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Leafly Deutschland NewsPhytocannabinoide: NCCIH sucht Forscher

Tetrahydrocannabinol (THC), eines der wichtigsten Phytocannabinoide aus der Cannabispflanze, ist für seine psychoaktive Wirkung bekannt. In den letzten Jahren hat aber auch das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) wegen seiner nicht-berauschenden medizinischen Eigenschaften Beachtung gefunden, sodass es immer mehr in den Fokus der Forschung gerückt ist.

In einem Medienbericht heißt es jetzt, dass das US-amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH) auf der Suche nach Forschern ist, die weniger bekannte Phytocannabinoide untersuchen sollen.

Es gibt mehr als 110 bekannte Cannabinoide und über 120 Terpene, von denen nur wenige ausgiebig untersucht wurden. Das Bundesforschungsprojekt wird sich auf die folgenden weniger bekannten Cannabinoide und Terpene konzentrieren:

  • Cannabigerol (CBG)
  • Cannabinol (CBN)
  • Cannabichromen (CBC)
  • Myrcen
  • ß-Caryophyllen
  • Limonen
  • a-Terpineol
  • Linalool
  • a- Phellandren
  • a-Pinen
  • ß-Pinen
  • Terpinen
  • a-Humulen

Phytocannabinoide und Terpene gegen Schmerzen

Die Mechanismen und Prozesse weniger bekannter Phytocannabinoide und Terpene zur Schmerzlinderung bei Patienten mit unterschiedlichen Schmerzzuständen sind möglicherweise sehr breit, heißt es in dem Bericht. Diese Initiative fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Experten aus verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Pharmakologen, Chemikern, Physikern, Physiologen, Neurowissenschaftlern und Genetikern. Darüber hinaus heißt es in dem Bericht, dass zahlreiche Studien gezeigt haben, dass die Phytocannabinoide aus der Cannabispflanze wie THC und CBD verschiedene Arten von Schmerzen wirksam behandeln können.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass andere Cannabinoide und Terpene zur therapeutischen Wirksamkeit von Cannabis beitragen, indem sie synergistisch zusammenarbeiten, um den Gesamtnutzen der Pflanze zu stärken. Dieses Phänomen wird auch als „Entourage-Effekt“ bezeichnet.

Es bleibt jedoch noch viel zu tun, um die Mechanismen zu verstehen, durch die jedes Cannabinoid und Terpen den Schmerz beeinflusst. Wenn Forscher herausfinden können, welche Inhaltsstoffe am besten zur Schmerzlinderung geeignet sind, könnte dies zu neuen Therapien führen. Zum Beispiel gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Cannabinoide die schmerzlindernde Wirkung von Opioiden verbessern können. Wenn man also genau herausfindet, welche Cannabinoide dieses Ziel erreichen, kann dies hypothetisch helfen, niedrigere Dosen süchtig machender Schmerzmittel einzunehmen.

Entwicklung neuer Schmerzmedikamente

Die Entwicklung oder Identifizierung neuartiger Schmerzmanagementstrategien hat eine hohe Priorität. Naturstoffe waren schon in der Vergangenheit eine Quelle für neuartige analgetische Verbindungen, aus denen Pharmazeutika entwickelt wurden. Ein gutes Beispiel ist Aspirin (Acetylsalicylsäure). Vor Jahrtausenden hatten schon die alten Kelten und Germanen Extrakte aus Weidenrinde gewonnen und diese gegen Fieber und Schmerzen aller Art eingesetzt. Und genau diese Extrakte enthielten Substanzen, die der synthetischen Acetylsalicylsäure ähnelten.

Eine wachsende Literaturmenge legt nahe, dass die Cannabispflanze analgetische Eigenschaften haben kann. Die Erforschung der potenziellen analgetischen Eigenschaften von Cannabis verlief jedoch langsam. Des Weiteren heißt es, dass auch untersucht werden soll, ob die potenziellen analgetischen Eigenschaften von Cannabis von seinen psychoaktiven Eigenschaften getrennt werden können. Um diese Frage zu beantworten, muss die grundlegende Biologie der verschiedenen Phytochemikalien der Pflanze, insbesondere der weniger gut erforschten Cannabinoide und Terpene, weiter erforscht werden.

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Leafly Deutschland NewsDeutscher Lebertag: „Ist Ihre Leber gesund?“

Der Deutsche Lebertag ist ein bundesweiter Aktionstag, der jedes Jahr am 20. November stattfindet. Unter dem Motto „Ist Ihre Leber gesund?“ werden am heutigen 19. Deutsche Lebertag in ganz Deutschland verschiedene regionale Veranstaltungen, wie zum Beispiel Telefon-Aktionen und Arzt-Patienten-Seminare durchgeführt.

Die Ausrichtung des Deutschen Lebertages übernehmen die Deutsche Leberstiftung sowie die Vereine Gastro-Liga und Deutsche Leberhilfe. Wer Fragen zur Leber hat, kann heute zwischen 14:00 und 16:00 ein kostenloses Expertentelefon nutzen. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen zum Deutschen Lebertag gibt es hier.

Deutscher Lebertag: Welche Lebererkrankungen gibt es?

Die Leber ist ein sehr widerstandsfähiges Organ. Selbst wenn sie teilweise geschädigt ist, kann sie noch ihre Aufgaben erledigen. Außerdem ist sie in der Lage, sich selbst zu reparieren – sofern die Schädigungen nicht schwerwiegend sind.

Zu den am häufigsten auftretenden Lebererkrankungen gehören:

Ikterus (Gelbsucht)

Die Gelbsucht ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne, sondern ein Symptom. Wenn die Leberfunktion zerstört ist, wenn übermäßig viele rote Blutkörperchen zerfallen oder der Abfluss der Galle blockiert ist, färben sich die Haut, die Schleimhäute sowie die Lederhaut der Augen gelb. Die Ursachen können vielfältig sein. So kann für eine Gelbsucht beispielsweise eine Leberentzündung oder eine Leberzirrhose verantwortlich sein.

Hepatitis

Bei der Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber. Auch hier können die Ursachen vielfältig sein, wie zum Beispiel Bakterien, Viren, Alkohol oder Medikamente. Unterschieden wird die Leberentzündung in eine akute und chronische Hepatitis. Typische Symptome zeigen sich in Form von Müdigkeit, Gelbsucht und manchmal Juckreiz.

Leberzirrhose

Die Leberzirrhose entwickelt sich schleichend. Häufig wird sie erst in einem späten Stadium erkannt und entsteht durch einen übermäßigen Alkoholkonsum. Das normale Drüsengewebe der Leber wird bei der Zirrhose umgebaut, sodass sich Knoten bilden. Infolge dessen wird das Drüsengewebe durch Bindegewebe ersetzt, sodass die kleinen Gefäße kein Blut mehr abtransportieren können. Da durch die Pfortader und die Leberarterie weiter Blut in die Leber fließt, kommt es zu einem Stau vor der Leber. Hierdurch erhöht sich der Druck in den Blutgefäßen, vor allem in der Pfortader. In einigen Fällen bilden sich neue Blutgefäße, sodass das Blut aus der Pfortader über Umgehungskreisläufe an der Leber vorbei zum Herzen geleitet wird. Das Blut kann dann nicht mehr entgiftet werden, sodass die Leber nicht mehr die aus dem Darm in die Pfortader gelangten Nährstoffe aufnehmen kann.

Wenn sich die Leberzirrhose in einem fortgeschrittenen Stadium befindet, können die giftigen Substanzen in das Gehirn gelangen. Infolge dessen kommt es zunächst zu Konzentrationsstörungen, Muskelzuckungen, Zittern, Gangunsicherheit, Schläfrigkeit sowie psychische Veränderungen. Schlimmstenfalls fällt der Betroffene ins Koma.

Akutes Leberversagen

Wenn die Funktion der Leber plötzlich gestört ist, kommt es zu einem akuten Leberversagen oder einer akuten Leberschwäche. Die Ursachen bzw. Auslöser für ein Leberversagen können Viren (Hepatitis) oder giftige Stoffe wie Alkohol oder Medikamente sein. Betroffene werden schläfrig, bekommen eine Gelbsucht und Gerinnungsstörungen und fallen letztendlich ins Koma. Sollte die Leber stark geschädigt sein, ist meist die Lebertransplantation die letzte Hilfe.

Leberkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 8 800 Menschen an Leberkrebs. Dabei liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 72,1 Jahren für Frauen und 69,9 Jahren für Männer. Bislang galt der Leberkrebs als eine relative seltene Tumorerkrankung. Allerdings nimmt die Leberkrebs-Häufigkeit weltweit zu. So hat sich die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen 35 Jahren verdoppelt. Diese Zunahme wird vor allem mit der immer häufigeren Fettleibigkeit mit Diabetes mellitus 2 sowie der hohen Rate an Hepatitis-C-Neuinfektionen in Verbindung gebracht. Männer erkranken dabei ungefähr zwei- bis dreimal häufiger als Frauen an Leberkrebs.

Hat Cannabis eine positive Wirkung auf die Leber?

Am heutigen Deutschen Lebertag möchten wir über eine interessante Studie berichten, die im Januar diesen Jahres im Fachmagazin „Liver International“ veröffentlicht wurde. Hierin heißt es, dass der missbräuchliche Alkoholkonsum ein bekanntes Gesundheitsrisiko sei, einschließlich Lebererkrankungen, die durch alkoholische Steatose (Fettleber), Steatohepatitis (Fettleber-Hepatitis), Fibrose, Zirrhose und hepatozellulärem Karzinom gekennzeichnet sind.

Auffallend sei, dass eine beträchtliche Anzahl von Personen, die Alkohol missbräuchlich verwenden, auch Cannabis konsumieren. Während Cannabis entzündungshemmende Eigenschaften gezeigt habe, bleibe die kombinierte Anwendung mit Alkohol und die Entwicklung einer Lebererkrankung unklar.

Ziel der Studie war es, die Auswirkungen des Cannabiskonsums auf das Auftreten von Lebererkrankungen bei Personen, die Alkohol konsumieren, zu ermitteln. Hierzu analysierten die Forscher Entlassungsdaten der Patienten aus dem Bereich Gesundheitskosten und -nutzung im Jahr 2014.

Ergebnisse der Studie

Die Studie ergab, dass bei Alkohol- und Cannabiskonsumenten das Risiko, an einer Leberkrankheit zu erkranken, signifikant geringer war – vor allem bei Konsumenten, die regelmäßig Cannabis verwendeten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Cannabiskonsum bei Alkoholikern mit einer reduzierten Lebererkrankung verbunden ist.

In einer anderen Studie, die im Jahr 2017 veröffentlicht wurde, kamen die Forscher zu ähnlichen Ergebnissen. So erklärten die Forscher, dass bei Konsumenten, die regelmäßig Cannabis konsumierten, eine Fettleber, die nicht durch den Konsum von Alkohol hervorgerufen wird, weniger verbreitet war. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass Cannabis vermutlich das Nüchtern-Insulin senkt und infolge dessen die Leber vor Erkrankungen schützen kann.

Entzündungshemmende Eigenschaften von Cannabis

Die Forscher führten aus, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabis bekannt seien. So verfüge der menschlichen Körper über das Endocannabinoid-System, das unter anderem das Gedächtnis, den Appetit und die Immunfunktion beeinflusst. Die zwei bekanntesten Endocannabinoid-Rezeptoren sind CB1 und CB2 kommen auch in der Leber vor, wo sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Lebererkrankungen spielen. So scheint der CB1-Rezeptor Leberschäden zu fördern und der CB2-Rezeptor die Leber zu schützen.

Die Leber metabolisiert Cannabis auch in unterschiedlichem Maße, je nachdem, wie es eingenommen wird. Die therapeutischen Wirkungen von Cannabis hängen zudem stark vom Verhältnis zwischen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) ab. Die Forscher hatten im Rahmen ihrer Studie jedoch keine Möglichkeit, dieses Verhältnis oder auch nur die jeweiligen Cannabissorten zu bestimmen. Daher konnten sie nicht sagen, in welchem Umfang die Rezeptoren in der Leber aktiviert worden wären. Demnach stellten sich die Forscher die Frage, wie man eine Balance, bei der der Cannabiskonsum tatsächlich eine therapeutische Wirkung gegen schädliche Wirkungen hat, schaffen könne.

Kann Cannabis alkoholbedingte Schäden reduzieren?

Weiter heißt es, dass Alkohol in Maßen gesundheitliche Vorteile haben kann. In dem Moment, indem der Alkohol ins Blut gelangt, kommt es zu einer Immunreaktion, sodass es zur Freisetzung von Entzündungsproteinen (Interleukine) kommt.

Interleukine sind eine Klasse von Molekülen, die als Zytokine bezeichnet werden und bei der zellulären Signalübertragung eine wichtige Rolle spielen. In diesem Fall verursachen sie eine Entzündungskaskade, wenn spezialisierte weiße Blutkörperchen in der Leber auf Toxine treffen, die von Bakterienzellen freigesetzt werden. Ein Alkoholmissbrauch macht die Darmbarriere durchlässig, wodurch diese bakteriellen Toxine im ganzen Körper versickern können.

Beim missbräuchlichen Alkoholkonsum, besteht die Möglichkeit, dass der Darm „undicht“ wird. Die Bakterien werden vom Darm in die Leberportalvene und dann in die Leber übertragen. Dann erkennt die Leber diese Erreger und beginnt mit der Produktion entzündlicher Zytokine.

Je öfter dies geschieht, desto mehr Entzündungen gibt es, was zu einer Art von Narbenbildung führen kann (Fibrose). Bei zu viel Narbenbildung kommt es zu einer Leberzirrhose, die zu lebensbedrohlichem Leberversagen führen kann. Zirrhose und Hepatitis B sind beide die wichtigsten Risikofaktoren für Arten von Leberkrebs.

Zytokine können dabei helfen zu messen, was Alkohol im Darm, in der Leber, im Gehirn und in anderen Organen anrichtet. Es handelt sich um Biomarker für die Erkennung von Alkoholproblemen.

Die University of Colorado hatte den Interleukin-Spiegel bei 66 Alkoholkonsumenten gemessen, von denen einige auch Cannabis konsumierten. Sie fanden heraus, dass diejenigen, die Cannabis konsumieren, weniger zirkulierende Zytokine hatten. Dies deutet darauf hin, dass Cannabinoide möglicherweise auch das Potenzial haben, alkoholbedingte Schäden zu reduzieren.

Zu diesen Ergebnissen führten die Forscher aber auch aus, dass es verfrüht sei, Schlussfolgerungen zu ziehen. Aufgrund dieser vorläufigen Daten sei es kein Freibrief für den gemischten Alkohol- und Cannabiskonsum.

 

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Leafly Deutschland NewsCannabis-Preise: Spahn streicht Apothekenaufschlag

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant laut Medienberichten, die Cannabis-Preise zu reduzieren. Bisher ist der Preis von Medizinalhanf durch die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelt. Im Entwurf zum „Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung“ (GSAV) ist jetzt vorgesehen, die bisherige Preisbildung zu reformieren. Der Apothekenaufschlag von bis zu 100 Prozent würde damit gestrichen.

Durch den Wegfall des bisherigen Aufschlags könnten laut Gesundheitsministerium rund 25 Millionen Euro eingespart werden. Damit würde die Gesetzesänderung die Ausgaben für Cannabis als Medizin halbieren.

Bisher erheben die Apotheken Zuschläge bei unverarbeiteten Cannabisblüten von 100 Prozent und bei der Abgabe von Zubereitungen von 90 Prozent. Dies ist so vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Pharmazeuten müssen Cannabisblüten in der Apotheke zwingend prüfen. Aber egal wie viel oder wie wenig Aufwand für die Apotheken damit verbunden ist – der Preis bleibt gleich und richtet sich allein nach der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV). (Mehr zum Thema hier.)

Cannabis-Preise reduzieren

Die Entscheidung für die neuen Apothekenpreise wird im Gesetzentwurf damit begründet, dass die große Zahl der Genehmigungen von Cannabis-Arzneimitteln und Cannabisblüten zu sehr hohen Kosten für die Krankenkassen geführt habe.

So teilte der GKV-Spitzenverband im August auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes mit, dass die Ausgaben für Cannabis als Medizin rasant ansteigen. (Leafly.de berichtete.) Während die Kassen im Juni 2017 noch 2,31 Millionen Euro für Cannabis-Produkte bezahlt haben, lagen die Kosten im Monat April 2018 bei etwa 5,36 Millionen Euro.

Apotheker verteidigen bisher Cannabis-Preise

Seit der Legalisierung von Cannabis als Medizin werden die Apothekenpreise kontrovers diskutiert. Pharmazeuten haben den Preis bisher als gerechtfertigt verteidigt: Der Arbeitsaufwand sei hoch, deswegen sei der Apothekenaufschlag korrekt. Auch Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer, hat den Preisaufschlag mit dem anfallenden Mehraufwand für die Apotheken begründet, denn die Cannabisblüten müssen geprüft, gemahlen und gesiebt werden. Erst dann könne die Apotheke sie zur medizinischen Behandlung an den Patienten abgeben.

Was sagen Apotheker und Krankenkassen zu den Änderungen?

Wie stehen die Apotheken zu den neuen Plänen von Jens Spahn? Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. ist die Interessenvertretung der Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland. Wir von Leafly.de haben nachgefragt, wie die ABDA den Gesetzentwurf beurteilt. Leider ist die Vereinigung bisher zu keiner Stellungnahme bereit.

Die GKV-Spitzenverband, die Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland, hält sich ebenfalls mit einer Einschätzung zurück: „Wir schauen uns derzeit die geplanten Änderungen an und nehmen eine Bewertung vor.“ Auf diese Bewertung werden wir leider noch ein wenig warten müssen.

Keine erneute Genehmigung mehr bei Wechsel der Einnahmeart

Der Entwurf zum GSAV enthält aber neben der Reduzierung der Cannabis-Preise noch mehr interessante Veränderung für Cannabispatientinnen und -patienten: Bisher ist es nötig, dass bei einem Therapiewechsel Betroffene eine erneute Kostengenehmigung durch ihre Krankenkasse einholen müssen. Diese Regelung bezieht sich sogar auf den Wechsel von einer Blütensorte auf eine andere. Leafly.de berichtete.

Diese Vorgabe will Spahn jetzt kippen. Dazu schreibt das Bundesgesundheitsministerium:

“Bei der Versorgung mit medizinischem Cannabis ist – nach einmal erfolgter Genehmigung – kein erneuter Antrag bei der Krankenkasse im Falle einer Anpassung der Dosierung oder eines Wechsels der Blütensorte (Wechsel von Blüten der einen Sorte zu Blüten einer anderen Sorte oder Wechsel zwischen verschiedenen Extrakten) notwendig. Auch entfällt die erneute Antragsstellung für die ambulante Versorgung, wenn unmittelbar zuvor eine stationäre Behandlung mit Cannabis stattgefunden hat.”

Änderungen sollen kontinuierliche Cannabis-Behandlung sicherstellen

Diese Erleichterung für Cannabispatienten soll die „kontinuierliche therapeutische Behandlung der Versicherten“ gewährleisten, so der Gesetzesentwurf. Die Neuregelung soll die Behandlung sowie die Einstellung der Patientinnen und Patienten sicherstellen und das Finden der individuellen Dosis erleichtern.

Darüber hinaus brauchen Patientinnen und Patienten, die während eines stationären Aufenthalts ein Cannabis-Arzneimittel eingenommen haben, zukünftig keine neue Genehmigung mehr, wenn die Cannabis-Therapie im Anschluss durch den behandelnden Arzt fortgeführt wird.

Auch diese Änderungen haben das Ziel, Einsparungen für die Krankenkassen zu bringen. Sowohl die Kassen wie auch die Ärztinnen und Ärzte und der MDK werden so administrativ entlastet. Die Höhe der Einsparungen, die dadurch erzielt werden können, ist schwer zu bestimmen. Das Ministerium schätzt sie jedoch auch circa 60 Euro pro Einzelfall.

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Hanf Journal NewsBewerbungsfrist für Anbau von medizinischem Cannabis verlängert

    Cannabisagentur kommt nicht zu Potte         Sadhu van Hemp     Von Flensburg bis Passau verkündet die deutsche Presse, dass heute um 12 Uhr mittags die Frist für die europaweite Ausschreibung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für den Anbau von medizinischem Cannabis abläuft. Das ist geschwindelt. Die Wahrheit…

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Leafly Deutschland NewsHodenkrebs und Cannabis als Medizin

Jedes erkranken ungefähr 4 000 Männer an Hodenkrebs. Damit ist der Hodenkrebs eine relativ seltene Tumorerkrankung. Im Vergleich dazu: An Dickdarmkrebs erkranken rund 33 120 Männer jedes Jahr. Obwohl bösartige Hodentumore selten vorkommen, sind sie dennoch bedeutsam, da insbesondere junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren betroffen sind. Demnach ist der Hodenkrebs in dieser Altersstufe die häufigste Krebserkrankung.

In der palliativen Behandlung können Cannabinoide gezielt für Patienten eingesetzt werden. So kann Medizinalhanf gegen Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen helfen, wenn diese im Rahmen einer Strahlen- oder Chemotherapie auftreten. Zudem kann Medizinalhanf appetitanregend sein, Schmerzen lindern und die Schlafqualität verbessern.

Inwieweit Cannabis den Krebs möglicherweise selbst bekämpfen kann, ist nicht belegt. Es fehlen hierfür randomisierte klinische Studien. Denn bisher gibt es nur wenige In-vitro-Studien, die allenfalls darauf hinweisen, dass Cannabis eine Apoptose (Zelltod) bedingen kann. Hierauf gehen wir jedoch später im Artikel näher ein.

Hodenkrebs und seine Ursachen

Die Auslöser eines bösartigen Hodentumors, wenn er nicht aus Keimzellen entsteht, sind bis heute nicht bekannt. Allerdings weiß man, wie sich Keimzelltumoren entwickeln. In der Regel beginnt die Entstehung vor Geburt. So bilden sich in den Hoden beim Embryo fehlerhafte Keimzellen. Diese reifen nicht normal, sondern entwickeln sich zu Vorläufern von Krebszellen. Nach der Geburt ruhen diese sogenannten Vorläuferzellen über viele Jahre. Durch den Hormonschub in der Pubertät erfolgt die Aktivierung dieser Zellen, sodass sie zu bösartigen Tumoren wachsen. Jedoch ist unklar, welcher Mechanismus die Keimzellreifung stört. Es wird davon ausgegangen, dass verschiedene Einflüsse eine Rolle spielen:

  • Erbliche Veranlagung: Bei der Entstehung von Hodenkrebs wirken vermutlich Erbanlagen mit, da diese Krebsart in einigen Familien gehäuft auftritt. Wenn also ein Mann erkrankt, besteht für die Brüder ein hohes Risiko, ebenfalls zu erkranken. Das Gleiche gilt für die Söhne, wenn ein Vater einen bösartigen Hodentumor entwickelt.
  • Hormonelle Einflüsse: Wenn der Östrogenspiegel bei einer Frau während der Schwangerschaft erhöht ist, kann sich dies wahrscheinlich auf die Hoden des Embryos auswirken. So geht man davon aus, dass ein Überschuss des Geschlechtshormons Östrogen die Keimzellenreifung beeinträchtigen kann.
  • Hodenhochstand: Wenn die Hoden in der Bauchhöhle des Embryos entstehen, wandern sie in der Regel ab dem 7. Monat in den Hodensack. Von einem Hodenhochstand wird gesprochen, wenn diese Entwicklung fünf Monate nach der Geburt noch nicht abgeschlossen ist. Infolge dessen verbleibt der Hoden in der Leistengegend oder aber im Bauch und ist somit der Hauptrisikofaktor für Hodenkrebs. Das Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken, ist bei Jungen und Männern dann zehnmal so groß- auch dann, wenn der Hodenhochstand im Kindesalter operativ behoben wurde.

Kann Cannabis Hodenkrebs verursachen?

In verschiedenen Studien wurde untersucht, ob der Konsum von Cannabis das Risiko für die Entstehung eines Hodentumors erhöhen kann. So analysierten Forscher der University of Otago in Neuseeland drei Studien, die zwischen den Jahren 1980 und 2015 veröffentlicht wurden. Es zeigte sich, dass das Risiko für Nichtseminome um 2,5-mal erhöht war, wenn mindestens einmal in der Woche Cannabis konsumiert wurde im Vergleich zu Nichtkonsumenten. In Bezug auf die Entstehung von Seminomen ergab sich allerdings kein eindeutiges Bild.

An der University of Northern British Columbia verfolgten Forscher 49.434 schwedische Männer im Alter zwischen 18 und 21 Jahren über 42 Jahre lang. Dabei mussten die Probanden auch Angaben zum Drogenkonsum machen. Auch hier zeigte sich im Ergebnis, dass Probanden, die zu Beginn angegeben hatten, über 50-mal Cannabis konsumiert zu haben, ein 2,5-fach erhöhtes Risiko für einen Hodenkrebs hatten.

Auf der Grundlage der bisherigen Studien besteht durchaus eine Wahrscheinlichkeit, dass der Konsum von Cannabis zur Entstehung eines Nichtseminoms beitragen könnte. Mit letzter Sicherheit lässt sich dies aber nicht sagen bzw. beweisen.

Welche Symptome können beim Hodenkrebs auftreten?

Der Hodenkrebs wächst in aller Regel langsam. Meist lässt sich eine Schwellung, Verhärtung oder Knoten am Hoden ertasten. Nur in seltenen Fällen verursacht der Krebs Schmerzen im Hoden oder ein Ziehen in der Leistengegend.

Treten Schmerzen auf, so kann dies auch auf eine Nebenhodenentzündung hinweisen. Diese lässt sich mit Antibiotika gut behandeln.

Diagnose: Wie wird der Hodenkrebs festgestellt?

Häufig entdecken Männer selbst oder aber dessen Partnerin/dessen Partner eine Schwellung oder einen Knoten am Hoden. In solch einem Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Nach einer Anamnese folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei tastet der Arzt den Hoden ab. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung lässt sich dann erkennen, ob das Gewebe in dem geschwollenen oder verhärteten Bereich Veränderungen zeigt.

Darüber hinaus erfolgt eine Untersuchung des Blutes auf die Tumormarker Laktatdehydrogenase (LDH), Alpha-­Fetoprotein (AFP) und beta-­humanes Choriongonadotropin (ß-HCG). Es handelt sich hierbei um Stoffe, die von den Tumorzellen freigegeben werden, wobei lediglich ungefähr zwei Drittel der Hodentumore diese Stoffe produzieren.

Sollten die Werte nicht erhöht sein, gilt dies nicht als sicheres Zeichen. Ebenso sind erhöhte Werte noch kein Anzeichen für Hodenkrebs. Aus diesem Grund ist die Untersuchung des Gewebes erforderlich.

Beim Hodenkrebs ist eine Operation für die Sicherung der Diagnose notwendig. Hierbei wird der Hoden freigelegt, sodass sich der Arzt das verhärtete Gewebe ansehen und eine Gewebeprobe entnehmen kann. Noch während des Eingriffs erfolgt die Untersuchung des Gewebes von einem Pathologen. Handelt es sich um einen bösartigen Tumor, wird der betroffene Hoden entfernt.

Darüber hinaus wird auch aus dem nicht betroffenen Hoden eine Gewebeprobe entnommen, denn meist lässt sich auch hier eine Vorstufe von Hodenkrebs feststellen. Mithilfe von bildgebenden Verfahren wie der Computertomografie (CT) oder der Magnetresonanztomografie (MRT) kann der Arzt herausfinden, wie weit die Krebserkrankung fortgeschritten ist, bzw. ob sich bereits Metastasen im Körper gebildet haben.

Formen von Hodenkrebs

Wenn die Diagnose gesichert ist, muss festgestellt werden, um welche Hodenkrebsart es sich handelt. Da der Hoden aus unterschiedlichen Gewebetypen besteht, können hieraus auch verschiedene Krebsarten entstehen. In der Regel entwickelt sich der Hodenkrebs aus den für die Spermienproduktion zuständigen Keimzellen. Diese Keimzelltumoren können aus einer Gewebeart (Seminom) oder verschiedenen Gewebearten (Nichtseminone) bestehen.

Behandlung des Seminom

Nach der Operation stehen beim Seminom verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Entweder wird zunächst abgewartet und der Patient überwacht oder es folgen eine Chemo- und/oder Strahlentherapie. Wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat, reicht meist eine Überwachungsstrategie aus. Da es zu einem Rezidiv kommen kann, sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

Sollte ein Seminom bereits Metastasen gebildet haben, erfolgt eine Chemo- und/oder Strahlentherapie. Da meist nach einer Strahlentherapie Rückfälle auftreten, raten viele Ärzte jedoch zu einer Chemotherapie.

Behandlung des Nichtseminom

Wenn sich noch keine Metastasen gebildet haben, erfolgt meist nach der Operation keine weitere Therapie. Dennoch ist es wichtig, dass der Patient engmaschig beobachtet wird. Sollten die Blutgefäße des entfernten Hodens von Krebszellen befallen sein, liegt das Rückfallrisiko bei ungefähr 50 Prozent. Die weiterführende Therapie besteht dann in einer Chemotherapie. Hingegen wird eine Strahlentherapie beim Nichtseminom nicht zum Einsatz, da diese Krebszellen kaum strahlenempfindlich sind.

Folgen der Therapien auf die Fruchtbarkeit und Sexualität

Die Entfernung eines Hodens hat in der Regel keine Auswirkungen auf die Zeugungsfähigkeit oder die Sexualität. Nach der Operation funktioniert der andere Hoden immer noch und bildet weiterhin das männliche Geschlechtshormon Testosteron in ausreichender Menge.

Durch die Chemotherapie kann die Zahl der befruchtungsfähigen Samenzellen zurückgehen. Wenn sich der Betroffene die Option auf einen Nachwuchs offen halten möchte, kann er sein Sperma für eine spätere künstliche Befruchtung konservieren lassen.

Prognose und Heilungschancen

Wenn der Hodenkrebs frühzeitig erkannt und behandelt wird, ist der Verlauf meist günstig. Dabei hat kaum eine andere Krebserkrankung eine bessere Prognose. Sofern der Hodentumor lediglich auf den Hoden begrenzt ist, besteht die Aussicht auf eine dauerhafte Heilung. Aber auch dann, wenn der Hodentumor bereits Metastasen gebildet hat, besteht eine gute Heilungschance. So kann die Mehrzahl der betroffenen Männer wieder gesund werden und ganz normal weiterleben.

Wie kann Medizinalhanf bei Hodenkrebs helfen?

Forscher des St. Joseph’s Hospital im kanadischen Hamilton führten im Jahr 2017 im Rahmen ihrer Studie aus, dass die aktiven Bestandteile von Cannabis und Derivate aufgrund ihrer vielfältigen pharmakologischen Aktivitäten, wie beispielsweise Zellwachstumshemmung und Tumorregression, auf wachsendes Interesse gestoßen sind. Ziel war es, die aktuellen Beweise für die antiproliferativen Wirkungen von Cannabinoiden bei urologischen Malignomen, einschließlich Nierenkrebs, Prostatakrebs, Blasen- und Hodenkrebs, zu untersuchen.

Die Forscher führten eine systematische Überprüfung von Studien durch, die die Wirkung von Cannabinoiden auf die Tumoraktivität untersuchten. Die Suche ergab insgesamt 93 Studien, von denen 23 Studien in die abschließende Analyse einbezogen wurden. Bis heute gibt es verschiedene In-vitro-Studien, die den potenziellen Wirkmechanismus von Cannabinoiden bei urologischen Krebserkrankungen aufklären, sowie populationsbasierte Studien speziell für maligne Hoden. Bisher wurden jedoch keine klinischen Studien für urologische Krebspatienten durchgeführt.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Rolle von Cannabinoiden bei urologischen Malignomen ein aktiver Forschungsbereich ist. Allerdings sind große randomisierte klinische Studien mit urologischen Patienten erforderlich, bevor Cannabinoide als mögliche therapeutische Option für urologische Tumoren eingesetzt werden können.

Mehr zum Hodenkarzinom und Cannabinoide.

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Hanf Journal NewsDeutschland – ein Schurkenstaat?

    Sadhu van Hemp       Wohin der Blick auch fällt, überall und nirgends in Deutschland sticht sie ins Auge – die hässliche Fratze der Unredlichkeit. Es wird gelogen und betrogen, und jeder ist sich selbst der Nächste. Doch es gibt immer solche und solche. Am dollsten treibt es die systemrelevante Elite, die…

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Leafly Deutschland NewsVanuatu: Pazifikinselstaat legalisiert Cannabis

Die Nachricht der Legalisierung von Cannabis in der Republik von Vanuatu kam für einige überraschend. Offenbar wurde dort bereits im September für eine Legalisierung gestimmt. Doch es dauerte eine Weile, bis sich die Nachricht verbreitete auf der Welt. Den ersten Bericht brachte das Onlineportal Benzinga.

„Ich bestätige, dass der Ministerrat am 20. September ein Strategiepapier verabschiedet hat, um die Gesetze von Vanuatu zu ändern, um den Anbau und die Verwendung von Cannabis zu Arzneimittel- und Forschungszwecken in Vanuatu durch lizenzierte Parteien zuzulassen“, so Vus Warorcet Nohe Ronald Warsal Stellvertretender Premierminister und Minister für Handel, Tourismus, Handel und Ni-Vanuatu-Geschäft in einem Brief.

Die diesbezügliche Gesetzgebung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr im Parlament des Landes vorgelegt. Erste Lizenzen sollten laut Dokument voraussichtlich vor Ende Dezember erteilt werden. Doch nun ist bereits der erste Partner gefunden.

Amerikanisches Cannabisunternehmen als Partner ausgewählt

Das in Phoenix/Arizona ansässige Unternehmen Phoenix Life Sciences International teilte in einer Pressemitteilung vom 10. Oktober mit, dass es von der Regierung Vanuatu die Erlaubnis erhalten hat im Land Niederlassungen zu gründen und botanische Pharmaprodukte herzustellen.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für das Unternehmen und unsere Aktivitäten in Vanuatu“, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Tindall in der Veröffentlichung. „Mit dieser Antragsgenehmigung können wir anfangen, die notwendigen Ressourcen aufzubauen, um klinische Studien zu beginnen und skalierbare Produktionskapazitäten für unsere botanischen pharmazeutischen Medikamente zu entwickeln, und die globale Gesundheitsinitiative zu leiten, um die Diabetes-Epidemie zu beenden.“

Diabetes-Epidemie in Vanuatu

Die Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2016 wiesen darauf hin, dass 13,1% der Bevölkerung von Vanuatu an Diabetes leiden. Die Bevölkerung dort hat keinen Zugang zu traditionellen Behandlungen. Insulin ist laut WHO „nicht allgemein verfügbar“. Laut einer Umfrage von 2012, die der Gesundheitsminister des Landes, Jerome Ludvaune, im November 2017 zitiert hat, waren damals rund 20% der Bevölkerung von Vanuatu an Diabetes erkrankt.

„Wir, die Bürger dieses Landes, haben unseren Lebensstil sehr schnell geändert“, sagte er. „Deshalb befinden wir uns jetzt in einer Situation, in der es uns schwer fällt, diese Krankheit unter Kontrolle zu halten.“

Die Erforschung von Cannabis und Diabetes ist noch nicht abgeschlossen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Cannabinoidrezeptoren eine Rolle bei Insulinempfindlichkeit, Appetit und Pankreaszellfunktionen spielen können. Entzündungshemmende Eigenschaften von Cannabis können auch die Symptome von Diabetikern lindern. Mehr zu Cannabis bei Diabetes auf Leafly.de

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Hanf Journal NewsCannabis-Legalisierung beschert US-Steuerbehörde Säcke voll Bargeld

    US-Finanzbeamte sammeln Steuergelder aus Cannabis-Geschäften an geheimen Treffpunkten ein         Heiter werden alle Mienen bei dem schönen Wort ‚verdienen’ – besonders in den USA. In mehr als 33 US-Bundesstaaten lässt sich seit der Cannabis-Legalisierung vorzüglich Geld scheffeln. Alle könnten rundum glücklich und zufrieden sein, wären da nicht die Geldinstitute, die…

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Leafly Deutschland NewsInternationaler Männertag und Medizinalhanf

Jedes Jahr am 19. November wird der Internationale Männertag gefeiert. Dabei erfolgte die Einführung im Jahr 1999 im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago. Ziel des Internationalen Männertages ist es, die Benachteiligungen von Jungen und Männern in den Bereichen Familienrecht, Bildung und Medien sowie Gesundheit zu würdigen. Als Basis für diesen Tag wurden im Jahr 2009 verschiedene Planziele festgelegt. Hierzu gehört auch das Fokussieren auf die Männergesundheit in physischer, emotionaler, sozialer und spiritueller Hinsicht.

Internationaler Männertag: Oberlippenbärte wachsen lassen für den guten Zweck

Der Internationale Männertag ist eng mit der internationalen Wohltätigkeitsveranstaltung Movember verbunden. Dabei setzt sich das Kofferwort Movember aus dem englischen Wort für Schnurrbart „moustache“ und November zusammen.

Jedes Jahr im November lassen sich Männer einen Schnurrbart wachsen, um Spenden zugunsten der Vorbeugung und Erforschung gegen Prostatakrebs sowie andere Männerkrankheiten zu sammeln. Über Prostatakrebs und darüber, wie hier Cannabis als Medizin helfen kann, haben wir bereits Anfang diesen Monats berichtet.

Aktuell ist die Movember Foundation in 21 Ländern vertreten. Diese koordiniert die Aktionen und leitet die Spenden an nationale Forschungseinrichtungen weiter. Im Jahr 2008 nahmen über 170 000 Männer an der Spendensammlung teil und sammelten Gelder in Höhe von rund 15 Millionen AUD.

Wirkt Cannabis bei Männern besser?

Im Rahmen unserer Recherche zum heutigen Internationalen Männertag sind wir auf eine interessante Studie gestoßen, die an der Columbia University durchgeführt wurde. Diese zeigt, dass der schmerzlindernde Effekt von Cannabis nicht bei beiden Geschlechtern gleich groß ist.

„Experimente mit Tieren haben Hinweise darauf geliefert, dass die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis geschlechtsabhängig ist – aber am Menschen ist das zuvor noch nicht untersucht worden“, erklärte die Neurobiologin Ziva Cooper von der Columbia University.

An der Studie nahmen 42 gesunde Frauen und Männer teil. Diese erhielten entweder einen Joint mit oder ohne Tetrahydrocannabinol (THC). Um die Schmerzempfindlichkeit zu testen, wendeten die Forscher ein häufiges Verfahren an: Die Teilnehmer tauchten eine Hand in Eiswasser und die Forscher beobachteten, wie lange die schmerzhafte Situation ausgehalten wurde. Zudem mussten die Teilnehmer Fragen zur subjektiven Wahrnehmung der Cannabiswirkung beantworten.

Ergebnisse: Große Wirkungsunterschiede zwischen den Geschlechtern

Der Wirkungsunterschied zwischen Frauen und Männern war groß. So blieb bei den Frauen das Schmerzempfinden unverändert. Nach dem Cannabiskonsum erhöhte sich lediglich ihre Schmerztoleranz. Hingegen berichteten die Männer nach dem Cannabiskonsum eine deutlich reduzierte Schmerzempfindung sowie eine höhere Schmerztoleranz.

Die Forscher schlussfolgerten, dass man nun nicht annehmen dürfe, dass Cannabis bei Frauen weniger gut wirkt. Denn in Bezug auf die wahrgenommene Stärke des Cannabisrausches sowie positiven Empfindungen gab es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Weiter heißt es, dass unbedingt weitere Untersuchungen notwendig seien, um die Faktoren für den schmerzlindernden Effekt bei beiden Geschlechtern zu klären. Zudem müsse man untersuchen, wie sich ein regelmäßiger Cannabiskonsum auf die Schmerzwahrnehmung und -empfindlichkeit auswirkt.

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Hanf Journal NewsProhibition vs. Legalisierung

  Der Anfang vom Ende     Es hat lange gedauert, bis sich ein global ernst genommener Staat dazu entschieden hat, den Schleier der Prohibition zu heben und Cannabis zu legalisieren. Da dank Kanada seit dem 17. Oktober 2018 jedoch eine Gesetzesänderung umgesetzt wurde, die allen erwachsenen Bewohnern des nordamerikanischen Landes den Genuss des natürlichen…

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Hanf Journal NewsIn Deutschland stimmen 46 Prozent der Menschen für eine Freigabe von Cannabis

  Berlins Innensenator Andreas Geisel wäre mittlerweile auch dafür.     Auf der zweiten Fachkonferenz des Deutschen Hanfverbandes CannabisNormal! wurde nicht nur die Studie von Prof. Dr. Justus Haucap über die Kosten der Cannabis-Prohibition in Deutschland vorgestellt, auch veröffentlichte die Interessenvertretung der Hanfbefürworter die neusten Ergebnisse einer repräsentativen Infratest-Dimap-Umfrage, welche den Rückhalt in der Bevölkerung…

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Hanf Journal NewsHanf Journal 226 – November 2018

Die November-Ausgabe des Hanf Journals           Hier geht’s zum Download des aktuellen Hanf Journals als PDF

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Hanf Journal News2,66 Milliarden Euro brächte die Legalisierung von Cannabis Deutschland mindestens pro Jahr

  Professor Dr. Justus Haucap stellte Wirtschaftsstudie auf der CannabisNormal!-Konferenz vor.     Professor Dr. Justus Haucap gilt als einer der dreißig einflussreichsten Wirtschaftsökonomen des Landes. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler wird selbst in konservativsten Kreisen der politischen Parteien ernst genommen, obwohl sich der verantwortungsvolle Vater von vier Kindern auch schon häufiger öffentlich für die Freigabe von…

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenEpisode 6 – Cannafest Prag 2018

Cannafest Prague 2018 war einfach toll! Wir freuen uns darauf nächstes Jahr wieder für euch berichten zu können.

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Marihuana Aktien - Informationen zu Cannabis Investments1. Deutscher Hanf Fonds geht an den Start – A2N84J

Lange hat die Finanzindustrie auf einen weiteren Fonds gewartet – jetzt ist es endlich soweit: Der 1. deutsche Hanf-Fonds geht an den Start   Wie bereits im Oktober im Blog angekündigt, gibt es nun weitere Informationen zum baldigen Start des Hanf-Fonds der Firma ws-hc Werkhausen & Stehr Hanf Consulting UG.  Die Zeichnungsphase hat bereits begonnen und läuft bis zu dem 28.11.2018. Ab dem 5. Dezember werden wir dann den ersten veröffentlichten […]

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Kein Wietpas!Problemfall Staatswiet

Nach der Regierungsbildung klang alles so toll: Trotz teils gegensätzlicher Meinung zur Drogenpolitik einigten sich die Regierungsparteien tatsächlich auf einen Modellversuch, der das 40 Jahre alte Duldungsmodell in die Neuzeit befördern solle. Doch je konkreter die Pläne wurden , desto lauter wurden die Gegenstimmen. Und jetzt gibt es wegen der ganzen Probleme von immer mehr Gemeinden Absagen. Offensichtlich will jeder den Modellversuch, teilnehmen ist dann aber vielen doch zu heikel.

Allen voran Paul Depla (PvdA), Bürgermeister von Breda (Nordbrabant). Seine Initiativen, wie das “Manifest der Bürgermeister” vor einigen Jahren dürften den Stein erst ins Rollen gebracht haben. Er galt lange als glühender Verfechter des Modellversuchs, doch jetzt stimmt er skeptischere Töne an. Zwar würde er mit Breda weiterhin gerne als Modellstadt teilnehmen, allerdings “nicht um jeden Preis”. Er könne sich mittlerweile eher vorstellen eine Kontrollgemeinde zu werden, um die Auswirkungen des Experiments auf die Nachbarstädte zu überprüfen. Also lieber alles lassen wie gehabt und die anderen machen lassen.

Skeptisch ist auch Ahmed Aboutaleb (PvdA), der Bürgermeister von Rotterdam. Er fragt sich, ob man wirklich alle der fast 40 Coffeeshops dazu zwingen könne, am Experiment teilzunehmen. Solle man die Shops, die nicht teilnehmen möchten einfach schließen? Sein Gegenvorschlag ist die Einrichtung neuer Coffeeshops am Stadtrand, die das Staatswiet verkaufen, während die alten Shops so weitermachen wie bisher. Seiner Meinung nach könne man dann viel besser vergleichen. Sein Fazit: Wenn sich die bisher gesetzten Bedingungen nicht maßgeblich ändern würden, dann werde Rotterdam die Bewerbung zur Teilnahme am Modellversuch zurückziehen.

John Jorritsma (VVD), Bürgermeister von Eindhoven, dauert derzeitig alles viel zu lange. “Je länger es dauert, desto weniger habe ich Lust darauf”, sagte er bei einer Ratsbefragung harsch. Auch kritisiert er die vielen gesetzten Regelungen des Experimentes. “Es wurden so viele Bedingungen gestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, von einem Experiment zu sprechen. Ich möchte ein Experiment in Freiheit durchführen, nicht in Fesseln.”

Glücklich wird er daher nicht darüber sein, dass die Regierung jetzt bekannt gegeben hat, dass der Start des Experimentes erstmal verschoben wurde, auf Sommer nächsten Jahres. Zu viele Unklarheiten, zu viele Gegenstimmen haben dazu geführt, dass viele Details noch einmal geklärt werden müssten. Darüber sind die möglichen Investoren natürlich gar nicht erfreut. Es sind mittlerweile vollständige Businesspläne eingereicht worden, wo es um die Gründung von Betrieben mit mehr als 100 Mitarbeitern geht. Druck aus der Wirtschaft auf der einen Seite, abwiegeln der lokalen Politik auf der anderen Seite, da wird es fraglich, ob man zu einem Ergebnis kommen wird, dass alle Beteiligten auch nur halbwegs zufrieden macht.

Eine Positive Nachricht gibt es jedoch: Auch wenn die meisten Coffeeshops in Amsterdam nur müde darüber lächeln können, aber es wird jetzt auch ein Mindestkriterium für die Anbaubetriebe bestimmt. So sollen mindestens 10 verschiedene Strains verpflichtend produziert werden.

Wenigstens etwas. Aber um das reicht, um die Cannabisliebhaber der Niederlande zu besänftigen?

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenSO DREHST DU EINEN BACKWOODS BLUNT | TUTORIAL #24

Heute zeige ich dir, ein Backwoods Blunt Tutorial auf Deutsch / German.

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ACHTUNG dieses Video dient eines rein aufklärerischen und bildungstechnischen Zweckes.
VON DER NACHAHMUNG WIRD DRINGENDST ABGERATEN.
Der Konsum von psychoaktiven Substanzen birgt immer Risiken, BESONDERS bei Jugendlichen!
Bei Suchtproblemen, hier die geeignete Hotline: http://www.suchthotline.info/
WIR WOLLEN NIEMANDEN DAZU ANIMIEREN DROGEN ZU NEHMEN

Leafly Deutschland NewsUkraine erteilt Cannabisunternehmen die erste Lizenz

Der State Service of Ukraine on Medicines and Drugs Control hat einem Medienbericht zufolge dem kanadischen Cannabisproduzenten C21 Investments Inc. mit Sitz in Vancouver offiziell eine Erlaubnis erteilt, um CBD-Extrakte und -Produkte zu importieren. Zudem plant das Unternehmen die Beantragung einer Erlaubnis zum Anbau von Cannabis in der Ukraine.

Ukraine ist nur der Anfang

„Wir planen die Eröffnung eines europäischen Büros in Amsterdam und/oder London. Unsere internationale Markenlizenz wird höchstwahrscheinlich außerhalb Irlands angesiedelt sein, aber das wird derzeit überprüft. Wir prüfen weiter die Möglichkeiten in Asien und Südamerika, während unser Fokus vor allem auf der weiteren Expansion in den USA liegt“, führte CEO und Präsident von C21 namens Robert Cheney zu den Expansionsplänen aus.

Weiter heißt es, dass C21 mit der Genehmigung für den Betrieb in der Ukraine seine Aktivitäten in Europa ausweiten will. Zwar ist die Ukraine kein Mitglied der Europäischen Union, die Regierung strebt jedoch eine Vollmitgliedschaft an.

Im Jahr 2014 unterzeichnete Kiew bereits ein Assoziierungsabkommen mit Brüssel, sodass der Handel mit der Europäischen Union leichter ist. Zudem können Ukrainer seit letztem Jahr ohne Visum in EU-Länder einreisen.

Veränderungen auf dem Cannabismarkt

In den meisten EU-Ländern ist Cannabis illegal. Dennoch sind einige Länder zur Entkriminalisierung übergegangen. Ebenso sind mittlerweile auch CBD-Produkte mit geringem THC-Gehalt in vielen Ländern erlaubt. Weltweit wird darüber hinaus in immer mehr Ländern Medizinalhanf freigegeben.

„Die Legalisierung geschieht in einem viel schnelleren Tempo als erwartet, selbst im Vergleich zu sagen, vor 12 Monaten. Der Markt wird sich verändern, wenn sich die dominanten Produkte von der Blume zu verarbeiteten und verbraucherfreundlicheren Produktformaten wie Vape, Kapseln und Lifestyle-Produkten entwickeln“, führte Cheney aus.

Nach Uruguay war Kanada die zweite Nation, die Cannabis für Freizeitzwecke legalisiert hat (Leafly berichtete). Auch die aktuellen Halbzeitwahlen in den USA gelten als Zeichen für die internationale Legalisierungsbewegung. So ist Michigan der zehnte US-Bundesstaat, in dem der Freizeitkonsum von Cannabis legalisiert wurde. Des Weiteren schlossen sich die US-Bundesstaaten Missouri und Uta an über 30 Staaten an, die die Verwendung von Medizinalcannabis legalisiert haben.

Dennoch bleibt Cannabis nach dem Bundesrecht eine illegale Droge, obwohl die Cannabisaktivisten hoffen, dass sich dies zukünftig ändern wird.

Steve Hawkins, Geschäftsführer des Marihuana Policy Project, führte nach den Wahlergebnissen vom Dienstag in einer Erklärung aus:

„Dies ist noch eine weitere historische Wahl für die Bewegung, um das Marihuana-Verbot zu beenden. Marihuana ist jetzt für den Gebrauch durch Erwachsene in einem von fünf Staaten legalisiert. Also denke ich, dass es sicher ist zu sagen, dass Bundesgesetze ein Update benötigen. Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Wahl den Kongress inspirieren werden, endlich die Spannung anzugehen, die zwischen den staatlichen und bundesstaatlichen Marihuana-Gesetzen in unserer Nation besteht.“

 

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Blog der Aidshilfe Deutschland„Ich habe mich sofort wie in einer Familie gefühlt“

Gemeinsam essen, eine gute Zeit verbringen und dabei Berührungsängste abbauen: Bei den Afrikanischen Abenden der Braunschweiger AIDS-Hilfe wird in ungezwungener Atmosphäre auch über HIV/Aids gesprochen.

Mit routinierten Bewegungen formt Ingrid Kenne Kugeln aus Hefeteig, die sie dann in einen Topf mit heißem Fett fallen lässt. Der Duft dieser leicht süßen, frisch frittierten Beignets mischt sich mit dem von schmorendem Gemüse, scharfen Zwiebeln und Gewürzen.

Seit morgens um acht bereiten sie und ihre beiden Helferinnen Gerichte vor. Jeden letzten Samstag im Monat nämlich lädt die Braunschweiger AIDS-Hilfe zu einem Afrikanischen Abend. Das klingt unspezifisch – und so ist es auch gedacht, erzählt Kerstin Göllner von der Braunschweiger AIDS-Hilfe. Es kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern: Nigeria, Elfenbeinküste, Mali, Guinea, Kamerun, Liberia, Sudan, Simbabwe, Somalia, …

Ingrid Kenne

Ingrid Kenne (r.) und ihre Helferinnen bereiten die Speisen vor.

Vorbeikommen und afrikanische Küche genießen

Die Idee ist, einen Ort der Begegnung zu schaffen – für Menschen aus afrikanischen Ländern und ihre deutschen Freund_innen, für Menschen mit und ohne HIV. Die Botschaft lautet: Kommt einfach vorbei, es gibt afrikanisches Essen. Dabei wird aber immer auch über HIV und Aids gesprochen – zum Beispiel über Testmöglichkeiten. Das habe schon einige Besucher_innen motiviert, sich beim Gesundheitsamt testen zu lassen, berichtet Kerstin Göllner.

Es liegen Informationsbroschüren in Englisch und Französisch aus, im Eingangsbereich steht ein Korb mit Kondomen und Frauenkondomen zur kostenlose Mitnahme bereit. Externe Referent_innen sind eingeladen, die über Möglichkeiten zur Integration und das Gesundheitswesen in Deutschland informieren.

„Zu Anfang haben uns alle gesagt: Das wird nichts“

Kerstin Göllner wirft einen Blick auf die Uhr. Schon nach zwei. Sie sorgt sich, dass an diesem windigen, bewölkten Tag weniger Gäste kommen könnten als sonst. Bisher allerdings haben sich diese Zweifel jedes Mal als unbegründet erwiesen. „Zu Anfang haben uns alle gesagt: Das wird nichts. Afrikaner trauen sich nicht in die Aidshilfe“, erzählt die Sozialpädagogin. Und doch ist es dem Team gelungen, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen mit und ohne HIV zusammenkommen. Ohne Multiplikator_innen aus der afrikanischen Community würde das aber nicht funktionierten. Auf die Frage, wie sie von den Treffen erfuhren, haben die meisten Besucher_innen eine kurze Antwort parat: „Von Ingrid.“

Mit Menschen ins Gespräch kommen

Die 33-Jährige trägt ein gemustertes leuchtend orangefarbenes Kleid, große Creolen-Ohrringe und ein strahlendes Lachen. Sie steht am Herd in der offenen Küche, legt die frischen Hefeteigkugeln auf eine Platte und sagt auf Französisch an, was als nächstes zu tun ist.

„Die meisten Leute haben nicht so viele Informationen“

Die Aidshilfe lernte Ingrid Kenne eher zufällig kennen. Vor mehr als zehn Jahren kam sie aus Kamerun nach Deutschland. Sie studiert soziale Arbeit und begleitet schon länger Menschen im Asylverfahren. Eines Tages vertraute sich ihr eine HIV-positive Frau an, mit der sie daraufhin zum Arzt und zur Braunschweiger AIDS-Hilfe ging. Sie begann, sich dort zu engagieren, weil sie gemerkt hat: „Die meisten Leute haben nicht so viele Informationen.“

In der Küche wird es langsam turbulenter, Platten füllen sich mit Salat und Gemüse. Besonders verlockend erscheint der Haufen aus frittierten Kochbananen, der schon etwas geschrumpft ist. Denn alle, die vorbeilaufen, stibitzen ein Stückchen. Zwei kleine Kinder von anderthalb Jahren tapsen durch den großen Raum und zwischen den Beinen der Köchinnen umher.

„Was hast du denn mit deinen Haaren gemacht“, fragt eine Frau lachend, als sie hereinkommt. „Nächstes Mal färbe ich sie blau“, sagt Ingrid Kenne, deren kurze Locken kupferfarben leuchten, und lacht. Sie schildert, wie sie mit Menschen ins Gespräch kommt. Morgens zum Beispiel, wenn sie ihren Sohn zur Schule bringt, kommt sie an der niedersächsischen Landesaufnahmebehörde vorbei und erzählt dort von den Afrikanischen Abenden.

Kein Aids für alle – bis 2020!

Finanziert wird das Projekt im Rahmen der Kampagne „Kein Aids für alle!“ der Deutschen AIDS-Hilfe. Ziel ist, dass ab dem Jahr 2020 in Deutschland niemand mehr an Aids erkranken muss. Eine rechtzeitige HIV-Behandlung verhindert den Ausbruch der Krankheit Aids. Dafür muss die Infektion zunächst erkannt werden. Viele Menschen jedoch scheuen den HIV-Test – aus Angst nach einer positiven Diagnose ausgegrenzt und angefeindet zu werden.

Laut dem Robert-Koch-Institut werden etwa ein Drittel der HIV-Neudiagnosen in Deutschland bei Migrant_innen gestellt, darunter sind viele Menschen aus den Ländern Subsahara-Afrikas. Unter ihnen ist auch der Anteil derer besonders hoch, die erst spät von ihrer Infektion erfahren.

„Sie dachte, sie dürfe niemanden mehr berühren“

Teil des Problems sind unter anderem Tabuisierung und Stigmatisierung von HIV und Aids in afrikanischen Communitys. Theresa Chuma* weiß das aus eigener Erfahrung. Vor zwei Jahren kam die 63-Jährige aus Simbabwe nach Deutschland – geflohen vor der gefährlichen Situation in ihrer eigenen Familie. „Mein Sohn hat mich bedroht. Er wollte mich umbringen“, erzählt die zierliche, elegante Frau, die im Garten der Aidshilfe an einem Tisch sitzt.

Viele Fragen, viele Informationen

Vor einem Jahr erst hat sie erfahren, dass sie HIV-positiv ist. Sie vermutet aber, dass sie sich schon vor langer Zeit infiziert hat. Die Diagnose war ein Schock. „Ich wusste nichts darüber“, erzählt sie. Die Unsicherheit war groß – auch in ihrer Umgebung. Ihre Cousine, mit der sie nach Deutschland gekommen ist, habe ihr sogar verboten, ihre Sachen anzufassen. Sie habe gedacht, sie dürfe niemanden mehr berühren, berichtet Kerstin Göllner vom ersten Treffen mit Theresa Chuma. „Wir haben ihr einen Kuss auf die Wange gegeben, um zu zeigen: Du bist keine Gefahr!“

Am Grill

Jedes Mal werden Gerichte aus anderen afrikanischen Ländern gekocht, an diesem Abend vor allem Spezialitäten von der Elfenbeinküste.

Auch Kouami Doukoure* erzählt, er habe bei den Treffen viel gelernt. „Man bekommt sehr viele Informationen, wie man sich schützen und wie man mit HIV leben kann“, erzählt der 26-Jährige mit rotem Basecap, Jackett und dünnem Goldkettchen. Was er vorher zum Beispiel noch nicht wusste: dass Menschen mit HIV Kinder bekommen können, ohne das Virus weiterzugeben. „Ich stelle viele Fragen“, sagt Kouami Doukoure. Das hat einen bestimmten Grund. Ein enger Freund von ihm ist HIV-positiv. Das habe ihn anfangs verunsichert, sagt er, denn er sei jemand, der gerne mit Menschen in Kontakt ist und viel kommuniziert. Immer wieder albert er mit den Kindern herum. Die Stimmung ist herzlich, Berührungsängste scheint es nicht zu geben.

Einander kennenlernen

Immer mehr Gäste treffen ein, tragen Tabletts mit Fleischbällchen, Spießen und eine mit Schüssel mit Fischen hinaus. Der 34-jährige Amadou Cissé* steht mit anderen jungen Männern am Grill. Er komme eigentlich jedes Mal. „Bei den Abenden kann man einander kennenlernen“, sagt er. „Ich habe mich sofort wie in einer Familie gefühlt“, erzählt auch Murielle Kouassi*, die seit drei Jahren in Deutschland lebt. Es sei schön, dass man bei den Abenden auch Deutsche treffe.

„Wir wollen die Augen nicht vor HIV und Aids verschließen“

Jedes Mal werden Gerichte aus anderen afrikanischen Ländern gekocht, an diesem Abend vor allem Spezialitäten von der Elfenbeinküste, berichtet Aminata Bouabre*. „Ich habe hier auch die Küche aus Sambia und Kamerun kennengelernt“, erzählt sie. Das afrikanische Essen ist zentraler Bestandteil der Feste. „Man hat nicht so viele Gelegenheiten, solche Gerichte zu essen“, erklärt Kouami Doukoure. Zutaten für afrikanische Rezepte sind teuer.

Tanz

Nach dem Essen wird getanzt.

Zur offiziellen Eröffnung des Fests bilden alle einen Kreis. Kerstin Göllner ermutigt zur Begrüßung alle Gäste, mit Fragen zu ihr zu kommen. „Wir wollen die Augen nicht vor HIV und Aids verschließen “, betont sie.

Nach dem Essen beginnen die Trommler. Ein kleiner Junge läuft zu den Musikern und haut auf die Trommel, die so groß ist wie er. Getanzt wird, bis ein Nachbar am Gartentor anfängt zu zetern: „Das ist ja ein Krach!“ So wird das Fest kurzerhand nach drinnen verlegt, wo ein paar Frauen Kleider aus traditionellen Stoffen vorführen. Zwar behauptet der Nachbar: „Wir sind hier nicht in Afrika.“ Doch man hat den Eindruck: An diesem Abend irrt er gewaltig.

Von Inga Dreyer

*Namen von der Redaktion geändert

Mehr zur Kampagne „Kein Aids für alle!“ auf kein-aids-fuer-alle.de

Hanf Journal NewsJibbit

Promotion   Jibbit – Das Cannabisnetzwerk mit eigener Währung     Spätestens nach dem Erfolg des Bitcoins ist Kryptowährung auch in der Allgemeinheit ein bekannter Begriff geworden, der den einen oder anderen Spekulanten vom Investieren in die auf Blockchain-Technologie basierenden digitalen Zahlungsmittel überzeugt. Mittlerweile gibt es circa 4.500 verschiedene Währungen in diesem Segment, sodass es…

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Der Artikel Jibbit erschien zuerst auf Hanfjournal.

Leafly Deutschland NewsCannabisprogramm in Irland fehlt immer noch

Irland plant schon seit Langem, den Weg für Cannabis als Medizin freizumachen. Dem Land fehlt aber der Zugang zu Cannabis-Produkten. Auf der Suche nach einem Cannabisprogramm bzw. einer Lösung besuchten kürzlich Mitarbeiter des irischen Gesundheitsministeriums Dänemark. Laut Medienberichten wurde diese Reise allerdings vom Chef der Oppositionspartei Fianna Fáil, Micheál Martin, kritisiert.

Irland sucht Unterstützung in Dänemark für ein Cannabisprogramm

Es ist fast zwei Jahre her, seit der irische Gesundheitsminister Simon Harris angekündigt hat, dass ein Cannabisprogramm bzw. ein Zugangsprogramm zu medizinischem Cannabis eingerichtet wird. Bislang hat sich jedoch nichts getan. Für die Verzögerung sei die Regierung verantwortlich. Denn sie hat Probleme, einen Cannabis-Lieferanten mit angemessenen Qualitätsstandards zu finden.

In einer Erklärung des Gesundheitsministeriums heißt es, Beamte des Ministeriums hätten kürzlich Dänemark besucht. Dort sind sie mit einer Reihe staatlicher Regulierungsbehörden und Vertretern aus dem Bereich Produktion und Lieferung von Medizinalcannabis zusammengetroffen, um Unterstützung für ein Cannabisprogramm zu erhalten.

„Ziel dieser Treffen war es, mehr über das dänische Cannabis-Programm zu erfahren und zu fragen, ob wir ein Angebot für medizinische Cannabis-Produkte erhalten können. Auf beiden Seiten wurden gute Fortschritte erzielt, aber eine kontinuierliche Versorgung kann kurzfristig noch problematisch sein“, so das Gesundheitsministerium.

Gesundheitsminister Simon Harris bestätigt, dass Beamte seiner Abteilung letzte Woche ins Ausland gereist seien. Dort sollten sie beim Thema Lieferschwierigkeiten von Cannabis-Produkten vorankommen sowie von den Erfahrungen anderer Länder lernen. Der Minister betonte, dass auch viele andere Länder, die Cannabis als Medizin legalisiert haben, Probleme hätten, qualitativ hochwertiges Cannabis zu erhalten. Auch hier in Deutschland haben wir immer wieder mit Lieferengpässen zu kämpfen. Leafly.de berichtete.

Opposition kritisiert, dass Lösung zu lange auf sich warten lässt

Fianna Fáil-Chef Micheál Martin will sich damit nicht zufriedengeben und übte harsche Kritik an dem zögerlichen Vorgehen des Gesundheitsministers. Laut Martin sei bekannt, dass „ein kanadisches Unternehmen mit einem in Irland ansässigen Vertriebshändler Gespräche führt, um seine Produkte für den irischen Markt zu liefern“. Er fügte hinzu, dass „keine Details zur Verfügbarkeit dieser Cannabis-Produkte vorhanden sind und der irische Vertriebshändler bisher keinen Antrag auf Einfuhrlizenz gestellt hat, um diese Produkte in das Land zu bringen“.

Martin fordert, dass die Regierung endlich einen Anfang macht:

„Seit dem ursprünglichen Versprechen sind zwei Jahre vergangen. Die Regierung muss bedenken, dass viele in diesem Haus konstruktiv mit dem Gesundheitsminister in dieser Frage zusammengearbeitet haben. Der vereinbarte Ansatz bestand darin, ein Zugangsprogramm zu medizinischem Cannabis einzurichten, aber die Fortschritte sind zu langsam. Dieses Problem ist lösbar.“

Nach Meinung des Fianna Fáil-Chefs könnte Cannabis Anfang nächsten Jahres in Irland verfügbar sein, wenn die Offiziellen handeln würden.

Cannabis als Medizin soll in Irland für die Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose, Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie sowie für Patienten mit schwerer und behandlungsresistenter Epilepsie zugänglich sein. Beide Cannabinoide, THC wie CBD, sollen zugelassen werden.

Irland ist auf Importe angewiesen

Das irische Gesundheitsministeriums hat die Schwierigkeit, dass derzeit nur zwei Länder – Kanada und die Niederlande – hochwertiges Cannabis exportieren, das pharmazeutische Qualitätsstandards erfüllt. Das gleiche Problemen haben auch alle anderen Länder, die zwar Cannabis als Medizin legalisiert haben, es aber nicht selbst produzieren – wie Deutschland zurzeit. Bei uns soll ab 2020 Cannabis aus eigener Ernte verfügbar sein.

Zurzeit haben zwölf Patienten in Irland eine Lizenz für Cannabis als Medizin. Ihr Medikament müssen sie sich über eine niederländische Apotheke besorgen. Dieser Zustand wird so lange anhalten, bis die Versorgung der Patienten in Irland mit Cannabis gesichert ist.

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Deutscher Hanfverband NachrichtenNeue Studie: Kosten der Cannabis-Prohibition in Deutschland - Wachsende Zustimmung für Legalisierung in Deutschland

Pressemitteilung vom 16.11.2018

Berlin, 16.11.2018 - In diesen Minuten stellt Prof. Dr. Justus Haucap auf der “Cannabis Normal!”, der Legalisierungskonferenz des Deutschen Hanfverbands, die mit Spannung erwartete Studie zu den Kosten des Cannabisverbots in Deutschland vor. Im Fall einer Legalisierung von Cannabis würden jährlich über 2,66 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen.

Allein bei der Polizei würden durch die wegfallende Strafverfolgung über eine Milliarde Euro jährlich eingespart und mit einer Steuer auf Cannabisprodukte jährlich 650 Millionen Euro in die Staatskassen gespült werden. Eine weitere Milliarde pro Jahr kommt durch diverse weitere Steuerarten zusammen.

“Es existieren weitere Einsparmöglichkeiten, zum Beispiel bei der Justiz, die derzeit nicht bezifferbar sind. Außerdem könnten ca. 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden”, so Haucap auf der “Cannabis Normal!”.

“Die Prohibition bleibt jeden Nachweis einer positiven Wirkung schuldig. Jetzt wissen wir endlich, was diese gescheiterte und ungerechte Politik kostet. Das Verbot von Cannabis hat ein mieses Preis-/Leistungsverhältnis, ein Fall für den Bundesrechnungshof”, so Hanfverband-Geschäftsführer Georg Wurth.

Ebenfalls Thema auf der “Cannabis Normal!” ist die Präsentation einer aktuellen Infratest-Dimap Umfrage, welche der Hanfverband seit Jahren regelmäßig in Auftrag gibt. Mit 59 Prozent ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen dafür, den Besitz geringer Mengen Cannabis nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen. Darüber hinaus stieg die Zustimmung bei der Frage nach einer Legalisierung um sieben Prozent auf einen Rekordwert von 46 Prozent.

Die zweitägige Konferenz bietet mit ihren knapp 30 Vorträgen und Diskussionsrunde ein breites Themenspektrum. Von Cannabis als Medizin, politischen Diskussionsrunden mit den drogenpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen bis hin zu rechtlichen Vorträgen bietet die “Cannabis Normal!” einen Überblick über Aktivismus, Wissenschaft, Politik und den Stand der Legalisierungsdebatte in Deutschland.

 

Im Anhang finden ihr die vollständige Studie zu den Kosten der Cannabisprohibition von Prof. Dr. Justus Haucap sowie die vollständige Datei der Umfrage von Infratest-Dimap,  die beide heute auf der "Cannabis Normal!" vorgestellt werden.

 

Hanf Journal NewsCannabis in Kanada lässt Fahrzeugführer offensichtlich kalt

  Bislang kein Anstieg berauschter Autofahrten aufgezeichnet.     Auch wenn kurzsichtige Kritiker der Cannabislegalisierung gerne davon berichten, wie stark sich die Zahl berauschter Todesfahrten in Ländern und Staaten erhöhte, wo Marihuana für Genusszwecke freigegeben wurde, sprechen jahrzehntelange Beobachtungen aus den Vereinigten Staaten gegen diese ausgesprochenen Behauptungen. Dennoch ist die Phobie vor dem gemeinen Hanfpflänzchen…

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Leafly Deutschland NewsCannabis-Ausschreibung: Neues Verfahren

Update vom 16.11.2018

Die Cannabis-Ausschreibung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verzögert sich erneut! Bereits zum zweiten Mal hat das BfArM die Abgabefrist für die Angebote verlängert. Der neue Termin ist jetzt der 11. Dezember. Der Grund für die Verzögerung ist leider nicht bekannt. Beobachter vermuten, dass es einen Zusammenhang mit einem Beschwerdeverfahren beim OLG Düsseldorf geben könnte. Dies sind allerdings Spekulationen. Das Amt hat sich bereits bei der ersten Fristverlängerung aus „vergaberechtlichen Gründen“ nicht zu dem Thema geäußert.

Update vom 20.08.2018

Im August haben wir über die neue Cannabis-Ausschreibung berichtet. Die Abgabefrist für die Angebote wurde nun vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verlängert: um 15 Tage auf den 20. November. Warum? Das wollten wir von Leafy.de gerne vom BfArM wissen. Leider haben wir hierzu keine Auskunft erhalten. Aus „vergaberechtlichen Gründen“ dürfe das Amt „über die veröffentlichten Informationen hinaus keine weiteren Angaben zum Verfahren machen“. Wir sind gespannt, wie es mit der Ausschreibung weitergeht und ob der Zeitplan diesmal eingehalten wird.

Ursprüngliche Meldung vom 21. Juli 2018

Am 20. Juli 2018 hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine neue Ausschreibung zu „Anbau, Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Lieferung von Cannabis für medizinische Zwecke“ bekannt gegeben. Leafly.de berichtete. Das Gesamtvolumen beträgt diesmal 10,4 Tonnen Cannabis, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2.600 Kilogramm. Ursprünglich waren 6,6 Tonnen geplant.

Die Behörde sieht vor, die Zuschläge in der ersten Jahreshälfte 2019 zu vergeben. Derzeit wird Cannabis noch ausschließlich aus dem Ausland nach Deutschland importiert – aus Kanada und den Niederlanden.

Erste Cannabis-Ausschreibung wurde gestoppt

Eine erste Ausschreibung hat das BfArM aufgrund eines Beschlusses des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom März 2018 aufheben müssen. Leafly.de berichtete. Aufgrund einer kurzfristigen Verfahrensänderung bei der Ausschreibung klagte einer der Bieter – und fand damit beim Gericht Gehör. Das OLG schloss sich der Argumentation an, die verbleibende Frist zur Einreichung der vollständigen Bewerbungsunterlagen sei nicht mehr ausreichend gewesen. Darüber hinaus fühlten sich deutsche Unternehmen durch verschiedene Vorgaben benachteiligt. Diese Beschwerden lehnte das Gericht jedoch ab.

Das Urteil ließ den eigentlich für 2019 vorgesehenen Beginn des Cannabis-Anbaus in Deutschland in weite Ferne rücken. Und somit war und ist der Cannabis-Markt weiterhin von Importen abhängig.

Neues Ausschreibungsverfahren – zweiter Versuch

Insgesamt hatten sich an dem ersten Verfahren 118 Bieter beziehungsweise Bietergemeinschaften beteiligt. Die neue Ausschreibung sieht 13 Lose zu je 200 Kilogramm Jahresmenge in einem Zeitraum von vier Jahren vor. Jeder Bieter kann maximal für fünf Lose einen Zuschlag erhalten. Das bedeutet, dass mindestens drei Bieter einen Vertrag über Anbau, Ernte, Weiterverarbeitung und Lieferung von Cannabis in standardisierter pharmazeutischer Qualität erhalten. Voraussetzung für den Zuschlag ist, dass der Produzent Medizinalhanf unter betäubungs- und arzneimittelrechtlichen Vorgaben anbaut.

Das BfArM plant, ab 2020 Cannabis aus deutschem Anbau den Patienten zur Verfügung zu stellen. Unternehmen können sich noch bis zum 22.10.2018 für die europaweite Cannabis-Ausschreibung bewerben. Interessierte finden weitere Informationen zur Bewerbung hier.

Eine Chance für deutsche Unternehmen?

Beobachter kritisierten bei der ersten Ausschreibung des BfArM, dass die Vergabekriterien Bewerber bevorzugten, die Erfahrungen im Cannabisanbau besitzen. Für deutsche Unternehmen ist es schlichtweg unmöglich, die Erfahrungen vorzuweisen, denn der Anbau von Hanfpflanzen war in Deutschland bisher illegal – auch für medizinische Zwecke. Marktbeobachter monierten daher, dass durch das Ausschreibungsverfahren die Entstehung einer deutschen Cannabis-Industrie quasi verhindert worden wäre.

Was fordert die neue Cannabis-Ausschreibung?

Im neuen Ausschreibungstext werden ebenfalls von den Bewerbern detaillierte Angaben über Erfahrungen bei Anbau, Verarbeitung und Lieferung von Cannabisblüten abgefragt. Alternativ kann als Bewerberqualifikation aber auch Erfahrung bei der Produktion anderer Arzneipflanzen angegeben werden.

Im Ausschreibungstext heißt es zu den Bewerbungsbedingungen: „Mindestbedingung zur Bejahung der Eignung: Mindestens eine Cannabis-Referenz gemäß Ziffer 4.2 oder anstelle einer Cannabis-Referenz: mindestens eine Anbau-Referenz und eine Verarbeitungs-Referenz gemäß Ziffer 4.2.“

Ziffer 4.2. bezieht sich auf die Erfahrung des Bewerbers „im Bereich Anbau und Lieferung von Arzneipflanzen“ bzw. „im Bereich Verarbeitung und Lieferung von Arzneipflanzen“.

Somit ist auch eine Beteiligung für Firmen möglich, die bisher keine Erfahrung mit medizinischem Cannabis haben – dafür aber mit Arzneipflanzen.

Fazit: Gute Nachrichten für deutsche Unternehmen

Insgesamt ist die neue Ausschreibung ein guter Schritt für alle Unternehmen, die in Deutschland Cannabis anbauen wollen. Neben ausländischen Cannabis-Produzenten werden es jetzt vor allem erfahrene Unternehmen aus der Heilpflanzenbranche (sogenannte Phyto-Unternehmen) sein, die eine Chance auf den Einstieg in die junge Cannabis-Industrie in Deutschland haben. Neugegründete Start-ups ohne Erfahrung im Arzneimittelbereich haben bei der Ausschreibung des BfArM jedoch keine Chance.

Cannabis als Medizin ist stark gefragt – reichen die Mengen?

In der ersten Cannabis-Ausschreibung wurden 6,6 Tonnen für vier Jahre veranschlagt. Experten hielten diese Produktionsmenge für zu gering. So zeigte eine Kleine Anfrage der Linken, dass die Menge des importierten Cannabis bei Weitem die in der ersten Ausschreibung geplante Anbaumenge übersteigen würde.

Cannabis als Medizin ist stark gefragt, die Patientenzahlen steigen stetig und die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Cannabis sind explodiert. Leafly.de berichtete. Dass die nun ausgeschriebene Gesamtmenge von 10,4 Tonnen Cannabis rund 30 Prozent höher liegt als beim ersten Versuch, ist der rasant gestiegenen Nachfrage geschuldet. Dennoch ist es fraglich, ob das neue Ausschreibungsvolumen den exponentiell gestiegenen Bedarf decken wird.

Bisher liegen keine Zahlen dazu vor, wie viele Tonnen Cannabis pro Jahr bereits jetzt Apotheker an Patienten abgeben. Weder der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, noch die Bundes­vereinigung Deutscher Apotheker­verbände (ABDA) oder das BfArM konnten diese Frage beantworten.

Das Potenzial ist groß

Wie viele Cannabis-Patienten gibt es in Deutschland? Konservative Schätzungen auf Grundlage von Krankenkassendaten kommen auf mittlerweile 12.000 bis 14.000 Patienten. Leafly.de berichtete. Diese Daten beruhen allerdings nur auf den Angaben der gesetzlichen Krankenkassen. Die Privatpatienten beziehungsweise die Menschen, die Cannabis auf Privatrezept erhalten, kommen noch dazu.

Der Chef des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, schätzt, dass inklusive Privatpatienten mehr als 20.000 Menschen in Deutschland Cannabis als Medizin erhalten. Der Hanflobbyist rechnet damit, dass bereits in den nächsten ein bis zwei Jahren die Schwelle von 100.000 Cannabispatienten und -patientinnen überschritten wird. Und das Potenzial ist noch viel größer:

„Wenn alle, denen Cannabis hilft, auch Cannabis bekommen, sprechen wir von 800.000 Patienten in Deutschland“, schätzt Wurth.

Die Größenordnung beruht auf den Erfahrungen aus Kanada und einigen US-amerikanischen Bundesstaaten: Ein Prozent der Bevölkerung scheint Experten ein realistischer Richtwert für den Bedarf an Cannabis als Medizin. Hendrik Knopp, Deutschland-Chef des Cannabis-Unternehmens Nuuvera, rechnet langfristig sogar mit rund einer Million potenzieller Anwender.

Zur Not helfen Importe

Solange noch keine Ernte von Cannabis made in Germany stattfindet, erfolgt die Versorgung der Patientinnen und Patienten über Importe. Nach den Planungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), soll ab 2020 Cannabis aus dem Anbau in Deutschland zur Verfügung stehen.

Aber auch wenn zukünftig in Deutschland Cannabis geerntet wird, ist der Import von medizinischem Cannabis weiterhin rechtlich möglich. Das erklärte das BfArM. Falls die jetzt ausgeschriebenen Mengen an Medizinalhanf nicht ausreichen werden, um den Bedarf der Patientinnen und Patienten zu decken, könnten Engpässe also weiterhin über Importe abgefedert werden. Die Chance ist groß, dass dies auch nötig sein wird.

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Leafly Deutschland NewsCannabisrestaurant in Großbritannien eröffnet

Das Cannabisrestaurant “Canna Kitchen“ serviert ab dem 1. Dezember 2018 Gerichte mit saisonalen britischen Zutaten, wie beispielsweise gebratenen Blumenkohl mit Hanfherzen, Sesam Cavolo Nero und CBD Tahini Cream. Zudem gibt es Buchweizen- und Rote-Bete-Pfannkuchen mit gebratenen Cannabiswurzeln, Rucola und CBD Cashewkäse.

Die als CBD, CBG und CBN bekannten Verbindungen aus der Cannabispflanze sind nicht psychoaktiv. Spurenelemente von THC (die in Cannabis gefundene psychoaktive Verbindung) bleiben hingegen innerhalb der gesetzlichen Grenzen.

Einem Medienbericht zufolge, wollen die Inhaber des Cannabisrestaurants „die Denkweise der Menschen über die Cannabispflanze ändern“, indem sie vegetarische Gerichte kreieren, die „geschmackvoll ergänzt werden“.

„Die zahlreichen positiven Eigenschaften der Cannabispflanze haben mich immer inspiriert. Es ist eine der vielseitigsten Kulturen der Natur, mit möglichen Anwendungen in fast allen Bereichen unseres modernen Lebens. Es ist auch die nahrhafteste Nahrungsquelle des Menschen auf dem Planeten mit einer Vielzahl therapeutischer Vorteile“, erklärte Sam Evolution, der Direktor von Canna Kitchen in einem Interview.

Weiter führte Evolution aus, dass man die falschen Vorstellungen über Cannabis ändern wolle. So könne man den Menschen Cannabis in einer Form vorstellen, die sie zuvor nicht kannten.

Cannabisrestaurant: Entscheidung für oder gegen Cannabinoide

Die Anreicherung der Gerichte im Cannabisrestaurant mit Cannabinoiden wie CBD, CBG und CBN ist optional für die Gäste. Wenn sie sich dafür entscheiden, erhalten sie „ein Gefühl der Entspannung, des Friedens und des Wohlbefindens“.

Die Frau hinter den kulinarischen Kreationen ist Chefkoch Charlotte Kjaer.

„Ich koche gerne mit den Jahreszeiten und im Einklang mit der Natur. Eine Ernährung, die reich an saisonalen pflanzlichen Lebensmitteln ist, ist nicht nur nahrhaft für den Körper, sondern auch für den Planeten von Vorteil. „Ich möchte ehrliches, ausgewogenes und lebendiges Essen schaffen“, erläuterte Kjaer.

Die Canna Kitchen wird am 1. Dezember für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Geplant ist außerdem die Eröffnung eines CBD-Cafés mit Getränken, Kuchen und Gepäck. Es wird auch eine Reihe von Bio-Produkten auf Cannabis-Basis über das Hanf Earth Dispensary vertreiben, die von CBD-Öl bis zu Hanfblüten und Kosmetika reichen.

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenAuslosung des Gewinnspiele | Ehle | Reupload weil ich zu blöd bin

Man sollte beim neuen Handy schon den richtigen Kanal auswählen, wenn man ein Livestream macht xD deshalb hier als Reupload. xD „Mehr Anzeigen“

Hier übrigens der „echte“ Livestream – https://youtu.be/WEqyIO6jQF8

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Leafly Deutschland NewsVollspektrumextrakte seit einem Jahr erhältlich

Als erster Hersteller hat der kanadische Produzent Tilray im Oktober 2017 Cannabis Vollspektrumextrakte in pharmazeutischer Qualität auf den deutschen Markt gebracht. Insgesamt entwickelt sich der therapeutische Einsatz von Cannabis-Produkten sehr positiv. Das bestätigt auch Prof. Dr. Dr. Joachim Nadstawek, Schmerzmediziner und Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD e.V.).

„Tatsächlich ist Cannabis für viele Schmerzpatienten eine wirksame therapeutische Option“, erklärte er laut einem Medienbericht.

Zubereitung der Vollspektrumextrakte in der Apotheke

Die Vollspektrumextrakte von Tilray sind pflanzliche, dosier- und titriebar. Neben den Hauptwirkstoffen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) enthalten die Cannabisextrakte alle weiteren Inhaltsstoffe der Cannabisblüte. Eine Besonderheit ist, dass die Vollspektrumextrakte nicht rauch- und inhalierbar sind. Vielmehr erfolgt in der Apotheke die Zubereitung als orale Darreichungsform nach Verordnung des Arztes für den individuellen Bedarf des Patienten.

Zuvor nimmt die Apotheke eine Identitätsprüfung gemäß der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) vor. Die Prüfung der Extrakte kann genau wie bei der DAC-Monographie „Eingestelltes, raffiniertes Cannabisölharz“ (C-054) gemäß den Vorschriften B und C erfolgen. Dabei beinhalten die Prüfungen auch dünnschichtchromatografische Analysen dar.

„Das Verfahren einer Identitätsprüfung dient der Qualitätssicherung der Rezepturarzneimittel, die somit durch die Pharmazeuten gewährleistet wird,“ erklärte der Berliner Pharmazeut Dr. Dennis Stracke.

Dass auch viele Apotheker im Medizinalhanf eine sinnvolle Behandlungsoption sehen, zeigte eine Umfrage im Oktober (Leafly berichtete). Jedoch kritisierten die Apotheker den hohen bürokratischen Aufwand sowie die immer wieder auftretenden Lieferengpässe.

Kontrollen und Qualitätsprüfungen

Die Vollspektrumextrakte von Tilray sind von allen zuständigen deutschen Behörden entsprechend der Vorgaben des Arzneimittelgesetzes (AMG) und des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) genehmigt. Sämtliche Herstellungsprozesse sind GMP-zertifiziert. Im Rahmen der Reanalyse erfolgte des Weiteren in einem Labor in Deutschland eine aufwendige Prüfung, sodass die pharmazeutische Qualität noch einmal von einer unabhängigen Stelle bestätigt wird.

„Tilray war das erste Unternehmen, das Patienten in Deutschland GMP-zertifizierte Cannabisextrakte anbieten konnte. Wir sind stolz auf diesen Meilenstein und darauf, im vergangenen Jahr eine stetig steigende Zahl an Patienten versorgt zu haben. Unsere wichtigste Aufgabe sehen wir darin, Patienten durch wissenschaftliche Forschung schnellstmöglich zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. In Kooperation mit führenden Krankenhäusern und Universitäten arbeiten wir daran, die klinische Anwendung von Cannabinoiden voranzubringen. Wir investieren in Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf fünf Kontinenten, um diese Ziele zu erreichen,“ erklärte Brendan Kennedy, CEO von Tilray.

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Hanf Journal NewsStudium zum Cannabisexperten an der Uni

  Eine Branche professionalisiert sich.     Auch wenn das legale Geschäft mit Cannabis in vielen Teilen der Erde noch nicht so recht verstanden werden will, sodass man gern einmal einen satirischen Text über die Möglichkeit eines Cannabisstudiums an der Howard-Marks-Universität verfassen kann, so professionalisiert sich die Branche in anderen Teilen der Welt mittlerweile bereits…

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Leafly Deutschland NewsMagentag: Cannabinoide gegen Magenerkrankungen

Der Deutsche Magentag wurde im Jahre 1998 von der Gastro-Liga ins Leben gerufen. Es handelt sich hierbei um einen Verein, der gegen Erkrankungen der Verdauungsorgane kämpft. Bei der Arbeit wird der Verein von zahlreichen Medizinern und Wissenschaftlern unterstützt. Im Fokus stehen am heutigen Deutschen Magentag die Funktion sowie die Erkrankungen des Magens.

Deutscher Magentag: Häufige Magenerkrankungen

Der Magen kann von unterschiedlichen Krankheiten betroffen. Laut Statistiken erkrankt fast jeder mindestens einmal in seinem Leben an einer Magenerkrankung. Besonders häufig kommt es zu einer Magenverstimmung oder aber zu einem Magen-Darm-Infekt (Gastroenteritis). Darüber hinaus können unter anderem folgende Erkrankungen auftreten:

  • Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)
  • Magengeschwür (Peptisches Ulcus des Magens)
  • Reizmagen (funktionelle Dyspepsie)
  • Magenkrebs

Des Weiteren können auch gutartige Tumore wie Korpusdrüsenzysten oder hyperplastische Polypen den Magen befallen.

Cannabinoide bei Magenerkrankungen

Leider existieren zu den unterschiedlichen Magenerkrankungen noch keine aussagekräftigen klinischen Studien. Jedoch gibt es Hinweise darauf, dass Cannabinoide möglicherweise in der Lage sind, die Säureproduktion des Magens zu hemmen. Forscher der University of Aberdeen Foresterhill in Großbritannien erklären in ihrer Studie, dass sich im Magen-Darm-Trakt der Cannabinoidrezeptor 1 (CB1) findet, der die Bewegungen des Magens und des Darms abschwächt. Zwar sind die zugrunde liegenden Mechanismen noch ungeklärt, vermutlich verzögern die Cannabinoidrezeptor-Agonisten die Magenentleerung und hemmen somit auch die Magensäureproduktion.

Forscher der University of Parma in Italien konnten an einem Rattenmodell zeigen, dass sich bei einer betäubten Ratte die Magensäureproduktion durch den nicht-selektive CB-Rezeptoragonist WIN 55,212-2 und den selektiven CB1-Rezeptoragonist HU-210 reduzierte. Im Ergebnis erläutern die Forscher, dass der sekrethemmende Effekt der Cannabinoide unter anderem durch die Aktivierung der CB1-Rezeptoren vermittelt wird.

In einer weiteren interessanten Studie heißt es, dass 90 Freiwillige an einem Impfstoff-Entwicklungsprogramm teilnahmen. Hier heißt es, dass der Konsum von Bier an mehr als drei Tagen in der Woche mit einer hohen Magensäureausgabe verbunden war. Hingegen war die Magensäureausgabe beim Rauchen von Cannabis an mehr als zwei Tagen pro Woche gemindert. Allerdings trat bei den Probanden, die mit Vibrio cholerae oder enterotoxigenen Escherichia coli infiziert wurden, nach dem starken Cannabiskonsum voluminöser Durchfall auf. Hieraus schlussfolgerten die Forscher, dass der starke Cannabiskonsum ein wichtiger Faktor sein kann, der zu starkem Durchfall prädisponiert.

Vorbeugung von Verletzungen im Gastrointestinaltrakt

Forscher der McMaster University in Hamilton (Ontario) führten im Rahmen ihrer Studie aus, dass Cannabis häufig zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts verwendet wird. Die Verwendung von Cannabis sei jedoch mit nachteiligen Wirkungen verbunden, insbesondere beim Rauchen von Cannabis.

An Ratten testeten die Forscher ein einfaches Extrakt aus Medizinalhanf auf seine Fähigkeit, Magenbeschädigungen durch Naproxen vorzubeugen und viszerale Schmerzen zu lindern. Eine signifikante Verbesserung der Symptome (Diarrhoe, Gewichtsverlust) und die Heilung von ulzeriertem Gewebe war bei einer Behandlung mit geringen Dosen THC erkennbar. Weiter heißt es, dass die dosisabhängige Gabe des Cannabisextraktes die Schwere eines Magenschadens durch Naproxen mindern konnte.

Diese Ergebnisse zeigen, dass ein Extrakt aus medizinischem Cannabis die Auflösung von Entzündungen und Verletzungen sowie die Vorbeugung von Verletzungen im Gastrointestinaltrakt signifikant verbessern kann. Interessanterweise waren verschiedene Cannabinoidrezeptoren an einigen der Wirkungen beteiligt.

Am heutigen Deutschen Magentag denken wir an alle, die von einer Magenerkrankung betroffen sind. Wir hoffen, dass die Forschung an Cannabinoiden und wie diese sich auf Magenerkrankungen auswirken können, weiter vorangetrieben wird.

Weitere interessante Artikel zum Thema Magen und Cannabis:
Der große Leafly.de CBD-Öl (Cannabidiol) Ratgeber
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Reizdarm – wie kann medizinisches Cannabis helfen?

 

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenHerborizer Ti: Micro-Dose Bowl REVIEW (o.ä.)

Micro-Dose Bowl gibts hier:

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Holt euch euren HERBORIZER TI – oder erfüllt euch eure anderen Dampfer-Träume!

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https://herborizer.com/fr/

Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und AktivistenGute Drogen? Schlechte Drogen! | Drug Education Agency (150)

In Folge 150 eurer DEA warnt Gastgeber Markus Berger vor gefährlichen Drogen, die zurzeit wieder mal im Umlauf sind. So zum Beispiel Marijuana, das offensichtlich mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurde, vermeintliche XTC-Pillen, die eventuell PMA (Paramethoxyamphetamin) enthalten und – haltet euch fest – DMT-Pillen! Oh milder Wahnsinn!

Daneben gibt Markus euch Tipps für psychoaktive Weihnachtsgeschenke und heimelige Drogenliteratur für die kalte Jahreszeit. Viel Vergnügen mit der neuen Ausgabe.

Gewinnspiel um 3 Exemplare des Buchs „Kristall“ von Alexander Wendt. einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Kristall“ und eurer Adresse an markus@lucys-magazin.com senden und abwarten. Einsendeschluss ist der 22. November 2018.

Interessenten der Kokainstudie der Uni Zürich wenden sich an
probanden@bli.uzh.ch oder rufen unter 0041 44 384 2607 an (Mo-Fr 9-17 Uhr).

LINKS

http://www.lucys-magazin.com
http://www.nachtschatten.ch

http://www.sensatonics.de (Rituelles Räucherwerk und mehr)
http://www.blackleaf.de

Leafly Deutschland NewsWeltdiabetestag: Studie weist Komplikationen auf

Weltdiabetestag, 14. November

Der Weltdiabetestag wird seit 1991 durchgeführt. Seit 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Damit ist er, neben dem Welt-AIDS-Tag, der zweite Tag, der einer Krankheit gewidmet ist. Der 14. November wurde ausgewählt, da an diesem Tag Frederick G. Banting geboren wurde, der gemeinsam mit Charles Herbert Best 1921 das lebenswichtige Insulin entdeckte.

Das Hauptziel der Kampagne zum „Weltdiabetestag“ und „Weltdiabetesmonat“ für 2018 und 2019“ besteht darin, dass Bewusstsein für die Auswirkungen von Diabetes auf die Familie zu schärfen und die Rolle der Familie im Alltag, Pflege, Prävention und Aufklärung der Krankheit zu fördern.

Kaum Studien zu Diabetes und Cannabis

Noch gibt es kaum Forschung und Studien zum Einsatz von Cannabinoiden bei der Behandlung von Diabetes. Einige Studien weisen darauf hin, dass Cannabidiol hilfreich sein kann bei der Behandlung von Symptomen. Mehr in unserem umfangreichen Diabetes-Ratgeber.

Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass Personen mit Typ-I-Diabetes bei der Verwendung von Cannabis etwa doppelt so häufig eine als diabetische Ketoazidose bekannte Komplikation erfahren, als normale Patienten. Die Ketoazidose ist eine gefährliche Stoffwechselentgleisung, die durch Insulinmangel ausgelöst wird. Unerkannt und unbehandelt kann sich ein lebensgefährliches diabetisches Koma entwickeln. Eine Ketoazidose tritt vor allem bei Menschen mit Typ-1-Diabetes auf.

Während andere Untersuchungen gezeigt haben, dass Cannabis bei der Behandlung von Symptomen des Typ-II-Diabetes hilfreich sein kann, sind die Auswirkungen der Pflanze auf Typ-I-Diabetes nicht so gut untersucht.

Cannabiskonsumenten mit erhöhtem Risiko für diabetische Komplikationen

Die Forscher befragten 450 Patienten mit Typ-I-Diabetes, die im Barbara Davis Center für Diabetes in Colorado behandelt wurden. 30 Prozent der Befragten verwendeten Cannabis. Diese Gruppe wies insgesamt einen erhöhten Blutzucker auf.

Während die Risikofaktoren variierten, waren die Cannabiskonsumpatienten im Allgemeinen jünger, weniger gebildet und in niedrigeren Einkommensstufen. Die Forscher geben zu, dass viele andere Faktoren eine Rolle spielen können, einschließlich des Zugangs zur Gesundheitsfürsorge.

Aber Vorsicht ist geboten, wenn Cannabis von Patienten mit Typ-I-Diabetes verwendet wird.

„Warum Cannabis die Wahrscheinlichkeit einer diabetischen Ketoazidose erhöht, ist nicht bekannt. Wir haben aber auch gezeigt, dass die diabetische Ketoazidose in Gegenwart von Cannabis schwerer zu diagnostizieren ist und daher mit tödlichen Konsequenzen übersehen werden kann,“ so Dr. Annemarie Hennessy, Dekanin der Medizin an der Western Sydney University.

Fazit der Forscher

Die Forscher stellten die Theorie auf, dass Erbrechen einen längeren Cannabiskonsum begleiten könnte. So würde es auch zu Veränderungen der Darmbedingungen kommen, die für das erhöhte Risiko verantwortlich sein könnten. Wie immer ist mehr Forschung notwendig um hier die Zusammenhänge besser zu verstehen.

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Leafly Deutschland NewsFahrtüchtigkeit und Cannabiskonsum: Kritik an Studie

Kürzlich berichteten wir, dass Rechtsmediziner des Universitätsklinikums Düsseldorf mithilfe eines Fahrsimulators untersuchten, wie sich Cannabiskonsum auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt. Ein Teilnehmer der Studie erklärte jetzt gegenüber Leafly.de, dass die Tests Mängel aufweisen. Aufgrund der späten Uhrzeit der letzten Untersuchung hat die Müdigkeit der Testpersonen das Studienergebnis beeinflusst.

Fahrtüchtigkeit: Studie zeigte unsicheres Fahren nach sechs Stunden

Die Resultate der Studie zeigten: Unmittelbar nach dem Konsum von Cannabis hatten die Testpersonen im Vergleich zu ihren Ausgangswerten eine deutlich höhere Fehlerquote. Nach drei Stunden war die Fahrtüchtigkeit wie vor der Einnahme von Cannabis. Erstaunlich war, dass nach sechs Stunden die Fehlerquote im Fahrsimulator wieder um das Dreifache anstieg. Die Testpersonen fühlten sich zu diesem Zeitpunkt fit und auch die medizinische Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten.

„Müdigkeit hat erheblichen Einfluss gehabt“

Leafly.de: Thomas (Anm. d. Red.: Name geändert), du hast an der Studie der Universität Düsseldorf zum Thema Cannabiskonsum und Fahrtauglichkeit teilgenommen. Deiner Meinung nach sind die schlechten Fahrergebnisse nach sechs Stunden auf Müdigkeit zurückzuführen, nicht auf den Cannabis-Konsum. Kannst Du das genauer erklären?

Thomas: Die Auswertung der Studie ist meines Wissens noch nicht abgeschlossen, es wurden lediglich die Rohdaten präsentiert. Diese Rohdaten berücksichtigen jedoch keine weiteren Störfaktoren, wie beispielsweise die Tatsache, dass die letzten Untersuchungen, also sechs Stunden nach dem Konsum, zu einem Zeitpunkt stattgefunden haben, an dem etliche Studienteilnehmer bereits über 16 Stunden auf den Beinen waren.

Der Tag war durch viele interessante Gespräche mit Unbekannten, Konzentrationstests und die Simulatorfahrten sehr anstrengend. So habe ich beispielsweise bei einem Konzentrationstest, bei dem man mit geschlossenen Augen einen Zeitraum von 60 Sekunden abschätzen sollte, kläglich versagt. In den Durchgängen davor – also nüchtern, unmittelbar nach dem Konsum, sowie zwei und vier Stunden nach Ende des Konsums – habe ich um weniger als eine Sekunde daneben gelegen. Bei der letzten Untersuchung waren es 20 Sekunden.

Die Auswirkungen von Schlafmangel auf die Fahrtauglichkeit sind bereits gründlich untersucht worden. Folglich dürfte Müdigkeit einen erheblichen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und somit auf die Ergebnisse der Studie gehabt haben – insbesondere auf die erhöhte Zahl von virtuellen Unfällen im letzten Durchgang, sechs Stunden nach dem Konsum.

„Qualität der Simulation war gering“

Leafly.de: Hast du noch andere Kritikpunkte an der Untersuchung?

Thomas: Der nächste wesentliche Kritikpunkt ist die kleine Versuchsgruppe von 15 Leuten.  Statistisch gesehen ist diese Versuchsgruppe viel zu klein, um belastbare Ergebnisse zu erhalten, es können nur Tendenzen aufgezeigt werden.

Diese Schwäche war den Forschern natürlich im Vorfeld bekannt, und – einmal mehr – politisch gewollt: Die Studie durfte keine „Außenwerbung“ machen (also unschuldige Bürger zum Konsum anstiften), weshalb sich entsprechend wenige Freiwillige gefunden haben.

Außerdem war die Qualität der Simulation leider eher als gering zu bezeichnen: Der Simulator bestand aus einen VW UP!, dessen Vorderräder auf Drehtellern standen, die genau wie Gas- und Bremspedal mit einem Laptop verbunden waren. Der Laptop hat dann die Sicht durch die Frontscheibe auf eine Leinwand projiziert. Man hatte also keinen Rundumblick, sodass der Schulterblick beim Spurwechsel zur Vermeidung von Unfällen hinfällig war – und in einigen Situationen hat genau das zu virtuellen Unfällen geführt.

Fairerweise sollte man dazu sagen, dass diese Schwäche der Simulation schon bei der nüchternen Gewöhnungsphase aufgefallen ist und die Wahrscheinlichkeit für virtuelle Unfälle unabhängig von der Fahrtüchtigkeit der Versuchspersonen erhöht war. In der Auswertung dürfte die Qualität der Simulation daher keine allzugroße Rolle spielen.

Leafly.de: Lieber Thomas, vielen Dank, dass Du aus erster Hand über diese Studie berichtet hast. Das war sehr interessant!

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Hanf Journal NewsCannabis in Kindergartennähe angebaut

  Geruchsempfindliche Passanten stoppen illegalen Grow.     Wer heimlich Cannabis anbaut, der muss dafür sorgen, dass keine Menschenseele davon Wind bekommt, die nicht zu einhundert Prozent hinter dem allgemeinen Legalisierungsgedanken steht. Manchmal reichen aber selbst Weltkriegsbunker nicht aus, um sich vor einer durch aufmerksame Spießbürger alarmierten Staatsmacht verstecken zu können, weshalb es oft auch…

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Leafly Deutschland NewsCannabisextrakt: Erste klinische Studie in den USA

Mehr als vier Jahre, nachdem der Gouverneur Phil Bryant das Gesetz von Harper Grace unterzeichnet hatte, das die klinische Prüfung von bestimmten Arzneimittels aus Cannabis erlaubt, gab das Medical Center der University of Mississippi jetzt bekannt, dass die erste klinische Studie begonnen hat: Untersucht wird ein Cannabisextrakt mit CBD und THC an Kindern mit schwerer Epilepsie. Die Food and Drug Administration, das Internal Review Board und die Drug Enforcement Administration genehmigten diese klinische Studie.

„Sie können sich also vorstellen, dass wir viele regulatorische Hürden hatten, um unseren Patienten so einzigartige Möglichkeiten zu bieten“, erklärte Richard Summers, stellvertretender Forschungskanzler der University of Mississippi in einem Interview.

An der Studie nehmen zehn Kinder mit schwerer Epilepsie aus Mississippi teil. Laut Dr. Brad Ingram, dem pädiatrischen Neurologen und Leiter der Studie, ist die schwere Epilepsie bei Kindern so weit verbreitet, dass sich auch 2 000 Kinder für diese Studie hätten qualifizieren können.

„Wir zielen auf die Kranken der Kranken ab und wir müssen sicherstellen, dass das Cannabisextrakt für die Kinder tolerierbar ist, wenn alle anderen medizinischen Therapien versagt haben“, sagte Ingram.

Cannabisextrakt: Herstellung und Wirkstoffe

Die Herstellung des Cannabisextrakts erfolgt im Coy Waller Laboratory von NCNPR. Hierfür wird eine spezielle Art von Cannabis verwendet, die auf dem Ole Miss Campus in Oxford angebaut wird. So weist das Cannabisextrakt eine hohe CBD-Konzentration sowie eine geringe THC-Konzentration auf.

„Es ist noch viel zu früh, um irgendwelche Ergebnisse detailliert darzustellen, aber bis jetzt läuft alles gut. Zwei Kinder haben bereits eine einmonatige Behandlung hinter sich. Wir freuen uns sehr darüber. Denn es ist eine echte Chance für Kinder aus Mississippi, Zugang zu einem wirklich einzigartigen, kontrollierten Produkt zu erhalten “, erklärte Ingram.

Cannabis ist immer noch umstritten

Obwohl 33 Staaten Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert haben, ist das Thema immer noch umstritten. Denn es handelt sich bei Cannabis auf Bundesebene um eine kontrollierte Substanz. Sen. Josh Harkins sponserte im Jahr 2014 das Harper Graces Law. Dafür hat er sich mit vielen Gruppen aus Mississippi zusammengesetzt, von der Southern Baptist Convention bis zum Mississippi Bureau of Narcotics, und ihren Segen für das Projekt zu erhalten.

Zu diesem Zweck öffnete das Gesetz von Harper Grace die Tür zu einer spezifischen Partnerschaft zwischen Forschern des Medical Center der University of Mississippi und dem National Center for National Products Research an der University of Mississippi in Oxford. Das Zentrum konzentriert sich auf die Entdeckung und Entwicklung neuer pharmazeutischer und agrochemischer Technologien auf der Grundlage von Pflanzen, Tieren und Mikroben. Eine dieser Pflanzen ist natürlich Cannabis.

Nach der Legalisierung in Mississippi musste der Forschungsvorschlag von UMMC jedoch von mehreren Bundesbehörden abgesegnet werden. Infolge dessen verzögerte sich der Start der Studie. Larry Walker, emertierter Vorsitzender des Natural Products Center erklärte:

„Wir hoffen, dass dies die Tür zu weiteren gut kontrollierten klinischen Studien öffnen wird.“

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Cannabis hilft bei Epilepsie. Einsatz bei Kindern nachweisbar. Mehr Studien nötig
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Leafly Deutschland NewsAlzheimererkrankung und Cannabis als Medizin

Die Alzheimererkrankung wurde vom gleichnamigen Psychiater Alois Alzheimer entdeckt und am 3. November 1906 das erste Mal beschrieben. Deshalb steht jedes Jahr der Monat November im Zeichen der Alzheimererkrankung. Gleichzeitig steht der Monat November auch im Zeichen der Männergesundheit, wobei nicht nur Männer, sondern auch Frauen an Alzheimer erkranken können.

Was ist Alzheimer?

Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Form der Demenz. Diese unheilbare Erkrankung des Gehirns macht sich durch den fortschreitenden Verlust des Gedächtnisses bemerkbar. Da Nervenzellen im Alzheimer Gehirn absterben, werden die Betroffenen zunehmend vergesslich, verwirrt und sogar orientierungslos. Neben diesen bekanntesten Alzheimer Symptomen verändern sich im Verlauf der Krankheit aber auch die Persönlichkeit und das Verhalten. Die Patientinnen und Patienten werden zunehmend hilfloser und sind auf Betreuung und Pflege angewiesen.

Der Name der Erkrankung geht auf den deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer zurück, der sie im Jahr 1906 erstmals beschrieb. Nach dem Tod seiner Patientin fand der Arzt Eiweißablagerungen in ihrem Gehirn, die charakteristisch für die Erkrankung sind. Andere Bezeichnungen für das Leiden sind Morbus Alzheimer (das lateinische Wort Morbus bedeutet Krankheit), Alzheimer-Demenz oder Demenz vom Alzheimer-Typ.

Mit dem Alter steigt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Die meisten Patienten sind über 65 Jahre alt. In seltenen Fällen kommt die Krankheit aber auch schon bei jüngeren Menschen vor.

Die genaue Ursache von Morbus Alzheimer ist trotz ausgeprägter Alzheimer Forschung noch immer nicht bekannt. Wissenschaftler haben allerdings herausgefunden, dass die Erkrankung zur Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn führt und darüber hinaus den Austausch von Informationen zwischen den gesunden Zellen behindert.

Es gibt heute Möglichkeiten, die Krankheit und ihre Folgen zu behandeln – aufhalten lässt sich Alzheimer bisher leider noch nicht. Der Verlauf des Leiden kann mit Alzheimer Medikamenten, Training und weiteren Begleitmaßnahmen verzögert werden. Die Diagnose Alzheimer ist meist ein herber Schlag für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Dennoch können noch viele erfüllte Jahre vor den Patientinnen und Patienten liegen.

Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz? Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Alzheimer und Demenz häufig synonym benutzt. Tatsächlich ist Alzheimer aber nur eine Form der Demenz. Unter dem Begriff Demenz werden mehr als 50 unterschiedliche Krankheiten zusammengefasst, bei denen die Gehirnleistung abbaut. Die Alzheimer-Krankheit ist allerdings mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Demenzform.

Das bedeutet, dass nicht jeder Mensch, der an Demenz erkrankt ist, auch Alzheimer hat. Aber jeder Alzheimer-Patient leidet an einer speziellen Form der Demenz.

Alzheimererkrankung vorbeugen

Lässt sich das Risiko verringern, an Alzheimer zu erkranken? Die gute Nachricht lautet: ja! Weil es noch keine Heilung der Krankheit gibt, wird das Thema Prävention in der Alzheimer Forschung immer wichtiger.

Studien zeigen, dass folgende Faktoren Alzheimer vorbeugen können:

  • Bewegung
  • geistige Fitness
  • soziale Kontakte
  • gesunde Ernährung

Wichtig ist darüber hinaus, dass Sie Risikofaktoren vermeiden.

Risikofaktoren sind:

  • Gefäßerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herzrhythmusstörungen
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • Depressionen
  • Schlafmangel
  • schwere Kopfverletzungen (zum Beispiel wiederholte Gehirnerschütterungen)

Alzheimer Symptome

Viele Menschen haben Angst, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken. Dass wir im Alter vergesslicher werden, dass uns Dinge nicht mehr so leicht fallen und wir für alltägliche Aufgaben, wie beispielsweise das Einkaufen im Supermarkt, länger brauchen als früher – das ist erst einmal ganz normal. Der Alterungsprozess bringt es mit sich, dass das Gehirn weniger leistungsfähig wird. Ältere Menschen brauchen etwas länger, um Neues zu lernen oder sich an bereits früher Gelerntes zu erinnern. Das sind an sich noch keine Alzheimer Symptome.

Typische Alzheimer Symptome

  • Einschränkung der Merkfähigkeit: Vergesslichkeit tritt bei fast allen Patienten auf und ist oft das erste der Alzheimer Symptome, das den Erkrankten oder den Angehörigen auffällt. Ereignisse der nahen Vergangenheit werden vergessen und in Gesprächen verlieren sie leicht den Faden. Selbst bei großer Konzentration kehrt die Erinnerung nicht zurück.
  • Störung der räumlichen und zeitlichen Orientierung: Alzheimer-Erkrankte haben selbst in vertrauter Umgebung Probleme, sich zurechtzufinden. Darüber hinaus bringen sie Tage, Monate oder Jahre durcheinander.
  • Probleme der Alltagskompetenz: Alltägliche Aufgaben, wie das Kochen einer Mahlzeit oder das Schließen einer Jacke, bereiten zunehmend Probleme oder können gar nicht mehr ausgeführt werden.
  • Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen: Betroffenen fällt es schwer, sich länger zu konzentrieren oder etwas vorausschauend zu planen und umzusetzen.
  • Sprachstörungen: Sprachliche Probleme gehören zu den typischen Alzheimer Symptomen. Der Wortschatz nimmt ab, oft müssen Betroffene lange nach Begriffen suchen oder sie behelfen sich mit Umschreibungen. Die Sätze werden kürzer und einfacher geformt. Genauso nimmt das Verständnis von langen oder komplexen Sätzen ab.
  • Einschränkung räumlich-konstruktiver Fähigkeiten: Alzheimer-Erkrankte haben häufig Schwierigkeiten, räumliche Objekte zu erfassen. Zum Beispiel fällt es ihnen schwer, einen Würfel oder ein Haus zu zeichnen.
  • Verlegen von Gegenständen: Menschen mit Alzheimer lassen häufig Gegenstände an ungewöhnliche Stellen liegen und finden sie dort nicht wieder. Sie vergessen nicht nur, wo die Sachen sind – sondern auch, wozu sie normalerweise genutzt werden. So legt der Alzheimer-Patient beispielsweise seinen Haustürschlüssel in den Kühlschrank.
  • Verlust des inneren Antriebs: Ebenso gehört zu den Symptomen der Alzheimererkrankung, sich zurückzuziehen und soziale Kontakte zu vernachlässigen.
  • Persönlichkeitsveränderungen: Die Stimmung von Alzheimer-Patienten kann plötzlich umschlagen, ohne dass dafür ein Grund ersichtlich ist. Die Emotionen können von fröhlich bis traurig pendeln. Auch aggressives, ängstliches oder misstrauisches Verhalten ist nicht ungewöhnlich – aber besonders belastend für die Angehörigen.

Bei wiederholten Anzeichen für Alzheimer den Arzt aufsuchen

Wenn eine oder mehrere der genannten Symptome auftreten, muss das noch nicht bedeuten, dass eine Alzheimererkrankung vorliegt. Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit und Probleme bei der Alltagsbewältigung können viele andere Ursachen haben.

Dennoch sollten Betroffene, wenn eines dieser genannten Anzeichen für Alzheimer wiederholt auftritt, zum Arzt gehen. Dieser kann abklären, welche Ursache hinter den Problemen steckt – und nur ein Mediziner kann die Diagnose Alzheimer stellen. Es ist wichtig rasch abzuklären, ob eine Alzheimer-Demenz vorliegt. Denn im Falle einer Erkrankung sollte möglichst frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Alzheimer Medikamente können dann den Verlauf der Krankheit am wirksamsten aufhalten.

Alzheimer Test

Für Menschen, die Sorge haben, dass sie oder ein Angehöriger an Alzheimer erkrankt sind, gibt es verschiedene Alzheimer Tests, die selbstständig ausgefüllt werden können. Diese Alzheimer Tests erlauben keine Diagnose, geben den Betroffenen jedoch Hinweise, ob sie einen Arzt aufsuchen sollten. Interessierte können beispielsweise auf der Webseite der Alzheimer Forschung Initiative e.V. einen Alzheimer Test durchführen. Dieser kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, sich auf ein Arztgespräch vorzubereiten.

Alzheimer Verlauf

Alzheimer ist eine fortschreitende Krankheit. Das bedeutet, die Symptome der Alzheimererkrankung verschlimmern sich mit der Zeit allmählich. Alzheimer führt zu einem zunehmenden Verlust von geistigen Fähigkeiten und Hirnfunktionen. Dadurch benötigen die Erkrankten immer mehr Unterstützung und Pflege. Der Verlauf der Alzheimererkrankung ist in sieben verschiedene Stufen unterteilt:

Stufe 1: Keine Beeinträchtigung. Es gibt zu diesem Zeitpunkt keine Alzheimer Symptome, es kann jedoch eine frühzeitige Diagnose vorliegen.

Stufe 2: Die frühesten Anzeichen von Alzheimer treten auf, wie Vergesslichkeit. Die Person kann beispielsweise bekannte Wörter vergessen oder Alltagsgegenstände verlegen. Aber es können keine Demenz Symptome während einer ärztlichen Untersuchung erkannt werden.

Stufe 3: Leichte körperliche und psychische Beeinträchtigungen wie Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche. Diese können nur von jemandem bemerkt werden, der den Menschen gut kennt.

Stufe 4: Alzheimer wird häufig in diesem Stadium diagnostiziert, aber es wird immer noch als mild betrachtet. Gedächtnisverlust und die Unfähigkeit, Alltagsaufgaben zu erledigen, werden offensichtlich.

Stufe 5: Mittlere Alzheimer Symptome erfordern die Hilfe von Angehörigen oder Betreuern. Es zeigen sich auffällige Gedächtnislücken, die Patienten können örtlich verwirrt sein. Sie können sich aber immer noch an wichtige Details über sich selbst und die Familie erinnern.

Stufe 6: Mittelschwere Stufe der Alzheimer-Krankheit, das Gedächtnis verschlechtert sich weiterhin, die Persönlichkeit kann sich verändern und die Erkrankten benötigen Pflege und Hilfe bei täglichen Aufgaben und Aktivitäten.

Stufe 7: Dies ist die schwerste und letzte Stufe von Alzheimer. Es kann zum Verlust der Sprache und Mimik kommen. In diesem Spätstadium benötigen die Patienten umfangreiche Hilfe und Pflege. Die Fähigkeit, ohne Unterstützung zu sitzen und den Kopf aufrecht zu halten, kann verloren gehen. Reflexe werden abnormal, Muskeln werden starr.

Alzheimer Ursachen

Die Ursachen für eine Alzheimererkrankung sind noch nicht endgültig geklärt. Fest steht aber, dass überschüssige Eiweißpartikel eine entscheidende Rolle spielen. Auch erbliche Faktoren können beteiligt sein.

Der für Alzheimer charakteristische Verlust von Nervenzellen beginnt im sogenannten Riechhirn. Dann greift das Sterben der Zellen allmählich auf jene Regionen über, die für das Gedächtnis zuständig sind, bevor es schließlich das gesamte Gehirn betrifft. Das Gehirn kann auf diese Weise bis zu einem Fünftel seiner Masse einbüßen.

Eiweißablagerungen im Gehirn als Alzheimer Ursache

Im Gehirn von Alzheimer-Patientinnen und -Patienten lassen sich bestimmte Ablagerungen nachweisen. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass diese die Krankheit mitverursachen oder zumindest begünstigen. Diese Ablagerungen bestehen aus Eiweiß, das im Gehirn nicht richtig abgebaut wird. Sie finden sich sowohl in den Nervenzellen als auch in den Zwischenräumen.

Die Ablagerungen in den Zellen heißen Neurofibrillenbündel. Die Ablagerungen in den Zwischenräumen werden Plaques genannt. Die Plaques wirken wie Gift: Sie stören den Stoffwechsel der Nervenzellen, sodass diese nicht mehr wie gewohnt miteinander kommunizieren können. So nimmt die geistige Leistungsfähigkeit der betroffenen Menschen ab.

Genetische Faktoren

Knapp ein Drittel aller Alzheimer-Kranken ist eng mit jemandem verwandt, der ebenfalls erkrankt war oder ist. Alzheimer tritt also in einigen Familien gehäuft auf. Neue Forschung legt jedoch nahe, dass die familiäre Häufung eventuell überschätzt worden ist.

Da manche Familien häufiger von Alzheimer betroffen sind als andere, liegt der Gedanke nahe, dass es erbliche Alzheimer Ursachen gibt. Und tatsächlich haben Forscher Gene gefunden, die die Alzheimererkrankung begünstigen, wie das sogenannte Epsilon-4-Allel. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Mensch, der das Gen in sich trägt, an Alzheimer erkranken muss.

Alzheimer Behandlung

Wie bereits erwähnt, ist die Alzheimer-Krankheit nicht heilbar. Beschwerden lassen sich aber hinauszögern und lindern. Je früher die Therapie beginnt, desto größer ist der Effekt. Häufig eingesetzte Alzheimer Medikamente sind Antidementiva, Antidepressiva und Neuroleptika.

Genauso wichtig bei der Alzheimer Behandlung sind aber nicht medikamentöse Maßnahmen. Dazu zählen kognitives Training – auch als Gehirntraining bekannt – Ergo- und Musiktherapie sowie in bestimmten Fällen Psychotherapie. Ziel der Alzheimer Behandlung ist es, den Erkrankten so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Wie kann Cannabis bei Alzheimer helfen?

Medizinalcannabis kann den Alterungsprozess im Gehirn positiv beeinflussen. Das hat eine aktuelle Cannabis-Studie aus dem Jahr 2017 gezeigt, die von Wissenschaftlern der Universität Bonn mit ihren Kollegen der Hebrew University (Israel) an Mäusen durchgeführt wurde. Alte Tiere konnten durch eine längere niedrig dosierte Behandlung mit dem Cannabis-Wirkstoff THC in den Zustand von zwei Monate jungen Mäusen zurückversetzt werden.

Während das Endocannabinoid-System bei jungen Mäusen eher überaktiv ist, ist seine Aktivität im Alter reduziert. Womöglich könnte THC in geringen Dosen dies also auch beim Menschen wieder ankurbeln und Alzheimer Symptome lindern.

Dass die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar seien, dazu gebe es Hinweise aus Israel, erklärten die Wissenschaftler. Bewohner eines Altersheims mit Appetitlosigkeit und Schlafstörungen hatten Cannabis bekommen. „Viele waren daraufhin auch geistig wesentlich reger“, berichtete Prof. Dr. Andreas Zimmer vom Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn. Die Ergebnisse und Erfahrungen hätten dazu geführt, dass in Israel Cannabis für geriatrische Patienten unter klinisch kontrollierten Bedingungen untersucht werde.

Im nächsten Schritt ist es nötig herauszufinden, ob THC tatsächlich auch beim Menschen Alterungsprozesse des Gehirns umkehren und die kognitive Leistungsfähigkeit wieder steigern kann. Dies wird sich erst mit weiterer Forschung zeigen. Die bereits vorliegende Cannabis-Studie verspricht aber neue Optionen für die Behandlung von Alzheimer und Demenz. Leafly.de berichtete.

THC kann Absterben der Gehirnzellen stoppen

Eine frühere Studie aus 2016 hat nahegelegt, dass THC den Tod der Gehirnzellen bei Alzheimer stoppen könnte. Ein Forscherteam aus dem kalifornischen Salk Institut für biologische Studien züchtete im Labor Neuronen und behandelte diese mit dem Cannabinoid THC. Das Team fand heraus, dass THC das toxische Protein Beta-Amyloid entfernt, das sich häufig in neuronalen Zellen bildet, wenn Alzheimer einsetzt. Beta-Amyloid ist einer der Hauptbestandteile von Plaque – den Eiweißablagerungen, die sich in den Gehirnzellen ansammeln.

So konnte diese Studie zeigen, dass THC eine maßgebliche Rolle bei der Bekämpfung des giftigen Alzheimer-Proteins übernehmen kann. Bis heute haben Mediziner keine Möglichkeit gefunden, den beschleunigten Zelltod im Alzheimer Gehirn zu behandeln.

CBD schützt das Nervengewebe

Andere Studien haben sich auf die mögliche Schutzfunktion der Cannabinoide konzentriert. Die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften von CBD können vorteilhafte Wirkungen bei der Behandlung der Alzheimer-Krankheit haben.

Verschiedene Studien haben bereits gezeigt, dass CBD das Nervengewebe schützt. Das Cannabinoid kann aber noch mehr: Anscheinend regt es auch das Wachstum von neuem Nervengewebe an.

Das Endocannabinoid-System und Alzheimer

In den letzten Jahren haben viele Forscher die Rolle des Endocannabinoid-Systems (ECS) bei neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimererkrankung untersucht. So fanden Wissenschaftler am Trinity College Dublin bei verstorbenen Alzheimer-Patienten Veränderungen am ECS. Diese zeigten sich vor allem in den Hauptimmunzellen des Zentralnervensystems in den Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2. Die Forscher kamen deshalb zu dem Schluss, dass das Endocannabinoid-System bei der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit von Bedeutung ist.

Bis die genauen Zusammenhänge erkannt sind, bedarf es allerdings noch weiterer Alzheimer Forschung. Zukünftige Studien werden das Verständnis der Wissenschaftler verbessern, wie Cannabis bei der Alzheimererkrankung helfen kann. Vielleicht werden wir dann auch spezielle Alzheimer Medikamente auf Cannabis-Basis sehen.

Informationen über die Alzheimererkrankung und Hilfestellungen erhalten Betroffenen unter anderem hier:
Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Alzheimer’s Association
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

 

 

 

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Leafly Deutschland NewsCannabis-App nutzt Patientenerfahrungen

In Kanada gibt es Cannabis für medizinische Zwecke bereits seit dem Jahr 2001. Doch auch hier bestehen immer noch Unsicherheiten: Welche Blüten helfen bei welchen Beschwerden? Zwar haben sich einige kanadische Ärzte auf die Cannabismedizin spezialisiert, sie scheinen jedoch nach ihren eigenen Erfahrungen Cannabis zu verordnen. Wie in Deutschland besitzt Medizinalcannabis auch in Kanada keine Zulassung im klassischen Sinne und noch keine konkrete Indikation. Demnach besteht ein hoher Bedarf an mehr Evidenz bei der Cannabistherapie. Eine interaktive Cannabis-App soll jetzt dabei helfen.

THC oder CBD?

Bei einem Expertentreffen mit Medizinern, Psychiatern und Apothekern in Toronto Ende Oktober diesen Jahres, führte Schmerzmedizinerin Dr. Sana-Ara Ahmed aus, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Publikationen zur Cannabistherapie erschienen seien. Es zeigte sich, dass Cannabidiol (CBD) der psychoaktiven Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) entgegenwirken kann und zudem anxiolytische Eigenschaft besitzt. Deshalb führt Ahmed bei einigen ihren Cannabispatienten ein CBD-Preloading durch.

Ahmeds Mitreferentin Dr. Marni Brooks erklärte, dass THC-dominante Cannabissorten bevorzugt werden sollten. So hätten viele Mediziner gute Erfahrungen mit Cannabissorten gemacht, die einen hohen THC-Gehalt aufweisen.

Doch warum können Cannabissorten, die einen ähnlichen THC- und CBD-Gehalt aufweisen, unterschiedlich wirken? Hierfür könnte der Entourage-Effekt verantwortlich sein, hieß es beim Expertentreffen.

Cannabis ist nicht gleich Cannabis

In den Publikationen findet immer nur der Sammelbegriff „Cannabis“ Anwendung, kritisierte Prof. Theodor Dingermann auf dem Expertentreffen.

„Aus pharmazeutischer Sicht ist das unbefriedigend, weil unterschiedliche Blütensorten und Extrakte unterschiedlich wirken. Wir brauchen dringend Registerstudien mit exakter Charakterisierung der Medikation, in die jeder Cannabis-Patient eingeschlossen werden müsste“, führte Dingermann aus.

Cannabis-App sammelt Erfahrungen von Patienten

Dr. Ahmed war in der Pilotphase der Cannabis-App „Strainprint“ involviert. Es handelt sich hierbei um eine App, die sich Cannabispatienten auf ihr Smartphone oder Tablet laden können. Mehr als 1 000 Cannabissorten und -produkte sind in dieser Cannabis-App einprogrammiert. Die Patienten können ihre Diagnose, die Cannabistherapie, Dosierung und Applikationsart im Menü auswählen.

Nachdem der Patient das Cannabis angewendet hat, fragt die Cannabis-App, inwieweit sich die Beschwerden verbessert haben, und welche Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die eingegebenen Daten der Patienten werden anonymisiert verarbeitet. Zusätzlich kann der Patient seine Daten auch an einen Arzt senden.

Nach Angaben der Entwickler finden sich in der App bereits rund 800 000 Datensätze. So können sich Cannabispatienten beispielsweise anzeigen lassen, zu welchen Beschwerden welche Cannabissorte passt.

Ist die Cannabis-App für die Evidenzgenerierung geeignet?

Die Idee mit der App ist nicht neu. Im September diesen Jahres haben wir bereits über die Releaf-App berichtet, die den Forschern der Universität New Mexico dabei geholfen hat, Daten zur Evidenz zu sammeln. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Releaf- oder die Strainprint-App etablieren werden. Problematisch ist, dass die Daten zu Wirkungen und Nebenwirkungen auf der Selbstangabe der Cannabispatienten beruhen. Das könnte die Aussagekraft der Suchergebnisse limitieren. Auf der anderen Seite gehört die hohe Zahl an Systemeinträgen zu den Stärken der App.

Prof. Dingermann ist jedoch von der App nicht überzeugt und erklärte:

„De facto dreht sich in Kanada alles um Cannabis als Genussmittel. Die Grenzen zur ‚Selbstmedikation‘ sind dabei fließend. In diese Lücke setzt die App an, ohne jedoch substanzielle Hilfestellungen leisten zu können, weil die wissenschaftliche Basis fehlt. Das mag ein cleveres Geschäftsmodell sein. Seriös ist das jedoch nicht, wenn man medizinische und ethische Standards anlegt.“

Der Psychiater Prof. Danielle Zullino aus Genf äußerte sich hingegen positiv zur App.

„Ich halte den Ansatz für sehr interessant. Die App interessiert uns in der Schweiz natürlich auch im Hinblick auf eine mögliche Anwendung in Bezug auf CBD-Cannabis.“

Derartige Apps können klinische Studien auf jeden Fall nicht ersetzen. Jedoch können sie dabei helfen, die Erfahrungen mit den Cannabisblüten zu systematisieren. Darüber hinaus könnten die Daten dabei helfen herauszufinden, wo sich klinische Studien lohnen könnten.

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Hanf Journal NewsCannabis-Aktivist Marc Emery will’s wissen

    „The Prince of Pot“ zeigt in Montreal zivilen Ungehorsam und verstößt gegen das Cannabis-Regulierungsgesetz der Provinz Quebec         Sadhu van Hemp     Wer glaubt, in Kanada herrsche seit der Cannabis-Legalisierung Friede, Freude, Eierkuchen, der irrt. Denn ein Mann verdirbt die Freude und gebärdet sich gänzlich unfriedlich – und das…

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Der Artikel Cannabis-Aktivist Marc Emery will’s wissen erschien zuerst auf Hanfjournal.

Leafly Deutschland NewsBiosynthese: Auswirkungen auf die Cannabisindustrie

Cannabinoide können aus der Cannabispflanze extrahiert oder synthetisch hergestellt werden. Zudem ist die Herstellung von Cannabinoiden aus Hefe mithilfe der Biosynthese möglich. Bei diesem Prozess werden Hefe oder das Bakterium Escherichia coli (E. coli) sowie Wasser, Zucker, Kohlendioxid und Enzyme verwendet.

Der entscheidende Vorteil dieser Methode besteht darin, dass es zu einer höheren Reinheit und niedrigeren Kosten bei einem wesentlich geringeren CO2-Ausstoß führt, als es beispielsweise bei der Extraktion von Cannabinoiden der Fall ist.

Biosynthese: Was sind die Folgen für die Cannabisindustrie?

Wenn es in der Cannabisindustrie ausschließlich um das Rauchen oder Verdampfen ginge, wäre die Herstellung von Cannabinoiden aus alternativen Methoden kein Problem. Jedoch macht der Markt für Medizinalcannabis mindestens die Hälfte des gesamten Cannabismarktes aus. Wenn sich die Biosynthese als skalierbare Technologie entwickelt, könnte dies den Cannabismarkt ordentlich durcheinanderbringen.

Die Biosynthese scheint Cannabinoide mit höherer Reinheit zu erzeugen. Darüber hinaus sollte die Technologie in der Lage sein, Cannabinoide herzustellen, die in der Cannabispflanze selbst nicht signifikant exprimiert werden. Diese selteneren Cannabinoide könnten besonders für pharmazeutische Unternehmen interessant sein, heißt es in einem Medienbericht.

Unternehmen entwickeln Biosynthese-Technologie

Aktuell arbeiten unter anderem die folgenden Unternehmen an der Weiterentwicklung der Biosynthese:

Anandia Laboratories ist ein kanadisches Cannabis-Kraftwerk, das von Aurora Cannabis erworben wurde. Das Unternehmen veröffentlicht seit dem Jahr 2012 Forschungsarbeiten zu diesem Thema, wobei der aktuelle Stand der Forschung nicht bekannt ist.

Die Gründung des in Massachusetts ansässigen Unternehmens Gingko Bioworks erfolgte im Jahr 2009 von MIT-Wissenschaftlern. Seit dem Jahr 2014 ist es an der Y Combinator beteiligt. Erst vor kurzem arbeitete das Unternehmen mit der Cronos Group zusammen, um Cannabinoide zu entwickeln. Das Unternehmen ist im Vergleich zu anderen Unternehmen finanziell gut aufgestellt. Unter anderem gehört Bill Gates zu den Investoren. Insgesamt hat Gingko Bioworks rund 430 Millionen US-Dollar aufgebracht.

Das kanadische Unternehmen InMed Pharmaceuticals unterscheidet sich von den Konkurrenten, da es Cannabinoide mithilfe des Bakteriums E. coli entwickelt.

Librede, ein kalifornisches Unternehmen, hat sich die Produktion von Cannabidiolsäure (CBDA) in Hefe bereits erfolgreich patentieren lassen, nachdem es im Jahr 2017 ein weiteres Patent für die Produktion von Cannabinoiden in Hefe erhalten hatte.

Auch Renew Biopharma in San Diego arbeitet daran, Cannabinoidmoleküle unter Verwendung von Mikroalgen und Hefe zu entwickeln. Das Unternehmen behauptet, Zugang zu einem umfangreichen Portfolio an Patenten zu haben, und plant. Zudem sei geplant, eigene Therapien für die Behandlung chronischer Schmerzen, die Huntington- und Parkinson-Krankheit sowie weitere Erkrankungen zu entwickeln.

Teewinot Life Science (ehemals CBC Technologies) in Florida hat patentgeschützte Biosyntheseverfahren für die Herstellung von THCVA, CBDVA, CBCVA und CBGVA entwickelt. Das Unternehmen verfügt auch über US-Patente zur Herstellung wasserlöslicher Cannabinoide und hat kürzlich ein kanadisches Patent angekündigt.

Wie sieht die Zukunft aus?

Noch hat sich die Biosynthese nicht als skalierbare Technologie bewährt, sie kann jedoch die Art und Weise, wie Cannabinoide in naher Zukunft hergestellt werden, radikal verändern.

Wenn sich die Technologie als erfolgreich erweist, könnte dies viele Cannabis-Unternehmen belasten. Einige Unternehmen sollen schon Investitionen getätigt haben, um sich auf etwaige Änderungen am Cannabismarkt einzustellen. Es dürfte spannend sein, die Entwicklung der Biosynthese in kommenden Jahren weiter zu beobachten.

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Polytox.tv - Videos für Psychonauten, Stoner und Aktivisten1 TAG in BERLIN – Stoner Reise mit Kalle und Rolls69

1 TAG in BERLIN – zu besuch bei Rolls69
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Das Video wurde in Berlin aufgenommen u d wurde unterstützt durch Rolls69.com

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Footnotes