kanada, Saint John: World Cannabis Congress
Sonntag, 16. Juni 2019 – 0:01 bis Dienstag, 18. Juni 2019 – 23:59

Koblenz: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Koblenz in Gründung
Sonntag, 16. Juni 2019 – 16:00

Mönchengladbach: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Mönchengladbach
Montag, 17. Juni 2019 – 19:00

Heidelberg: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Rhein-Neckar
Dienstag, 18. Juni 2019 – 19:00

Augsburg: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Augsburg
Mittwoch, 19. Juni 2019 – 19:00

Dresden: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Dresden
Donnerstag, 20. Juni 2019 – 20:00

Mary Jane Hanfmesse Berlin 2019
Freitag, 21. Juni 2019 – 11:00 bis Sonntag, 23. Juni 2019 – 18:00

Lauf an der Pegnitz: Selbsthilfegruppe „Canna-Hilft“
Freitag, 21. Juni 2019 – 18:00

Mannheim: Infostand der DHV-Ortsgruppe Rhein-Neckar
Samstag, 22. Juni 2019 – 10:30 bis 16:00

Freiburg: Gründungstreffen der DHV-Ortsgruppe Freiburg
Samstag, 22. Juni 2019 – 16:20

Hamburg: Offenes Treffen der DHV-Ortsgruppe Hamburg
Dienstag, 25. Juni 2019 – 19:00

Du willst die Arbeit des Deutschen Hanfverbands unterstützen? Jetzt Fördermitglied werden!
http://hanfverband.de/dhv/unterstuetzen

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenWas ist HanfsamenÖl? (HempMade) – Stoner

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ACHTUNG! In diesem Video geht es um Cannabis. Cannabis ist eine Pflanze, die leider in den letzten Jahren immer mehr verspottet wurde. Doch Hanf (Cannabis) ist noch viel mehr als das was im Video gezeigt wird. Sie ist nicht einfach nur eine Droge, sondern Sie kann alles sein; Plastik, Papier, Öl oder Fasern. Doch, weil Cannabis Illegal ist kann sich die Wirtschaft in die Richtung nur schwer erholen. Darum brauchen wir eine Legalisierung von Cannabis!. Wichtig ist auch der Schwarzmarkt, die Drogen Dealer strecken das Cannabis unter anderem mit Haarspray, Schuhcreme, Blei etc. und verkaufen das auch an unter 18 Jährige. Das muss aufhören!
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Hanf Journal NewsAlles neu machte der Mai

Zeit für eine neue Bundesdrogenbeauftragte Der leider recht verregnete Mai war kein schlechter Monat für Cannabisbefürworter, auch wenn im Freien stehende Pflanzen sicherlich lieber etwas mehr Sonne getankt hätten. Obwohl somit die Energie des flammenden Gestirns nur bedingt die sich friedlich rekelnden Gewächse erreichte, ging zumindest am Ende des Monats nach der Europawahl in den…

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Der Artikel Alles neu machte der Mai erschien zuerst auf Hanfjournal.

Leafly Deutschland NewsLeafly.de Patientenakte: Günter Weiglein, 54, Würzburg

Update vom 14.06.19: Eigenanbau beantragt

Günter Weiglein ist einer der gut 1.000 Patienten, die vor dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes eine Ausnahmegenehmigung des BfArM für Cannabis besaßen. Darüber hinaus hatte er im Jahr 2014 vor Gericht erstritten, dass er Hanf zur eigenen medizinischen Versorgung anbauen darf. Gegen dieses Urteil legte die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BfArM, Berufung ein. Dann kam das Cannabisgesetz und änderte die Situation grundlegend.

Der Schmerzpatient Günter Weiglein baute 2016, also vor der Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken, dennoch selbst Cannabis an – und wurde verklagt. Im Dezember 2017 hat das Amtsgericht Würzburg den Patienten wegen illegalen Eigenanbaus von Cannabis zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Sein Anwalt, Matthias Schillo, legte gegen das Urteil Berufung ein. (Leafly.de berichtete.) Dieses Strafverfahren wurde inzwischen eingestellt.

Lieferschwierigkeiten und schlechte Qualität

Jetzt hat sich Günter Weiglein entschieden, zum zweiten Mal den Eigenanbau von Cannabis vor Gericht zu beantragen. Die Begründung: Die Versorgung der Cannabispatienten mit Medizinalhanf ist nicht gewährleistet. Der Anbau von Cannabis made in Germany ist noch nicht gestartet. Darüber hinaus importiert das BfArM Medizinalhanf aus dem Ausland in nicht ausreichenden Mengen. Teilweise ist die Qualität der Ware auch mangelhaft.

Aufgrund der Lieferschwierigkeiten von Medizinalhanf sind in den Apotheken häufig nur einige wenige Sorten verfügbar. Das bedeutet, Cannabispatienten können oft nicht die Sorte erhalten, die ihnen der behandelnde Arzt verschrieben hat – und die für die spezielle Therapie sinnvoll ist. Auch Günter Weiglein leidet unter diesem Problem.

Darüber hinaus berichtet der Schmerzpatient, dass Medizinalcannabis häufig verunreinigt ist, zum Beispiel mit Schimmel:

“Wenn ich die Dose öffne, kommt mir oft ein modriger Geruch entgegen, der auf Schimmel oder eine Vorstufe davon schließen lässt.”

Wegen Einnahme von Medizinalhanf im Freien verklagt

Das Gerichtsverfahren zum Eigenanbau ist nicht das einzige, in das Günter involviert ist – er kämpft an verschiedenen Fronten: Der Cannabispatient wurde im letzten Jahr von seiner Nachbarin verklagt, da sie sich durch unangenehme Gerüche belästigt fühlte, wenn Weiglein Cannabis auf dem Balkon inhaliert. Die Nachbarin, die über dem Patienten wohnt, will die Einnahme des Medizinalhanfs im Freien nicht länger hinnehmen. (Leafly.de berichtete)

Vor einigen Tagen hat der zuständige Richter in einem Vor-Ort-Termin die Wohnungen von Günter Weiglein sowie der Klägerin in Augenschein genommen. In der Wohnung der Nachbarin konnte tatsächlich ein “etwas eigenartiger Geruch” festgestellt werden. Die Ursache für den Geruch konnte laut Weigleins Anwalt jedoch nicht geklärt werden.

Bei einer Probe-Inhalation auf dem Balkon des Patienten wurde auf dem Balkon der Nachbarin für ein bis zwei Atemzüge ein leichter Geruch festgestellt. Den bewertete der Richter in seinem Protokoll aber als “nur unerheblich”.

Wie von Leafly.de werden darüber berichten, wie das Gerichtsverfahren zum Eigenanbau weitergeht. Und auch beim Streit zum Thema Verdampfen von Medizinalcannabis auf dem Balkon bleiben wir am Ball. Zu diesem Thema wird am 1. August eine Entscheidung fallen.

Ursprüngliche Patientenakte vom 12.09.17:

Patienten Infos:
Name: Günter Weiglein
Alter: 52
Wohnort: Würzburg
Krankenkasse: Techniker Krankenkasse
Anamnese: chronische Schmerzen
Medikation: THC, Cannabisblüten nach Verfügbarkeit

Cannabis gegen Schmerzen – früher nur mit Ausnahmegenehmigung des BfArM

Günter Weiglein hat schon einige Kämpfe ausgefochten, um medizinisches Cannabis legal gegen seine Schmerzen einnehmen zu können: Seit Dezember 2009 besaß er eine Ausnahmegenehmigung des BfArM für medizinisches Cannabis. In ganz Deutschland gab es nur gut 1.000 Patienten mit solch einer Ausnahmegenehmigung. Aber das ist noch längst nicht alles: Günter Weiglein hatte im Jahr 2014 vor dem Verwaltungsgericht in Köln erstritten, dass er Hanf zur eigenen medizinischen Versorgung anbauen darf. Für das Gericht stand fest: Der Schmerzpatient ist austherapiert – andere Medikamente kann er nicht anwenden, da sie in seinem Fall entweder nicht anschlagen oder die Nebenwirkungen zu unangenehm sind. Da die Krankenkasse die Kosten für Medizinalhanf nicht übernimmt, bleibt Weiglein nur der Selbstanbau. Gegen dieses Urteil legte die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das BfArM, Berufung ein. Dann folgte die Neuregelung des BtMG, allgemein als „Cannabis-Gesetz“ bekannt – und alles änderte sich für Günter Weiglein.

Schmerzpatient Günter Weiglein hilft nur Cannabis

Seit einem schweren Motorradunfall im Jahr 2002 ist Günter Weiglein chronischer Schmerzpatient: „Ich hatte einen schlimmen Unfall mit dem Motorrad, bei dem ich mir mehrere Knochenbrüche zugezogen habe. An verschiedenen Stellen in meinem Körper befand sich Metall. Das wurde über die Jahre teilweise entfernt, einiges ist immer noch da.“

Nur die ärztlich kontrollierte Einnahe von THC bewirkt bei ihm eine Linderung seiner Symptome. Durch die Behandlung mit Cannabis wird er nicht schmerzfrei, aber die Schmerzen sind deutlich geringer und er kann besser schlafen.

Seit dem neuen Cannabis-Gesetz vom März 2017 gelten die Ausnahmegenehmigungen des BfArM nicht mehr – immerhin gab es eine Übergangsfrist von drei Monaten, aber die ist jetzt abgelaufen. Und auch die Anbaugenehmigung wird nicht mehr anerkannt. Dabei hat Günter Weiglein sich so verhalten, wie es das neue Cannabis-Gesetz vorsieht: Er sucht seinen Arzt auf, der füllt einen Fragebogen aus. Im Anschluss stellt der Patient bei seiner Versicherung, der Techniker Krankenkasse, einen Antrag auf Kostenübernahme der Behandlung mit Cannabis flos. Was passiert dann? Im Fall von Günter Weiglein schaltet die Krankenkasse den MDK ein, um ein Gutachten erstellen zu lassen. Am 23. Mai 2017 wird sein Antrag auf Kostenübernahme für eine Behandlung mit Cannabinoiden offiziell abgelehnt.

Zum Hintergrund: Das sagt das neue Cannabis-Gesetz

Seit März 2017 können Ärztinnen und Ärzte Cannabis zu medizinischen Zwecken auf Kassenrezept verschreiben. Vor dieser Neuregelung mussten Patienten eine Ausnahmegenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragen, wenn sie medizinische Cannabisblüten aus der Apotheke erhalten wollten. Die Kosten für den Medizinalhanf mussten sie selbst tragen. Mit der Gesetzesänderung des BtMG übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Cannabis-Therapie. Allerdings prüft die Krankenversicherung erst einmal den Bedarf, im begründeten Einzelfall kann sie die Kostenübernahme ablehnen.

Patientinnen und Patienten haben mit dem neuen Gesetz bei schwerwiegenden Erkrankungen die Möglichkeit, sich von ihrem Arzt mit Cannabinoiden behandeln zu lassen. Voraussetzung ist, dass nach der Einschätzung des behandelnden Arztes eine spürbare positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome zu erwarten ist. Typische Anwendungsbereiche sind die Schmerztherapie, bestimmte chronische Erkrankungen oder schwere Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Als begleitende Maßnahme des neuen Cannabis-Gesetzes hat das BfArM eine Cannabisagentur eingerichtet. Diese soll den Anbau, die Ernte und den Handel mit medizinischem Cannabis kontrollieren. Außerdem ist sie verantwortlich für die Begleiterhebung: Dazu übermitteln Ärzte und Ärztinnen anonymisierte Daten, zum Beispiel zur Diagnose, zur Therapie, zu Dosis und Nebenwirkungen. Diese Behandlungsdaten werden ausgewertet, um weitere Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabis zu gewinnen. Darüber hinaus sollen Informationen zum langfristigen Gebrauch von Cannabinoiden zu medizinischen Zwecken gesammelt werden.

Hohe Ablehnungsquote bei Cannabis-Therapie durch gesetzliche Krankenkassen

Bisher liegen noch keine offiziellen Verschreibungsdaten zu medizinischem Cannabis vor, aber einige Versicherungen haben bereits Einblick in die Zahlen von eingegangenen Anträgen, Bewilligungen und Absagen gewährt. Diese Daten zeigen, dass die Ablehnungsquote von Cannabis-Behandlungen bei etwa 50 % liegt, abhängig von der Krankenversicherung. Mehr Fakten und Zahlen zum Thema Bewilligung von Cannabis-Therapien erhalten Sie hier.

Experten kritisieren das Verhalten der Krankenkassen

Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin beklagt, dass auch Patienten, die früher im Besitz einer Ausnahmegenehmigung waren, häufig von ihrer Krankenkasse eine Absage erhalten. Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. Eva Milz aus Berlin, behandelt etwa 70 Patienten, die früher eine Ausnahmegenehmigung besaßen. Die Ärztin berichtet dem Deutschen Ärzteblatt, dass „nur sehr wenige dieser Patienten bisher eine Kostenübernahme erhalten hätten – etwa fünf.“

Und Prof. Dr. med. Martin Schmelz, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, gibt im Deutschen Ärzteblatt zu bedenken: „Es kann nicht sein, dass Patienten, denen das BfArM bereits eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatte, nach der gesetzlichen Änderung sogar schlechtergestellt sind.“ Gegenüber der Frankfurter Rundschau äußert sich Michael Schäfer, Schmerzexperte der Charité in Berlin, ebenfalls zu diesem Thema. Für ihn ist es „unverständlich und sicher nicht im Sinne des Gesetzgebers”, dass einige Betroffene mit Sondergenehmigung vom BfArM jetzt von der Kasse eine Ablehnung erhalten.

Günter Weigleins Rechtsanwalt hat Widerspruch gegen den abschlägigen Bescheid der Techniker Krankenkasse eingereicht. Und Leafly.de hat bei der Versicherung nachgefragt, wie es sein kann, dass einem Patienten, der früher über eine Ausnahmegenehmigung verfügte, jetzt die Behandlung mit Cannabis nicht genehmigt wird. Die Techniker Krankenkasse wollte zu dem Fall leider keine Stellung beziehen.

Krankenkassen setzen auf MDK

Stattdessen äußert sich die Techniker Krankenkasse aber zum grundsätzlichen Vorgehen bei der Beurteilung einer Cannabis-Behandlung: „Für die erstmalige Leistung bei einem Versicherten ist die Genehmigung durch die Krankenkasse bei Einschaltung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) vorgegeben. Der MDK überprüft dann, ob die Begründung den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Über die Anträge entscheidet die jeweilige gesetzliche Krankenkasse auf Grundlage des MDK-Gutachtens.“

Der MDK allerdings berücksichtigt laut Ärzteblatt bei seinen Gutachten über eine mögliche Behandlung mit Cannabis nicht, ob das BfArM dem Patienten zuvor eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatte, da dieser als austherapiert bewertet wurde.

Aber ist es richtig, jetzt den Krankenkassen den Schwarzen Peter zuzuschieben?

Der Pressesprecher der DAK übt seinerseits Kritik am neuen Cannabis-Gesetz: „Aus unserer Sicht ist es zu schwammig formuliert. Es sind beispielsweise keine Indikationen angegeben, für die Cannabis als Therapie geeignet ist. Wäre das Gesetz konkreter, wäre der Weg über den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung häufig nicht nötig, was den Prozess beschleunigen würde.“

Preise für Cannabisblüten aus der Apotheke seit März 2017 enorm gestiegen

Die Übergangsfrist von drei Monaten, die Patienten mit einer Ausnahmegenehmigung eingeräumt wurde, ist inzwischen abgelaufen. Wie kommt ein Schmerzpatient wie Günter Weiglein jetzt an seine Cannabinoide? Er kann sich von seinem Arzt ein Privatrezept für medizinisches Cannabis ausstellen lassen. Diese Möglichkeit besteht auch nach dem neuen Cannabis-Gesetz. So umgehen Patienten die Krankenkasse und benötigen keine Bewilligung. Aber die Kosten müssen sie dann aus der eigenen Tasche bezahlen. Und das kann sich Günter Weiglein nicht leisten – infolge des neuen Gesetzes haben sich seit März 2017 die Preise für Cannabis in den Apotheken nahezu verdoppelt.

Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin empört sich in einer Protest-Mail über die hohen Preise für Medizinalhanf aus der Apotheke: „Daraus folgt, dass Patienten (…) trotz möglicherweise existierender Ausnahmeerlaubnis sich Cannabis aus der Apotheke finanziell schlicht nicht mehr leisten können.“

Aber wie kommt es zu dieser Preiserhöhung?

Das Selbsthilfenetzwerk kritisiert, dass die Apotheken seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes im März 2017 die angelieferten Behälter mit Cannabisblüten öffnen und erneut prüfen: Das nach der Ernte bereits geprüfte Cannabis wird „nunmehr bei der Abgabe einer neuerlichen sensorischen oder weiterführenden Prüfung unterzogen. Dabei gibt es nach allem Ermessen keinen erkennbaren Grund, warum Apotheker den Doseninhalt nochmals überprüfen müssten, es sei denn wegen gewünschter Verteuerung durch diese Prüfungs-Handgriffe.“

Gegen diese Kritik wehrt sich Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK). In einem offenen Brief an Dr. Franjo Grotenhermen, den Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe, weist Dr. Kiefer darauf hin, dass die Apotheke die Identität und Qualität des Cannabis überprüfen muss, die Blüten zerkleinern und im Anschluss sieben muss. Und diese Arbeit der Apothekerinnen und Apotheker wirkt sich selbstverständlich auf den Preis aus.

Illegales Handeln und Strafprozess folgen der abgelehnten Cannabis-Behandlung

Als Günter Weiglein ohne Cannabis-Rezept dasteht, bezieht er seine Cannabisblüten beim Biobauern von nebenan: „Da zahle ich nur 1/3 des Preises, den medizinische Cannabisblüten aus der Apotheke haben. Ich bin gezwungen, mir mein Cannabis auf illegale Weise zu besorgen.“

Aber das ist nicht sein einziges Problem: Früher durfte Günter Weiglein legal Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen, jetzt wurde er wegen Eigenanbaus angezeigt und sollte einen Strafbefehl akzeptieren. Weigleins Anwalt hat dagegen Einspruch eingelegt – was bedeutet, dass das Strafverfahren vor dem Amtsgericht Würzburg durchgeführt werden muss.

Weiglein wird freigesprochen werden, meint sein Anwalt: „Das Recht auf wirksame Medikamente ist ein Teil des grundgesetzlich geschützten Persönlichkeitsrechts, hinter das die Umgangsverbote des Betäubungsmittelrechts zurücktreten.“

Kürzlich hat Günter Weiglein gute Nachrichten erhalten: Als Reaktion auf seinen Widerspruch hat die Techniker Krankenkasse der Kostenerstattung zugestimmt. Aber dafür macht der behandelnde Arzt einen Rückzieher und teilt Weiglein schriftlich mit, dass die Hausarztpraxis keine Cannabis-Rezepte ausstellt – aus Sorge vor einer Überschreitung ihres Budgets. Zum Glück hat der Patient jetzt einen Schmerztherapeuten gefunden, der bereit ist, ihn zu behandeln und die Cannabis-Rezepte auszustellen.

Das Cannabis-Gesetz muss nachgebessert werden

Politiker verschiedener Parteien fordern, dass das Cannabis-Gesetz nachgebessert werden muss. So auch Burkhard Blienert, drogenpolitischer Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion: „Wir erhalten viel Feedback von Patienten und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es bei manchen Betroffenen Schwierigkeiten bei der Genehmigung ihrer Cannabis-Therapie gibt. Wir hören auch Klagen darüber, dass der Preis von Cannabis in der Apotheke sich verdoppelt hat. Das sind alles Probleme, die wir im Blick haben. Daher ist es mir auch sehr wichtig, dass wir uns nach der Bundestagswahl, egal wie sie ausgeht, sofort daran setzen und an einer Novellierung des Gesetzes arbeiten. (…) Wir benötigen schnelle Lösungen für diejenigen Patienten, die von ihrer Krankenkasse einen abschlägigen Bescheid erhalten haben.“

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Burkhard Blienert zum Cannabis-Gesetz.

Frank Tempel, drogenpolitischer Sprecher der Partei Die Linke, geht noch weiter: In einem offenen Brief an das Gesundheitsministerium kritisiert er gemeinsam mit Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch die restriktive Handhabung der Krankenkassen sowie den hohen Preis von medizinischen Cannabisblüten. Darüber hinaus fordert er, dass „alle Patientinnen und Patienten mit einer Besitzerlaubnis vom Stichtag des 10. März 2017 eine Übernahmegarantie zur Kostenerstattung durch die Krankenkassen erhalten müssen.“

Wie steht es mit der Therapiehoheit?

Politiker aller Parteien betonen, wie zufrieden sie damit sind, dass die Therapiefreiheit des Arztes im neuen Cannabis-Gesetz verankert wurde. Aber gerade damit scheinen die Krankenkassen sich schwerzutun – oder sie interpretieren den Gesetzestext anders.

Dr. Eva Milz, die langjährige Erfahrung mit dem medizinischen Einsatz von Cannabis besitzt, beklagt gegenüber dem Ärzteblatt die Einflussnahme der Krankenkassen: „Die Entscheidungsmacht der Krankenkassen untergräbt die gesetzlich geschaffene Option der Therapiehoheit des Arztes.“

Das neue Cannabis-Gesetz soll Patientinnen und Patienten, denen Cannabinoide Linderung bei Schmerzen und anderen Krankheitssymptomen verschaffen, die Therapie mit medizinischem Cannabis ermöglichen. Darüber hinaus soll es die Voraussetzungen schaffen, dass die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. So viel zur Theorie – in der Praxis sieht es im Moment leider häufig anders aus. Günter Weiglein war am Ende erfolgreich und erhält jetzt seine Cannabinoide auf Kosten der Krankenkasse, der Weg dahin war allerdings lang und holprig.

Für Patienten wie ihn selbst wünscht er sich in der Zukunft einen anderen Umgang mit dem Cannabis-Gesetz: „Die Entscheidung, ob ein Patient mit Cannabis behandelt werden soll oder nicht, gehört nicht in die Hände eines Sachbearbeiters einer Krankenkasse – das muss die alleinige Entscheidung eines Arztes sein.“

Quellen:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/07/14/tk-lehnt-zwei-von-fuenf-cannabis-antraegen-ab
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=16&aid=191848&s=cannabis&s=rezept
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=69886
https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=186476
http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Versorgung/Cannabis.pdf
http://www.fnp.de/nachrichten/wissenschaft/Cannabis-als-Therapie-Hohe-Erwartung-mit-Fragezeichen;art153,2653296
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/4_Pressemitteilungen/2017/2017_1/170119_02_PM_Cannabis_als_Medizin.pdf
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=69810
https://www.cannabis-med.org/german/acm-mitteilungen/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=237
http://www.frank-tempel.de/uploads/media/Offener_Brief_Cannabismedizin.pdf

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenNot another Dope Show 48/ Wie mein Lebenslauf wegen nem schlecht gelaunten Richter versaut wurde 1-2

Servus und Hallo bei Not another Dope Show,

Thema Heute. Wie ein Urteil eines verärgerten Richters, mein leben versaute. Teil 1 von 2

Du willst mich Unterstützen? Du findest der Ton ist so lausig, das Bild so Mies? Hier kannst du das ändern: https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/2D0K6C9HRLG1F?ref_=wl_share

Ich selber habe leider kein Geld um mir das zu kaufen. Da die Krankenkasse meine Schmerztherapie nicht bezahlen möchte hat meine Gesundheit so gelitten das ich mittlerweile auf Hartz IV angewiesen bin. Möp. Aber dafür habe ich Zeit für die Videos. Glas is immer halb Voll.

Vielen Dank an jeden Spender
Wer fragen hat, schreibt sie bitte in die Kommentare oder schickt an schmidbauer.ernst@gmail.com eine Mail mit Betreff, frage not another Dopeshow.
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Blog der Aidshilfe DeutschlandDer Staat im Uterus

Wieder einmal steht das Recht auf Abtreibung zur Debatte. Allerdings kann kein Gesetz der Welt Frauen dazu zwingen, ein Kind zur Welt zu bringen.

Von Elsa Koester*

Sie ist wieder da, die Debatte über Abtreibung. Fast 25 Jahre ist es in Deutschland her, dass der Strafrechtsparagraf 218 das letzte Mal geändert wurde.

Nun wird er wieder infrage gestellt – allerdings von rechts. Radikale Abtreibungsgegner nutzten den Paragrafen 219a, der die ärztliche Information über Abtreibung unter Strafe stellt, als Einfallstor, um die Debatte zu entfachen: Massenhaft zeigten sie Ärztinnen an, die über Schwangerschaftsabbrüche informierten.

Die Regierungskoalition bemühte sich zwar, Rechtssicherheit zu schaffen, doch inzwischen sind die Angreifer bis ins Zentrum des öffentlichen Diskurses vorgedrungen: zu Anne Will, wo Anfang Februar unter anderem der Abtreibungskritiker und CDU-Abgeordnete Philipp Amthor diskutierte.

Längst ging es dabei um das Recht auf Abtreibung an sich. Also auch um §218.

Längst geht es um das Recht auf Abtreibung an sich

Dass die Debatte gerade jetzt wieder aufflammt, überrascht nicht. Denn in jedem gesellschaftlichen Umbruch wird über Geschlechterrollen und die Bevölkerungspolitik gestritten – und über staatliche Zugriffsrechte auf den Uterus.

In der Weimarer Republik waren es Sozialdemokraten und Kommunistinnen, die eine Streichung des Abtreibungsverbots forderten, das bereits seit 1871 in §218 geregelt wird. 1926 gelang es ihnen, die darin festgelegte Zuchthausstrafe aufzuweichen, ein Jahr später wurde Abtreibung legal, wenn das Leben der Schwangeren in Gefahr war.

Diese Aufweichung machten die Nazis 1933 als Erstes rückgängig. 1943 führten sie die Todesstrafe für jene ein, die mehrfach Abtreibungen durchführten, im NS-Jargon „Täter, die die Lebenskraft des deutschen Volkes fortgesetzt beeinträchtigen“.

In jedem gesellschaftlichen Umbruch wird über Geschlechterrollen gestritten

Die im Westen nach 1945 wieder eingesetzten alten Abtreibungsparagrafen wurden erst Anfang der 1970er anlässlich einer Reform des Strafgesetzbuches erneut angegriffen. Diesmal von links.

Nach den Umbrüchen von 1968, inmitten der Debatte über die Neuordnung von Gesellschaft, Geschlechtern und Produktion, kämpften Frauen um die Selbstbestimmung über ihren Körper: „Mein Bauch gehört mir“, damit forderten sie die Abschaffung von §218.

Tatsächlich beschloss der Bundestag 1974 die straffreie Abtreibung in den ersten zwölf Wochen. Fünf CDU-regierte Länder klagten jedoch und kamen durch.

Karlsruhe erklärte die Fristenregelung für verfassungswidrig, die Indikationsregelung trat in Kraft, die die Strafverfolgung der rechtswidrigen Abtreibung bei attestierten medizinischen und sozialen Gründen aussetzte.

Die Angst vor dem Weiblichen

Auch nach der Wende wurde die Neuordnung der Gesellschaft genutzt, um eine Änderung im §218 zu erkämpfen.

Der Bundestag beschloss eine Fristenregelung, die Karlsruhe erneut kassierte, und heraus kam jener §218, mit dem wir es heute zu tun haben: „Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Abtreibung ist also nicht legal, aber die Strafverfolgung setzt dann aus, wenn sie in den ersten drei Monaten erfolgt und mindestens drei Tage zuvor eine Beratung stattgefunden hat, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Schwangere möglichst von der Abtreibung abzubringen.

Es gilt eben der oberste Richterspruch von 1993: „Schwangerschaftsabbruch muss für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen werden und demgemäß rechtlich verboten sein.“

Der Knoten der Bevölkerungspolitik liegt im Uterus

Warum wird dieser „Kompromiss“ nach all den Kämpfen aber gerade jetzt wieder aufgebrochen?

Nun ja: Die gesellschaftlichen Umwälzungen unserer Zeit sind weitreichend. Das Zeitalter der fossilen Energien ist vorbei, was in weiten Regionen eine Deindustrialisierung und damit eine Umwälzung der Arbeits- und Lebensverhältnisse nach sich zieht. Gleiches gilt für die Digitalisierung und die Globalisierung. Der männliche Familienernährer fällt, Frauen strömen auf den Arbeitsmarkt.

All dies hat tiefgreifende Folgen für die Beziehungsweisen einer Gesellschaft. Der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit hat in seinen Männerphantasien schon in den 1970ern analysiert, wie tiefgreifende Ängste zu dem Drang führen, Kontrolle zurückzuerlangen: und zwar, aus männlicher Perspektive, vor allem über weibliche Körper und Bevölkerungsströme.

Und der Knoten der Bevölkerungspolitik liegt nun einmal im Uterus.

Infografik zum Thema Abtreibung

Fakten rund um Schwangerschaftsabbrüche

Die ethischen Konflikte, die sich daraus ergeben, sind keineswegs leicht aufzulösen.

Denn dies ist das Wunder der Schwangerschaft: Aus einem Leben werden zwei. Und auch das zweite Leben ist irgendwann Mensch, also – und deshalb interessiert sich auch der Staat dafür – Träger von Grundrechten.

Wann beginnt das Menschsein?

Aber wann passiert das? Bei der Einnistung? Ab einem bestimmten Entwicklungszustand des Fötus? Bei der Geburt?

Die einfache Antwort der christlichen Fundamentalisten lautet: von Anfang an. Schon ab der Einnistung sprechen sie von einem „Kind“.

Das Recht auf dessen Leben übertrumpft dann quasi das Recht der Schwangeren auf körperliche Selbstbestimmung – „ungeborene Kinder haben ein Recht auf Leben“, sagt die AfD, und: „Es gibt kein Menschenrecht auf Abtreibung.“

Schwangere entrechtet, Konflikt gelöst.

Andersherum sprechen manche Feministinnen dem Fötus bis zur Geburt jedes Menschsein ab: „Diese Ungeborenen haben keine Rechte!“, rief eine junge Frau auf dem Bundeskongress der Jusos.

Dabei gibt uns die Humanbiologie durchaus die Möglichkeit, die Frage werdenden Lebens differenziert zu betrachten. Es entsteht nach der Befruchtung der Eizelle eben nicht gleich ein „Kind“, sondern erst einmal ein Zellhaufen, dann ein Embryo, dessen Organe noch nicht entwickelt sind und der nicht in der Lage ist, Schmerzen zu empfinden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Embryo abgeht und die Schwangerschaft von selbst abbricht, liegt bei 30 Prozent.

Erst nach der zwölften Woche wird der Embryo zum Fötus. Stand der medizinischen Forschung ist, dass der Fötus etwa ab der 24. oder 26. Schwangerschaftswoche Schmerzen fühlen kann.

Ein Kind aber muss erst geboren werden.

Die Grenze zwischen Fötus und Mensch ist nicht scharf, sondern fließend

Ab wann darf und muss der Staat den werdenden Menschen nun vor anderen – auch vor der Mutter! – schützen?

Karlsruhe war 1993 deutlich: Jedes „ungeborene Leben“ müsse geschützt werden, „für die ganze Dauer der Schwangerschaft“.

In den USA fiel die Entscheidung des Obersten Gerichts von 1973 anders aus: Einen Abbruch regulieren darf ein Bundesstaat frühestens ab der zwölften Woche, Abtreibung verbieten erst ab der 24. Woche. In Kanada ist Abtreibung bis zur Geburt legal.

Zwölfte und 24. Woche, Geburt, diese Grenzen klingen so schön scharf. Sie sind es aber nicht.

Beispiel Spätabtreibung: Die Abtreibung zwischen der 20. Schwangerschaftswoche und der Geburt ist in Deutschland nur bei schwerer Krankheit oder Behinderung des Fötus erlaubt. Dabei wird das Herz des Fötus im Mutterleib mittels einer Spritze zum Stillstand gebracht, dann wird die Totgeburt eingeleitet.

Es ist jedoch vorgekommen, dass der Fötus noch lebte, als er die Vagina passierte. Nun war er ein Kind, die Ärzte waren rechtlich gezwungen, alles zu unternehmen, um dieses Menschenleben zu retten. Ein Albtraum! Vor allem für die Frau die, ungewollt, zur Mutter eines sterbenden Babys wird.

Die Grenze zwischen einem Fötus und einem Menschen ist nicht scharf. Sie ist fließend.

Entmündigung durch §219a

In der Praxis kommen solche Grenzfälle jedoch äußerst selten vor. In Deutschland lagen die Spätabbrüche 2017 bei unter einem Prozent – dieselbe Rate wie in Kanada, obwohl es dort keinerlei rechtliche Einschränkungen gibt.

Womit wir bei der eigentlichen Frage zu §218 angekommen wären: Ist es überhaupt zielführend, wenn sich das Gesetz hier einmischt?

Das Beispiel Kanada zeigt, dass Frauen verantwortungsvoll mit der Möglichkeit umgehen, eine Schwangerschaft jederzeit abbrechen zu dürfen.

Gleichzeitig kann kein Gesetz der Welt eine Frau dazu zwingen, ihren Körper für eine Schwangerschaft herzugeben, wenn sie es nicht will. Abgetrieben wird überall, egal, was das Gesetz sagt.

Zehntausende Frauen sterben jährlich nach Abbrüchen

Wo Abtreibung illegal ist, fahren Frauen ins Nachbarland, wie derzeit viele Polinnen hierherkommen und Frauen von hier in die Niederlande fahren, wenn sie nach der zwölften Woche abtreiben wollen.

Oder Abbrüche werden illegal und unsicher durchgeführt. Laut Weltgesundheitsorganisation sind das 45 Prozent der 56 Millionen Abbrüche weltweit. Zehntausende Frauen sterben jährlich daran.

Andererseits bleibt die Zahl von Abtreibungen innerhalb einer Gesellschaft keineswegs stabil. Es muss andere Einflüsse geben als die Rechtslage, denn in Deutschland änderte sich das Abtreibungsrecht zwischen 2000 und 2016 nicht, dennoch sank die Zahl der Abtreibungen um 40 Prozent. Erst 2017 stieg sie wieder leicht an.

Die Entscheidung ist schwer, aber Frauen treffen sie. Immer schon. Und in Zukunft.

Wie sie sich entscheiden, ist keine Frage des Gesetzes, sondern ihrer Lebenssituation.

Während die Rechte derzeit grübelt, wie sie Frauen per Gesetz dazu zwingen kann, ein Kind zu gebären, sollte sich eine aufgeklärte Gesellschaft lieber eine andere Frage stellen: Welche Grundlagen müssen dafür geschaffen werden, dass Frauen wirklich frei entscheiden können?

Die staatliche Regulierung des Zugangs zu Informationen über Abtreibung, die von der Koalition in der Neuregelung von §219a durchgebracht wird, trägt jedenfalls nicht dazu bei, sondern wirkt entmündigend.

Die DDR war da weiter: Einerseits war Abtreibung innerhalb der Frist erlaubt. Andererseits stellte der Staat für Mütter und Kinder so viel Unterstützung bereit, dass auch die Entscheidung für ein Baby freier war als heute in der Bundesrepublik.

Was hingegen passieren kann, wenn der Staat die Kontrolle über Bevölkerungspolitik bis tief in die Körper hinein übernimmt, zeigte sich im Nationalsozialismus. Während für Frauen, die für „arisch“ befunden wurden, auf Abbrüche das Zuchthaus stand, wurden Zwangsarbeiterinnen zur Abtreibung gezwungen. Auch der rechtsradikale Attentäter Breivik legte in seinem Manifest fest, wie viele Kinder eine norwegische Frau haben soll.

Wenn die Feministin Teresa Bücker bei Anne Will also sagt, in Deutschland herrsche keine Gebärpflicht, tut sie dies aus historischem Wissen heraus: Es gab eine Zeit, da wurde direkt im weiblichen Uterus faschistische Politik betrieben, und es erstarken Kräfte, die das für sinnvoll erachten.

Gute Gründe, den Staat aus dem Bauch lieber ganz herauszuhalten.

* Der Artikel wurde erstmals 14. Februar 2019 in der Wochenzeitung „der Freitag“ veröffentlicht. Wir danken der Autorin Elsa Koester und der Redaktion von „der Freitag“ für das Recht auf Zweitveröffentlichung.

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„Ich habe große Erleichterung empfunden“

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenK-Phase – Drogentherapie Daytop Woche 49

Servus und Hallo bei Not another Dope Show,

Ich lese abwechselnd aus meinen Therapie Wochenreflexionen aus Daytop in Herrsching aus den 90iger Jahren und erzähle was das mit mir gemacht hat.

Thema Heute. 2. Woche K-Phase

Du willst mich Unterstützen? Du findest der Ton ist so lausig, das Bild so Mies? Hier kannst du das ändern: https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/2D0K6C9HRLG1F?ref_=wl_share

Ich selber habe leider kein Geld um mir das zu kaufen. Da die Krankenkasse meine Schmerztherapie nicht bezahlen möchte hat meine Gesundheit so gelitten das ich mittlerweile auf Hartz IV angewiesen bin. Möp. Aber dafür habe ich Zeit für die Videos. Glas is immer halb Voll.

Vielen Dank an jeden Spender
Wer fragen hat, schreibt sie bitte in die Kommentare oder schickt an schmidbauer.ernst@gmail.com eine Mail mit Betreff, frage not another Dopeshow.
Hater Kommentare werden kommentarlos gelöscht. Kritik lasse ich stehen.

Leafly Deutschland NewsWeltblutspendetag: Sicheres Blut für alle

Weltblutspendetag: BZgA ruft zu Blutspenden auf

Eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten gehört zu den grundlegenden medizinischen Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitswesen und stellt eine flächendeckende Gesundheitsversorgung sicher. Mit dem Weltblutspendetag sollen Menschen motiviert werden, regelmäßig Blut zu spenden und diejenigen anerkannt werden, die dies schon tun. Nur wenn genügend Menschen regelmäßig Blut spenden, können notwendige Bluttransfusionen sichergestellt werden.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Jeder und jede von uns kann in eine Situation geraten, in der er oder sie auf Blutprodukte angewiesen ist. Wie aktuelle Studienergebnisse der BZgA zeigen, ist die Spendenbereitschaft bei Menschen in jüngeren Altersgruppen besonders hoch. Das ist ein positives Signal. Um die Blut- und Plasmaversorgung generell sicherzustellen, ist jedoch das Engagement all derer, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, dringend erforderlich. Spenden Sie Blut und spenden Sie regelmäßig!“

Blutkonserven und Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen nach wie vor unverzichtbar. In Deutschland können Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut spenden. Eine Blutspende auch älterer Spenderinnen und Spendern ist nach individueller ärztlicher Entscheidung ebenfalls möglich.

Zum Weltblutspendetag stellt die BZgA Informationsmaterialien für Aktionen regionaler Blutspendedienste in Deutschland zur Verfügung. Rund um den 14. Juni 2019 finden Aktionen mit Unterstützung der BZgA an verschiedenen Orten und Terminen statt.

Ablauf einer Blutspende

Für eine Blutspende wird dir in weniger als zehn Minuten etwa 450 bis 500 Milliliter Blut entnommen. Von der Entnahme merkst du fast nichts. Im Anschluss kannst du dich noch 20 bis 30 Minuten ausruhen und dann ist es schon geschafft! Die gespendete Menge gleicht der Körper dann schnell wieder aus. Wichtig: Personalausweis mitbringen, vorher etwas essen und viel trinken. Natürlich keinen Alkohol oder andere Suchtmittel einnehmen.

Wie bereite ich mich auf eine Blutspende vor?

Damit du die Spende gut verträgst, solltest du vorher etwas gegessen und über den Tag ausreichend getrunken haben. Auf anstrengende Ausdauerleistungen und den Konsum von Alkohol und anderen Suchtmitteln solltest du vor und nach der Spende verzichten. Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, solltest du den Termin verschieben.

Bitte bring deinen Personalausweis und deinen Blutspendeausweis mit, falls du schon einen hast. Name, Geburtsdatum, Wohnort und Blutgruppe werden gespeichert und unterliegen dem Datenschutz. Das gilt auch am Weltblutspendetag.

Warum muss ich vor der Blutabnahme einen Fragebogen ausfüllen?

Der Spenderfragebogen dient zur Vorbereitung des persönlichen Gespräches mit dem anwesenden Arzt oder der Ärztin. Vor jeder Blutspende müssen der aktuelle Gesundheitszustand und mögliche Infektionsrisiken abgeklärt werden. Um eine höchstmögliche Sicherheit der Blutprodukte zu gewährleisten, ist der Fragebogen sehr umfangreich. Solltest du bei einigen Fragen unsicher sein, kannst du deine Bedenken im anschließenden Gespräch mit der untersuchenden Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Das Paul-Ehrlich-Institut bietet einen einheitlichen Fragebogen für Blut- und Plasmaspender an, den alle Blutspendedienste verwenden können. Weitere Informationen findest du hier.

Welche Untersuchungen werden vor der Spende durchgeführt?

Vor jeder Spende wird deine Spendetauglichkeit festgestellt – sowohl im Hinblick auf deine eigene gesundheitliche Verfassung, wie auch im Hinblick auf eine mögliche Gefährdung der Empfängerinnen und Empfänger des Blutes oder seiner Bestandteile.

Neben der Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Puls-, Temperatur- und Blutdruckmessung, Erfassung des Körpergewichtes) wird dir die Ärztin oder der Arzt noch eine Reihe von Fragen zu deinen Antworten des Fragebogens stellen. Zur Erfassung deines Eisenwertes wird dir ein kleiner Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen oder Finger zur Bestimmung des Blutfarbstoffs entnommen. Erst wenn dieser so genannte Hb-Test in Ordnung ist und aus ärztlicher Sicht auch sonst nichts gegen eine Spende spricht, wird mit der Blutentnahme begonnen.

Die Blutabnahme, nicht nur am Weltblutspendetag

Für eine Blutspende wird dir in weniger als zehn Minuten etwa 450 bis 500 Milliliter Blut entnommen. Für jede Blutabnahme wird steriles Einmalmaterial verwendet. Eine Krankheitsübertragung auf dich ist daher ausgeschlossen. Im Anschluss bekommst du einen persönlichen Blutspenderausweis. Er zeigt deine Blutgruppe, deinen Rhesusfaktor und wie oft du bereits gespendet hast.

Wer kann Blut spenden und was sind Ausschlusskriterien?

Zum ersten Mal Blut spenden darfst du mit 18 Jahren. Das Höchstalter für die erste Spende beträgt 60 Jahre. Regelmäßige Spenden sind dann bis zum 68. Lebensjahr möglich. Auch ältere Personen können noch Blut spenden, wenn es ihr Gesundheitszustand zulässt. Das wird vor jeder Spende geprüft.

Wie häufig kann ich Blut spenden?

Damit der Körper genügend Zeit hat, den Blutverlust komplett wieder auszugleichen, dürfen Frauen viermal und Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Der Zeitraum zwischen zwei Blutspenden muss mindestens acht Wochen betragen. Die Blutzellen erneuert der Körper zwar bereits in zwei Wochen, der Ausgleich des Eisenverlusts dauert allerdings rund zwei Monate, bei Frauen aufgrund der Menstruation auch etwas länger. Wenn nötig, werden von der Spendeneinrichtung Eisentabletten empfohlen oder mitgegeben. Der Flüssigkeitshaushalt ist in wenigen Stunden wieder ausgeglichen.

Schadet Blutspenden meinem Körper?

Nein. Die gespendete Menge gleicht der Körper schnell wieder aus. Die für die Krankheitsabwehr wichtigen weißen Blutkörperchen werden innerhalb eines Tages ersetzt. Bei den roten Blutkörperchen dauert es etwas länger.

Spielt meine Blutgruppe eine Rolle, ob ich zur Blutspende zugelassen werde?

Die Blutgruppe spielt keine Rolle, ob du zur Blutspende zugelassen wirst. Die Bestimmung deiner Blutgruppe ist jedoch notwendig, weil bei Blutübertragungen die Blutgruppen von Spenderinnen und Spender und Empfängerinnen und Empfänger miteinander verträglich sein müssen. In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass es verstärkt Bedarf für bestimmte Blutgruppen gibt, die besonders dringend gebraucht werden.

Wer darf Blut spenden?

Die Gesundheit der Blutspenderinnen und -spender und die Sicherheit der Blutkonserven steht an erster Stelle. Daher musst du für eine Blutspende gesund sein. Wiegst du unter 50 Kilo, fühlst dich angeschlagen oder krank, wirst du vorübergehend zurückgestellt. Bei bestimmten Erkrankungen und einigen Infektionen muss von einer Blutspende dauerhaft abgesehen werden. Das gilt auch bei einem erhöhten Ansteckungsrisiko für bestimmte Infektionen.

Wer ist vorübergehend von der Blutspende ausgeschlossen?

Auch wenn du grundsätzlich als Spenderin oder Spender geeignet bist, kann es sein, dass du eine bestimmte Zeit lang nicht spenden kannst, um jegliches Risiko für die eigene Gesundheit oder eine Gefährdung der Empfängerinnen und Empfänger auszuschließen.
Das bedeutet aber nicht automatisch, dass du dauerhaft gesperrt bist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spendezentrums erklären dir gerne die Gründe und wie du eine erneute Rückstellung vermeiden kannst. Im Folgenden findest du Erläuterungen zu den häufigsten Rückstellungsgründen.

Wer ist dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen?

Trotz gut entwickelter Testverfahren kann die Übertragung durch infiziertes Blut nicht komplett nur durch nachträgliche Untersuchungen ausgeschlossen werden. Deswegen gibt es verschiedene Personen und Personengruppen, die nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen werden. Ein Ausschluss von der Blutspende dient auch dazu, die Gesundheit der jeweiligen Person zu schützen.

Nicht Blutspenden dürfen zum Beispiel:

  • Personen mit bestimmten Erkrankungen oder Infektionen
  • Personen mit dem Risiko spongiforme Enzephalopathien (TSE) zu übertragen
  • Empfänterinnen und Empfänger von Xenotransplantaten
  • Personen, die Drogen konsumieren oder Medikamente missbräuchlich zu sich nehmen, oder bei denen der begründete Verdacht dessen besteht.

Richtlinien zur Blutspende auch am Weltblutspendetag

Wer in Deutschland Blut spenden darf ist in Richtlinien festgelegt. Die „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie)“ geben Bundesärztekammer und Paul-Ehrlich-Institut heraus.

Die Grundlage bildet das Transfusionsgesetze. Außerdem müssen europäische Vorgaben zur Spenderauswahl berücksichtigt werden, die in Deutschland umzusetzen sind. Darüber hinaus besteht für jeden Blutspendedienst die Möglichkeit, weitergehende Auswahlkriterien für seinen Bereich festzulegen. In letzter Verantwortung obliegt die Zulassung zur Blutspende dem Spendearzt oder der Spendeärztin vor Ort.

Warum ist Blutsicherheit ein wichtiges Thema?

Viele Menschen fragen sich, warum so strenge Regeln bei der Auswahl von Spenderinnen und Spendern gelten. In den 1980er-Jahren kam es zu zunehmenden Infektionsraten von HIV unter den Empfängern und Empfängerinnen von Blutprodukten. Besonders die Gruppe der Hämophiliepatienten und -patientinnen, die auf regelmäßige Einnahme von Blutprodukten angewiesen sind, war von den Übertragungen betroffen.

Zusätzlich wurde bekannt, dass die Infektion mit bestimmten Viren (HBV- und HCV), die früher als tragbare Nebenwirkung einer Bluttransfusion in Kauf genommen wurden, häufig die Entstehung von Leberzirrhosen und primärem Leberkarzinom begünstigte. Diese Entwicklung führte zu einem kompromisslosen gesellschaftlichen Apell, die Sicherheit der Blutprodukte zu verbessern.

Eine wesentliche Reaktion des Gesetzgebers darauf war das Transfusionsgesetz (TFG). Das Transfusionsgesetzt hat das zentrale Ziel, die essenziellen Anforderungen verbindlich festzuschreiben, um das  Infektionsrisiko zu minimieren. Das geschieht u.a. durch verbesserte Testverfahren und die Begrenzung der möglichen Spendebevölkerung.

Die Sicherheit der Empfänger und Empfängerinnen hat bei der Gewinnung von Blutprodukten oberste Priorität, auch wenn es dazu führt, dass ggf. Personen von der Blutspende vorübergehend zurückgestellt oder dauerhaft ausgeschlossen werden, deren Spende im Einzelfall nicht zu einer Infektion führen würde.

Hintergrundinformationen zum Thema Blutspende finden Sie unter: http://www.einfachlebenretten.de

Weltblutspendetag und die DKMS

DKMS steht für Deutsche Knochenmarkspenderdatei und deren Vision lautet: Wir besiegen Blutkrebs. Die DKMS will für jeden Blutkrebspatienten einen passenden Spender finden oder den Zugang zu Therapien ermöglichen – überall auf der Welt. Doch nicht jeder Mensch ist als Spender geeignet. Träger von Gendefekten oder anderen Krankheiten scheiden aus. Von daher ist es umso wichtiger, dass sich so viele Spender wie möglich finden.

Was ist Blutkrebs?

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Alle 35 Sekunden erkrankt weltweit ein Mensch an Blutkrebs, für viele ist eine Stammzellspende die einzige oder letzte Chance auf Leben. Die DKMS kämpft seit 1991 gegen die Krankheit und appelliert auch 2019 zum WBCD an die Menschen, ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Ziel ist es, an dem Tag größtmögliche Aufmerksamkeit auf das Thema Blutkrebs zu lenken, damit sich die Zahl der Stammzellspender erhöht und so noch mehr zweite Lebenschancen geschenkt werden können. Insbesondere ist das Engagement von jungen Menschen wichtig. Junge Menschen können über einen langen Zeitraum als Spender in der Datei registriert bleiben und bringen aufgrund ihres Alters in der Regel gute körperliche Voraussetzungen für eine Stammzellspende mit.

Wie entsteht Blutkrebs?

Bei Leukämien, wie Blutkrebs genannt wird, ist die Zellneubildung von weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, gestört. Sie bekämpfen eigentlich Infektionen im Körper. Bösartige weiße Blutkörperchen haben ihre Wächterfunktion verloren und verhindern die Entstehung normaler Blutzellen in Knochenmark und in Lymphsystem.

Die genauen Ursachen für die Entstehung des Blutkrebses sind unbekannt. Radioaktive und Röntgenstrahlung kann die blutbildenden Zellen schädigen. Chemische Stoffe wie Insektenbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel und immunhemmende Medikamente begünstigen eine Erkrankung.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei Leukämie ist eine intensive Chemotherapie die Therapieform der Wahl. Nebenwirkungen sind Brechreiz und Haarausfall, wobei Brechreiz behoben werden kann. Die Medikamente greifen aber auch die Schleimhäute in Mund und Darm an. Schmerzhafte Entzündungen sind die Folge. Während der Chemotherapie kann es zu Komplikationen kommen. So können Infektionen aufgrund des geschwächten Immunsystems lebensbedrohlich werden.

Zusätzlich können Strahlenbehandlung und Immuntherapien zum Einsatz kommen. Bei Leukämien bietet in vielen Fällen auch eine Knochenmark- und Stammzelltransplantation weitere nachhaltige Heilungschancen. Hier kommt wieder die Arbeit der DKMS ins Spiel. Leider kann dieser Eingriff mangels geeigneter passender Spender nicht bei jedem Patienten durchgeführt werden.

Deshalb ist es umso wichtiger heute am Weltblutspendetag nicht nur Blut zu spenden, sondern sich gleich auch noch als DKMS-Spender registrieren zu lassen.

Wie kann man Spender bei der DKMS werden?

Jeder ist aufgerufen, am Weltblutspendetag ein Zeichen für Sicheres Blut und gegen Blutkrebs zu setzen. Mit der Blutspende und der Registrierung als Stammzellspender schenkt man Blutkrebspatienten neue Hoffnung. Als bereits registrierter Stammzellspender kann man in den sozialen Netzwerken ein Zeichen setzen und so Freunde motivieren, sich ebenfalls als Stammzellspender zu registrieren. Viele Blutkrebspatienten brauchen einen Stammzellspender, um zu überleben und vielleicht können Sie ein Leben retten! Jetzt Spender werden!

Können Cannabinoide bei Blutkrebs als Therapieoption infrage kommen?

Bisher spricht für den Einsatz von Medizinalcannabis lediglich Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie sowie gegen epileptische Anfällen. Patienten können vor allem dann profitieren, wenn sie unter starken Nebenwirkungen von der Chemo- oder Strahlentherapie leiden. Zudem hat sich gezeigt, dass cannabisbasierte Arzneimittel wie Dronabinol die Lebensqualität von sterbenskranken Patienten etwas verbessern kann. Mehr kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Zwar wird weltweit seit Jahren geforscht und einige Ergebnisse sind vielversprechend, doch noch fehlen die entsprechenden Studien. Wir hoffen für alle Patientinnen und Patienten, dass sich hier bald eine Möglichkeit findet.

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Hanf Journal NewsNeue Gräber mit THC-reichhaltigem Hanf entdeckt

Erneut wurden Beweise für frühzeitlichen Cannabisgebrauch gefunden Im Jahr 2008 machte ein spektakulärer Ausgrabungsfund die Runde, der bewies, dass bereits vor 2700 Jahren Menschen auf den Einsatz von berauschendem Cannabis zurückgriffen. Jetzt haben neue Ausgrabungen erneut zutage gebracht, dass bei Ritualen Hanfpflanzen für spirituelle Zwecken eingesetzt worden sind. Im Pamirgebirge wurden neue Gräber mit THC-reichhaltigem…

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Deutscher Hanfverband NachrichtenDHV-Webshop wieder geöffnet!

Das Warten hat ein Ende, denn in dieser Woche haben wir ein weiteres Langzeitprojekt endlich beendet: Der DHV-Webshop ist wieder online! Nach monatelanger Wartezeit erstrahlt er nun im neuen Design und hat einige neue Produkte sowie exklusive DHV-Editionen für euch im Angebot. Insgesamt sechs neue T-Shirts und ein neuer Hoodie, der von der Hanfparade bekannte DHV-Turnbeutel, aber auch ein Regenschirm und vieles mehr findet ihr ab sofort unter der gewohnten Domain www.hanfverband-shop.de.
Natürlich besteht der Shop aber nicht nur aus schicken Klamotten: Trotz neuer Aufmachung bieten wir euch auch weiterhin die gewohnte Palette mit Infoflyern, Cannabis-Fachliteratur und DHV-Kampagnenmaterialien. Hanffreunde und DHV-Fans können nun also das gewohnte Aktivismusmaterial, aber auch vielfältiges DHV-Merchandise und unsere schicke neue Kleidungskollektion bestellen.

Wir sind gespannt wie euch der Shop gefällt und wünschen viel Spaß beim Stöbern!

Euer DHV-Team

Sonderthemen: 

Leafly Deutschland NewsEndometriose und Cannabis als Medizin

In Deutschland erkranken jedes Jahr schätzungsweise 40 000 Frauen an einer Endometriose. Wie viele Frauen tatsächlich betroffen sind, ist unklar. Denn oftmals verläuft die Erkrankung beschwerdefrei. Hinzu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit zu erkranken mit zunehmendem Alter steigt.

Bei einer Endometriose siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass eine Frau davon gar nichts spürt. Andere Frauen kämpfen jedoch während ihrer Regelblutung mit starken Unterleibskrämpfen und Schmerzen.

Die Cannabisforschung beschäftigt sich bereits mit der Symptomlinderung bei einer Endometriose mit Medizinalhanf. Erst im Anfang Mai haben wir über israelische Forscher berichtet, die nun herausfinden wollen, wie Cannabinoide bei der Behandlung von Endometriose eingesetzt werden können. Zudem berichten wir in diesem Beitrag über weitere interessante Studien, die das Thema Cannabis als Medizin und Endometriose behandeln.

Endometriose und ihre Ursachen

Bis heute sind die genauen Ursachen einer Endometriose nicht geklärt. Es gibt jedoch unterschiedliche Erklärungsansätze dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle auftritt. Hierzu gehören unter anderem:

  • Genetische Veranlagung: Da in einigen Familien mehrere Frauen unter einer Endometriose leiden, kann eine genetische Veranlagung möglich sein.
  • Hormonstörungen: Wenn das Zusammenspiel von verschiedenen Hormonen oder auch immunologischen Prozessen gestört ist, kann dies zu einer Endometriose führen. Sollte beispielsweise das Immunsystem nicht optimal arbeiten, können sich die verschleppten Gebärmutterschleimhautzellen auch außerhalb der Gebärmutter anlagern.
  • Retrograde Menstruation: Bei der umgekehrten Menstruation kommt es zum Rückfluss des Menstruationsblutes durch die Einleiter in den Bauchraum.
  • Muskelbewegungen der Gebärmutter: Eine Vermutung ist, dass die Muskelbewegungen der Gebärmutter unkoordiniert und verstärkt ablaufen, sodass es zu kleinen Verletzungen in der tiefliegenden Schleimhaut kommt. Infolge dessen gelangen die Zellen über die Eileiter in den Bauchraum. Zudem können sie sich in die Muskelschicht der Gebärmutter einnisten und dort ein gebärmutterähnliches Gewebe bilden.

Endometriose und ihre Symptome

Das wohl wichtigste Symptom ist die schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhoe). In der Regel setzen die Schmerzen im Unterleib kurz vor Beginn der Regelblutung ein und nehmen nach der Blutung wieder ab. Dabei sind die Schmerzen in einigen Fällen so stark, dass Betroffene während ihrer Regelblutung stark im Alltag eingeschränkt und sogar arbeitsunfähig sind.

Die Endometriose kann aber auch langanhaltende Schmerzen hervorrufen, die unabhängig vom Zyklus auftreten. Es wird angenommen, dass das geschädigte Gewebe die Ursache für diesen Dauerschmerz ist. Wenn das Blut an den Endometrioseherden nicht abfließen kann, kann dies zu Reizungen und Schmerzen führen.

Im Rahmen der Endometriose können weitere Symptome auftreten, wie zum Beispiel dann, wenn sich die Endometrioseherde zwischen der Gebärmutter und dem Darm befinden. Infolge dessen kann es zu Kreuzschmerzen sowie zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) kommen.

Darüber hinaus kann es auch immer wieder zu Zyklusstörungen kommen. Diese zeigen sich dann in Form von Schmier- und/oder Zwischenblutungen. Wenn sich die Endometrioseherde in der Muskelschicht der Gebärmutter befinden, ist die Regelblutung in der Regel sehr stark und hält auch länger an (Menorrhagie).

Wenn der Endometrioseherd in der Blase liegt, kann es zu Problemen beim Wasserlassen kommen. Zudem kann es passieren, dass sich Blut im Urin findet. Ebenso kann es sein, dass sich Blutspuren im Stuhl finden, wenn die Endometriose vom Darm aus geht. Beide Fälle treten jedoch nur selten auf.

Ausmaß der Endometriose

Wie stark die Symptome sind, die durch die Endometriose ausgelöst werden, deuten nicht unbedingt auf das Ausmaß der Erkrankung hin. Denn ungefähr die Hälfte der Betroffenen ist frei von den typischen Symptomen. Welche Beschwerden auftreten, hängt vor allem davon ab, wo die Herde der Endometriose liegen. In einigen Fällen lösen diese keine Symptome aus und bleiben sogar unbemerkt.

Wenn die Erkrankung Beschwerden bereitet, dann sind diese in der Regel vom Hormonzyklus abhängig. Innerhalb von 28 Tagen baut sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) mithilfe der weiblichen Hormone wie Östrogen und Progesteron auf. So kann sich im Falle der Schwangerschaft eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten. Erfolgt keine Befruchtung der Eizelle nach dem Eisprung (Ovulation), setzt die Periode ein, damit die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Danach beginnt der Zyklus erneut.

Wenn die Wechseljahre beginnen und die Regelblutung ausbleibt, verschwinden die Symptome der Endometriose. Bei einer Schwangerschaft können die Beschwerden ebenfalls ganz nachlassen, da auch während dieser Zeit die Periode aussetzt.

Endometriose: Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Symptome einer Endometriose können von Patientin zu Patientin unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig den Gynäkologen aufzusuchen, wenn akute Beschwerden auftreten. Es folgt dann in der Regel eine umfangreiche gynäkologische Untersuchung. Bei Verdacht auf Endometriose kommt dann eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) zum Einsatz. Der Arzt nimmt hierfür zwei kleine Einschnitte in der Bauchdecke vor, um dort dann eine kleine Kamera einzuführen. Durch die Kamera kann der Arzt auch Instrumente einführen, um eine Gewebeprobe entnehmen zu können. Zudem kann der Arzt durch die Kamera mögliche Endometrioseherde erkennen.

Endometriose: Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Ob eine Therapie bei einer Endometriose sinnvoll ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Ausmaß der Erkrankung sowie der Lage der Endometriose. Viele betroffene Frauen leiden während ihrer Regelblutung unter starken Schmerzen. Um diese zu lindern, werden häufig Schmerzmittel verordnet.

Wenn eine Frau keinen Kinderwunsch hat, können Hormonpräparate den hormonellen Zyklus blockieren. Zum Einsatz kommen dann meist Östrogen-Gestagen-Kombinationen, Gestagene oder GnRH-Agonisten (z. B. Goserelin). Problematisch ist jedoch, dass diese Hormonpräparate nicht nebenwirkungsfrei sind. So kann es unter der Therapie unter anderem zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Müdigkeit und Schlaflosigkeit
  • Gewichtszunahme
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Schweißausbrüche

Darüber hinaus kann in schweren Fällen auch eine Operation sinnvoll sein, bei der das überschüssige Gewebe entfernt wird. Kleinere Endometrioseherde können bereits während der Laparoskopie mithilfe eines Lasers abgetragen oder aber elektrochirurgisch verödet werden. Wenn die Herde direkt über die Scheide zugänglich sind, kann der Arzt diese auch direkt herausschneiden (Exzision). Liegen die Herde jedoch ungünstig oder sind diese sehr ausgedehnt, ist ein Bauchschnitt erforderlich.

Endometriose und Kinderwunsch

Bislang ist nicht geklärt, ob Endometrioseherde am Eileiter und den Eierstöcken die Fruchtbarkeit beeinflussen. Nur einige wenige Studien weisen darauf hin, dass sich die Chance auf eine Schwangerschaft vergrößert, wenn die Herde entfernt werden. Sollten die Herde erneut auftreten, empfehlen einige Ärzte eine künstliche Befruchtung wie beispielsweise eine In-Vitro-Fertilisation.

Endometriose: Krankheitsverlauf und Komplikationen

Der Verlauf der Erkrankung ist individuell sehr verschieden. Außerdem hängt der Krankheitsverlauf von unterschiedlichen Faktoren, wie beispielsweise der Lage der Endometrioseherde und den Behandlungsmaßnahmen. Problematisch ist, dass es auch zu Komplikationen kommen kann. So können sich Vernarbungen und Verwachsungen bilden, die wiederum zu starken Schmerzen führen. Außerdem können sich blutige Zysten am Eileiter bilden, wenn diese von der Endometriose betroffen sind. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene sich regelmäßig gynäkologisch untersuchen lassen.

Endometriose und Medizinalhanf: Aktuelle Studienlage

Bereits im Jahr 2010 erklärten Forscher der Florida State University, dass das Endocannabinoidsystem an der Uterusfunktion und -funktionsstörung beteiligt ist und dass exogene Cannabinoide einst zur Linderung von Endometriose-assoziierten Schmerzen eingesetzt wurden. Dies lege nahe, dass das Endocannabinoidsystem sowohl an der Endometriose als auch an den damit verbundenen Schmerzen beteiligt ist.

Mithilfe eines Rattenmodells fanden die Forscher dann heraus, dass die Cannabinoidrezeptoren 1 (CB1) sowohl auf den Somata als auch auf den Fasern der sensorischen und sympathischen Neuronen exprimiert werden, die das abnormale Wachstum der Endometriose innervieren. Außerdem nahmen die CB1-Rezeptoragonisten ab, während CB1-Rezeptorantagonisten zunahmen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Endocannabinoidsystem sowohl an der peripheren Innervation des abnormalen Wachstums als auch an den mit Endometriose verbundenen Schmerzen eine wichtige Rolle spielt.

Endocannabinoidsystem und Endometriose

Forscher des Departments of Obstetrics and Gynecology in Israel führen in der Einleitung ihrer Studie aus dem Jahr 2017 aus, dass das Endocannabinoidsystem (ECS) ein relevantes pharmakologisches Ziel bei der Behandlung von Schmerzen ist. Deshalb wollten die Forscher den Zusammenhang zwischen dem ECS und der durch die Endometriose erzeugten Schmerzmechanismen verstehen.

Das ECS ist eine Gruppe von endogenen Cannabinoidrezeptoren, Liganden und Enzymen, die für die Biosynthese und den Abbau der Liganden erforderlich sind und sich vorwiegend im Gehirn, im zentralen Nervensystem sowie im peripheren Nervensystem befinden.

Die Mechanismen, die an Endometriose-Schmerzen beteiligt sind, befinden sich sowohl auf zentraler als auch auf peripherer neuronaler Ebene. Darüber hinaus ist das ECS an vielen physiologischen Prozessen beteiligt, einschließlich Schmerzempfindung, Appetit, Stimmung und Gedächtnis sowie an der Vermittlung der psychoaktiven Wirkungen von Cannabis.

Weiter berichten die Forscher, dass sich die Cannabinoidrezeptoren 1 (CB1) sowohl in der Gebärmutter als auch in mehreren nicht reproduktiven Geweben in hohem Maße finden. Hingegen werden die Cannabinoidrezeptoren 2 (CB2) vorwiegend im Immunsystem und im Darm sowie in anderen Geweben wie Lunge, Gebärmutter, Bauchspeicheldrüse und Haut exprimiert.

Studien hätten gezeigt, dass humane Eizellen CB1- und CB2-Rezeptoren exprimieren und ihre Lokalisation während der Eizellenreifung variiert. Darüber hinaus wurde das Vorhandensein des körpereigenen Cannabinoids Anandamid in den weiblichen Fortpflanzungsflüssigkeiten sowie im Eierstock nachgewiesen. Dabei spielt Anandamid vor allem bei Eizellenreifung und Ovulation eine wichtige Rolle.

All dies liefert wichtige Hinweise darauf, dass die gezielte Endocannabinoid-Modulation verschiedene Ebenen der Pathogenese und der Proliferation der Krankheit beeinflussen kann.

Klinische Studien zur Wirkweise von Cannabis fehlen

Aktuell fehlen noch repräsentative Studien zur Wirkung von Cannabis auf die Endometriose bzw. Erkrankungen der Gebärmutter.

„Es gibt zu diesem Thema bisher keine klinischen Studien. Es gibt jedoch Frauen, die von positiven Effekten berichten. Dies könnte sowohl auf den schmerzlindernden als auch auf den entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabis beziehungsweise den Cannabinoiden THC und CBD beruhen“, erklärte der führende Experte für Medizinalhanf Dr. Franjo Grotenhermen in einem Interview.

Im März diesen Jahres haben wir darüber berichtet, dass US-Forscher eine Beobachtungsstudie an 400 Frauen durchzuführen wollen, die ein Cannabiszäpfchen gegen Menstruationsbeschwerden benutzen. Zur Anwendung kommen die Cannabiszäpfchen des Unternehmens Foria Wellness, die 60 Milligramm THC, 10 Milligramm CBD und Kakaobutter enthalten.

Die Cannabinoide in den Zäpfchen sollen das Immunsystem sowie die Nervenenden der Gebärmutter, der Eierstöcke und des umgebenden Gewebes beeinflussen, umso das Schmerzempfinden zu blockieren.

„Wir wissen, dass Cannabis Schmerzen lindert. Wir sehen viele Patienten mit Dysmenorrhö (schmerzhafte Menstruationszyklen). Es ist eine großartige Möglichkeit, ihnen zu helfen“, erklärte einer der Forscher.

Sobald die Ergebnisse dieser Studie vorliegen, werden wir natürlich darüber berichten.

Weitere Informationen zum Thema medizinisches Cannabis bei Regelschmerzen gibt es hier.

 

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